Die Europäische Kommission gab am Mittwoch bekannt, dass sie vom Europäischer Rat ein Mandat beantragen wird, um Verhandlungen mit sechs Staaten des Westbalkan, darunter dem Kosovo, aufzunehmen, damit diese der EU – Roamingzone beitreten können.
In der Praxis würde dies Reisenden ermöglichen, Internet zu nutzen, Anrufe zu tätigen und Nachrichten zu versenden, ohne zusätzliche Kosten.
Die EU – Roamingzone erlaubt es Bürgerinnen und Bürgern, Mobilfunkdienste innerhalb der EU ohne zusätzliche Gebühren zu nutzen. Zum 1. Januar sind auch die Ukraine und Moldau diesem System beigetreten, schreibt telegrafi.com.
Kommt eine Einigung zustande, „werden Menschen, die zwischen der EU und dem Westbalkan reisen, Anrufe tätigen, Nachrichten senden oder das Internet ohne Roaminggebühren nutzen können“, heißt es in der Mitteilung der Kommission.
Allerdings wird der Prozess Zeit in Anspruch nehmen, da die Staaten des Westbalkans ihre Roamingvorschriften an die EU-Standards anpassen und bilaterale Abkommen mit jedem einzelnen EU-Mitgliedstaat abschließen müssen.
Einige Mobilfunkanbieter in der EU und im Westbalkan haben die Roamingtarife bereits gesenkt, doch diese Maßnahmen sind bislang freiwillig und nicht verpflichtend.
Nun muss der Europäische Rat das Mandat der Kommission billigen, bevor die bilateralen Verhandlungen beginnen können.
Von der Ausweitung der Roamingzone könnten der Kosovo, Albanien, Nordmazedonien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina und Serbien profitieren.












