Eine nachhaltige Stabilisierung der Lage in der Ukraine ist nicht absehbar. Der Schutzstatus S für Schutzsuchende aus der Ukraine wird deshalb nicht vor dem 4. März 2025 aufgehoben. Das hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 1. November 2023 entschieden. Erstmals hat er zudem ein Ziel für die Arbeitsmarktintegration definiert: Bis Ende 2024 sollen 40 Prozent der erwerbsfähigen Personen mit Status S einer Arbeit nachgehen.
Aufgrund des Kriegs Russlands gegen die Ukraine hatte der Bundesrat per 12. März 2022 den Schutzstatus S für Personen aus der Ukraine aktiviert. Dieser dient dem vorübergehenden Schutz für die Dauer einer schweren allgemeinen Gefährdung. Per Ende Oktober 2023 hatten rund 66 000 Personen aus der Ukraine einen aktiven Status S in der Schweiz.
Der Schutzstatus S gilt bis zur Aufhebung durch den Bundesrat. Voraussetzung für die Aufhebung ist eine nachhaltige Stabilisierung der Lage in der Ukraine. Das bedeutet, dass die schwere allgemeine Gefährdung nicht mehr gegeben ist. Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass eine solche Stabilisierung weiterhin nicht absehbar ist. Nach wie vor muss auf dem gesamten Staatsgebiet der Ukraine mit kriegerischen Handlungen gerechnet werden.
Klarheit für Betroffene
Der Bundesrat hat deshalb entschieden, den Schutzstatus S bis zum 4. März 2025 nicht aufzuheben, sofern sich die Lage in der Ukraine nicht nachhaltig stabilisiert. Damit schafft er Klarheit für die Schutzsuchenden, die Kantone, Gemeinden und Arbeitgebende. Angesichts der Einbettung der Schweiz in den Schengen-Raum erachtet er auch eine enge Abstimmung mit der EU für unabdingbar. Die EU-Staaten haben am 19. Oktober 2023 beschlossen, den temporären Schutz bis zum 4. März 2025 zu verlängern.
Massnahmen für Arbeitsmarktintegration werden weitergeführt
Im Bereich der Arbeitsmarktintegration sieht der Bundesrat weiteren Handlungsbedarf. Die erstmals am 13. April 2022 beschlossenen und am 9. November 2022 verlängerten, spezifischen Unterstützungsmassnahmen für Personen mit Schutzstatus S (Programm S) werden ebenfalls bis zum 4. März 2025 verlängert. Der Bund beteiligt sich mit 3000 Franken pro Person und Jahr an diesen Massnahmen, insbesondere zur Sprachförderung, wobei der Beitrag gestaffelt an die Kantone ausbezahlt wird.
Gleichzeitig werden die Anstrengungen verstärkt, um möglichst viele Personen aus der Ukraine in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Bis Ende 2024 strebt der Bundesrat die Erhöhung der Erwerbsquote von aktuell rund 20 Prozent auf 40 Prozent an. Um dieses Ziel zu erreichen, wird das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) zusammen mit dem Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), den Kantonen und den Sozialpartnern weitere konkrete Massnahmen ausarbeiten und umsetzen. Für die Kantone gelten künftig verbindlichere Vorgaben für den Einsatz der Bundesbeiträge. Unter anderem müssen sie neu für alle Schutzsuchenden aus der Ukraine Sprachförderungsmassnahmen vorsehen sowie das Potential und den Förderungsbedarf im Einzelfall abklären.
Die Förderung der Erwerbsintegration dient nicht nur der Senkung der Sozialhilfekosten. Schutzsuchende aus der Ukraine können und sollen durch Integrationsmassnahmen, Bildung und Erwerbsarbeit auch aktiv am sozialen Leben teilnehmen und Fähigkeiten im Hinblick auf eine künftige Rückkehr in die Heimat erhalten und aufbauen.
Seine Wahl, bei der er insgesamt 95.054 Stimmen erhielt, markiert das erste Mal, dass ein Mitglied der albanischen Gemeinschaft in der Schweiz auf Bundesebene Abgeordneter wird. Dieser Augenblick wird zweifellos in die Geschichtsbücher eingehen.
Bei den heutigen Wahlen zum Bundestag der Schweiz wurde ein Wendepunkt erreicht, da ein Kandidat albanischer Herkunft, Islam Alijaj von der Sozialdemokratischen Partei (SP), erfolgreich zum Abgeordneten gewählt wurde. Seine 95.054 Stimmen sind ein deutlicher Ausdruck des Vertrauens, das die Wähler in ihn setzen.
Abgesehen von seinen politischen Qualifikationen ist Alijaj ein engagierter Anwalt auf nationaler Ebene, der sich für wichtige Anliegen einsetzt. Seine langjährige Erfahrung als aktives Mitglied des Zürcher Stadtrats hat ihn gut auf seine neue Rolle vorbereitet.
Es ist erwähnenswert, dass von etwa 30 Politikern mit albanischen Wurzeln, die für einen Sitz im Bundesparlament der Schweiz kandidierten, Islam Alijaj der Einzige ist, der die Wahl gewonnen hat.
Sein Sieg repräsentiert nicht nur einen persönlichen Erfolg, sondern auch einen historischen Moment für die albanische Gemeinde in der Schweiz, die nun erstmals eine Stimme auf Bundesebene hat.
Die Wahl von Islam Alijaj zeigt, dass es an der Zeit war, einen Abgeordneten mit albanischen Wurzeln im Schweizer Parlament zu haben, und er wird zweifellos eine wichtige Rolle in der Gestaltung der politischen Landschaft des Landes spielen.
“Drei Sternennächte” ist der Titel dieses bezaubernden Kinderbuchs, das in zwei Sprachen, Albanisch und Deutsch, verfasst wurde. Die Autoren des Buches sind Dritëro Gjukaj und Pranvera Salihi, Ehepaar und Lehrer von Beruf.
Die Präsentation des Buches fand am Mittwochabend, dem 18. Oktober, in der Pestalozzi-Bibliothek in Hardau, Zürich, statt.
Dritëro Gjukaj, ein Mitglied des Teams von albinfo.ch, hat das erste albanisch-deutsche Kinderbuch veröffentlicht, das in dieser Form erhältlich ist. Es handelt sich um ein Werk von besonderem Stil, dass sich an junge Leser richtet und ihre Fantasie in beiden Sprachen anregt.
Gjukaj erzählte, dass ihn die Migrationsgeschichte seiner Familie zur Schaffung dieses Buches inspiriert hat. Vor genau 50 Jahren, im Jahr 1973, wanderte sein Grossvater aus dem Kosovo in die Schweiz aus. Dritëro, als Vertreter der dritten Generation, wählte daher den Titel “Drei Sternennächte” und erweiterte die Idee des Buches, indem er den Lebensweg seiner Familie in ihrer neuen Heimat, der Schweiz, auf märchenhafte Weise erzählte. Dabei verwendete er eine einzigartige Metapher, die dem Buch einen wichtigen pädagogischen Aspekt verleihen und die Fantasie der jungen Leser wecken.
Für die Realisierung des Buches schöpfte er aus Erinnerungen und Erfahrungen, die er während seiner Besuche im Heimatort seines Vaters, Strellc bei Deçan, gemacht hat. Die ruhige Umgebung, die Gelassenheit im Dorf und die atemberaubende Natur motivierten ihn zusätzlich.
Gjukaj thematisiert auch die reale Gefahr des Verschwindens der albanischen Herkunftssprache bei den Auswanderern der zweiten und dritten Generation. Dies war ein weiterer Ansporn für ihn, ein solches Buch zu schreiben und zu veröffentlichen. Gjukaj hebt die Bedeutung der Muttersprache hervor und betont, dass sie beim Erlernen der Landessprache, in diesem Fall Deutsch, hilfreich ist.
Die Erzählungen im Buch sind von wunderschönen Illustrationen begleitet, die die Fantasie junger Leser anregen. Pranvera Salihi, die Illustratorin und Mitautorin des Buches, erzählt, dass sie das Projekt unterstützt hat, da sie sich schon seit ihrer Kindheit für bildende Kunst interessiert. Sie ist selbst Mutter von drei Kindern und Lehrerin, und wie Dritëro ist sie der Meinung, dass ein zweisprachiges Buch für Kinder, die ausserhalb ihres Heimatlandes aufwachsen, von grosser Bedeutung ist.
Während der Buchpräsentation lasen die Kinder des Autorenpaares, ein 9-jähriges Mädchen und ein 7-jähriger Junge, Passagen aus dem Buch in beiden Sprachen vor. Dies betonte die Bemühungen der Autoren, die Muttersprache zu bewahren und an die jüngere Generation weiterzugeben.
Die Leiterin der Pestalozzi-Bibliothek in Hardau Zürich, Suela Jorgaqi, begrüsste die Gäste und gratulierte den Autoren zu ihrem Werk. Sie betonte, dass dieses Buch einen besonderen Platz in der Bibliothek einnehmen wird und ermutigte Landsleute, insbesondere Kinder, die reichhaltige Sammlung der Bibliothek zu nutzen.
Während der Veranstaltung gab es auch eine Diskussion zwischen den Gästen und den Autoren des Buches, bei der auch die bekannte Schweizer Kinderbuchautorin Silvia Hüsler und der pensionierte Albanischlehrer Hasan Spahiu teilnahmen. Spahiu gratulierte seinem ehemaligen Schüler Dritëro Gjukaj zu diesem wertvollen Buch, das den jüngsten albanischen Lesern in der Schweiz und anderswo vorgestellt wurde.
Dritëro Gjukaj ist ein unabhängiger Schriftsteller und Lehrer auf der Oberstufe, während Pranvera Salihi Lehrerin in einem Bundesasylzentrum war.
Unter der Leitung der Medienplattform albinfo.ch (online&print) wird das Forum erstmals am Freitag, den 17.11.2023, von 14:00 bis 19:30 Uhr im grössten Fussballhaus der Welt, der FIFA, im FIFA-Museum in Zürich stattfinden.
Diese Veranstaltung wird Vertreter des Finanz- und Bankensektors aus beiden Ländern zusammenbringen sowie viele andere wichtige Vertreter im Immobilienbereich, sowohl in der Schweiz als auch im Kosovo und in Albanien.
Das Ziel dieses Treffens ist die Zusammenführung von albanisch-schweizerischen Fachleuten im Finanz-, Versicherungs- und Immobiliensektor in der Schweiz, im Kosovo und in Albanien.
Der Zweck dieser ersten Veranstaltung besteht darin, eine Bestandsaufnahme des aktuellen Zustands in den Bereichen im Zusammenhang mit der albanischen Diaspora zu erstellen und aktive albanisch-schweizerische Unternehmen in diesen wirtschaftlichen Aktivitäten zu vernetzen, sei es in der Schweiz, im Kosovo, in Albanien oder anderswo. Dies soll neue Möglichkeiten für Entwicklung und Investitionen in der Schweiz, im Kosovo, in Albanien sowie in anderen Balkanländern erforschen. Diese Veranstaltung wird erstmals bekannte Persönlichkeiten im Banken- und Finanzsektor fördern!
Während dieses Forums werden mehrere Diskussionspanels abgehalten.
