News

Der US-Fonds Apollo übernimmt den Low-Cost-Riesen EasyJet für 6,2 Milliarden Franken

Der bekannte US-Investmentfonds Apollo hat offiziell ein Angebot über 5,7 Milliarden Pfund, rund 6,2 Milliarden Schweizer Franken, für die Übernahme der britischen Fluggesellschaft EasyJet bestätigt. Der Verwaltungsrat von EasyJet hat das Angebot angenommen und damit den Weg für eine der größten Finanztransaktionen im Luftverkehrssektor geebnet.

Apollo setzte sich im Bieterverfahren gegen seine Konkurrenten durch, darunter den Fonds Castlelake, der sich nach einem niedrigeren Angebot zurückzog. Vertreter von Apollo erklärten, dass sie EasyJet als eines der attraktivsten Unternehmen auf dem globalen Markt betrachten und dabei insbesondere das weitreichende Streckennetz und die starke strategische Position hervorhoben.

EasyJet ist nach Ryanair die zweitgrößte Low-Cost-Fluggesellschaft Europas. Neben der bekannten Marke sind vor allem ihre günstigen “Slots” an den wichtigsten europäischen Flughäfen für Investoren von besonderem Wert.

Die Übernahme erfolgt in einer schwierigen Phase für die Luftfahrtbranche, in der steigende Treibstoffpreise, ausgelöst durch die Spannungen im Nahen Osten, die Gewinne des Unternehmens belastet haben. Im dritten Geschäftsquartal sank der Vorsteuergewinn von EasyJet um 70 Prozent auf 85 Millionen Pfund.

Der Apollo-Fonds verwaltet weltweit Vermögenswerte von mehr als 1 Billion US-Dollar und verfügt über langjährige Erfahrung in der Luftfahrtbranche, unter anderem durch Investitionen in Aeromexico, Sun Country Airlines und Atlas Air sowie durch Finanzierungen für Air France-KLM und Virgin Atlantic.

Die Transaktion soll nach der Zustimmung der Aktionäre und der Regulierungsbehörden im ersten Quartal 2027 endgültig abgeschlossen werden. Unmittelbar nach Bekanntgabe der Nachricht stiegen die EasyJet-Aktien an der Londoner Börse um 3,10 Prozent.