Kosova

Dr. Hekuran Bytyçi, ein Arzt aus dem Kosovo, übernimmt eine Führungsposition in Lugano

Neben seiner klinischen Tätigkeit engagiert sich Dr. Bytyçi auch in der wissenschaftlichen Forschung und veröffentlicht regelmäßig in internationalen Fachzeitschriften. Er versteht die Medizin als einen fortlaufenden Prozess der Weiterentwicklung, Innovation und globalen Zusammenarbeit.

Von den Hörsälen der Medizinischen Fakultät in Prishtina bis zu den renommiertesten Universitätszentren der Schweiz setzt Dr. Hekuran Bytyçi seinen erfolgreichen beruflichen Weg fort. Er hat den akademischen Grad Dr. med. erworben und wird eine bedeutende Führungsposition in Lugano übernehmen.

Dr. Hekuran Bytyçi steht für einen beruflichen Werdegang, der Schritt für Schritt durch Einsatz, Disziplin und unermüdliches Engagement für die Medizin aufgebaut wurde. Kürzlich erhielt er den akademischen Titel Dr. med. an der Universität Lugano und wird künftig die Führungsfunktion als Capoclinica in Lugano übernehmen. Damit erreicht er einen weiteren wichtigen Meilenstein in seiner Laufbahn als Kardiologe. Diese angesehene akademische Auszeichnung ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit, wissenschaftlicher Forschung und eines kontinuierlichen Engagements im medizinischen Bereich. Sie stellt einen bedeutenden Erfolg dar, sowohl für seine berufliche Entwicklung als auch für seinen Beitrag zur Weiterentwicklung des medizinischen Wissens und der klinischen Praxis.

 

Sein beruflicher Werdegang entwickelte sich schrittweise von der Inneren Medizin zur Kardiologie, einem Fachgebiet, das er als dynamisch, anspruchsvoll und in vielen Fällen lebensentscheidend für die Patienten beschreibt. Seine Erfahrungen in den Kardiologiezentren in Lugano und später an der Universität Bern ermöglichten ihm eine Ausbildung in einem Umfeld, in dem klinische Praxis, wissenschaftliche Forschung und modernste Medizintechnologie eng miteinander verbunden sind.

Neben seiner klinischen Tätigkeit engagiert sich Dr. Bytyçi auch in der wissenschaftlichen Forschung und veröffentlicht in internationalen Fachzeitschriften. Er versteht die Medizin als einen fortlaufenden Prozess der Weiterentwicklung und der globalen Zusammenarbeit. Gleichzeitig ist er in den sozialen Medien aktiv, wo er medizinische Informationen und Ratschläge in drei Sprachen vermittelt. Dabei legt er besonderen Wert auf Prävention und Gesundheitsaufklärung, insbesondere im Bereich der Herz Kreislauf Erkrankungen.

Albinfo.ch: Dr. Bytyçi, erzählen Sie uns zunächst etwas über Ihre Heimatstadt im Kosovo und Ihre Kindheit. Wo wurden Sie geboren und wie erinnern Sie sich an Ihre frühe Schulzeit?

Dr. Bytyçi: Ich wurde in Suharekë geboren, wo ich die schönsten Jahre meiner Kindheit verbracht und die Grundschule besucht habe. Diese Zeit hat für mich einen besonderen Stellenwert. Es war eine einfache Zeit, aber geprägt von starken menschlichen Werten. Es war die Zeit vor dem Krieg im Kosovo, als Familie, Solidarität und der Respekt vor Bildung einen außergewöhnlich hohen Stellenwert in unserem Alltag hatten.

Später setzte ich meine Schulausbildung in Prizren fort, einer Stadt, die meine persönliche und akademische Entwicklung maßgeblich geprägt hat. Dort entwickelte sich mein Interesse an der Medizin immer stärker und der Wunsch, einen Beruf auszuüben, der unmittelbar mit dem Leben und der Gesundheit der Menschen verbunden ist.

Albinfo.ch: Was haben Sie im Kosovo studiert und warum haben Sie sich gerade für die Medizin als Berufsweg entschieden?

Dr. Bytyçi: Schon in jungen Jahren interessierte ich mich für Naturwissenschaften und Anatomie. Was mich jedoch am stärksten zur Medizin geführt hat, war die menschliche Seite dieses Berufs. Für mich war Medizin nie nur eine Karriere, sondern immer auch eine Berufung.

Nach dem Abschluss der Mittelschule begann ich mein Studium an der Medizinischen Fakultät in Prishtina. Das Studium war anspruchsvoll, aber zugleich außerordentlich prägend. In diesen Jahren lernte ich Disziplin, Verantwortungsbewusstsein und die Bedeutung von Engagement, Werte, die mich während meines gesamten beruflichen Werdegangs begleitet haben.