Mehr Informationen und das vollständige Programm finden Sie online unter:Finance_17112023 final
Der Wahltermin für das Schweizer Bundesparlament steht kurz bevor – am 22. Oktober. Wie bereits bei früheren Wahlen ist die Beteiligung von Politikern mit albanischen Wurzeln in der Schweiz ein wichtiges Thema, aufgrund der wachsenden Präsenz von Albanern in unserem Land. In diesem Jahr ist die Angelegenheit noch bedeutsamer geworden, da eine Generation albanisch-schweizerischer Politiker:innen herangewachsen ist und bereits in der Schweizer Politik Präsenz und Achtung erlangt hat.
Basierend auf den kontinuierlichen Diskussionen in Artikeln von albinfo.ch erwarten wir, dass mindestens ein:e Abgeordnete:r dieser erfolgreichen Generation in das Parlament dieser Legislaturperiode einziehen wird.
Allerdings hängt dies nicht nur von den Leistungen der Kandidatinnen und Kandidaten ab, sondern auch von der hohen Wahlbeteiligung der stimmberechtigten Albaner:innen. Der einzige Appell, den wir jetzt aussprechen können, lautet daher: Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, macht von eurem Wahlrecht Gebrauch! Am 22. Oktober, geht zur Wahl und stimmt ab!
Albinfo.ch hat die Kandidatinnen und Kandidaten albanischer Herkunft und aus dem Kosovo identifiziert, die ihre Kandidatur für die anstehenden Parlamentswahlen eingereicht haben. Hier ist die Liste der Kandidantinnen und Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge nach den Kantonen, aus denen sie stammen.
Zürich:
Perparim Avdili, Kandidat der Liberalen Partei der Schweiz, FDP, ist Bankangestellter und zugleich Abgeordneter der Stadt Zürich und Vorsitzender der FDP für Zürich.
Dafina Gash, AL – Liste 8
Sie lebt in Urdorf, einer Gemeinde in der Region Dietikon. Sie ist politische Sekretärin und Co-Vorsitzende des Wahlkampfs ihrer politischen Liste.
Edona Halilaj, Jugendkandidatin von Die Mitte. Senior Assurance Officer in der Internen Revision, Zürich. Jahrgang 1994.
Islam Alijaj, Kandidat der Sozialdemokratischen Partei SP. Lobbyist für Menschen mit Behinderungen, Vorstandsmitglied der PS Zürich 9 und Abgeordneter im Zürcher Stadtparlament.
Reis Luzhnica, ebenfalls Kandidat der Sozialdemokratischen Partei SP. Unternehmer und Inhaber einer Druckerei in Altstetten, sowie Abgeordneter im Zürcher Stadtparlament.
Avdije Delihasani-Ajdari, Kandidat der SP. Tätig als Monteur in Wetzikon bei der Polynorm Software AG und absolvierte ein Studium in Finanzwesen an der AKAD Zürich.
Sanija Ameti, Kandidatin der GLP (Grünliberale). Anwältin und Co-Vorsitzende der politischen Bewegung Operation Libero.
St. Gallen:
Arber Bullakaj, Kandidat der Sozialdemokratischen Partei (SP), wurde 1987 geboren. Er ist Unternehmer und ein bekannter politischer Aktivist.
Arta Mustafi, Kandidat der JUSO (Jugend der Sozialdemokratischen Partei), lebt in Bronschhofen und ist Studentin.
Majlinda Sulejmani von “Die Mitte” ist Leiterin der Ambulanzen Wil & Flawil am SRFT Spital Wil und Gründerin sowie Geschäftsführerin bei “Majlinda Sulejmani Medical Consulting”.
Waadt:
Silvia Hyka, Kandidatin der EVP, wurde 1974 geboren und lebt in Payerne. Sie ist Politikwissenschaftlerin und Generalsekretärin von “Lire-et-Ecrire”. Zuvor war sie Generalsekretärin bei “insiemeVaud”.
Naim Smakiqi, SP-Kandidat, war in der Schweizerischen Einbürgerungskommission tätig und ist seit acht Jahren Gemeinderat in der Gemeinde Renens im Kanton Waadt.
Aargau:
Kujtim Ahmeti kandidiert für die Liste “SP GE – Gesundheit”. Er wurde 1979 geboren und ist ein führender Experte im Bereich Pflege mit einem Master-Abschluss in gerontologischer Pflege.
Afërdita Sokolaj kandidiert für die Liste “FDP Unt. im Kanton Aargau – Liberale für Unternehmen” (Listennummer: 03e). Sie wurde 1980 geboren, lebt in Bremgarten und ist eine NDS HF Diplom-Betriebswirtin sowie Managerin.
Baselland:
Eduard Muqaj, ein Kandidat der “Junge Mitte”, stammt aus Gjakova, ist 28 Jahre alt und hat an der Universität in St. Gallen studiert. Er kandidiert bereits zum zweiten Mal für das Nationalparlament nach seiner ersten Kandidatur im Jahr 2019.
Gzim Hasanaj, Kandidat der Grünen, ist ein Sozialwissenschaftler und wurde 1969 in Peja geboren. Er ist Abgeordneter des Kantons Baselland.
Rina Reçica ist Kandidatin der Gruppe “Junge Grünliberale” und arbeitet als administrative und juristische Mitarbeiterin bei der Anwaltskanzlei TRIAS AG in Pratteln.
Bern:
Korab Rashiti, SVP-Kandidat, wurde 1987 geboren und hat einen MBA (Master of Business Administration) absolviert. Derzeit ist er als Chefspezialist für Sicherheit und Qualität bei der SBB/CFF in Bern tätig. Er ist Mitglied des Kantonsparlaments in Bern.
Lirija Sejdi, Kandidatin der Sozialdemokratischen Partei (SP), ist Mitarbeiterin des VPOD-Projekts im Kanton Bern und im Bund. Sie hat einen Master-Abschluss in Soziologie von der Universität Zürich.
Genf:
Anouchka Bajrami, Kandidatin der Fraktion EAG-LUP, ist 27 Jahre alt und kaufmännische Angestellte aus Meyrin.
Fitore Duraku, Kandidat der Fraktion EAG-LUP, stammt aus Lancy.
Arber Jahija, Kandidat der politischen Bewegung “MCG”, ist Mitglied des Parlaments der Republik und des Kantons Genf. Er wurde 1990 geboren und ist Verwaltungsangestellter bei der Genfer Polizei.
Luzern:
Jon Dautaj, Junge FDP, kandidiert für die Liste “Jungfreisinnige A” im Kanton Luzern. Er ist Student und Vorstandsmitglied der Jungen Liberalen Luzern.
Dulnet Zeqiroski, ebenfalls “Junge FDP”, kandidiert ebenfalls für die Liste “Jungfreisinnige A” im Kanton Luzern. Er lebt in Emmen und studiert Luftfahrt. Beide sind auf der Liste der Jungen Liberalen A (Listennummer: 12A).
Schwyz:
Kushtrim Berisha, Kandidat der Sozialdemokratischen Partei (SP), Jahrgang 1983, wohnhaft in Siebnen. Er ist Kantonsdelegierter und arbeitet als Partner Account Manager.
Leon Dzemailji, ebenfalls Kandidat der Sozialdemokratischen Partei (SP), ist HF-Pflegespezialist und lebt in Buttikon.
Die neueste Ausgabe von albinfo.ch, die heute erschienen ist, dreht sich hauptsächlich um die bevorstehenden Wahlen zum Schweizer Bundesparlament am 22. Oktober und besonders um die Teilnahme von Politikern mit albanischen Wurzeln an diesen Wahlen.
In dieser Ausgabe stellen wir kurz etwa 30 albanische Kandidaten für die nationalen Wahlen vor, die von unseren Redakteuren identifiziert wurden. Diese Kandidaten sind in verschiedenen Parteien und Fraktionen vertreten, die das politische Leben im schweizerischen Parlament prägen, was auf eine Erweiterung des politischen Horizonts der neuen Generation albanisch-schweizerischer Politiker hinweist.
Obwohl die meisten Kandidaten, wie üblich, von der Sozialdemokratischen Partei (SP) stammen, gibt es auch einige, die für andere Parteien antreten, wie die Liberalen (FDP), Die Mitte (Zentrum), SVP, Die Grünen und die Grünliberalen. Interessanterweise kandidiert sogar ein Augenmerk für die Piratenpartei, eine Partei, die auf Bundesebene noch keinen Abgeordneten hat.
Zusätzlich zu den knappen Vorstellungen aller Kandidatinnen und Kandidaten, haben wir in dieser Ausgabe auch Interviews mit drei von ihnen geführt: Arbër Bullakaj (SP), Korab Rashiti (SVP) und Arian Bilali (Piratenpartei). Ein weiterer Artikel in dieser Ausgabe behandelt die Wahlen und basiert auf der Diskussion der Medienplattform albinfo.ch vom 10. September. An dieser Diskussion nahmen einige Kandidaten aus dem Kanton Zürich sowie Intellektuelle und Aktivisten aus der Zivilgesellschaft teil.
Neben den Wahlen deckt diese Ausgabe des Magazins auch den Ball zur Wahl des Unternehmers des Jahres ab, der traditionell von der Organisation Swissalbs veranstaltet wird. Diesen Titel hat in diesem Jahr Kristian Kabashi, Mitbegründer der Firma Numarics, verdient.
Diese Ausgabe des Magazins enthält ausserdem Beiträge zu verschiedenen Lebensbereichen der albanischen Gemeinschaft in der Schweiz und darüber hinaus. Regelmässige Rubriken, wie Buchbesprechungen, Filmempfehlungen und Rätsel, sind ebenfalls Teil des aktuellen Magazins.
Am 22. Oktober 2023 finden die eidgenössischen Wahlen statt. Die Stimmbevölkerung der Schweiz wählt dabei ein neues Parlament für die nächsten vier Jahre. Damit sind auch viele Leserinnen und Leser dieser Zeitung, namentlich Schweizer Bürgerinnen und Bürger aus der albanischstämmigen Diaspora, berechtigt zu wählen. Der Kampf um diese Stimmen ist unter den Parteien längst entfacht.
Offenheit gegenüber SVP
Laut Medienberichten hatte Kosovos Regierungschef Albin Kurti jüngst einen Auftritt an einem Wahlanlass der SP in Zürich, womit er dieser Partei eine gewisse Wahlhilfe leistete. Politisch in einem ganz anderen Spektrum zu verorten ist demgegenüber die SVP. Der vorliegende Beitrag versucht aufzuzeigen, dass Kandidierende aus der SVP gute Vertreterinnen und Vertreter für zahlreiche Interessen der albanischstämmigen Bevölkerung sein könnten, so zum Beispiel der solothurner SVP-Nationalratskandidat Rémy Wyssmann. Es mag Sie erstaunen, dass eine solche Aussage ausgerechnet in dieser Zeitung publiziert wird. Schliesslich können viele albanischstämmige Menschen hierzulande mit der SVP nicht viel anfangen. Wünschenswert wäre eine beidseitige Offenheit mit weniger Stigmatisierung, wozu dieser Artikel einen Beitrag zu leisten versucht.
