Integration

Mentor Ilazi für eine weitere Amtszeit zum Präsidenten der AES wiedergewählt, nach einem starken organisatorischen Aufschwung

Albanian Engineering of Switzerland (AES) entre dans une nouvelle phase de son développement.

Après trois années de croissance, d’élargissement de son réseau et de consolidation de ses structures, l’organisation entend transformer le potentiel créé parmi les professionnels albanais en Suisse en projets, collaborations et valeur concrète.

Albanian Engineering of Switzerland (AES) a tenu samedi son Assemblée élective à Langenthal, dans le canton de Berne, clôturant ainsi un mandat de trois ans marqué par une nette progression organisationnelle.

Mentor Ilazi a été réélu à la tête de l’organisation et dirigera l’AES pour le mandat 2026–2029.

In der neuen Führungsstruktur wurde Kaltrina Paloja, PhD in Bioengineering und Biotechnologie, zur Vizepräsidentin für die französischsprachige Schweiz gewählt, während Kushtrim Ajvazi, Elektroingenieur, für eine weitere Amtszeit Vizepräsident für die deutschsprachige Schweiz bleibt.

Dem Exekutivvorstand gehören außerdem Megi Xhafaj, Bauingenieurin und verantwortlich für Kommunikation und Community-Management, sowie Roland Rexhepaj, Finanzspezialist und CFO der Organisation, an.

Ergänzt wird die Leitung durch Samela Bajraktari, Spezialistin für Informationssicherheit, Edmond Sula, Maschinenbauingenieur, Endri Rama, PhD in Robotik, und Milaim Raçipi, Architekt mit Abschluss an der ETH. Die neue Zusammensetzung spiegelt wider, was die AES in den vergangenen Jahren aufgebaut hat: eine Organisation, in der Erfahrung und fachliche Expertise mit der Energie und Kreativität der neuen Generation verbunden werden.

Drei Jahre, die die AES verändert haben

Aus einer Initiative zur Vernetzung albanischer Fachkräfte in der Schweiz hat sich die AES zu einem Netzwerk entwickelt, das heute mehr als 170 Mitglieder in verschiedenen Teilen des Landes zählt. Darunter befinden sich Doktorierende, Ingenieure, Architekten sowie Fachleute aus Wissenschaft und Technologie.

Die Entwicklung dieser drei Jahre lässt sich jedoch nicht nur an der Zahl der Mitglieder messen. Die AES hat sich schrittweise vom Aufbau und der Erweiterung eines Netzwerks hin zu einer stärker gefestigten Struktur entwickelt, mit einer klareren Mission, klar definierten Verantwortlichkeiten, Abteilungen und Zielen.

Die Organisation vereint Fachkräfte aus den Bereichen Informationstechnologie, Bauingenieurwesen, Architektur, Elektrotechnik, Maschinenbau, Elektronik, Energie, Biotechnologie, Physik, Robotik und weiteren Fachgebieten. Im Zentrum dieser Entwicklung steht eine klare Idee: Albanische Fachkräfte in der Schweiz sollen nicht nur als erfolgreiche Einzelpersonen wahrgenommen werden, sondern Teil einer Gemeinschaft sein, die zusammenarbeitet, Wissen austauscht und Mehrwert schafft.

Die Arbeit der AES konzentriert sich auf vier zentrale Bereiche: Vernetzung, Zusammenarbeit, Wissensaustausch und Mentoring. Ziel ist es, Fachkräfte miteinander zu verbinden, mit Unternehmen, Universitäten und Institutionen zusammenzuarbeiten, Expertise weiterzugeben und Studierende sowie junge Fachkräfte zu unterstützen.

Die Philosophie der Organisation lässt sich in drei Grundsätzen zusammenfassen: Wir schaffen Beziehungen. Wir teilen Wissen. Wir bieten Lösungen.

Von der ETH und der EPFL bis nach Prishtina und Davos

Während der vergangenen Amtszeit hat die AES eine Reihe von Aktivitäten durchgeführt, darunter den Engineers’ Day an der ETH und der EPFL, das House of Kosova in Davos, Fachveranstaltungen in Lausanne, den ICME-Kongress in Prishtina sowie die Konferenz Innovation & Leadership in Bern.

Darüber hinaus wurden Fachwebinare, Besuche bei Unternehmen wie Stadler, Orllati und Wirz, Veranstaltungen im Bereich Cybersicherheit sowie weitere Initiativen zum Austausch von Wissen und Erfahrungen organisiert.

Im Bereich Mentoring wurde der Academic Excellence Award weiterentwickelt, während die AES zugleich Kooperationen mit Institutionen und Partnern formalisiert hat.

Ein wichtiger Teil dieser Entwicklung wurde durch ehrenamtliches Engagement ermöglicht. Laut dem auf der Versammlung vorgestellten Bericht haben die Mitglieder während der vergangenen Amtszeit rund tausend Stunden Freiwilligenarbeit geleistet. Gleichzeitig wurde auch die finanzielle Basis gestärkt, wodurch die Organisation mehr Stabilität und neue Möglichkeiten für künftige Projekte gewonnen hat.

