Ostschweizer Fussballtalent will für die kosovarische Nationalmannschaft spielen

„Bald wird er bei Olympique Lyon zum Probetraining erwartet: Neben diesem Verein sind auch Paris Saint-Germain, Monaco und Bordeaux an ihm interessiert“, erläutert Leon Bajras Vater.

Als beidfüssiger Mittelfeldspieler tritt Leon durch seine hohen Dribblingkünste hervor und lässt den Ball wie am Fusse angeklebt erscheinen. Mit der Nummer 10 am Rücken ist er der Spielmacher, der sowohl schöne Tore erzielt als auch viele Pässe im Laufe des Spiels gibt. Beim letzten Sieg konnte Leon von 3 Toren zwei Assists erzielen.

„Das Training findet für mich zweimal pro Woche mit der U18 und zwei weitere Male mit der U23 statt“, sagt uns Leon.

Die Mannschaft U23 des FC Altach spielt in der drittgrössten Meisterschaftsliga Österreichs und ist die Zweitmannschaft des FC Altach. Momentan ist Leon vertragslos aber hat ein Angebot vom FC Altach einen Vertrag mit der U23 abzuschliessen.

„Sie wollten, dass wir einen halbprofessionellen Vertrag mit der U23 abschliessen“, erklärt uns Leons Vater, Enver Bajra.

Doch der bekannte französische Manager, Jacky Mouyral, mit dem Leon unter Vertrag steht, riet ihm geduldig zu sein. Denn Mouyral ist sich sehr sicher, dass Leon zu einem grossen französischen Fussballklub gehen wird.

„Bald wird er bei Olympique Lyon zum Probetraining erwartet, neben diesem Verein sind auch Paris Saint-Germain, Monaco und Bordeaux an ihm interessiert“, erläutert Leon Bajras Vater.

„Die Chancen stehen sehr gut, dass Leon ein Profivertrag angeboten wird“, sagt sein Manager. Nach Leons Vater kann er nur versagen, wenn beim Probetraining etwas schlecht läuft.

Das Talent aus Gjilan hat seine Lehre abgebrochen, um sich ganz auf seine Fussballkarriere zu konzentrieren. „Viermal in der Woche Training plus die Spiele und Arbeit, das wurde zu viel“, erläutert Leon, der seinen Kosovopass behält, um sofort für Kosovo spielen zu können, falls der kosovarische Fussballverband Interesse an ihm hat. Tatsächlich steht Leons Familie in Kontakt mit dem FFK, aber es sieht so aus als hätten sie es nicht eilig.

„Wir sind nicht sehr überzeugt; der kosovarische Fussballverband scheint nicht so zu sein, wie ich es mir vorgestellt habe“, verdeutlicht Leons Vater.

Der kosovarische Fussballverband reagierte nicht auf den Brief, den der FC Altach über Leon geschrieben hat: Leon ist wahrlich der Spieler mit der grössten Perspektive unter der Jugend unseres Klubs. Seine grössten Stärken sind, dass er mit beiden Füssen gleich gut spielt, einen hohen Horizont zum Spielaufbau besitzt und ein herausragender Techniker ist.

Leons Vater wünscht sich, dass sein Sohn für die altersentsprechende Mannschaft von Kosovo spielt, doch Leon träumt von den Farben Rot und Schwarz. „ Ich würde sehr gerne für Albanien spielen, sie haben stolze Fans und mein Traum ist es, im schwarzroten Trikot spielen zu dürfen“, äussert Leon.

 

Kosovare Asllani sichert sich olympische Medaille

Kosovare Asllani ist die zweite kosovarische Sportlerin, die sich eine olympische Medaille sicher hat, schreibt albinfo.ch.

Die Fussballerin qualifizierte sich mit der schwedischen Fussballnationalmannschaft der Frauen für das Finale. Die Schwedinnen schlugen Brasilien im Halbfinale im Elfmeterschiessen, nachdem das Spiel 0:00 endete.

“Wir haben es geschafft, wir sind im Finale. Es ist ein historisches, olympisches Finale”, schrieb Kosovare Asllani im Instagram. Sie verschoss zwar das Elfmeter, doch am Ende spielte das keine Rolle mehr.

Wir erinnern daran, dass eine olympische Medaille schon die kosovarische Fussballerin, Fatmire Bajramaj, mit dem deutschen Fussballnationalmannschaft der Frauen gewann. Auch der Ringer Shaban Tërstena sowie die Boxer Aziz Salihu und Luan Krasniqi haben eine olympische Medaille.

Majlinda Kelmendi, Fahnenträgerin bei den olympischen Spielen in Rio

Judo-Weltmeisterin Majlinda Kelmendi ist die Fahnenträgerin des kosovarischen olympischen Teams in Rio. Staatspräsident Hashim Thaci überreichte ihr eine kosovarische Flagge, die sie in Rio in die olympische Arena tragen wird. Thaci ehrte das kosovarische olympische Team mit der präsidialen Medaille der Verdienste.

Ein kosovarisches Team nimmt das erste Mal überhaupt bei den olympischen Spielen teil und dies ist ein historisches Eregnis, sagte Präsident Thaci.