Unabhängiger Kämpfer mit Biss
Viele mögen sich nun fragen, warum sollte man als albanischstämmige Person die SVP unterstützen? Nach hier vertretener Auffassung steht die SVP für diverse Werte und Positionen, welche auch für die albanischstämmige Bevölkerung von Bedeutung sind. Und ja, es wird unumwunden zugegeben, dass es in der SVP Leute gibt, welche unwählbar sind. Andererseits gibt es aber auch einzigartig gute Leute in der SVP. Dazu gehört jedenfalls Rémy Wyssmann aus dem Kanton Solothurn. Bekannt ist er vor allem für sein hartnäckiges Engagement für eine tiefere steuerliche Belastung des Mittelstands und damit der hart arbeitenden Bevölkerung, zu welcher die meisten albanischstämmigen Menschen gehören. Bekanntheit erlangte Wyssmann aber auch mit seinen Forderungen nach Transparenz. So verlangte er unter anderem die Veröffentlichung der Covid-19-Impfverträge und setzt sich im Kanton Solothurn für Transparenz bei den Kaderlöhnen des Staatspersonals ein. Gewissermassen ein Exot ist Wyssmann parteiintern. Als Anwalt und Sozialversicherungsexperte kämpft er regelmässig gegen übermächtige Versicherungen und setzt sich beispielsweise für faire, unabhängige Gutachten bei der Invalidenversicherung ein. Ein Thema, das sonst bei der SVP nicht im Vordergrund steht.
Fazit
Aus demokratiepolitischer Sicht ist es wichtig, dass sich die albanischstämmige, wahlberechtigte Bevölkerung an der Wahl beteiligt. Albin Kurti leistete offenbar einer einzelnen Partei Wahlhilfe. Demgegenüber wird hier dafür plädiert, dass sich die albanischstämmige Bevölkerung nicht beeinflussen lässt. Unter den SVP-Kandidierenden gibt es viele Personen, welche die Interessen der albanischstämmigen Bevölkerung im Parlament hervorragend vertreten würden. Rémy Wyssmann ist wohl das Paradebeispiel dafür. Im Endeffekt gilt es unvoreingenommen hinzuschauen, wer sich zur Wahl stellt und wofür diese Person wirklich steht. Dabei sollte man sich nicht von Wahlversprechen oder Wahlhilfen täuschen lassen, sondern vielmehr darauf schauen, was die jeweiligen Kandidierenden effektiv geleistet haben.
David Sassan Müller
(David Sassan Müller, wohnhaft im Kanton Solothurn, ist Anwalt und Mitglied der SVP des Kantons Solothurn.)
Ob das Schweizer Fussballnationalteam der Männer das Auswärtsspiel gegen Israel im Rahmen der EM-Qualifikation am kommenden Donnerstag in Tel Aviv bestreiten wird, war vorerst offen. Man habe mit grossem Bedauern von der Situation in Israel Kenntnis genommen, schrieb der Schweizerische Fussballverband (SFV) in einer Mitteilung.
«Der SFV steht im Austausch mit der Uefa, mit dem Fedpol und der Schweizerischen Botschaft in Israel.» Die Uefa werde entscheiden, ob die Partie zwischen Israel und der Schweiz stattfindet.
Die Schweiz hat die massiven Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Israel verurteilt. Unter den Opfern befinden sich nach Angaben des Aussendepartements gemäss Informationen vom Samstagabend keine Schweizerinnen und Schweizer.
Switzerland condemns the rocket strikes and attacks from #Gaza against #Israel. We call for an immediate end to the violence and respect for the protection of civilians. I express my deepest condolences to the families and loved ones of the victims. https://t.co/Qa7PigARgD
Bundespräsident Alain Berset zeigte sich auf X (vormals Twitter) bestürzt über den Angriff. «Wir rufen zu einem sofortigen Ende der Gewalt und zur Achtung des Schutzes der Zivilbevölkerung auf», schrieb er. «Ich spreche den Familien und Angehörigen der Opfer mein tiefstes Mitgefühl aus», fuhr Berset fort.
Keine Schweizer Opfer
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hatte am Samstagabend keine Informationen über Schweizer Opfer, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Das EDA stehe in Kontakt mit den zuständigen Behörden, und weitere Abklärungen seien im Gang.
Derzeit seien rund 28’000 Schweizer Staatsangehörige offiziell als in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten wohnhaft registriert. Zudem seien rund 130 Schweizer Reisende in Israel in der Travel-Admin-App des Bundes registriert.
Vom Reisen wird abgeraten
Von Reisen nach Israel rät das Aussendepartement am Samstag «bis zur Klärung der Lage» offiziell ab, wie das EDA auf seiner Internetseite mitteilte. «Eine Verschlechterung der Sicherheitslage ist nicht auszuschliessen», hielt es fest.
Auch die Fluggesellschaft Swiss reagierte auf die neuesten Angriffe auf Israel und stellte den Flugverkehr nach Tel Aviv ab Samstagabend bis auf weiteres ein, wie sie auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bekanntgab.
La Suisse 🇨🇭 condamne les tirs de roquettes et les attaques depuis #Gaza contre #Israël 🇮🇱.
Nous exigeons la fin immédiate de l’usage de la violence. Et nous rappelons que la protection des civils est essentielle. pic.twitter.com/rwdLVgbf1g
Die bewegende Geschichte der Rettung jüdischer Familien durch albanische Familien während des Zweiten Weltkriegs stand im Mittelpunkt einer Podiumsveranstaltung in Altstetten, Zürich. Albanische und jüdische Vertreter aus dem Kanton Zürich beleuchteten und diskutierten diese bemerkenswerte, aber wenig bekannte Geschichte.
Die Veranstaltung fand im voll besetzten Uetli-Saal des Hotel Spirgarten in Altstetten statt und zog etwa 90 Teilnehmer an. Im Fokus stand das Projekt “Wir erinnern! 3.0 Die dritte Generation erzählt” der Organisation der Albanischen Studierenden und Alumni (OASA) aus Berlin, präsentiert von Blerta Lazebeu und Ilira Aliai. Bernd Borchardt, ehemaliger Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tirana, erläuterte den historischen Hintergrund dieser Rettungsaktionen.
Ein berührender Kurzfilm gab sowohl der letzten lebenden Zeitzeugin als auch den Nachkommen der Kriegsgeneration in Albanien eine Stimme. Dank der traditionellen albanischen Gastfreundschaft wurden tausende jüdische Menschen vor dem sicheren Tod bewahrt. Albanien war nach dem Zweiten Weltkrieg das einzige Land in Europa, in dem mehr Juden lebten als zu Kriegsbeginn.
Die Veranstaltung schloss mit einer Diskussionsrunde, bei der Fragen des albanischstämmigen Redakteurs des Tages-Anzeiger, Enver Robelli, gemeinsam mit Sonja Rueff-Frenkel, Përparim Avdili und der Fachdozentin für Religionskunde und Ethik, Eva Pruschy, erörtert wurden.
Am Ende der Diskussionsrunde waren sich alle Teilnehmenden einig: Die Geschichten der stillen Helden in Albanien während der Judenverfolgung müssen erzählt werden. Diese Geschichten stehen für die menschlichen Werte, für die sich albanische Familien unter Lebensgefahr eingesetzt haben, um verfolgten Jüdinnen und Juden Zuflucht zu bieten. Sie verdienen in der Schweiz mehr Aufmerksamkeit.
Die Dozentin, Eva Pruschy, fügte hinzu, dass sie im Laufe der Zeit beobachtet hat, wie sich das Bild von Albanern und Albanerinnen in der Volksschule immer positiver entwickelt hat. Die Geschichten, die sie heute Abend gehört hat, bestärken sie in dieser Einschätzung noch weiter.
Die Bedeutung dieses Anlasses wurde durch die Anwesenheit hochrangiger Gäste unterstrichen, darunter die Botschafterin Israels, Ifat Reshev, der Botschafter Kosovos, Sami Ukelli, sowie die Honorarkonsulin Albaniens, Anita Winter.
Die Rettung jüdischer Familien durch albanische Familien im Zweiten Weltkrieg ist eine einzigartige Geschichte. Die Organisation Albanischer Studenten und Alumni mit Sitz in Berlin hat zu diesem Thema ein Projekt erarbeitet, welches dem Schweizer Publikum am Donnerstag, 5. Oktober 2023 ab 18.30 Uhr im Hotel Spirgarten vorgestellt wird.
In einer Zeit, wo antisemitische und menschenfeindliche Einstellungen in der Schweiz und in Europa immer präsenter werden, ist die Vermittlung dieser Geschichten von Widerstand und Zivilcourage wichtiger denn je.
In der Schweiz lebende Menschen albanischer Abstammung möchten im Kampf gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit einen Akzent setzen.
Durch diese inspirierenden Biografien aus dem albanisch-sprachigen Raum möchten wir Geschichten von Hoffnung und Empathie als Teil der historisch-politischen Bildung aufnehmen.
Im Anschluss an die Vorstellung des Projekts, wird es eine Gesprächsrunde über das heutige Zusammenleben der jüdischen und albanischen Community in der Schweiz geben. Anmeldung erwünscht unter: https://forms.gle/EsjpZwTqqJdKhavU6
2005, nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters, übernahm die damals 25-Jährige das Familienunternehmen Air Prishtina und baute das Unternehmen kontinuierlich aus. Wer glaubt, dass es die sympathische Airline Chefin und zweifache Mutter nach 18 Jahren etwas ruhiger angeht, sieht sich getäuscht. Mit einer unglaublichen Dynamik, Marktnähe gepaart mit Geschäftssinn und innovativem Denken, scheint sie auch heute noch nicht müde zu sein, Air Prishtina weiterzuentwickeln und erfolgreich in die Zukunft zu führen. 2019 hat das Familienunternehmen zusätzlich die Schweizer Ferienairline Chair (vormals Germania) erworben und den Markenaufbau erfolgreich vorangetrieben. Jetzt soll der Markteintritt in Deutschland mit der Schwestergesellschaft Chair vorangetrieben werden.
Leyla Ibrahimi hat sich bereit erklärt, uns etwas mehr Einblicke zu gewähren und sich für ein Interview zur Verfügung gestellt.
Albinfo.ch: Frau Ibrahimi, wie waren die letzten 12 Monate nach der Pandemie respektive wie sind Sie mit dem Sommergeschäft 2023 zufrieden?
Ibrahimi: Wir können auf ein erfolgreiches Jahr (nicht nur das Sommergeschäft) zurückblicken. Viele Fluggäste sind treue Stammkunden, welche unsere Seriosität und Professionalität seit vielen Jahren kennen und uns vertrauen. Dies schätzen wir enorm. Die aller meisten haben Familie im Kosovo und Nordmazedonien und es macht mir persönlich sehr viel Freude, eine Art «Brücke zur Heimat» zu sein! «Welcome home» ist für Air Prishtina mehr als nur ein Slogan, sondern eine Art Verbundenheit mit unsren Kunden.
Albinfo.ch: Air Prishtina ist auch in Zukunft auf Expansionskurs, für den Winterflugplan vorwiegend mit der bereits gut etablierten Schweizer Fluggesellschaft Chair Airlines. Mit der quasi «familieninternen» Fluggesellschaft haben Sie alle Trümpfe in der Hand. Sehen Sie dies auch so?