Vom Wachstum zur Professionalisierung

Die Amtszeit 2026–2029 soll eine neue Phase einleiten. Während die vergangenen Jahre vor allem vom Wachstum und vom Aufbau der Strukturen geprägt waren, verlagert sich der Fokus nun auf Professionalisierung, Institutionalisierung und die Umsetzung von Fachwissen in konkrete Projekte.

Auf der Versammlung wurden unter anderem die Statuten und Reglemente, die Verantwortlichkeiten der Leitungsstrukturen, das Finanzmanagement, die Kommunikation, Projekte, Informationstechnologie, Partnerschaften, Datenschutz sowie die Kontrollmechanismen der Organisation behandelt.

Besondere Bedeutung wird den Fachabteilungen in den Bereichen Elektrotechnik und Elektronik, Energie, Maschinenbau und Industrie, duale Bildung, Naturwissenschaften, IT, Finanzen und Marketing, Architektur und Bauwesen sowie Recht und Dokumentation beigemessen.

Ziel ist es, dass die innerhalb der AES gebündelte Expertise nicht nur Teil eines professionellen Netzwerks bleibt, sondern für konkrete Projekte und Lösungen eingesetzt wird.

Ilazi: Potenzial muss in Mehrwert umgewandelt werden

Der wiedergewählte Präsident Mentor Ilazi betonte, dass der Erfolg der AES nicht allein an der Zahl ihrer Mitglieder gemessen werden dürfe.

Seiner Ansicht nach besteht die Herausforderung der kommenden Amtszeit darin, das innerhalb der Organisation aufgebaute fachliche und menschliche Kapital in konkreten Mehrwert für die Mitglieder und die Gemeinschaft umzuwandeln.

Besondere Bedeutung misst er der Verbindung zwischen den Generationen bei. Erfahrene Fachkräfte verfügen über Wissen, das sie weitergeben sollen, während der jüngeren Generation mehr Raum gegeben werden müsse, um stärkere Rollen und mehr Verantwortung zu übernehmen.

Gerade die Verbindung von Erfahrung, Wissen, Energie und Kreativität verschiedener Generationen gilt als eines der wichtigsten Potenziale der AES.

In diesem Entwicklungsprozess wurde auch das Engagement von Kushtrim Ajvazi gewürdigt, der mit seinem Einsatz zur Erweiterung des Netzwerks und zur stärkeren Vernetzung albanischer Fachkräfte und Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen beigetragen hat.

Botschafter Latifi: AES ist ein bedeutendes professionelles Potenzial

An der Wahlversammlung nahm auch der Botschafter der Republik Kosovo in der Schweiz, Mentor Latifi, teil. Er würdigte die Erfolge der albanischen Gemeinschaft und insbesondere die Entwicklung der AES.

Das in der Organisation gebündelte professionelle Potenzial bezeichnete er als bedeutenden Wissens- und Erfahrungsschatz, der auch für die Entwicklung Kosovos genutzt werden könne.

In diesem Zusammenhang wurde die Bedeutung hervorgehoben, das Fachwissen der Diaspora mit großen Entwicklungs- und Ingenieurprojekten in Kosovo zu verbinden. Besonders erwähnt wurde dabei auch die Eisenbahnverbindung Prishtina–Durrës.

Nach dieser Vorstellung können das Wissen und die Erfahrung albanischer Fachkräfte in der Schweiz zunehmend mit konkreten Projekten in Kosovo und Albanien verknüpft werden. So kann das Potenzial der Diaspora in einen professionellen und entwicklungsorientierten Beitrag umgewandelt werden.

Die junge Generation soll Verantwortung übernehmen

Eine der zentralen Botschaften der Versammlung war die stärkere Einbindung junger Fachkräfte.

Die Vizepräsidenten Kaltrina Paloja und Kushtrim Ajvazi übernehmen wichtige Rollen in der neuen Struktur. Die Botschaft an die junge Generation lautete, nicht nur Teil des Netzwerks zu bleiben, sondern auch konkrete Aufgaben und Verantwortung innerhalb der Organisation zu übernehmen.

Die AES verfügt inzwischen über ein breites Netzwerk von Fachkräften, über jahrelang aufgebaute Erfahrung und über eine junge Generation, die Wissen, Energie und neue Ideen einbringt.

Die Herausforderung besteht nun darin, diese Potenziale miteinander zu verbinden und in konkrete Ergebnisse umzusetzen. Nach der Phase des Wachstums und der Konsolidierung soll die AES nach Einschätzung der neuen Führung zu einer noch stärkeren Brücke zwischen albanischen Fachkräften, Universitäten, Institutionen und der Wirtschaft in der Schweiz werden, zugleich aber auch zwischen der Diaspora, Kosovo und Albanien.

Nach dem Aufbau des Netzwerks und der Strukturen besteht die Herausforderung der neuen Amtszeit darin, das gesammelte Wissen und die Erfahrung in konkreten Mehrwert und Wirkung umzuwandeln, hieß es unter anderem auf der Wahlversammlung der AES.

BEKIM DALIPI