Albinfo.ch: In welchem Alter sind Sie in die Schweiz gezogen und was hat Sie zu dieser Entscheidung bewogen?

Dr. Bytyçi: Ich bin unmittelbar nach dem Abschluss meines Medizinstudiums in die Schweiz gezogen. Es war eine große und keine leichte Entscheidung, denn der Abschied von der Familie und der Heimat ist immer mit Emotionen und Unsicherheit verbunden. Dennoch sah ich darin einen notwendigen Schritt für meine berufliche Entwicklung.

Albinfo.ch: Wie haben Sie Ihre ersten Jahre in der Schweiz erlebt, sowohl persönlich als auch beruflich?

Dr. Bytyçi: Die Anfänge waren nicht einfach. Sich an ein neues Land anzupassen, die Sprache zu lernen und sich in das Schweizer Gesundheitssystem zu integrieren, erforderte viel Einsatz und Ausdauer. Das System ist hervorragend organisiert und stellt sehr hohe berufliche Anforderungen. Gerade diese Herausforderungen haben mir geholfen, mich sowohl als Arzt als auch als Mensch weiterzuentwickeln.

Albinfo.ch: Wie anspruchsvoll war es für Sie, sich an das Schweizer Gesundheitssystem anzupassen und Ihren Weg zur Facharztausbildung fortzusetzen?

Dr. Bytyçi: Die größte Herausforderung zu Beginn war die professionelle Kommunikation und die Anpassung an den Arbeitsalltag. In der Medizin ist eine gute Kommunikation mit den Patienten genauso wichtig wie das klinische Fachwissen.

Der Weg zur Spezialisierung verlangte viel Engagement, Opferbereitschaft und intensive Arbeit. Die Motivation, mich fachlich weiterzuentwickeln und den Patienten eine hochwertige medizinische Versorgung zu bieten, war jedoch immer meine stärkste Antriebskraft.

Albinfo.ch: Ihr beruflicher Werdegang begann in der Inneren Medizin und führte Sie später zur Kardiologie. Was hat Sie dazu bewogen, sich gerade auf dieses Fachgebiet zu spezialisieren?

Dr. Bytyçi: Während meiner Tätigkeit in der Inneren Medizin wurde mir bewusst, wie komplex und bedeutend ein ganzheitlicher Blick auf den Patienten ist. In dieser Zeit entwickelte ich ein besonderes Interesse für die Kardiologie.

Die Kardiologie gehört zu den dynamischsten Fachgebieten der modernen Medizin. Sie verbindet Wissenschaft, Technologie und schnelle klinische Entscheidungen. Mich hat immer fasziniert, dass man in vielen Situationen unmittelbar und entscheidend das Leben eines Patienten beeinflussen kann.

Es ist ein Fachgebiet, das sich ständig weiterentwickelt und kontinuierliches Lernen erfordert. Genau das hat mich immer motiviert.

Albinfo.ch: Sie haben im Kardiologiezentrum in Lugano und später an der Universität Bern gearbeitet. Welche klinischen und wissenschaftlichen Erfahrungen konnten Sie dort sammeln und welchen Einfluss hatte diese Zeit auf Ihre Entwicklung als Kardiologe?

Dr. Bytyçi: Die Arbeit in den Kardiologiezentren in Lugano und Bern war für meine berufliche Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Ich hatte das Privileg, mit renommierten Persönlichkeiten der europäischen Kardiologie zusammenzuarbeiten und Teil von Institutionen zu sein, die zu den angesehensten der Schweiz und Europas zählen.

Vor allem die Zeit an der Universität Bern hat meine Ausbildung als Kardiologe nachhaltig geprägt. Dort arbeitete ich in einem Umfeld, in dem klinische Praxis, wissenschaftliche Forschung und modernste Medizintechnologie eng miteinander verbunden sind.

Diese Erfahrungen haben mich nicht nur fachlich weitergebracht, sondern mir auch gezeigt, wie wichtig kontinuierliche Weiterbildung, Teamarbeit und ein menschlicher Umgang mit den Patienten sind.

Albinfo.ch: Während Ihrer Laufbahn waren Sie auch in der wissenschaftlichen Forschung und an internationalen Publikationen beteiligt. Welche Bedeutung hat dieser Bereich für Sie?

Dr. Bytyçi: Für mich endet die Medizin nicht bei der klinischen Tätigkeit. Die wissenschaftliche Forschung ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Berufs, weil sie uns ständig mit den neuesten Entwicklungen der modernen Medizin in Verbindung hält.