Ibrahimi: Mit Sicherheit erleichtert es die Entscheidungswege, die Agilität bei Prozessoptimierungen und der Preisfindung. Ob die Flugkapazität an einer Destination ausgebaut wird, entscheiden wir aber immer auf Grund einer tiefgründigen Evaluation der Marktnachfrage und nicht, weil wir gerade noch freie Flugkapazitäten bei Chair haben. Aber schön ist, dass sich Chair als Schweizer Airline innert so kurzer Zeit im Markt etablieren konnte und dass auch das Produkt qualitativ absolut stimmt.
Albinfo.ch: Neu ist auch der Einstieg von Chair Airlines in Basel und Deutschland. Verraten Sie uns heute schon details, wie der Winterflugplan 2023/24 aussehen wird?
Ibrahimi: Selbstverständlich. Chair Airlines wird ab Zürich 2x täglich nach Prishtina, täglich nach Skopje und jeweils samstags Ohrid fliegen. Ab Basel werden unsere täglichen Flüge nach Prishtina neu von Chair durchgeführt.
In Deutschland werden wir täglich mit Chair ab Stuttgart fliegen. Auch freuen wir uns über die intensivierte Zusammenarbeit mit Condor, welche für Air Prishtina 5-7x wöchentlich von Düsseldorf und München nach Pristina fliegen wird und ab Dezember jeden Samstag von Hamburg nach Prishtina.
Albinfo.ch: Hat der Kapazitätsausbau auch Einfluss auf die Preise, welche diesen Sommer teilweise eine recht grosse Preisspanne bei Flügen hatte?
Ibrahimi: Wir sprechen vom dynamischen Pricing, was heisst, der Preis richtet sich nach Angebot und Nachfrage. An gewissen Daten hätten wir dreimal so viel Plätze verkaufen können, aber das Flugzeug hat immer die gleiche Anzahl Plätze. Hat es nur noch wenige Plätze, ist der Preis höher. Der Kapazitätsausbau hilft sicherlich auch, das Pricing etwas weniger volatil gestalten zu müssen und die Preisspanne möglicherweise etwas zu verkleinern.
Albinfo.ch: Gibt es einen idealen Zeitpunkt, um den besten Flugpreis buchen zu können?
Ibrahimi: Nein, Angebot und Nachfrage bildet den Preis. Trotzdem ist mein genereller Tipp; buchen Sie frühzeitig dann sparen Sie mehr! Die Zeit der Last Minute – Schnäppchen ist zu einem grossen Teil vorbei, da die Nachfrage oft grösser als das Angebot ist. Bucht man frühzeitig, so hat man die besten Chancen, den Flug mit einem attraktiven Preis zu buchen.
Auch haben wir immer wieder Promotionen, welche erlauben, den Flug weit im Voraus zu buchen. Um nichts zu verpassen und zu profitieren, empfehle ich, uns auf Instagram zu folgen.
Albinfo.ch: Haben Sie genügend Kapazitäten für die Festtage im Dezember oder werden die Flüge dann einfach extrem hochpreisig angeboten?
Ibrahimi: Da kann ich Sie beruhigen; weil wir die grosse Nachfrage für die Festtage seit Jahren kennen, haben wir bereits heute schon mit zusätzlichen Flugkapazitäten vorgesorgt. Trotzdem empfehlen wir gerade über diese Zeit, frühzeitig zu buchen! Familien wollen sich treffen um diese Jahreszeit, da ist die Nachfrage enorm.
Albinfo.ch: Erlauben Sie mir noch eine persönliche Frage; Sie leiten seit 2005 sehr erfolgreich Air Prishtina, sind zweifache Mutter und scheinen trotzdem nie gestresst. Wie schaffen Sie es, alles unter einen Hut zu bringen?
Ibrahimi: Ohne gute Planung und optimiertes Time Management ist es kaum möglich, den Tag strukturiert und effizient zu gestalten. Gute Leute um sich, auf die man zählen kann, ist ein weiterer Erfolgsfaktor. Was die Familie betrifft, da mache ich nie Kompromisse und bin immer da, wenn die Kinder mich brauchen. Gottseidank ist man in der heutigen digitalen Welt nicht immer ortsgebunden und kann auch mal im «Home-Office» arbeiten.
Albinfo.ch: Herzlichen Dank Frau Ibrahimi für das interessante Interview.
Die mittlere Prämie wird im Jahr 2024 359,50 Franken pro Monat betragen, was einem Anstieg um 28,70 Franken (8,7 Prozent) im Vergleich zu 2023 entspricht. Grund für den hohen Prämienanstieg sind die Kosten. Diese sind seit dem 2. Halbjahr 2021 und insbesondere dieses Jahr stärker gestiegen als erwartet. Mehr Arztbesuche, mehr ambulante Spitalleistungen, mehr und teurere Medikamente haben zu diesen hohen Kosten geführt. Kostendämpfung bleibt daher eine zentrale Aufgabe für alle Akteure, damit die Gesundheitsleistungen für die Bevölkerung finanzierbar bleiben.
Im Jahr 2024 wird die mittlere Monatsprämie 359,50 Franken betragen, was einem Anstieg von 28,70 Franken (8,7 Prozent) im Vergleich zu 2023 entspricht. Die mittlere Prämie für Erwachsene steigt um 33,80 Franken (8,6 Prozent) auf 426,70 Franken. Diejenige für junge Erwachsene erhöht sich um 23,80 Franken (8,6 Prozent) auf 300,60 Franken. Die mittlere Prämie für Kinder steigt gegenüber 2023 um 8 Franken (7,7 Prozent) auf 111,80 Franken.
Verschiedene Faktoren verantwortlich für die Kostensteigerung
Hauptgrund des hohen Prämienanstiegs ist der starke Anstieg der Gesundheitskosten. Denn die Prämien widerspiegeln die Kosten. Im ersten Halbjahr 2023 sind die Kosten verglichen mit dem ersten Halbjahr 2022 um 6,4 Prozent gestiegen. Für das laufende Jahr erwarten die Versicherer einen Kostenanstieg von 5,3 Prozent und für 2024 wird ein weiteres Kostenwachstum von 3,4 Prozent erwartet.
Diese starke Kostenzunahme ist auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen: Die alternde Bevölkerung, neue Medikamente und Behandlungen sowie eine Zunahme der Gesundheitsleistungen, beispielsweise ambulante Spitalleistungen oder bei der Physiotherapie.
Bei den ambulanten Spitalleistungen sind die Kosten pro versicherte Person (+ 8,5%) im Jahr 2022 stärker gestiegen als bei den Arztpraxen (+5,1%). Die Anzahl Arztbesuche pro Patientin und Patient ist stabil, aber die Kosten pro Arztbesuch steigen. Bei den stationären Spitalleistungen – die 19 Prozent der Kosten der obligatorischen Krankenversicherung (OKP) ausmachen – ist die starke Kostenentwicklung teilweise auf eine Verzögerung der Abrechnungen von Vorjahresleistungen der Spitäler und der Rehabilitationskliniken wegen einer neuen Tarifstruktur zurückzuführen. Ein Anstieg der Taxpunktwerte im ambulanten Spitalbereich ist in verschiedenen Kantonen zu beobachten.
Die Medikamente machen im Jahr 2022 22 Prozent der Kosten der OKP aus. Das Kostenwachstum ist bei den Medikamenten im ambulanten Bereich mit 5,5% auf konstant hohem Niveau. Im Jahresvergleich wachsen die Medikamentenkosten aber stärker als die restlichen Kosten. Krebsmedikamente, Immunsuppressiva und Antidiabetika wachsen am stärksten und sind im Jahr 2023 für 50 Prozent des Kostenanstiegs pro versicherte Person verantwortlich. Neuzulassungen mit speziell hohen Preisforderungen und zu häufig eingesetzte Originalpräparate haben auch einen Einfluss auf das Kostenwachstum.
Reduktion der Reserven
Starke Nachholeffekte nach der Pandemie haben zu höheren Kosten und damit zu einem Verlust aus der Versicherungstätigkeit von 1,7 Milliarden Franken im Jahr 2022 geführt. Hinzu kam ein Anlageverlust in Höhe von 1,8 Milliarden aufgrund der schwierigen Situation an den Kapitalmärkten, was einer Anlagerendite von minus 11 Prozent entspricht. Die Verluste wurden vollständig von den Reserven getragen. Sie sind in der Folge per Anfang 2023 auf branchenweit 8,5 Milliarden Franken gesunken. Insgesamt verfügen die Versicherer über ausreichend Reserven, aber das Polster zur weiteren Dämpfung der Prämienentwicklung ist nicht mehr vorhanden.
Zusammensetzung des Prämienanstiegs
Der hohe Prämienanstieg auf 2024 lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen. Zusätzlich zur erwarteten Kostensteigerung 2024 gibt es einen Nachholbedarf. Einerseits werden die Prämien die Kosten 2023 nicht decken, da die Kosten höher sind als erwartet. Zudem haben überdurchschnittlich viele Versicherte den Grundversicherer gewechselt oder eine höhere Franchise gewählt, um ihre Prämienbelastung zu senken. Die Prämien sind in der Folge 2023 mit durchschnittlich 5,4% weniger stark gestiegen als angekündigt (6,6%). Die dadurch tieferen Prämieneinnahmen müssen nun bei der Berechnung der Prämienentwicklung 2024 mit einbezogen werden. Und schliesslich muss auch die Kostensteigerung 2024 berücksichtigt werden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat eingehend geprüft, ob die von den Versicherern eingereichten Prämien die gesetzlichen Vorschriften erfüllen. Wo nötig, wurden Anpassungen verlangt. Alle Prämien wurden genehmigt.
Die Kostendämpfung bleibt eine Daueraufgabe
Die Schweiz verfügt über ein ausgezeichnetes Gesundheitssystem. Aufgrund des medizinisch-technischen Fortschritts und der demografischen Entwicklung werden die Gesundheitskosten auch in Zukunft weiter steigen. Dieser Kostenanstieg muss auf das medizinisch begründbare Mass beschränkt werden, ohne die Qualität der Versorgung zu vermindern.
Der Bundesrat und das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) setzen sich seit Jahren für die Dämpfung der Gesundheitskosten ein. Das BAG hat die Arzneimittelpreise seit 2012 um mehr als eine Milliarde gesenkt und die Labortarife um 10%, was zu Einsparungen von 140 Millionen Franken führt. Weitere jährlich wiederkehrende Einsparungen in Höhe von 75 Millionen Franken wurden mit dem HTA-Programm (Health Technology Assessments) erzielt. Der Tarifeingriff des Bundesrates in die Tarifstruktur für ärztliche Leistungen TARMED hat zu 470 Millionen Franken Einsparungen geführt. Mit der Revision der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) und der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV), die am 1. Januar 2024 in Kraft treten wird, hat der Bundesrat verschiedene Massnahmen umgesetzt, um den Einsatz von kostengünstigeren Generika und Biosimilars zu fördern. Diese Massnahmen beinhalten ein Einsparpotential von bis zu 250 Millionen Franken jährlich.
Das nationale Programm zur Digitalisierung im Gesundheitswesen (DigiSanté) soll auch einen Beitrag leisten, die Koordination zwischen den Gesundheitsakteuren und somit die Effizienz zu verbessern.
Der Bundesrat hat zwei Massnahmenpakete zur Kostendämpfung im Bereich Krankenversicherung an das Parlament überwiesen. Noch in dieser parlamentarischen Session wird das Parlament über das zweite Kostendämpfungspaket beraten. Im Zentrum steht die Förderung neuer Modelle für die Festlegung der Medikamentenpreise.
