Bilder sollen ein gewissen Gefühl vermitteln, einen besonderen Moment einfangen. Das Gemälde “African Dance” sprüht vor Lebensfreude und besticht mit einem Feuerwerk der Farben. Wer möchte nicht, wenn man die lachende Lady sieht miteinstimmen in dieses schöne, lebensbejahende Lachen? (Sonjuschka)
Nach dem Erfolg im Soko-Kitzbühl – Erlösung keht der albanischstämmige Schauspieler Astrit Alihajdari, der in Wien lebt und arbeitet, ins österreichische Fernsehen zurück. Er wird im neuen Tatort im ORF spielen.
“Die Folge, in der ich auftrete, spielt grösstenteils in Wien und in Bratislava. Ich spiele einen Undercover-Agenten, der sich in eine Mafia-Organisation einschleicht”, sagt Alihajdari für albinfo.ch
Der junge Schauspieler mit Wurzeln in Istog in Kosova hat gerade die Dreharbeiten für sein Regiedebut abgeschlossen. “Es handelt sich um den Film ‘Schatzi’, der eine Produktion von ‘YLLIRA Film’ ist. Für diesen Film haben wir auch über ihre Plattform albinfo.chSchauspieler gesucht”, sagt Alihajdari. Die Dreharbeiten sind sehr gut verlaufen – er sei sehr zufrieden mit der Arbeit der Schauspieler und des gesamten Teams.
Als Achtjährige betrat sie zum ersten Mal eine Schweizer Schule. Heute, zwanzig Jahre später, arbeitet sie als Primarlehrerin in Schmerikon. Florentina Ahmeti über die Bedeutung des Migrationshintergrunds im Lehrberuf.
„Dass mein Migrationshintergrund in diesem Beruf so eine grosse Rolle spielen würde, war mir am Anfang gar nicht bewusst“, erklärt die junge Lehrerin zu Beginn des Interviews. Ihre Lehrerkollegen und Kolleginnen sagen, man merke gar nicht, dass sie Albanerin sei. „Erst wenn ich von persönlichen Erfahrungen als Schülerin im Schweizer Schulsystem erzähle, fällt ihnen wieder ein, dass ich nicht den gleichen Hintergrund habe wie sie.“
Vorurteile, sässen auch in Lehrerteams tief. Vorurteile, von denen sie selber nicht merken, dass es welche sind. „Ich mache darauf aufmerksam und versuche ihnen eine andere Sichtweise auf ein gewisses Verhalten aufzuzeigen, um festgesetzte Meinungen zu durchbrechen“ sagt Ahmeti. Wenn ein Kollege findet, das sei halt so bei den Albanern, kann sie dies nicht stehen lassen. Durch Erfahrungen, die man als Lehrperson mit einzelnen Kindern und Eltern macht, könne man nicht einfach irgendwelche Schlüsse auf die Identität ganzer Nationen ziehen. Lehrerinnen und Lehrer seien jedoch sehr interessiert daran, mehr über andere Kulturen zu erfahren. Immer wieder wird Ahmeti dazu angehalten über albanische Traditionen, Werte und Gepflogenheiten zu erzählen. „Sie wollen sich nicht von den Medien und ihrem negativ kreierten Bild beeinflussen lassen.“
Doch eigentlich sei sie Lehrerin geworden, um Kindern etwas beizubringen, Inhalte zu vermitteln, einfach zu unterrichten. Mit der Zeit ist Ahmeti aber aufgefallen, dass allgemein ein Bedarf an kulturellem Austausch zwischen Schule und Elternhaus vorhanden ist. Ihr Vorteil als albanische Lehrerin besteht darin, dass Lehrpersonen sowie Eltern mit Migrationshintergrund Fakten anders aufnehmen, wenn sie aus persönlicher Erfahrung berichtet.
„Schau mal, Frau Ahmeti hat es auch geschafft, dann schaffst du das auch“ hat ein Vater aus Sri Lanka zu seiner Tochter während eines Elterngesprächs gesagt. Vor allem für Migranteneltern gilt die Lehrerin mit albanischen Wurzeln als Vorbild für ihre Kinder. Sie sehen, dass es nicht unmöglich ist, als Kind von Einwanderern Erfolg in der Bildung zu haben.