Durch wissenschaftliche Veröffentlichungen und internationale Kooperationen hatte ich die Möglichkeit, Erfahrungen mit Fachkollegen aus verschiedenen Ländern auszutauschen und zur Weiterentwicklung der Kardiologie beizutragen.

Ich bin überzeugt, dass die Verbindung von klinischer Praxis und wissenschaftlicher Forschung einen Arzt umfassender ausbildet und ihn besser auf die Herausforderungen seines Berufs vorbereitet.

Albinfo.ch: Die Universität Lugano hat Ihnen den akademischen Titel Dr. med. verliehen. Welche Bedeutung hat diese Auszeichnung für Sie?

Dr. Bytyçi: Der von der Università della Svizzera italiana verliehene Titel “Dr. med.” hat für mich eine ganz besondere Bedeutung. Ich sehe ihn als Ergebnis eines langen Weges voller harter Arbeit, Einsatz und Opferbereitschaft. Über den akademischen Wert hinaus bedeutet diese Auszeichnung auch Verantwortung, meinen Beruf weiterhin mit großer Ernsthaftigkeit auszuüben und die Gemeinschaft, aus der ich stamme, würdig zu vertreten.

Albinfo.ch: Seit dem 1. Juni 2026 sind Sie als Capoclinica in Lugano tätig. Welche Verantwortungen und Ziele bringt diese neue Position mit sich?

Dr. Bytyçi: Diese Position ist ein sehr wichtiger Schritt in meiner beruflichen Laufbahn und gleichzeitig mit großer Verantwortung verbunden.

Die Funktion als Capoclinica erfordert nicht nur hohe klinische Kompetenz, sondern auch organisatorische Fähigkeiten und Führungsqualitäten. Ein wesentlicher Teil dieser Aufgabe besteht darin, das medizinische Team zu koordinieren und junge Ärztinnen und Ärzte in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen.

Mein Ziel bleibt immer dasselbe: den Patienten eine moderne, professionelle und zugleich menschliche medizinische Versorgung zu bieten.

Albinfo.ch: Neben Ihrer beruflichen Tätigkeit sind Sie auch in den sozialen Medien aktiv und veröffentlichen medizinische Informationen in drei Sprachen. Was motiviert Sie zu diesem Engagement?

Dr. Bytyçi: Wir leben in einer Zeit, in der sich Informationen sehr schnell verbreiten, aber nicht immer korrekt sind. Genau das hat mich dazu motiviert, in den sozialen Medien aktiv zu sein und verlässliche medizinische Informationen weiterzugeben.

Mit meinen Beiträgen in drei Sprachen möchte ich das Bewusstsein für die Bedeutung von Prävention, regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und einer gesunden Lebensweise stärken, insbesondere im Bereich der Herz Kreislauf Erkrankungen.

Ich betrachte dies als eine Fortsetzung meiner Aufgabe, auch außerhalb des Krankenhauses.

Albinfo.ch: Wie wichtig ist Ihnen die Verbindung zur albanischen Gemeinschaft in der Schweiz und die Unterstützung albanischer Patienten?

Dr. Bytyçi: Sie ist mir sehr wichtig. Trotz meines Lebens und meiner beruflichen Laufbahn im Ausland bleiben Sprache, Kultur und Identität ein untrennbarer Teil meines Lebens.

In meiner täglichen Arbeit begegne ich häufig albanischen Patienten und weiß, wie wichtig es für sie ist, sich in ihrer Muttersprache verständigen zu können und kulturell verstanden zu werden, besonders in sensiblen Situationen, die ihre Gesundheit betreffen.

Es ist für mich sowohl eine Freude als auch eine Verantwortung, unserer Gemeinschaft nahe zu sein und nicht nur als Arzt, sondern auch als Landsmann einen Beitrag zu leisten.

Albinfo.ch: Zum Abschluss: Wie sehr vermissen Sie den Kosovo und welchen Platz nimmt er heute in Ihrem Leben ein?

Dr. Bytyçi: Der Kosovo hat einen ganz besonderen Platz in meinem Leben. Dort liegen meine Wurzeln, die Erinnerungen an meine Kindheit und die Menschen, die mich als Mensch und als Arzt geprägt haben.

Natürlich vermisse ich ihn. Ich vermisse die Menschen, die Sprache, die Kultur und dieses Gefühl, das nur die Heimat vermitteln kann. Jedes Mal, wenn ich in den Kosovo zurückkehre, spüre ich eine sehr starke emotionale Verbundenheit.

Ich bin überzeugt, dass man sich im Ausland ein Leben und eine Karriere aufbauen kann, die Heimat jedoch immer im Herzen mit sich trägt.