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Der Verband Albanischer Pflegefachpersonen in der Schweiz (LISZ) erfährt bei seiner Eröffnungsfeier in Zürich breite Unterstützung
In Wallisellen im Kanton Zürich fand die erste Veranstaltung des Verbands Albanischer Pflegefachpersonen in der Schweiz (LISZ) statt. Die Initiative hat zum Ziel, den Pflegeberuf zu stärken, ein Netzwerk unter albanischen Gesundheitsfachkräften aufzubauen und Brücken der Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Kosovo zu schaffen.
Am Samstag, dem 12. September 2026, brachte der Verband Albanischer Pflegefachpersonen in der Schweiz (LISZ) in Wallisellen im Kanton Zürich Pflegefachpersonen aus verschiedenen Teilen der Schweiz sowie Gäste aus Kosovo zu seiner Eröffnungsfeier zusammen. Gleichzeitig markierte dieses Treffen den ersten öffentlichen Auftritt der LISZ als Berufsorganisation albanischer Pflegefachpersonen, die in der Schweiz leben und arbeiten. Die Zeremonie fand im Andulino statt und wurde von der albinfo.ch-Redakteurin Pritë Bytyçi moderiert.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Vorstellung der Vision der LISZ durch ihre Präsidentin Yllka Zuzaku-Mustafa. Sie begann ihre Rede mit einem Rückblick auf die Geschichte der Pflege und deren Wandel von menschlicher Fürsorge hin zu einem Beruf, der auf Wissen, Kompetenz, Verantwortung und Wissenschaft basiert.
“Die Geschichte der Pflege beginnt nicht an einer Universität. Sie beginnt nicht mit einem Diplom. Und in Wirklichkeit beginnt sie auch nicht in einem Spital. Die Geschichte der Pflege beginnt viel früher, in dem Moment, in dem ein Mensch sich um einen anderen Menschen gekümmert hat”, war eine der Botschaften, mit denen Zuzaku-Mustafa ihre Präsentation eröffnete.
“Wir haben unterschiedliche Geschichten, aber einen gemeinsamen Beruf”
Ein wichtiger Teil der Rede war den albanischen Pflegefachpersonen in der Schweiz gewidmet. Einige von ihnen wurden hier ausgebildet, während andere mit Abschlüssen und Berufserfahrung aus Kosovo, Albanien, Nordmazedonien oder anderen Ländern in die Schweiz gekommen sind.
Genau darin liegt nach Ansicht der Präsidentin der LISZ auch das Potenzial der neuen Organisation: “Wir haben unterschiedliche Geschichten. Wir haben unterschiedliche Wege. Aber wir haben einen gemeinsamen Beruf. Und wir haben diesem Beruf viel zu geben”.
Ihr zufolge gibt es in der Schweiz viele albanische Pflegefachpersonen mit Wissen, Erfahrung und unterschiedlichen beruflichen Profilen, die sich jedoch oft untereinander nicht kennen. Gerade aus dem Bedürfnis, dieses Potenzial zusammenzubringen, ist die LISZ entstanden.
“Genau aus dieser Idee ist die LISZ, der Verband Albanischer Pflegefachpersonen in der Schweiz, entstanden. Eine gemeinsame Stimme. Eine gemeinsame Vision”, sagte Zuzaku-Mustafa.
Stärkung des Berufs, Vernetzung und Bildung
Die LISZ hat ihre Mission auf vier zentrale Säulen aufgebaut: die Aufwertung des Berufs, die professionelle Vernetzung, Bildung und Weiterentwicklung sowie Qualität und Patientensicherheit. Ziel ist es, “den Beruf zu stärken, Menschen zu verbinden, Wissen zu teilen und Brücken zu bauen”.
Eine der stärksten Botschaften des Abends betraf auch die Art und Weise, wie der Pflegeberuf selbst wahrgenommen wird.
“Wir sind nicht “nur” Pflegefachpersonen. Wir sind Gesundheitsfachpersonen. Wir verfügen über Wissen. Wir haben Kompetenzen. Wir treffen Entscheidungen. Wir tragen Verantwortung. Und unsere Arbeit hat einen Wert”, betonte die Präsidentin der LISZ.
Die Organisation will außerdem Fachpersonen unterstützen, die mit im Ausland erworbenen Diplomen in die Schweiz gekommen sind und vor Herausforderungen im Zusammenhang mit Sprache, Dokumentation, der Anerkennung von Abschlüssen und Qualifikationen stehen. Nach der vorgestellten Vision soll niemand diesen Weg allein gehen müssen. Die LISZ möchte Orientierung bieten und ein professionelles Netzwerk aufbauen.
Eine Brücke zwischen der albanischen Gemeinschaft und dem Schweizer Gesundheitssystem
Eine weitere Dimension der LISZ betrifft die Rolle, die albanische Fachpersonen für albanische Patienten und Familien in der Schweiz übernehmen können.
“Wir kennen die Sprache. Wir kennen die Kultur. Wir kennen das Schweizer System”, sagte Zuzaku-Mustafa und betonte, dass albanische Pflegefachpersonen eine wichtige Brücke für albanische Patienten und Familien zum Schweizer Gesundheitssystem sein können, insbesondere bei Gesundheitsbildung, Prävention und Orientierung.