Wechsel der Grundversicherung
Die Krankenversicherer haben bis Ende Oktober Zeit, um die Versicherten über die Prämien 2024 zu informieren. Danach können die Versicherten bis Ende November ihre Grundversicherung wechseln oder ihr Versicherungsmodell anpassen. In der Grundversicherung müssen die Krankenversicherer jede Person aufnehmen.
Priminfo.ch
Die Website www.priminfo.ch wurde überarbeitet und beinhaltet insbesondere folgende Dienstleistungen:
– Einfach anzuwendender Prämienrechner: Alle Prämien und Vergünstigungen (z. B. Reserveabbau) sämtlicher Krankenkassen sind übersichtlich aufgeführt. Die Versicherten können die Prämien nach ihrer Höhe sortieren und damit ihr Einsparpotenzial berechnen;
– Die Rubrik «Prämienberatung» mit Informationen zum Thema Krankenversicherung, Tipps zum Prämiensparen und mit Musterbriefen;
– Prämienübersichten:
– Antworten auf häufige Fragen (FAQ) sowie Kontaktmöglichkeiten (Hotline des BAG);
– Zum ersten Mal stehen auch Texte in einfacher und leichter Sprache zur Verfügung;
– Zum ersten Mal stehen auch Videos in Gebärdensprache für gehörlose Menschen zur Verfügung.
Alle Prämiendaten können zudem vom Open-Data-Portal heruntergeladen werden (www.opendata.swiss).
Für spezifische Fragen zu individuellen Prämien und Versicherungspolicen für 2024 ist grundsätzlich der entsprechende Krankenversicherer zuständig. Er ist zu einer unentgeltlichen Beratung und Information gesetzlich verpflichtet. Die Krankenversicherer sind für die Festlegung der Prämien verantwortlich und können detailliert über die Veränderung spezifischer Prämien informieren. Das BAG prüft, ob die Prämien den gesetzlichen Anforderungen genügen.
Die Schweiz verurteilt den abscheulichen Angriff auf die kosovarische Polizei aufs Schärfste und ruft zu Ruhe und Zurückhaltung auf die Verantwortliche für diesen Gewaltakt müssen zur Rechenschaft gezogen werden.
Der albanisch-schweizerische Verein swissalbs hat den Gewinner des begehrten Unternehmerpreises für das Jahr 2023 bekanntgegeben. Die Auszeichnung wurde durch eine prominente Jury rund um BRACK.CH-Gründer Roland Brack, Nationalrat Andri Silberschmidt und elleXXMitgründerin Nadine Jürgensen an Kristian Kabashi verliehen, dem Mitgründer und Vorstandsmitglied des erfolgreichen FinTech-Startups Numarics.
Die Preisverleihung fand im Rahmen des swissalbs-Unternehmerballs am 23. September im ausverkauften Kongresshaus Zürich statt.
Der swissalbs-Unternehmerpreis würdigt aussergewöhnliche unternehmerische Leistungen, feiert die Innovationskraft der albanischen Gemeinschaft und dient als Inspiration für die gesamte swissalbs-Community.
Kristian Kabashi wurde von einer hochkarätigen Jury, bestehend aus Persönlichkeiten wie Roland Brack, Gründer von BRACK.CH, Nadine Jürgensen, Mitgründerin von elleXX, Andri Silberschmidt, FDP-Nationalrat, Vllaznim Xhiha, Philanthrop und Serial Entrepreneur, sowie Jeton Tolaj, CEO der Wirz AG Bauunternehmungen, aufgrund seiner herausragenden Leistungen ausgewählt.
Kristian Kabashi ist Mitgründer und Vorstandsmitglied von Numarics, einem modernen FinTech-Startup, das eine All-in-One-Lösung für Finanzdienstleistungen bietet. Das Unternehmen vereint menschliche Expertise mit Technologie und künstlicher Intelligenz, um Kunden ein umfassendes Angebot an verschiedenen Dienstleistungen zu bieten.
Seit der jüngsten Finanzierungsrunde ist die Grossbank UBS Hauptinvestor des Zürcher Fintech-Unternehmens. UBS hat zudem eine strategische Partnerschaft mit Numarics angekündigt, die darauf abzielt, integrierte Finanz- und Verwaltungslösungen für KMUs anzubieten, um deren administrative Belastung zu verringern.
swissalbs würdigt Numarics-Gründer Kristian Kabashi für Innovationen im Finanzsektor
Die Auszeichnung von Kristian Kabashi mit dem swissalbs-Unternehmerpreis würdigt nicht nur seine bisherigen Erfolge, sondern auch seinen bedeutenden Beitrag zur Transformation des Finanzsektors durch innovative Technologien und eine ganzheitliche Herangehensweise.
In seiner Dankesrede betonte Kristian Kabashi: «Ich bin zutiefst geehrt und inspiriert, diese renommierte Auszeichnung von swissalbs zu erhalten. Sie ist nicht nur eine Anerkennung unserer bisherigen Arbeit bei Numarics, sondern auch eine Bestätigung dafür, dass Finanzdienstleistungen auf innovative Weise neugestaltet werden können, um die Bedürfnisse der Kunden besser zu erfüllen.
Ich teile diesen Erfolg mit meinem engagierten Team bei Numarics.»
«Kristian Kabashi und sein Team bei Numarics haben bewiesen, dass Innovation und Technologie den Finanzsektor nachhaltig verändern können. Ihr Erfolg ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie eine visionäre Herangehensweise und eine leidenschaftliche Umsetzung in der Finanzwelt echte Veränderungen bewirken können», sagt Përparim Avdili, Mitgründer und Präsident von swissalbs.
Der swissalbs-Unternehmerball, in dessen Rahmen die Preisverleihung stattfand, bietet eine interessante Plattform für Networking, Ideenaustausch und die Erkundung neuer Geschäftsmöglichkeiten. Neben der Auszeichnung von Kristian Kabashi umfasste die Veranstaltung Live-Musik, Unterhaltung und inspirierende Reden von hochrangigen Persönlichkeiten aus der Schweizer Wirtschaft und Politik.
Über swissalbs
swissalbs ist eine Non-Profit-Organisation mit Sitz in Zürich, die 2018 von Përparim Avdili, Bardhyl Coli, Arbela Statovci und Burim Hasani ins Leben gerufen wurde. Der Verein veranstaltet jährlich einen exquisiten Unternehmerball, der Unternehmer aus der swissalbs-Community zusammenbringt.
Die Veranstaltung bietet eine Plattform für Networking, den Austausch von Ideen und die Förderung von Geschäftsmöglichkeiten. Sie zieht ein breites Spektrum an Gästen an, darunter Gründerinnen, Unternehmer, Investoren, hochrangige Vertretung aus Wirtschaft und Politik sowie Prominente. Während des Unternehmerballs werden herausragende Unternehmerinnen und Unternehmer mit einem Unternehmerpreis ausgezeichnet, die in verschiedenen Branchen und Bereichen Erfolge erzielt haben.
Die Gewinner erhalten Anerkennung für ihre unternehmerischen Leistungen und werden als Vorbilder für andere in der swissalbs-Community gefeiert.
albinfo.ch ist Medien Sponsor des swissalbs Unternehmerpreis.
Mit Albanismen wie “Ej njeri!” (Hej Mann) oder “te dua” (Ich liebe Dich) dringt die albanische Sprache immer stärker ins Schweizerdeutsche vor und gewinnt zunehmend Präsenz im Schulalltag des Kantons Zürich. Doch reiht sich Albanisch in Zukunft in die Vielfalt der Schweizer Landessprachen ein?
Diese Frage sorgt in jüngster Zeit für Schlagzeilen, aber der renommierte Sprachexperte Stephan Schmid von der Universität Zürich äusserte kürzlich Skepsis. Schmid erklärte, dass Albanisch, ähnlich wie viele andere Einwanderungssprachen, in der zweiten und dritten Generation an Bedeutung zu verlieren droht. Er führt diesen Trend zu albanischen Wörtern auf informelle Bildungsfaktoren wie Musik, das Internet und den sprachlichen Austausch unter Gleichaltrigen zurück. Dabei betonte er auch, dass die formelle Bildung noch Verbesserungsbedarf aufweist, insbesondere vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Realität, in der bei Jugendlichen der zweiten oder dritten Generation in der Schweiz von der albanischen Sprache nur noch Albanismen übrigbleiben.
Albinfo.ch begibt sich nun von den Pausenhöfen in die obersten Ebenen der Zürcher Bildungspolitik und übergibt das Wort an Frau Silvia Steiner. Wir möchten Einblicke in Ihre Rolle als Bildungsdirektorin des Kantons Zürich erhalten und Ihre Ansichten zum aktuellen Stand der Dinge in Bezug auf die formelle Bildungsorganisation im Kontext des HSK-Unterrichts für Albanisch lesen.
Albinfo.ch: Frau Steiner, könnten Sie uns von Ihrer Rolle als Bildungsdirektorin im Kanton Zürich erzählen?
S. Steiner: Als Bildungsdirektorin setze mich dafür ein, den Kindern und Jugendlichen im Kanton Zürich die bestmögliche Bildung und Ausbildung zu ermöglichen. Die Basis dafür ist eine starke V olksschule, die allen Kindern zugänglich ist und den unterschiedlichen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht wird. In meiner Zuständigkeit sind auch die Mittel- und Berufsfachschulen, die Hochschulen, die Berufsberatung sowie die ausserschulische Bildung wie beispielsweise die Elternberatung.
Albinfo.ch: Können Sie Ihre eigene Schulbiografie kurz skizzieren?
S. Steiner: Nach der Primarschule besuchte ich das Gymnasium in Oerlikon. Ich ging gern zur Schule, ausserdem war ich interessiert an Sport, meine Leidenschaft war Handball. Nach der Maturität habe ich mich für ein Studium an der Universität Zürich entschieden, ich machte einen Abschluss in Rechtswissenschaft. Mein Doktorat erlangte ich an der Universität Lausanne, in der französischsprachigen Schweiz. Vor meiner Wahl in den Regierungsrat arbeitete ich als Polizeioffizierin und Staatsanwältin.
Albinfo.ch: Gab es damals Schüler, die nichtlandessprachen mit ins Klassenzimmer brachten, und wie wurde dies damals gesellschaftlich wahrgenommen?
S. Steiner: Die Klassen waren während meiner Primarschulzeit in den 60er-Jahren bereits durchmischt. Ich erinnere mich vor allem an Mitschülerinnen und Mitschüler, die spät zugewandert waren und nur Italienisch sprachen. Im Kanton Zürich sind gute Deutschkenntnisse die Grundlage für einen erfolgreichen Bildungsweg, darum beginnt die Sprachförderung heute bereits im Kindergarten. Die Vielfalt ist auch eine Chance. In der Schule kommen – damals wie heute – Kinder mit unterschiedlichem sozialem, kulturellem oder religiösem Hintergrund zusammen. Die Kinder lernen in der Schulzeit nicht nur Rechnen und Schreiben, sondern auch das Zusammenleben.
Albinfo.ch: Können Sie uns den aktuellen Wissensstand über die Organisation der HSK (Heimatliche Sprache und Kultur) Lehrpersonen für die albanische Sprache im Kanton Zürich darlegen?