Interkultureller Austausch schafft Integration
Wenn Florentina Ahmeti von ihrer Heimat, Religion oder ihrer Kindheit in Presheva und später in der Schweiz erzählt, hören ihre Schülerinnen und Schüler aufmerksam zu. „Das motiviert die Kinder von sich selbst, ihrem Zuhause und ihren Traditionen zu berichten, egal ob es Fremdsprachige oder gebürtige Schweizer sind.“ Dadurch entsteht ein wertvoller Austausch über Lebensweisen und Identitäten nicht nur zwischen der Lehrerin und den Kindern sondern auch unter Klassenkameradinnen und Kameraden. „Ich hoffe damit, die interkulturelle Kompetenz meiner Schülerinnen und Schüler zu stärken.“ Die Frage ob sie im Schulzimmer andere Werte vermittelt als andere Lehrpersonen, verneint Ahmeti. Sie vermittle Werte, die in Schweizer Schulen üblich sind, was sehr wichtig ist, da dadurch die Integration der fremdsprachigen Kinder gefördert wird.
Integrationsförderung und interkulturelle Vermittlung. Das gehört für Florentina Ahmeti zu ihrem Berufsalltag als Lehrerin, als Brückenbauerin.
Nach erfolgreichen Konzerten in Österreich, Albanien und Kosova präsentierte die kosovarische Mezzosoprano-Sängerin Flaka Goranci ihr Album “Albanien Flowers” (Gramola Company, Österreich) vor dem Publikum im Zürich.
Sie wurde vom Pianisten der Gruppe “Dielli”, Menan Berveniku, begleitet.
Vor einem erlesenen Publikum – es waren leider nicht sehr viele Menschen anwesend – präsentierte Flaka Goranci die Perlen der albanischen Musik, die von Kushtrim Gashi neu arrangiert sind. Es ist eine musikalische Reise durch das albanische Sprachgebiet auf dem Balkan.
Flaka Goranci wurde in Gjakova geboren und hat die Schrecken des Krieges von 1998-1999 noch in Erinnerung – sie sind als künstlerische Erfahrung in das Album eingeflossen.
Sie sang das Lied “Ma fal atë buzëqeshje” ohne Begleitung als Lamento – Erinnerung an den Komponisten Esat Bicurri, der Opfer des Krieges in Kosova ist.
Das Album “Albanian Flowers” ist auf Amazon, iTunes, Spotify und Naxos erhältlich.
Flaka Goranci sagte, sie ist sehr zufrieden mit dem Feedback des Publikums und mit der Nachfrage nach dem Album, besonders von nichtalbanisch-sprechenden Musikliebhabern. Das Ziel sei es, die Neugier für albanische Musik zu wecken.
Wer ist Flaka Goranci?
Flaka Goranci wurde in Kosova geboren; mit 7 fängt sie an, in Gjakova das Klavierspielen zu lernen. Im Jahr 2004 fängt sie das Musik-Studium in Tirana an, wo sie Gesang bei Prof. Suzana Frashëri lernt. Im Jahr 2008 feiert sie ihr Debüt bei der albanischen Staatsoper.
Nach dem Studienabschluss in Tirana erhält sie ein Stipendium der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv, wo sie ein Masterstudium absolviert. Sie hat unter anderem mit vielen bekannten Dirigenten zusammen gearbeitet, wie Nicolaus Harnoncourt, Manfred Mayrhofer, Vittorio Parisi, Ze’ev Dorman, Yishai Steckler, Zhani Ciko, Leonardo Quadrini, Xu Yi-An, Aleksander Lekovski-Lekaj, Rafet Rudi, Desar Sulejmani.
Flaka hat viele Konzerte und Vorstellungen in Italian, Deutschland, Österreich, in der Schwiez, Israel, Grossbritanien, Mazedonien Montenegro, Albanien und Kosova gehabt.