Die Ambitionen der LISZ gehen jedoch über die Schweiz hinaus. Die Organisation möchte auch berufliche Brücken zu Kosovo schaffen, und zwar durch Schulungen, Projekte, fachlichen Austausch und die Zusammenarbeit mit Institutionen.
Zuzaku-Mustafa betonte, dass diese Zusammenarbeit nicht als einseitiger Prozess verstanden werden dürfe, bei dem die Schweiz Wissen an Kosovo weitergibt.
“Wir wollen Austausch. Denn auch in Kosovo gibt es hervorragende Fachleute und Erfahrungen, von denen wir lernen können. Beide Seiten haben etwas beizutragen”, sagte sie.
Unterstützung für die LISZ und Bereitschaft zur Zusammenarbeit
Das Programm der Zeremonie brachte auch Vertreter von Institutionen, Berufsorganisationen und aus dem Gesundheitswesen der Schweiz und Kosovos zusammen.
An der ersten Zeremonie der LISZ nahm auch der albanische Nationalrat der Schweiz, Arbër Bullakaj, teil. Er gratulierte der Leitung und den Mitgliedern des Verbands zur Gründung und zu ihrer professionellen Organisation. Bullakaj betonte die Bedeutung einer Struktur, die albanische Gesundheitsfachkräfte zusammenbringt, und erklärte seine Bereitschaft, die LISZ künftig zu unterstützen und mit ihr zusammenzuarbeiten.
Die Delegation aus Kosovo wurde von MSc. Lulzim Gashi geleitet, dem Leiter der Abteilung für Pflege im Universitätsklinischen Krankenhausdienst des Kosovo (SHSKUK).
Als besonderer Gast aus Kosovo nahm MSc. Lulzim Gashi, Leiter der Abteilung für Pflege im Universitätsklinischen Krankenhausdienst des Kosovo, teil. Gashi gratulierte zu dieser Initiative und erklärte seine Bereitschaft zur professionellen Zusammenarbeit und zum Erfahrungsaustausch zwischen Gesundheitsfachkräften in Kosovo und der Schweiz. Mit Humor und einem besonderen Hinweis auf die Rolle der Pflegefachpersonen fügte er hinzu:
“Wenn der Arzt sagt, dass der Patient stabil ist, beruhigt sich die Familie; wenn das die Pflegefachperson sagt, dann kann auch der Arzt beruhigt sein.”
Eine wichtige Botschaft zur Zusammenarbeit übermittelte auch Gazmend Haliti, Präsident des Verbands Albanischer Ärzte in der Schweiz. Er gratulierte zur Gründung der LISZ und erklärte seine Bereitschaft zu einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Verband Albanischer Ärzte in der Schweiz und dem Verband Albanischer Pflegefachpersonen in der Schweiz. Diese Zusammenarbeit könnte künftig Raum für gemeinsame Initiativen und Projekte im Gesundheitsbereich schaffen.
Dr. med. Hekuran Bytyçi, der eigens aus Lugano angereist war, um die Gründung der LISZ zu begrüßen, sprach über die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit der neuen Organisation und erklärte seine Bereitschaft, die Verbindungen zwischen albanischen Gesundheitsfachkräften in der Schweiz zu stärken. Im offiziellen Programm war sein Beitrag passend unter dem Thema “Zusammenarbeit mit der LISZ” vorgesehen.
Valdete Hoti, Präsidentin des Vereins Parandalo, brachte mit einer bewegenden und umfassenden Rede die Perspektive der Patienten in die Veranstaltung ein und betonte, wie wichtig es ist, “die Stimme der Patienten” in den Mittelpunkt zu stellen.
“Wir wollen eine professionelle Gemeinschaft schaffen”, betonte sie.
Die Leitung der LISZ besteht aus Yllka Zuzaku-Mustafa, Präsidentin; Antigona Kicaj, Vizepräsidentin und Leiterin für Strategie und Kooperationen; Vlora Zeka, Leiterin der Fachstelle für Pflege und Qualität; Fidan Hoti, Leiter Finanzen, sowie Xheneta Zuzaku, Leiterin für Bildung und berufliche Entwicklung.
In ihrer Rede betonte Zuzaku-Mustafa, dass die LISZ nicht einfach nur Mitglieder zusammenbringen will, sondern eine professionelle Gemeinschaft schaffen möchte, in der Pflegefachpersonen aus unterschiedlichen Bereichen, Studierende, Fachkräfte mit langjähriger Erfahrung sowie jene, die erst vor Kurzem in die Schweiz gekommen sind, ihren Platz finden.
Die abschließende Botschaft der Präsentation fasste zugleich die Ambition der neuen Organisation zusammen:
“Wir sind nicht nur Pflegefachpersonen. Wir sind Wissen. Wir sind Kompetenz. Wir sind Verantwortung. Wir sind der Verband Albanischer Pflegefachpersonen in der Schweiz.”
Die Zeremonie endete mit Dankesworten an die Gäste, Mitarbeitenden, Partner und Sponsoren. Anschließend wurde der Abend mit einem Apéro und Musik von Skender Kelmendi fortgesetzt.
Bildnachweis: Gent Mersinaj/albinfo.ch
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