“Es ist ein historisches Debüt, ein Traum geht in Erfüllung. Wir verneigen uns vor allen Sportlern und vor denjenigen, die für den kosovarischen Sport gearbeitet haben. Es ist ein olympischer Sieg, denn wir werden uns zum ersten Mal gleichberechtigt mit allen anderen Staaten sportlich messen. Es ist eine grosse Freude, dass wir nun unter unserer Flagge in Rio auftreten”, so Thaci.

Wie die Zeitung Zëri meldet, versprachen die Sportler ihr Bestes zu geben und eine Medaille zu holen.

Für Kosova treten in Rio diese Sportler: Majlinda Kelmendi, Nora Gjakova, Rita Zeqiri, Vijona Kryeziu, Musa Hajdari, Qëndrim Guri, Urata Rama und Lum Zhaveli.

“Wir haben lange auf diesen Tag gewartet, ich bin sehr gerührt. Ich danke den Sportlern für ihren Einsatz. Wir starten nach Rio wie Champions, weil wir Sportler haben, die auf Weltklasseniveau sind. Jedes Ergebnis wird ein Sieg für uns sein. Jetzt sind wir mit allen Teams gleichberechtigt und dies macht uns sehr stolz. Keiner kann uns unsere Hoffnungen für eine olympische Medaille nehmen”, sagte der Präsident des kosovarischen Olympischen Kommittees, Besim Hasani.

Schwimmen: Arti Krasniqi gewinnt Silbermedaille

Der 17 Jährige Arti Krasniqi ist auf dem besten Weg ein sehr erfolgreicher Schwimmer zu werden, schreibt albinfo.ch.

Bei einem Schwimmwettkampf der Junioren in Berlin gewann Arti Krasniqi die Silbermedaille. Er schwamm die 400 Meter in 4:00:66 Minuten, und lag so nur 15 Hundertstel hinter dem Bestplatzierten Daniel Pinneker.

Arti Krasniqi ist in Pinnenberg aufgewachsen und lebt jetzt in Hamburg.

Kosova hat höchste Arbeitslosigkeit in der Region

Auch wenn es im Jahr 2015 eine positive Entwicklung gab, liegt Kosova bezüglich der Anzahl der Beschäftigten auf dem letzten Platz in der Region. In den Jahren 2012-2013 gab es einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit (von 30.9% auf 30%), doch im Jahr 2014 stiegt die Arbeitslosenquote auf 35%.

“Wir haben die neuen Zahlen für das Jahr 2015, doch wir können sie immer noch nicht veröffentlichen. Ich kann nur bestätigen, dass wir im vergagenen Jahr eine positive Entwicklung verzeichnet haben”, sagte der Direktor der Abteilung für Sozialen Statistiken beim kosovarischen Statistikamt, Bashkim Bellaqa.

“In Kosova ist die Arbeitslosigkeit besonders bei den 15 bis 24 Jährigen sehr hoch – sie liegt bei 61%. Desweiteren haben 71.6% der Beschäftigten nur eine befreistete Stelle”, so Bellaqa.

Mit diesen Statistiken bleibt Kosova weiterehin an der Spitze der Länder in der Region. Danach kommen Bosnien und Herzegovina mit 27.5% und Serbien mit 18.9%.

Albert Bunjaku, Kapitän des FC St. Gallen

Der kosovarische Stürmer Albert Bunjaku wurde zu Beginn der neuen Saison der Schweizer Liga zum Kapitän des FC St. Gallen ernannt. Er ist glücklich darüber und hofft, gemeinsam mit seinem Team eine gute Saison zu haben: “Ich bin sehr glücklich und es erfüllt mich mit Stolz, Kapitän eines wunderbaren Teams zu sein”, sagte Bunjaku gegenüber Schweizer Medien, wie albinfo.ch berichtet.
Bevor er in die Schweiz zurückkehrte, spielte Bunjaku für den SC Paderborn, Rot-Weiss Erfurt, Nürnberg und Kaiserslautern. Es lief ihm nicht immer gut, doch der grosse Wunsch, Fussball zu spielen, liess ihn nicht aufgeben. Schwierige Zeiten verbrachte er vor allem in Paderborn, wo er auch eine Zeitlang arbeitslos war.
Nach seinem Abenteuer in der deutschen Bundesliga kehrte Bunjaku letztes Jahr wieder in die Schweiz zurück. Der Stürmer und Vertreter Kosovas sieht den  Übertritt zum FC St. Gallen als Vorteil für seine Karriere. “Meine Rückkehr in die Schweiz ist nicht ein Schritt zurück, sondern einer nach vorne, und ich hoffe, dass ich in naher Zukunft noch mehr für die Mannschaft beitragen kann”, sagte Bunjaku.
Mannschaftskapitän war Albert Bunjaku auch schon in den Jahren 2012-2013 in Kaiserslautern. Dazwischen spielte der Gjilaner Fussballspieler auch für die Schweizer Nationalmannschaft, mit welcher er an den Weltmeisterschaften 2010 in Südafrika teilnahm, während er seit 2014 Spieler der Nationalmannschaft Kosovas ist.