Pamje e parë nga provat e shfaqjes "Kosovo for dummies"
Jeton Neziraj
Die junge Schauspielerin und Produzentin mit albanischen Wurzeln aus Kosova, Albana Agaj, spricht für albinfo.ch über das Stück „Kosovo for Dummies“, darüber, wie die Idee entstand, mit Jeton Neziraj in einem schweizerisch-kosovarischen Projekt zusammenzuarbeiten, und von der Arbeit für die Inszenierung des Stücks.
Albana Agaj ist diplomierte Theaterschauspielerin, die seit mehreren Jahren in verschiedenen Theatern in der Schweiz und in Deutschland, Österreich und anderswo spielt. Seit knapp zwei Jahren leitet sie auch eine Theatertruppe mit dem Namen „forever productions“ (foreverproductions.ch).
Geboren 1982 in Prishtina und im Alter von elf Jahren mit ihrer Familie in die Schweiz gekommen, schloss Albana 2007 die Schauspielausbildung an der Hochschule der Künste in Bern ab. Von 2008 bis 2012 war sie als Schauspielerin am Theater an der Ruhr (Mühlheim, Deutschland) engagiert. Sie spielte erfolgreich in mehreren Aufführungen von Theaterprojekten in Wien, Bern, München etc. 2006 hatte sie beim Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudierender sogar den Max-Reinhardt-Preis und den Publikumspreis erhalten. Sie spielte auch im Wiener Schauspielhaus.
Schöpferische Herausforderung und Leitung eines Theaters
Ein derart dichtgefülltes Theaterengagement brachte ihr entsprechende Befriedigung. Doch es kam der Moment, wo Albana sich einer neuen Herausforderung stellen wollte, nämlich der Leitung einer Theaterproduktion. 2013 gründete sie die Theatertruppe „forever productions“, deren Stück „Verrate wen du küsst – Trego kë po e puth“ im Februar 2014 im Schlachthaus Theater Bern Premiere hatte (www.schlachthaus.ch). Das Motiv zur Realisierung dieses Projekts erklärt sie so: „Als Kosovarin und Schweizerin hatte ich durch meinen Beruf als Schauspielerin die grosse Chance, mit kulturellen Unterschieden zu arbeiten. Um diesem Bedürfnis eine stärkere Stimme zu geben, gründete ich 2013 die Theatertruppe ‚forever productions‘.“
Für September dieses Jahres plant sie die Aufführung eines zweiten Stücks, „Kosovo for Dummies“, auch dies eine Produktion von „forever productions“ und wiederum im Schlachthaus Theater Bern. Die Entstehung dieses Stücks ist interessanten Umständen zu verdanken.
Wie die Zusammenarbeit mit Jeton Neziraj entstand
« Die Verwirklichung meines seit langem gehegten Wunsches, auch künstlerisch mit dem Land meiner Herkunft in Kontakt zu treten, ist Maike Lex, der Direktorin des Schlachthaus Theater Bern, zu verdanken. Ich wollte eine Koproduktion mit Prishtina realisieren, der Stadt meines Herzens und meiner Sehnsucht, während Maike Lex mich auf den Autor Jeton Neziraj aufmerksam machte“, erzählt Albana über den Beginn der Entstehung des Stücks. „So entstand ein gegenseitiges Interesse und dann beauftragten wir Jeton, für uns ein Theaterstück zu schreiben. Die Spielproben begannen am 3. August. Am 10. September wird nun „Kosovo for Dummies“ im Schlachthaus Theater Bern uraufgeführt“, erzählt die Schauspielerin und Produzentin des Projekts, Albana Agaj, im Gespräch mit albinfo.ch.
Kosovo for Dummies: Schweizer Komödie mit Nashörnern
Im Döner-Kebab „Ali-Baba mit den 40 Räubern“ trifft Antigone aus Kosova, frisch in die Schweiz gekommen, auf Salal, den muslimischen Besitzer des Döner-Kebabs, und auf Herrn Schmidt, einen anständigen Schweizer, der einen Tourismusführer mit dem Titel „Kosova für Dummköpfe“ schreiben will. Antigone gefällt die Schweiz, deshalb möchte sie unbedingt da bleiben. Von allen zahlreichen Bescheinigungen, die sie bei ihrer Ankunft mit sich gebracht hat, fehlt ihr nur eine: die Bescheinigung, dass sie kein Nashorn ist. Herr Hartmann, ein sturer Staatsbeamter (mit hoch entwickeltem siebten Sinn, dem Riechsinn), gibt ihr zehn Tage Zeit, diese Bescheinigung zu bringen, andernfalls muss sie die Schweiz verlassen.
