Kosova

Yllka Sheqiri, die Albanerin mit Wurzeln im Kosovo, für den “Mädchenpreis 2026” in Schweden nominiert

Von der Stärkung junger Mädchen bis zur Schaffung von Chancen für Jugendliche wird Yllka Sheqiri weiterhin für ihr Engagement in der schwedischen Gesellschaft gewürdigt.

Yllka Sheqiri mit Wurzeln im Kosovo ist für den “Mädchenpreis 2026” (Flickapriset 2026) nominiert worden. Die Auszeichnung wird von Plan International Schweden an Personen oder Organisationen vergeben, die sich besonders für die Rechte und Chancen von Mädchen einsetzen, berichtet albinfo.ch.

Sheqiri leitet das MiM Kunskapscentrum und ist zugleich Gründerin von Fempower, einer Initiative, die sich auf die Stärkung junger Mädchen konzentriert, insbesondere von Mädchen mit Migrationshintergrund und aus sozial herausfordernden Gebieten.

Ihre Nominierung folgt auf eine weitere bedeutende Anerkennung. Bereits ein Jahr zuvor war Yllka Sheqiri Finalistin beim “Fannys Förebildspris” in der Kategorie “Person für Vielfalt”. Damit wurde ihre Arbeit zur Förderung von Vielfalt und zur Schaffung von Chancen für junge Menschen gewürdigt.

Eine Plattform, auf der Mädchen Raum zum Führen erhalten

Mit Fempower hat Sheqiri eine Plattform geschaffen, auf der junge Mädchen ihre Führungskompetenzen entwickeln, eigene Ideen umsetzen und sich aktiv an der Gesellschaft beteiligen können.

Dabei geht es ihr nicht nur darum, Mädchen Möglichkeiten zu bieten, sondern sie auch aktiv in die Gestaltung und Leitung der Aktivitäten einzubeziehen.

Laut der Begründung von Plan International Schweden gründete Sheqiri Fempower mit dem Ziel, junge Mädchen in einigen der sozial besonders herausgeforderten Gebiete Göteborgs zu stärken.

Besonders gewürdigt wird ihre Arbeit beim Aufbau eines Netzwerks, in dem junge Mädchen mit Migrationshintergrund Aktivitäten leiten, sich an gesellschaftlichen Debatten beteiligen und anderen Mädchen als Vorbilder dienen.

Ein Aspekt, der in der Begründung für die Nominierung besonders hervorgehoben wird, ist Sheqiris Ansatz, jungen Menschen Raum zu geben und ihnen anschließend die Möglichkeit zu überlassen, diesen selbst zu gestalten.

Von der Jugendarbeit zu Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten

Das Engagement von Yllka Sheqiri geht über die Arbeit mit jungen Mädchen hinaus, berichtet albinfo.ch weiter.

Sie ist auch an der Koordination der Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Polizei und Zivilgesellschaft beteiligt. Ziel ist es, jungen Menschen dabei zu helfen, destruktive Verhaltensmuster zu verlassen und Wege in Bildung und Beschäftigung zu finden.

In diesem Rahmen wurde auch das Projekt “Arbete RÄTT FRAM” entwickelt, das unter anderem durch das Programm Musikhjälpen Live 2024 bekannt wurde.

Nach den veröffentlichten Angaben zum Projekt haben mehr als 700 junge Menschen in Schweden Möglichkeiten für Engagement und Beschäftigung erhalten.

MiM Kunskapscentrum, mehr als zwei Jahrzehnte Arbeit mit jungen Menschen

Yllka Sheqiri leitet außerdem das MiM Kunskapscentrum, eine gemeinnützige Organisation, die seit 1997 mit jungen Menschen arbeitet, die von sozialer Ausgrenzung betroffen sind.

Ziel der Organisation ist es, junge Menschen dabei zu unterstützen, Einfluss auf ihr eigenes Leben und auf die Gesellschaft zu nehmen. Mit ihren Programmen unterstützt MiM Kunskapscentrum Jugendliche auf dem Weg in Beschäftigung und Studium, bildet junge Führungspersönlichkeiten aus und schafft Möglichkeiten für gesellschaftliches Engagement sowie eine sinnvollere Freizeitgestaltung.

 

Eine Erfolgsgeschichte, die weitergeht

Die Nominierung für den “Mädchenpreis 2026” ist eine weitere Anerkennung für die Arbeit von Yllka Sheqiri in der schwedischen Gesellschaft.

Von der Schaffung von Räumen für junge Mädchen über die Entwicklung von Führungskompetenzen bis hin zur Schaffung von Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten basiert ihr Engagement auf einer klaren Idee: Junge Menschen sollen die Möglichkeit haben, ihr eigenes Leben mitzugestalten und sich aktiv an der Gesellschaft zu beteiligen.

Für eine Frau mit Wurzeln im Kosovo steht diese Nominierung zugleich für eine weitere Erfolgsgeschichte der albanischen Diaspora in Schweden, eine Geschichte, die zeigt, dass Engagement für die Gemeinschaft und die Schaffung von Chancen für jüngere Generationen zu konkreter gesellschaftlicher Wirkung führen können./Albinfo.ch