Albanien
Rama in Berlin: Der Westbalkan bleibt im Herzen Europas, aber außerhalb der Europäischen Union.
Rama in Berlin: Ich bin der größte Maler unter den Ministerpräsidenten.
Der albanische Ministerpräsident Edi Rama war Ehrengast der Jahreskonferenz der Osteuropa-Kommission in Berlin, einer bedeutenden Plattform der deutschen Wirtschaft, die Experten aus den Bereichen Sicherheit, Wirtschaft und Innovation sowie Vertreter des Bundestages, des Bundeskanzleramtes und des diplomatischen Korps zusammenbringt, berichtet albinfo.ch.
In seiner Rede betonte Rama, dass Europa mit einer neuen geopolitischen Realität konfrontiert sei, in der der Krieg auf den Kontinent zurückgekehrt ist und der strategische Wettbewerb globale Ausmaße angenommen hat.
Er hob hervor, dass technologische Entwicklungen nicht nur die Wirtschaften und politischen Systeme verändern, sondern auch die Art und Weise, wie Gesellschaften miteinander kommunizieren und interagieren.
Der albanische Ministerpräsident sprach zudem über die Herausforderung des demografischen Rückgangs und warnte davor, dass ein “demografischer Winter” die nahe Zukunft Europas bedrohe und ganze Regionen neu forme.
Mit Blick auf die europäische Integration der Region verwendete Rama eine Metapher für den Westbalkan. Er erklärte, dass die Region von der Europäischen Union umgeben sei und sich geografisch im Herzen Europas befinde, jedoch weiterhin außerhalb des europäischen Projekts bleibe.
“Ich bin der größte Maler unter den Ministerpräsidenten. Der Westbalkan ist eine gesamte Region, die von der Europäischen Union umgeben ist, geografisch im Herzen Europas liegt, aber aus dem Porträt Europas ausgeschlossen bleibt”, sagte Rama während seiner Rede in Berlin.
Seine Aussagen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Länder des Westbalkans eine Beschleunigung des EU-Integrationsprozesses fordern, während die Region zugleich mit zahlreichen politischen, wirtschaftlichen und demografischen Herausforderungen konfrontiert ist, berichtet albinfo.ch.
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