S. Steiner: Der ergänzende Unterricht in Heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) fördert die Erstsprache der Kinder und vermittelt Wissen über das Herkunftsland. Organisiert werden die Kurse nicht von der Bildungsdirektion, sondern von Botschaften, Konsulaten oder Vereinen. Der Besuch des Unterrichts stärkt die Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler, die mehrsprachig aufwachsen. In der Zürcher Volksschule sind Kinder mit Albanisch als Erstsprache die grösste Gruppe der nicht Deutschsprachigen.
Albinfo.ch: Gibt es eine Instanz, die den offiziellen Auftrag der Sprachvermittlung evaluieren und optimieren kann?
S. Steiner: Bei den anerkannten HSK-Kursen regelt das Volksschulamt die Zulassung der Kurse und der Lehrpersonen und unterstützt Weiterbildungen. Für den Unterricht in heimatlicher Sprache und Kultur hat das Volksschulamt einen Rahmenlehrplan erarbeitet, der unter anderem auch auf Albanisch übersetzt worden ist. Der HSK-Rahmenlehrplan bildet einen verbindlichen, gemeinsamen Rahmen für alle anerkannten HSK-Kurse. Er orientiert sich am Lehrplan 21 des Kantons Zürich und stellt einen zeitgemässen HSK-Unterricht sicher. Eigene Lehrpläne aus den Herkunftsländern müssen auf den HSK-Rahmenlehrplan abgestimmt verwendet werden. Das Volksschulamt holt alle drei Jahre im Rahmen eines Monitorings Rechenschaftsberichte der Trägerschaften ein und überprüft diese.
Albinfo.ch: Abschliessend, Frau Steiner, angesichts der steigenden sprachlichen Vielfalt in Schulen, wo sehen Sie als Bildungsdirektorin Chancen und Potenzial für gesellschaftliche Verbesserungen bei der Förderung der additiven Zweisprachigkeit, insbesondere im Bereich der formellen Bildung?
S. Steiner: Mit den Kursen in heimatlicher Sprache und Kultur besteht ein gutes Angebot für die verschiedenen Erstsprachen. Sowohl die Lehrpersonen der Schule als auch des HSK-Unterrichts engagieren sich dafür, bei den Kindern die Freude an der Sprache und am Lesen und Schreiben zu wecken. Nicht zu unterschätzen ist auch die Bedeutung der ersten Lebensjahre. In der Zeit vor dem Eintritt in den Kindergarten lernen Kinder so viel wie in keiner anderen Lebensphase. Wichtig ist, dass die Bezugspersonen im Alltag viel mit den Kindern sprechen. Zur Förderung der frühen Entwicklung gibt es im Kanton Zürich zahlreiche Angebote für Eltern und Kinder.
Im August 2023 wurden in der Schweiz 3001 Asylgesuche registriert, 832 mehr als im Vormonat (+38,4 %). Gegenüber August 2022 ist die Zahl der Asylgesuche um 955 gestiegen. Wichtigste Herkunftsländer waren die Türkei und Afghanistan. Im August wurde zudem 1966 aus der Ukraine geflüchteten Personen der Schutzstatus S erteilt, in 1821 Fällen wurde er beendet.
Die wichtigsten Herkunftsländer der Personen, die im August ein Asylgesuch in der Schweiz eingereicht haben, sind die Türkei mit 777 Gesuchen (224 mehr als im Juli), Afghanistan (737 Gesuche; +259), Eritrea (233 Gesuche; +69), Syrien (165 Gesuche; +62) und Algerien (152 Gesuche; +11).
Von den 3001 im August gestellten Gesuchen waren 2454 Primärgesuche (Juli 2023: 1818 Primärgesuche). Personen, die ein Primärgesuch stellen, tun dies unabhängig von anderen Personen, die bereits um Schutz ersucht haben. Die wichtigsten Herkunftsländer bei den Primärgesuchen im August 2023 waren: die Türkei (642, +187), Afghanistan (636, +191), Algerien (149, +10), Marokko (111, +17) und Syrien (110, +31). Im Gegensatz dazu ist ein Sekundärgesuch die Folge eines bereits registrierten Asylgesuchs (beispielsweise Geburt, Familiennachzug oder Mehrfachgesuch).
Erstinstanzlich erledigte Asylgesuche
Das Staatssekretariat für Migration SEM erledigte im August 2023 insgesamt 2262 Asylgesuche: Es wurden 595 Nichteintretensentscheide gefällt (davon 517 auf Grundlage des Dublin-Abkommens), 621 Personen erhielten Asyl und 447 wurden im Rahmen der erstinstanzlichen Erledigungen vorläufig aufgenommen. Die Zahl der erstinstanzlich hängigen Fälle nahm im Vergleich zum Vormonat um 819 auf 13 645 zu.
Ausreisen
Im August haben 1425 Personen die Schweiz kontrolliert verlassen oder wurden in ihr Herkunftsland oder einen Drittstaat rückgeführt. Die Schweiz hat bei 1167 Personen einen anderen Dublin-Staat um Übernahme angefragt, 188 Personen konnten im selben Zeitraum in den zuständigen Dublin-Staat überführt werden. Gleichzeitig wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um Übernahme von 312 Personen ersucht und 75 Personen wurden in die Schweiz überstellt.
Ukraine: Schutzstatus S (Sonderverfahren)
Im August stellten 2286 Personen aus der Ukraine ein Gesuch um Schutzstatus S. Im gleichen Zeitraum wurde 1966 Personen der Schutzstatus S gewährt. Bei 75 schutzsuchenden Personen wurde er abgelehnt, weil die Kriterien nicht erfüllt waren.
Im Laufe des Monats wurde der Status S in 1821 Fällen beendet, weil die Personen die Schweiz verlassen haben. Insgesamt wurde der Schutzstatus S seit seiner Aktivierung bereits in 15 910 Fällen beendet, in 4168 Fällen ist die Beendigung in Prüfung. Per Ende August hatten insgesamt 65 406 Personen den Schutzstatus S.
Die Beteiligung der albanischen Gemeinschaft an den Schweizer Parlamentswahlen ist von erheblicher Bedeutung. Die Statistiken zeigen eine deutliche Unterrepräsentation von Schweizer Bürgern, deren Zweitsprache Albanisch ist. Daher ist es höchste Zeit, dass wir uns aktiv am politischen Leben beteiligen.
Dies ist eine gute Möglichkeit, um vor dem Medienplattform Albinfo.ch und der Sonntagsorganisation in Zürich das Bewusstsein für meine politische Sensibilität zu schärfen und die öffentliche Debatte anzuregen.
Der konkrete Anlass für die Debatte sind die Aussagen der drei Kandidaten mit albanischen Wurzeln, die an den Parlamentswahlen in der Schweiz am 22. Oktober 2023 teilnehmen werden. Es handelt sich um die Kandidaten: Islam Alijaj (SP), Përparim Avdili (FDP) und Reis Luzhnica (SP).
Der angesehene Journalist und Herausgeber des Tages Anzeigers, Enver Robelli, wurde gebeten, einen Brief zu verfassen und die Diskussion anzuregen. Er hat einen umfassenden Einblick in die Bedürfnisse grosser albanischer Familien im politischen Leben geworfen. Nach seiner Meinung sollte die Teilnahme von Albanern als Kandidaten im Parlament als starker Anreiz dienen, die Bequemlichkeit aufzugeben, die uns Albaner in der Schweiz mit drei Stimmen kennzeichnet, wenn wir nicht länger diejenigen sein wollen, die nur klagen.
Die Vorstellung der Kandidaten für das Parlament wurde von einer lebhaften Diskussion mit Vertretern des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens der Gemeinde begleitet, berichtet albinfo.ch. Moderator Shqipe Sulejmani begrüss te den bekannten Sozialaktivisten und Gründer des Vereins “Parandalo”, Valdete Hoti Selimi, den angesehenen Arzt und Direktor des Universitätsspitals Zürich, Prof. Dr. Omer Xhemali, sowie den Komiker Taulant Gashnjani.
Die genannten Teilnehmer sprachen über die aktuelle Situation unserer Gemeinschaft in der Schweiz, den Grad der Integration, die Hindernisse und Vorurteile, die den Integrations- und Stabilisierungsprozess dieser Gemeinschaft in der schweizerischen Gesellschaft begleiten, und vieles mehr. In diesem Zusammenhang sprach Valdete Hoti Selimi über die Barrieren, die sie als Person mit besonderen Bedürfnissen, als Teil einer Migrationsgemeinschaft und als Albanerin in ihrem täglichen Leben erlebt. Sie erörterte die direkte oder indirekte Diskriminierung, der sie ausgesetzt ist.
Dr. Xhemali beschrieb die Situation aus seiner Perspektive als angesehener Arzt, der zuvor in Deutschland gelebt hatte, bevor er in die Schweiz kam. Er betonte die Notwendigkeit einer selbstkritischeren Haltung der Albaner in der Schweiz. Es gibt zweifellos Vorurteile gegenüber Albanern, aber wir sollten nicht die Tatsache leugnen, dass es einige Gründe gibt, die diese Vorurteile erklären. Er betonte jedoch auch die steigende Präsenz von Albanern der zweiten und dritten Generation in allen Bereichen des schweizerischen Lebens, nicht nur in der Politik.
Dr. Xhemali betonte, dass wir uns bei den aktuellen Wahlen nicht der Illusion hingeben sollten, dass die Kandidaten mit albanischen Wurzeln gewählt wurden, sondern dass sie in erster Linie die Interessen der Gemeinschaft vertreten sollten. Denn sie werden als Vertreter ihrer jeweiligen Parteien und nicht als Albaner gewählt.
albinfo.ch
Der Komiker Taulant Gashnjani sprach über die gängigsten Vorurteile, die er als junger Mann und Mitglied der albanischen Gemeinschaft selbst erlebt hat. Er hat diese Stereotypen auch in seinen öffentlichen Comedy-Auftritten behandelt.
Die Beweggründe der drei Kandidaten für das Schweizer Parlament
Auf die Frage des Moderators nach dem Grund ihrer Kandidatur für die Nationalratswahl antwortete Islam Alijaj von der SP: „Ich möchte nicht, dass meine Kinder in einer Gesellschaft aufwachsen, in der ihr Vater als Mann mit geringeren Werten wahrgenommen wird.“ Daher setze ich mich für mehr Inklusion ein und strebe an, Teil des Nationalparlaments zu sein.
Parparim Avdil hat sich seit Jahren der Politik gewidmet und sieht sie als eine Tätigkeit, die sein ganzes Leben geprägt hat. Er ist der Ansicht, dass bestimmte Themen auf nationaler Ebene besser gelöst werden können als auf lokaler oder kantonaler Ebene und hat sich daher entschieden, auf dieser Ebene zu kandidieren.
Auch Reis Luzhnica ist seit langem in der Politik engagiert. „Die Politik war, wie in einem grossen Teil der Gemeinde, auch in meinem Haus präsent.“ Darüber hinaus möchte ich nicht nur, dass sich die Politik um mich kümmert, sondern auch Einfluss auf die Politik nehmen. Aus diesen und anderen Gründen kandidiere ich für das Schweizer Parlament.
