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“Virtuelle diplomatische Präsenz”, konsularische Dienstleistungen für die Diaspora überall und jederzeit

Albanien bereitet sich darauf vor, die digitalen Dienstleistungen für seine im Ausland lebenden Bürger weiter auszubauen. Dazu soll eine “Virtuelle diplomatische Präsenz” geschaffen werden, eine zentrale digitale Anlaufstelle, die Informationen und konsularische Dienstleistungen auch in Ländern anbieten soll, in denen es keine physische Vertretung gibt.

Der albanische Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten, Ferit Hoxha, hat angekündigt, dass sein Ministerium daran arbeitet, die Verfahren weiter zu vereinfachen und die konsularischen Dienstleistungen näher an die Bürger zu bringen, insbesondere an jene, die außerhalb Albaniens leben, berichtet albinfo.ch.

In einer in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Videobotschaft teilte Hoxha mit, dass im Zeitraum von 2017 bis 2026 insgesamt 1 Million 378 Tausend konsularische Dienstleistungen bearbeitet wurden.

Seinen Angaben zufolge wurden von 2019 bis Juni 2026 insgesamt 4,3 Millionen Beglaubigungen bearbeitet, während seit 2021 mehr als 203 Tausend Anträge für e-Visa registriert wurden.

Zu den angekündigten Neuerungen gehört die Einführung eines Virtuellen Assistenten, der den Bürgern antworten und sie ohne zeitliche Einschränkungen zum jeweiligen Dienst weiterleiten soll.

“Konkret arbeiten wir an der Einführung eines Virtuellen Assistenten, der keine festen Öffnungszeiten haben wird, jederzeit, auf jede Frage und von überall aus antwortet und die Antragsteller zum entsprechenden Dienst weiterleitet”, sagte Hoxha.

VIDEO:                               

Bei den konsularischen Dienstleistungen ist außerdem die Einführung von QR-Codes vorgesehen, über die Bürger die erhaltene Dienstleistung bewerten und Beschwerden einreichen können.

Hoxha kündigte an, dass in Kürze auch eine “Virtuelle diplomatische Präsenz” eingerichtet werden soll. Sie soll als zentrale digitale Anlaufstelle für Informationen und konsularische Dienstleistungen dienen, insbesondere für Bürger, die sich in Ländern befinden, in denen Albanien keine physische diplomatische Vertretung hat.

“Wir wollen von der bisherigen Praxis, bei der der Bürger zum Staat geht, zu einem Ansatz übergehen, bei dem der Staat zum Bürger kommt und ihm jederzeit nahe ist”, erklärte der Minister.

Für Albaner, die im Ausland leben, könnte der Ausbau der Online-Dienstleistungen die Notwendigkeit verringern, für bestimmte Verfahren zu Botschaften und Konsulaten zu reisen.

Die Direktorin für konsularische Angelegenheiten im albanischen Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten, Irida Laçi, teilte mit, dass derzeit 32 Dienstleistungen online angeboten werden.

Davon erfordern 22 nicht zwingend die persönliche Anwesenheit des Bürgers. In Fällen, in denen die Art der Dienstleistung dies ermöglicht, können die Dokumente auch per Post versandt werden.