Kosova
“Auf der Suche nach der Poesie” von Lorin Terezi gewinnt beim DokuFest
"DokuFEST": Der Preis für den besten Film im nationalen Wettbewerb wurde verliehen
Der amtierende Premierminister des Kosovo, Albin Kurti, nahm gestern Abend an der Abschlusszeremonie des internationalen Kurzfilm- und Dokumentarfilmfestivals DokuFEST in Prizren teil und überreichte dort den Preis für den besten Film im nationalen Wettbewerb.
Laut einer Mitteilung des Büros des Premierministers war der Siegerfilm in dieser Kategorie bei der 25. Ausgabe des DokuFEST “Auf der Suche nach der Poesie” des albanischen Regisseurs Lorin Terezi.
Nachdem Kurti darauf hingewiesen hatte, dass während der 9 Festivaltage in 7 Kinos insgesamt 223 Filme gezeigt wurden, davon 114 im Wettbewerb in 8 verschiedenen Kategorien, gratulierte er allen Gewinnern und Teilnehmern.
Der Film
Der Dokumentarfilm “Auf der Suche nach der Poesie” unter der Regie von Lorin Terezi wurde bei der 25. Ausgabe des Internationalen Dokumentar- und Kurzfilmfestivals DokuFest zum Gewinner der Kategorie “National” erklärt.
Die Auszeichnung würdigt einen Film, der zu einem der schmerzhaftesten Kapitel in der Geschichte der kommunistischen Diktatur in Albanien zurückkehrt, zu den Arbeitslagern und der Verfolgung politischer Gefangener. Die Erzählung wird dabei durch Erinnerungen, Poesie und persönliche Zeugnisse aufgebaut.
“Auf der Suche nach der Poesie” ist ein 27-minütiger Dokumentarfilm aus dem Jahr 2026, bei dem Lorin Terezi Regie führte und den Schnitt übernahm. Produziert wurde der Film von Arnen Sulaj und Eduardo M. Escribano. Die Kamera führte Steven Wayne Parson, für den Ton war Endri Pine verantwortlich.
Im Mittelpunkt des Dokumentarfilms steht die Geschichte von Fili, einem ehemaligen politischen Gefangenen. Während der kommunistischen Zeit hatte er Gedichte geschrieben und zwei Hefte mit seinen Gedichten in der Wand einer Wohnung versteckt.
Etwa fünfzig Jahre später kehrt er in diese Stadt zurück, um nach den Heften zu suchen. Damit beginnt eine Reise zwischen den Erinnerungen an die Vergangenheit und den Spuren, die das kommunistische Regime bei den Menschen hinterlassen hat, die es selbst erlebt haben.
Die Geschichte ist auch mit dem Arbeitslager in Ballsh verbunden, einem der Orte, an denen während des kommunistischen Regimes politische Gefangene interniert wurden und leiden mussten. Durch die Erzählungen ehemaliger Häftlinge bringt der Film die Erinnerung an dieses Lager und die Erfahrungen der Menschen, die mit Haft und Zwangsarbeit konfrontiert waren, erneut ins Bewusstsein. In den Präsentationsmaterialien des Films wird er als eine Rückkehr zu den Spuren der Erinnerung an das Arbeitslager von Ballsh beschrieben.
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