In ihren Reden teilten die drei Kandidaten ihre Erfahrungen in den Bereichen mit, in denen sie sich neben ihrer Tätigkeit als Abgeordnete im Zürcher Stadtrat besonders engagieren, wie albinfo.ch berichtete.
Islam Alijaj ist weithin als Lobbyist bekannt, der sich landesweit für die Verwirklichung gleicher Rechte für Menschen mit besonderen Bedürfnissen einsetzt. Er ist ein unermüdlicher Kämpfer für die “Inklusion”, die Einbeziehung dieser Gruppe in alle Lebensbereiche und ihre Wahrnehmung als normaler und integraler Teil der Gesellschaft.
Pëparim Avdili ist nicht nur Abgeordneter und Vorsitzender der FDP für Zürich, sondern auch als Träger zahlreicher sozialer Aktivitäten bekannt, die insbesondere die albanische Gemeinschaft in der Schweiz betreffen. Er engagiert sich als Vorstandsmitglied des Zürcher Fussballclubs „FC Kosova“ und ist Mitinitiator der Fachgruppe „Swissalbs“, die albanischen Unternehmer in der Schweiz zusammenbringt, um nur einige seiner Aktivitäten zu nennen.
Avdili sprach auch über die Rolle junger Politiker als Vorbild und Inspirationsquelle für junge Menschen ausländischer Herkunft, insbesondere Albaner. Er betonte, dass er verschiedene Initiativen entwickelt hat, um dieses Ziel zu erreichen. Gleichzeitig unterstrich er, dass es nicht ausreicht, die Rechte zu geniessen, die ein Schweizer Pass bietet. Es ist ebenso wichtig, die Verpflichtungen als Bürger dieses Landes zu erfüllen, wie von albinfo.ch berichtet.
Reis Luzhnica ist nicht nur in seiner Rolle als Abgeordneter aktiv, sondern engagiert sich auch in vielen anderen Aktivitäten, insbesondere innerhalb der albanischen Gemeinschaft vor Ort. Er ist als Aktivist der Vetëvendosje-Bewegung in der Schweiz bekannt und trägt dazu bei, die Verbindungen zwischen dem Zentrum dieser Bewegung in Pristina und der Sozialdemokratischen Partei SP in der Schweiz zu stärken.
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Mit Bezug auf seine Zugehörigkeit zur Sozialdemokratischen Partei (SP) äusserte Luzhnica, dass diese Partei sich stärker als andere als “Heimat” für benachteiligte Gruppen betrachtet. Dazu gehören Menschen ausländischer Herkunft und Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Als Beispiel wurde Islam Alijajn, ein weiterer Kandidat dieser Partei für die nationalen Wahlen, genannt.
Islam Alijaj selbst betonte die Rolle von Politikern als Vorbilder für die breite Bevölkerung, insbesondere die Jugend. “Wenn sie sehen, dass ich unter den gegebenen Umständen Erfolg hatte, werden sie den Mut haben, für ihre Ziele zu kämpfen.”
Er betonte weiter, dass es die Pflicht der Politik sei, Chancengleichheit für alle zu gewährleisten, einschliesslich Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Aus diesem Grund sieht er es als notwendig an, sich in der Politik zu engagieren und für einen Sitz im Bundesparlament zu kandidieren.
Der gemeinsame Nenner der Positionen der drei Kandidaten, obwohl sie verschiedenen Parteien angehören, besteht darin, die Stimme derjenigen zu sein, deren Stimmen in der Schweiz oft weniger gehört werden. Dies betrifft insbesondere Ausländer, darunter die albanische Gemeinschaft, zu der auch sie selbst gehören.
In den Pausen zwischen den Debatten präsentierte der virtuose Instrumentalist der klassischen Gitarre, Ron Atiqi, ausgewählte musikalische Darbietungen.
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Die Debatte wurde live auf der Plattform albinfo.ch online&print übertragen. Sie können das Video hier ansehen: Link zur Videoübertragung: https://fb.watch/m_UhDhnNdN/
swissalbs, der albanisch-schweizerische Verein, gibt die Nominierungen für den begehrten Unternehmerpreis bekannt. Die Auszeichnung würdigt herausragende unternehmerische Leistungen und dient als Inspiration für die gesamte swissalbs-Community. Verliehen wird der Preis am 23. September am swissalbs-Unternehmerball im Kongresshaus Zürich durch eine prominente Jury rund um BRACK.CH-Gründer Roland Brack, Nationalrat Andri Silberschmidt und elleXX-Mitgründerin Nadine Jürgensen. Erwartet werden über 500 Gäste, darunter Gründer, Unternehmerinnen, Investoren sowie hochrangige Vertretetungen aus Wirtschaft und Politik.
Der swissalbs-Unternehmerpreis 2023 feiert die Innovationskraft der albanischen Gemeinschaft. Verliehen wird die Auszeichnung am swissalbs-Unternehmerball, der am 23. September bereits zum dritten Mal stattfindet.
Der Anlass im Kongresshaus Zürich bietet eine inspirierende Plattform zum Netzwerken, Ideenaustausch und zur Förderung von Geschäftsmöglichkeiten. Es ist eine einzigartige Gelegenheit, Unternehmerinnen und Unternehmer zu ehren, die in verschiedenen Branchen und Bereichen Erfolge erzielt haben.
Die Medienplattform albinfo.ch ist Medienpartner dieses Anlasses.
Die sieben Nominierten sind:
Albana Rama ist Geschäftsführerin und Gründerin von The Rainforest Company, eine der am schnellsten wachsenden Foodtech-Marken Europas. Das Startup verkauft nachhaltig erzeugte und rein vegane Produkte in über 8’000 Supermärkten weltweit. In seiner jüngsten Investitionsrunde hat das Unternehmen 36 Millionen Euro erhalten. Dies ist eine der grössten Finanzierungsrunden im deutschen Foodtech-Sektor im Jahr 2022 und die bisher grösste Kapitalaufnahme eines von einer Frau gegründeten und geführten Unternehmens in Europa in diesem Bereich.
Endri Dibra gründete 2018 das Unternehmen Arbrea Labs mit Sitz in Zürich. Das Med-Tech-Startup hat eine revolutionäre AR- und 3D-Software entwickelt, das in der plastischen Chirurgie eingesetzt wird. Arbrea bietet Simulatoren für die Planung von plastischen Eingriffen und Patientenberatungen.
Kristian Kabashi ist Mitgründer und Vorstandsmitglied des FinTech-Startups Numarics, einer modernen All-in-One-Lösung für Finanzdienstleistungen, die menschliche Expertise, Technologie und künstliche Intelligenz zu einem lückenlosen Angebot verbindet.
Kristian Oroshi hat two.jobs im Jahr 2017 in Winterthur gegründet. Seither hat sich das Unternehmen zu einem führenden Anbieter im Bereich Social Media Recruiting entwickelt. two.jobs hat sich auf Passiv-Stellensuchende spezialisiert und ermöglicht Unternehmen, Millionen von passenden Kandidaten in den sozialen Medien anzusprechen.
Qendrim Rrahmonaj ist Gründer und CEO der fidro GmbH. Das Unternehmen bietet lösungsorientierte Finanzdienstleistungen aus einer Hand an – von Vermögensverwaltung, Anlageberatung, Kryptowährungen, Versicherungen, bis hin zu Altersvorsorge und Wohneigentum.
Taulant Lulaj ist Gründer und Leiter des sonderpädagogischen Bildungs- und Integrationsangebots Myndset und coacht Jugendliche und Erwachsene. Er ist spezialisiert auf sonderpädagogische Bedürfnisse in Schule und Beruf, wie beispielsweise bei ADHS und Autismus. Gemeinsam mit seinem Team setzt er sich für berufliche und soziale Integration ein und erarbeitet nachhaltige Lösungen.
Vlora Rexhepi ist Mitgründerin und CEO von Lola Tong, einem Schweizer Mode-Startup, das sich für Nachhaltigkeit engagiert und die Designer hinter jedem Modestück vorstellt. In harmonischem Gleichgewicht zwischen Umweltschutz, Menschenrechten und Ökonomie versucht das junge Chamer Unternehmen einen eigenen Slow-Fashion-Weg.
Die Gewinnerin oder der Gewinner des swissalbs Unternehmerpreis wird durch eine Jury erkoren. Diese besteht dieses Jahr aus den namhaften Persönlichkeiten Roland Brack, Unternehmer, Investor und Gründer von BRACK.CH, Nadine Jürgensen, Co-Gründerin von elleXX, Andri Silberschmidt, FDP-Nationalrat und Gastro-Unternehmer, Vllaznim Xhiha, Philanthrop und Serial Entrepreneur, sowie Jeton Tolaj, CEO der Wirz AB Bauunternehmungen.
Përparim Avdili, Mitgründer und Präsident von swissalbs, äussert sich begeistert über den bevorstehenden Ball: “Der swissalbs-Unternehmerball ist eine Plattform, um unsere erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmer zu feiern und ihre inspirierenden Geschichten zu teilen. Es ist eine ideale Gelegenheit, die Verbindungen innerhalb unserer swissalbs-Community zu stärken und zukünftige Geschäftsmöglichkeiten zu fördern.”
Live-Musik, Unterhaltung und renommierte Redner Moderiert wird der Event von Foodbloggerin und Fernsehpersönlichkeit Zoe Torinesi. Dazu kommen musikalische Darbietungen von Qendresa Rexhepi aus Luzern, welche durch einen YouTube-Hit mit fast 20 Millionen Aufrufen berühmte wurde sowie der etablierten Musikerin und Schauspielerin Edona Reshitaj. Zudem werden hochkarätige Redner aus der Schweizer Wirtschaft auf der Bühne stehen.
Der mittlerweile bestens bekannte Anlass, der jeweils jährlich durch den Verein swissalbs organisiert wird, nähert sich. Beim swissalbs Unternehmerball 2023, der dieses Jahr am 23. September im Herzen von Zürich zum dritten Mal stattfindet, wird auch gleichzeitig der swissalbs Unternehmerpreis 2023 verliehen.
Über den Anlass, den Preis und vieles mehr haben wir mit dem Präsidenten Përparim Avdili in einem Kurzinterview gesprochen.
Die Medienplattform albinfo.ch ist Medienpartner dieses Anlasses.
Albinfo.ch: swissalbs verleiht dieses Jahr zum dritten Mal den Unternehmerpreis für die Unternehmerin oder den Unternehmer des Jahres aus der swissalbs-Community. Mit welchen Neuheiten dürfen wir dieses Jahr rechnen?
Përparim Avdili: Wir haben dieses Jahr sehr viele Nominationen erhalten, was wahrscheinlich damit zu tun hat, dass unser Unternehmerpreis unterdessen in der Community etabliert ist. Dieses Jahr stellen wir der Jury sieben Nominationen vor, woraus ein Top 3 definiert wird und schliesslich auch der Gewinner oder die Gewinnerin. Hervorzuheben ist, dass wir dieses Jahr gleich zwei Unternehmerinnen unter den Nominationen haben.
Albinfo.ch: Der Unternehmerball hat für dieses Jahr die Event-Location gewechselt, weshalb?
