Die Europaeische Union wird voraussichtlich im Laufe des Monats Januar weitere 205 Millionen Euro an finanzieller Unterstuetzung fuer den Kosovo freigeben, nachdem die seit dem Sommer 2023 geltenden Strafmassnahmen vollstaendig aufgehoben wurden. Dies wurde von der Europaeischen Kommission bestaetigt, berichtet albinfo.ch.
“Die Kommission beabsichtigt, den verbleibenden Betrag von 205 Millionen Euro zu Beginn dieses Jahres freizugeben, im Einklang mit den Praesidentschaftsschlussfolgerungen zur Erweiterung”, heisst es in der Stellungnahme der Kommission.
Zuvor hatte die EU bereits die ersten 216 Millionen Euro freigegeben, womit sich die Gesamtsumme der dem Kosovo wieder zur Verfuegung gestellten Mittel auf mehr als 421 Millionen Euro belaueft. Diese Gelder waren infolge der gegen den Kosovo verhaengten Massnahmen mehr als zwei Jahre lang blockiert.
Aus dem ersten Paket von 216 Millionen Euro werden 34,6 Millionen Euro sofort fuer den Start von vier konkreten Projekten eingesetzt, darunter die Fernwaerme in Pristina, die Abwasserbehandlung bei TC Kosovo B, das Programm “Young Cell” sowie das Management von Abfalldeponien. Der restliche Betrag von 181 Millionen Euro soll im Fruehjahr programmiert und genehmigt werden, wobei der Beginn der Projektumsetzung fuer die zweite Haelfte des Jahres 2026 erwartet wird.
Die Massnahmen gegen den Kosovo wurden 2023 nach den Spannungen im Norden des Landes verhaengt und im Dezember 2025 vollstaendig aufgehoben, was Praesidentin Vjosa Osmani nach dem EU Westbalkan Gipfel in Bruessel bestaetigte.
Die Praesidentin der Europaeischen Kommission, Ursula von der Leyen, hatte erklaert, dass die Freigabe der 205 Millionen Euro zu Beginn des Jahres 2026 erfolgen werde, waehrend der amtierende Premierminister Albin Kurti die Verhaengung der Massnahmen als ungerecht bezeichnete und betonte, dass der Kosovo seinen euro atlantischen Weg fortgesetzt habe.
Laut dem Institut GAP hat der Kosovo bis Juni 2025 infolge der EU Massnahmen rund 7,1 Millionen Euro an nicht rueckzahlbaren Foerdermitteln verloren, wobei die am staerksten betroffenen Sektoren Umwelt, Energie und Digitalisierung waren.











