Kosova
Deutscher Abgeordneter: Der Eingriff der NATO im Jahr 1999 stoppte den Völkermord von Slobodan Milošević im Kosovo
Der Bundestagsabgeordnete Adis Ahmetović hielt eine eindringliche Rede im Deutschen Bundestag, in der er an die tragischen Ereignisse im Kosovo im Jahr 1999 erinnerte und betonte, dass Tausende Menschen Opfer der Massaker des Regimes von Slobodan Milošević wurden, berichtet albinfo.ch.
In seiner Rede kritisierte Ahmetović die fortwährende Nutzung des Narrativs, wonach die Bombardierungen der NATO im ehemaligen Jugoslawien im Jahr 1999 einen Präzedenzfall geschaffen hätten. Er hob hervor, dass dieser Diskurs häufig, auch von der extremen Rechten, genutzt werde, um Verstöße gegen das Völkerrecht zu legitimieren.
“Jedes Mal, wenn Sie dieses Narrativ verwenden, vergessen Sie die Opfer von Srebrenica im Jahr 1995, denn damals gab es keine humanitäre Intervention. Jedes Mal, wenn Sie dieses Narrativ verwenden, vergessen Sie vor allem die Opfer im Kosovo. Viele Tausend Menschen wurden Opfer der Massaker von Milošević”, erklärte Ahmetović.
Er warnte davor, dass ein solcher Ansatz die russische Angriffskrieg gegen die Ukraine relativieren könne, und fügte hinzu, dass die humanitäre Intervention von 1999, die auch vom Deutschen Bundestag unterstützt wurde, entscheidend gewesen sei, um die Wiederholung eines Völkermords auf dem Westbalkan zu verhindern.
Ahmetović warf einigen Abgeordneten vor, Narrative zu verteidigen, die seiner Ansicht nach gegen Demokratie und Menschenrechte gerichtet seien, einschließlich der Verteidigung von Figuren wie Milošević.
Für diese klare Haltung dankte der Botschafter des Kosovo in Deutschland, Faruk Ajeti, dem Abgeordneten Ahmetović öffentlich.
“Danke, lieber Adis, für deine klare Haltung und deine deutlichen Worte”, schrieb Ajeti in einem Beitrag.
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