Përparim Avdili: Die unzähligen Anfragen aus den vergangenen Jahren zur Teilnahme am Event hat uns dazu bewegt eine grössere Location zu finden. Wir waren im Kameha überaus glücklich, die Kapazitäten waren aber bei 350 Personen an der oberen Limite. Im Kongresshaus haben wir die Möglichkeit im Herzen von Zürich bis zu 500 Gäste zu empfange und ihnen einen unvergesslichen Abend zu ermöglichen.
Albinfo.ch: Erwartet ihr mehr Gäste und kann jeder ein Ticket erwerben?
Përparim Avdili: Dieses Jahr erwarten wir bis zu 500 Gäste, weshalb wir eben auch die Location wechseln mussten. Die Teilnahem am Event steht in erster Linie unseren Mitgliedern offen. Weiter haben wir ein Sponsoringkonzept, mit dem wir einen wichtigen Teil des Events auch überhaupt ermöglichen können. Darüber hinaus kann man auch via Anfragen und einer kurzen Prüfung ebenfalls zu Tickets gelangen, sofern das Kontingent es noch zulässt. Wir wollen damit die Exklusivität innerhalb der unternehmerischen swissalbs-Community wahren.
Albinfo.ch: Ihr startet jedes Jahr einen Wettbewerb für den Unternehmer oder die Unternehemrin des Jahres. Welche Kriterien müssen erfüllt sein um diesen Preis zu gewinnen?
Përparim Avdili: Mit dem Verein «swissalbs» möchten wir in erster Linie die unternehmerische Stärke unserer Community nach Aussen tragen. Gleichzeitig möchten wir unser Engagement für unsere Schweizer Heimat bündeln und Verantwortung für die Zukunft übernehmen. Unternehmerinnen und Unternehmer der swissalbs-Community übernehmen heute schon Verantwortung für unsere Gesellschaft indem sie aktiv die Schweiz weiterentwickeln, ob mit Investition en in der Infrastruktur oder auch mit Schaffung von Arbeitsplätzen. Diese Faktoren und selbstverständlich auch der unternehmerische Erfolg fliessen aktiv in die Beurteilung der Jury ein.
Besuch bei der Enthüllung und Montage von “InstaBuilt”, einem modularen Bauwerk
Am 22. und 23. Juni besuchte eine angesehene Gruppe von Schweizer Wirtschaftsexperten Kosovo für einen zweitägigen Besuch, bei dem gemeinsame Treffen stattfanden, um ihre Geschäftsmöglichkeiten im Bereich der Informations- und Bautechnologie sowie der Möbelarchitektur vorzustellen und zu erörtern.
Namenhafte Wirtschaftsexperten und Geschäftsleitern, wie Pierre und Sebastien Lamunière von der Edipresse-Gruppe, die sich im Besitz der Familie Lamunière befindet und in den Bereichen Medien und digitale Dienstleistungen tätig ist, sowie im Baugewerbe zusammen mit Jean-Marc Probst (Probst Group Holding SA), Pierre-Marcel Favre von Edition Favre sowie dem Gründer und Leiter der Orllati-Gruppe, Avni Orllati, dem Gewinner des renommierten Schweizer “Unternehmers des Jahres EY”, trafen sich zwei Tage lang mit den Eigentümern und Vertretern mehrerer kosovarischer Unternehmen, die mit ihren Programmen und Dienstleistungen sich künftig auch an internationale Kunden orientieren werden.
Diese Delegation hat die neuesten Entwicklungen rund um diese Unternehmen kennengelernt und schafft eine offene Plattform für Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und dem Kosovo.
Was von den Schweizer Gästen am meisten geschätzt wurde, war die Produktionskapazität und das Potenzial der Arbeitskräfte sowie eine anpassungsfähige Umgebung, die bereit ist, sich gemäss den Anforderungen für Fortschritte anzupassen, um so den technologischen Veränderungen und dem internationalen Handel gerecht zu werden.
Am Eröffnungstag, der in Zusammenarbeit mit der Medienplattform albinfo.ch online&print und im Rahmen der USAID Kosovo Compe Activity stattfand, leitete das Team dieser Unternehmen Metdaan, Starlabs, Speex und Kutia. Dabei wurden die Leistungen und Erfolge jedes einzelnen von ihnen im Bereich Technologie und Sekundärprojekte des Klan Kosova beleuchtet. Am zweiten Tag setzten die Vertreter ihre Gespräche über Architektur und Bauprojekte fort, darunter Studio Modium, die modulare Hausfabrik Instabuilt und das Tischlereihaus Ciao Berto. Die USAID Competitive Activity in Kosovo, ein Mitveranstalter des Projekts, stellte eine solche Bedingung für den Kosovo-Besuch auf.
Als Zeichen der Wertschätzung und des Willkommens empfing die Delegation am Freitagnachmittag im Weinkeller “Steinschloss” in Rahovec die Gäste, wo ihnen der Erfolg der Produktion vorgestellt wurde und sie das lokale kosovarische Produkt kosten konnten.
Den Abschluss dieser Begegnung der schweizerischen Staats- und Regierungschefs bildete ein Treffen mit dem Bürgermeister der Gemeinde Pristina, Përparim Rama, bei einem Abendessen. Neben den Fragen, die die Gäste zu ihrem Besuch in Pristina erhielten, wurden auch Möglichkeiten zur Schaffung neuer Projekte zwischen den Unternehmen diskutiert, ebenso wie politische Strukturen und Finanzierungsmöglichkeiten.
Der Besuch renommierter Schweizer Unternehmer im Kosovo/Avni Orllati zeigte sich zusammen mit den Mitgliedern der Familien Lamunière, Probst und Favre beeindruckt von allem, was die Hauptstadt zu bieten hat, und von den Unternehmen mit wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, womit sie den Weg für eine Zusammenarbeit frei machte und gleichzeitig anerkennte, dass Kosovo jetzt ein potenzieller Standort für Investitionen ist.
Besuch im Architekturbüro „Modium“ in PristinaBesuch im Architekturbüro „Modium“ in PristinaVizitë në studion e arkitekturës “Modium” në PrishtinëBesuch im Architekturbüro „Modium“ in PristinaBesuch im Architekturbüro „Modium“ in PristinaBesuch im Architekturbüro „Modium“ in PristinaBesuch im Architekturbüro „Modium“ in PristinaBesuch im Architekturbüro „Modium“ in PristinaBesuch im Architekturbüro „Modium“ in PristinaBesuch im Architekturbüro „Modium“ in PristinaBesuch der Fabrik zur Herstellung und Montage von Modulkonstruktionen „InstaBuilt“Besuch der Fabrik zur Herstellung und Montage von Modulkonstruktionen „InstaBuilt“Besuch der Fabrik zur Herstellung und Montage von Modulkonstruktionen „InstaBuilt“Besuch der Fabrik zur Herstellung und Montage von Modulkonstruktionen „InstaBuilt“Besuch der Fabrik zur Herstellung und Montage von Modulkonstruktionen „InstaBuilt“Besuch der Fabrik zur Herstellung und Montage von Modulkonstruktionen „InstaBuilt“Besuch der Fabrik zur Herstellung und Montage von Modulkonstruktionen „InstaBuilt“Besuch der Fabrik zur Herstellung und Montage von Modulkonstruktionen „InstaBuilt“Besuch der Fabrik zur Herstellung und Montage von Modulkonstruktionen „InstaBuilt“Besuch der Möbelfabrik Ciao BertoBesuch der Möbelfabrik Ciao BertoBesuch der Möbelfabrik Ciao BertoBesuch der Möbelfabrik Ciao BertoBesuch der Möbelfabrik Ciao BertoBesuch der Möbelfabrik Ciao BertoBesuch der Möbelfabrik Ciao BertoBesuch des Stone Castle in RahovecBesuch des Stone Castle in RahovecBesuch des Stone Castle in RahovecBesuch des Stone Castle in RahovecBesuch des Stone Castle in RahovecAbendessen mit dem Bürgermeister von Pristina, Perparim RamaAbendessen mit dem Bürgermeister von Pristina, Perparim RamaAbendessen mit dem Bürgermeister von Pristina, Perparim RamaAbendessen mit dem Bürgermeister von Pristina, Perparim RamaAbendessen mit dem Bürgermeister von Pristina, Perparim Rama
In der Hauptstadt des Kosovo, Pristina, findet ein Treffen zwischen renommierten schweizerischen Unternehmern und kosovarischen Unternehmen aus dem Bau- und Technologiebereich statt.
Dieses Projekt setzt den erfolgreichen Austausch und die Eröffnung neuer Möglichkeiten für Arbeitsvereinbarungen nach dem Bauforum Schweiz-Kosovo fort, das im Dezember 2022 in Lausanne stattfand.
Besuch bei Kutia in Pristina
Die Medienplattform albinfo.ch online&print, unter der Leitung von Sevdail Tahir und Bashkim Isen als Vertretern der Swissko-Struktur, lud den angesehenen albanischen Unternehmer Avni Orllati (ORLLATI-Gruppe) ein, sich der Initiative für einen gemeinsamen Kosovo-Besuch anzuschliessen. Die Delegation umfasste Führungskräfte grosser Schweizer Unternehmen wie Sebastien Lamuniere, CEO der Edipresse Groupe SA, Pierre Lamuniere, CEO der Lamuniere Holding SA, Jean-Marc Probst, Direktor der Probst Group Holding SA und Pierre-Marcel Favre von Editions Favre.
Die USAID ist ein Mitorganisator dieses Projekts und hat die Agenda für diesen Besuch geplant, um das Potenzial kosovarischer Unternehmen zu erkennen, ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und dem Kosovo zu fördern.
Am Donnerstag, den 22. Juni, besuchte die Delegation die Arbeitsstätten der Unternehmen Metdan, Starlabs, Speex und Kutia, wo ihre Programme, Erfolge und Pläne für die weitere Entwicklung im Technologiesektor (IT) präsentiert wurden.
Besuch bei Speeex in Pristina
Um mehr über die Geschichte zu erfahren, setzte die Delegation ihren Besuch im Nationalmuseum fort und besuchte dann das Mediengebäude des Klan Kosova. Dies verdeutlichte die wichtige Rolle der Medien bei der Entwicklung guter Beziehungen zwischen den beiden Staaten.
Am ersten Tag zeigten sich die schweizerischen Vertreter beeindruckt von den Veränderungen und Fortschritten, die Pristina gemacht hat, insbesondere im Bau-, Möbel- und Designsektor. Sie waren ebenso beeindruckt von den Technologieunternehmen und signalisierten damit ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit und zur Erschliessung des wettbewerbsintensiven schweizerischen Marktes.
Der Besuch wird am Freitag mit zahlreichen Treffen zwischen der Delegation und Unternehmen fortgesetzt, die bereit sind, ihre Werte, Produkte und hochwertigen Dienstleistungen vorzustellen.
Besuchen Sie Digital School und StarLabsDer Besuch ging weiter zum Nationalmuseum in PristinaBesuch beim TV Klan in PristinaBesuch der Firma Metdan in PristinaBesuch der Firma Metdan in PristinaBesuchen Sie Digital School und StarLabsBesuch bei Speeex in PristinaBesuch der Digital School und StarLabs in PristinaBesuch bei Speeex in PristinaBesuch beim TV Klan in PristinaBesuch bei Speeex in PristinaBesuch der Firma Metdan in PristinaBesuch der Firma Metdan in PristinaBesuch der Firma Metdan in PristinaBesuch der Digital School und StarLabs in Pristina