Spielplan
Premiere des Stücks „Kosovo for dummies“ ist am 10. September im Schlachthaus Theater Bern. Reprisen finden am 12., 13., 14., 15., 16., 17. und 18. September statt. Nächstes Jahr wird das Stück auch an anderen Theatern der Schweiz aufgeführt. So im Theater an der Winkelwiese in Zürich viermal vom 17. bis zum 20. März 2016, im „Kleintheater“ in Luzern am 19., 21. und 22. Oktober 2016, und zweimal im Theater Tuchlaube in Aarau ebenfalls im Herbst 2016.
Zur Aufführung wird das Stück im Frühling 2016 auch in Tirana (Albanian Dance Meeting Tirana) und in Prishtina (Qendra Multimedia) gelangen, sowie in Shkup (Children’s Theater Center, Skopje) im Herbst 2016. Geplant ist zudem, das Stück in verschiedenen Städten Deutschlands und Österreichs aufzuführen. Details zur Aufführung
Regje: Johannes Mager. Es spielen: Albana Agaj, Gunther Kaindl, Nadim Jarrar, Robert Baranovski, Ursula Stäubli. Musik: Maurice Könz. Szenografie: Hugo Ryser/ Manuel Schüpfer. Movement: Emilia Guidicelli. Produktionsleitung: Annette von Goumoëns. Produktion: forever productions “foreverproductions.ch”. Ko-Produktion: Schlachthaus Theater Bern, Theater Winkelwiese Zürich, Kleintheater Luzern.
“…alle sagen, ich habe erwartet, dass ich gewinne. Ich war davon überzeugt, dass ich gewinnen würde”, sagte Granit Bunjaku, nachdem bekannt wurde, dass sein Design das neue Album von Eminem schmücken wird.
Ein Mikrofon, das mit Geschossen geladen ist, das von einem Kosovaren entworfen ist, überzeugte die Jury und den weltweit bekannten Rapper Eminem. Der Entwurf von Granit Bunjaku, Absolvent der Architektur an der Uni Prishtina, wurde als bestes Design für das Cover vom neuen Album von Eminem gewählt.
Bunjaku sagte, er sei davon überzeugt gewesen, dass er gewinnen würde. Er habe die Arbeiten seiner Konkurrenten verfolgt und dann war er sicher, dass sein Entwurf der beste sein wird.
“Eigentlich haben mit aller gesagt, dass ich den Preis gewinnen würde. Ich war von Anfang an davon überzeugt, dass ich gewinnen würde”, sagte er in einem kurzen Interview mit koha.net. “Dennoch muss ich sagen, dass ich schon etwas unter Schock stand als die Entscheidung bekannt gegeben wurde”.
In seinem Entwurf zeigt Bunjaku in den Händen von Eminem ein Mikro, das mit Geschossen geladen ist. Auf den ersten Blick sieht es sehr einfach aus, doch vielleicht genau dies hat die Jury von “Creative Allies” überzeugt.
“Die Idee hatte ich von den Texten von Eminem, von seinen Worten, die er der Masse richtet”, so Bunjaku.
Er gibt zu, dass er kein grosser Fan von Eminem ist. “Ich höre ihn, genauso wie ich auch andere Künstler höre.”
Eminem selbst hat auf Facebook und auf Twitter die Entscheidung bekannt gegeben. “Danke an alle, die ihre Vorschläge geschickt haben. Ihr habt für Granit gestimmt und sein Entwurf wurde als bestes gewählt. Glückwunsch mein Freund.”
Granit geniesst noch diesen Erfolg und sagt, dass er wieder nach solchen Möglichkeiten schauen wird.