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Beschleunigtes Wachstum der kosovarischen Wirtschaft auf 5,4 Prozent, laut der Zentralbank des Kosovo

„Das Wachstum der Waren und Dienstleistungsexporte sowie die Verlangsamung der Warenimporte haben zur Verbesserung der Handelsbilanz beigetragen.“

Die Zentralbank der Republik Kosovo (BQK) teilte mit, dass die kosovarische Wirtschaft im ersten Quartal 2026 ein reales BIP-Wachstum von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnete. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die Verbesserung des Saldos der Nettoexporte sowie der Anstieg des öffentlichen Konsums.

“Im gleichen Zeitraum leisteten auch die Investitionen weiterhin einen positiven Beitrag zum Wachstum, wenn auch in moderaterem Tempo. Das Wachstum der Waren- und Dienstleistungsexporte sowie die Verlangsamung der Warenimporte haben zur Verbesserung der Handelsbilanz beigetragen”, heißt es im Quartalsbericht der BQK Quartalsbewertung der Wirtschaft, berichtet rtklive.com.

Im Gegensatz zum Vorquartal, als der private Konsum und die Investitionen die wichtigsten Wachstumstreiber waren, ging der private Konsum im ersten Quartal 2026 zurück. Dies spiegelt die Auswirkungen der Inflation sowie die Abschwächung der Konsumfinanzierung wider. Der Anstieg des staatlichen Konsums konnte den Rückgang der Binnennachfrage jedoch teilweise ausgleichen.

“Die Inflation beschleunigte sich im ersten Quartal 2026 auf 6,0 Prozent, nachdem sie im Vorquartal bei 5,2 Prozent gelegen hatte. Hauptursachen waren steigende Preise für Dienstleistungen und Energie, während sich der Anstieg der Lebensmittelpreise abschwächte”, teilte die BQK mit.

Dem Bericht zufolge stieg auch die Kerninflation auf 5,1 Prozent, hauptsächlich aufgrund höherer Dienstleistungspreise. Insgesamt spiegelte die Inflationsentwicklung vor allem den Einfluss binnenwirtschaftlicher Faktoren wider, während externe Einflüsse, insbesondere die Preise für Erdöl und Lebensmittel, eine geringere Rolle spielten.

Im ersten Quartal 2026 verzeichnete der öffentliche Finanzsektor des Kosovo einen Anstieg der Staatseinnahmen um 9,9 Prozent und der Staatsausgaben um 13,8 Prozent. Daraus ergab sich ein Primärüberschuss von 21,4 Millionen Euro.

Die Staatseinnahmen stiegen auf 780,1 Millionen Euro, getragen vor allem durch die gute Entwicklung der Mehrwertsteuer und der direkten Steuern. Die höheren Ausgaben entfielen insbesondere auf Löhne im öffentlichen Sektor sowie auf Subventionen und Transferzahlungen. Gleichzeitig gingen die öffentlichen Investitionen um 29,6 Prozent zurück, was auf eine Verlangsamung bei der Umsetzung öffentlicher Projekte hindeutet.

“Die Staatsverschuldung erhöhte sich um 10,2 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro beziehungsweise 15,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Ursache hierfür war vor allem der deutliche Anstieg der Auslandsverschuldung, während die Inlandsverschuldung leicht zurückging”, heißt es abschließend im Bericht.