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Arbër Bullakaj ist ab dem 27. April Abgeordneter im Schweizer Parlament
Deputetja e deritashme Claudia Friedl po tërhiqet nga parlamenti dhe vendin e saj e merr Arberi, i cili ishte i pari në listën pritëse
Arbër Bullakaj, einer der präsentesten und erfolgreichsten Politiker mit albanischen Wurzeln auf der politischen Bühne der Schweiz, wird ab dem 27. April Abgeordneter im Schweizer Parlament sein. Dies ist kein unerwartetes Ereignis, sondern die Krönung eines langjährigen und inhaltlich konsequenten Engagements, schreibt albinfo.ch. Bullakaj ist seit mindestens 15 Jahren in der Schweizer Politik aktiv, zunächst auf lokaler Ebene in Wil im Kanton St. Gallen.
Mit diesem Erfolg wird er nach Islam Alijaj der zweite Albaner, der einen Sitz im höchsten legislativen Organ der Schweiz erhält. Beide gehören der Sozialdemokratische Partei der Schweiz an.
Zunächst jedoch zu seinem jüngsten Erfolg, der Wahl in den Nationalrat der Schweiz.
Bei den letzten Parlamentswahlen im Jahr 2023 belegte Bullakaj den ersten Platz auf der Warteliste, was ihm die Wahl im Falle eines Rücktritts eines gewählten Abgeordneten ermöglichte. Dieselbe Position hatte er auch bei den Wahlen im Jahr 2019 erreicht, zwei bedeutende Erfolge für einen Politiker mit “Migrationshintergrund”.
Die Medienplattform albinfo.ch verfolgt seit Jahren den erfolgreichen Weg von Arbër Bullakaj und sieht in ihm einen profilierten Politiker mit dem Potenzial, Teil der nationalen Institutionen in der Schweiz zu sein.
Nun zieht sich die bisherige Bundesabgeordnete der Sozialdemokratische Partei der Schweiz, Claudia Friedli, nach 33 Jahren politischem Engagement aus dem Parlament zurück. Ihren Platz übernimmt Arbër Bullakaj, der auf der Warteliste an erster Stelle stand. Er wird am 27. April 2026 Mitglied des Nationalrat.
Im Folgenden ein Auszug aus dem Beitrag von Arbër Bullakaj, in dem er die Nachricht über seinen Einzug ins Parlament bekannt gibt.
“33 Jahre in der parlamentarischen Politik, im Gemeinderat, im Kantonsparlament und seit 2013 im Nationalrat. Ein Leben voller politischer Leistungen, die ich zutiefst respektiere. Danke Claudia. Ich werde ihren Platz am 27. April einnehmen.
Ich muss kurz innehalten.
Das Jahr 2015. Ich kandidierte zum ersten Mal für den Nationalrat. Nummer 9 auf einer Liste mit 12 Kandidaten. Fast unbekannt. Ohne großes Budget. Ohne einen Familiennamen mit politischer Tradition in der Schweizer Politik. Und dann passiert etwas Unerwartetes.
Hunderte Menschen, viele ohne vorherige politische Erfahrung, hängen freiwillig Plakate an die Wände ihrer Häuser. Sie organisieren sich selbst. Sie überzeugen ihre Nachbarn. Nicht, weil sie von einer Partei geschickt werden, sondern weil sie sich im Nationalrat nicht vertreten sehen. Und weil sie das ändern wollen.
Das ist keine Kampagne. Das ist eine Bewegung. Was folgt, ist eine Reise, getragen von der Energie, die entsteht, wenn viele Menschen zusammenkommen, um etwas Größeres zu erreichen als das, was im Moment möglich erscheint.”
Drei Wahlkampagnen. Im Jahr 2015 ein aussergewöhnliches Ergebnis, obwohl ich auf Platz neun der Liste stand. 2019 wurde ich bester neuer Kandidat und erster Ersatzkandidat. Dasselbe auch im Jahr 2023, berichtet albinfo.ch.
Diese elf Jahre haben mir gezeigt, dass Politik kein Sprint, sondern ein Zehnkampf ist. Ausdauer allein reicht nicht aus. Man muss strategisch denken, Durchhaltevermögen zeigen, dem Druck standhalten können und immer wieder aufstehen.
Aus dieser Energie entstand der Verein “Aktion Vierviertel”. Und aus dieser Arbeit entstand auch die Demokratieinitiative, mit der tiefen Überzeugung, dass vier Viertel die Schweiz ausmachen und nicht nur drei, wenn ein Viertel der Bevölkerung von der Teilnahme ausgeschlossen ist.
Auf diesem Weg war ich nie allein. Danach dankt Bullakaj allen, die ihn auf dem Weg zu seinem grössten politischen Erfolg unterstützt haben.
Weiter erklärt er, dass er im Nationalrat für faire Bürgerrechte ohne Willkür für alle eintreten wird, die dieses Land ihr Zuhause nennen. Für eine Schweiz, die ihre Beziehungen zu Europa und zur Welt glaubwürdig und mit Überzeugung gestaltet. Für eine Gesellschaft, die gegen Diskriminierung nicht nur als Slogan lebt, sondern als grundlegendes Prinzip.
Für eine Schweiz, in der es keine Rolle spielt, woher man kommt, woran man glaubt oder wen man liebt.
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