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Der 19-jährige Albaner fragt in Brüssel: Wie kann Serbien nach der Verherrlichung Mladićs toleriert werden?
Murat Avdyli, Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Bad Homburg in Deutschland, hat in Brüssel die Frage der Verherrlichung von Kriegsverbrechern in Serbien angesprochen und dabei auf den ehemaligen serbischen Kommandanten Ratko Mladić verwiesen.
Der junge Albaner aus Drenas, Murat Avdyli, hat in Brüssel das Wort ergriffen und dort eine direkte Frage zum Umgang mit Serbien und zur Verherrlichung von Personen gestellt, die wegen schwerer Verbrechen während der Kriege im ehemaligen Jugoslawien verurteilt wurden, berichte albinfo.ch.
In seiner Rede ging der 19-Jährige auf den Fall von Ratko Mladić ein, dem ehemaligen Kommandanten der Armee der Republika Srpska, der wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen in Bosnien und Herzegowina zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.
“Wie ist es möglich, Serbien zu tolerieren, wenn Ratko Mladić, der wegen des Völkermordes von Srebrenica, wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen in Bosnien zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, nach seinem Tod von einem Teil der serbischen Gesellschaft als ‘Verteidiger des serbischen Volkes’ dargestellt wurde?”, fragte Avdyli in Brüssel.
Von Drenas in die deutsche Politik
Murat Avdyli stammt aus Dobroshec in der Gemeinde Drenas und ist trotz seines jungen Alters bereits in der Kommunalpolitik in Deutschland aktiv.
Im Alter von 19 Jahren wurde er als Kandidat der Christlich Demokratischen Union (CDU) in die Stadtverordnetenversammlung von Bad Homburg gewählt.
Bei den Kommunalwahlen im März 2026 erhielt Avdyli 8.722 Stimmen und wurde damit zum jüngsten Mitglied dieser Versammlung.
Seine Präsenz in Brüssel und seine Frage zu Serbien und zur Verherrlichung von Kriegsverbrechern haben Aufmerksamkeit erregt und gelten als ein weiteres Beispiel für das politische Engagement eines jungen Menschen mit Wurzeln im Kosovo auf der europäischen politischen Bühne./Albinfo.ch
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