Kultur
EIDOS21″ heißt die nächste Ausstellung des Hamburger Künstlers Shuk Orani
"Mein Ich auf Reisen verlor sich fast im Laut der Welt." (Regine Kress-Fricke)
Selbstkonzepte, die dem Lebensweg Form gegeben, werden von äußeren Entwicklungen mit dem Fächer verwischt.
Der Persönlichkeit in ständiger Wandlung steht der Wille zur Eindeutigkeit im Weg. Von der musterreichen Mimikry anderer Lebewesen unterscheidet sich unser Auftritt vor uns selbst in seinem farblosen Streben nach Berechenbarkeit.
Doch Ideen verschiedenster Tonarten üben Anziehungskraft auf uns aus. Heute die, morgen eine andere.
Werden wir unsicher? Wird dies ausgenutzt? Macht jemand damit Geld?
Wenn auch unberechenbar, lohnt es sich im Laut der Welt, einfach aufzutauchen.
In der neuen Ausstellung von Shuk Orani erscheinen menschliche Formen vervielfacht im Farbenspiel der Bildfläche. Ihre Konturen graben sich aus den Malschichten heraus, wirken durchscheinend oder verdicken sich in formfolgenden Pinselstrichen entlang der Glieder.
Seine Körperbilder können nicht allein stehen, so der Künstler, denn nur in ihren Doppel-und Dreifachdarstellungen werden sie dem ständigen Wandel ihrer Identität gerecht.
(Der Text zur Ausstellung durch Julia Eckhard – M.A. History of Art)
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