Nachrichten
Von einer integrierten Kindheit in Zürich zu einer einflussreichen Stimme in der Schweizer Gesellschaft
Aus der Auseinandersetzung mit schweren persönlichen und gesundheitlichen Herausforderungen entstand ihr Buch „Heilung durch Gebete und Weisheit“, ein Werk, das auf realen Erfahrungen basiert
Es gibt Wege, die keinen Lärm machen, sondern mit stiller Beständigkeit entstehen und mit den Jahren an Bedeutung gewinnen. Der Lebensweg von Shirete G. Limani beginnt früh in Zürich, in einer Zeit, in der Integration nicht als schwierige Anstrengung erlebt wurde, sondern als ein natürlicher Verlauf des Lebens. Sie wuchs zwischen zwei Welten auf, ohne sich von einer von ihnen getrennt zu fühlen, und machte diese Erfahrung zu einem ruhigen Fundament, auf dem sie ihren ganzen Weg aufgebaut hat.
“Die Integration war damals leichter. Vielleicht weil es weniger Barrieren gab, aber auch weil es mehr Vertrauen gab.”
Die Primar und Sekundarschule absolvierte sie in Zürich, bevor sie eine kaufmännische Ausbildung machte, eine Richtung, die Disziplin und Genauigkeit verlangt. Später stellte ihr Aufenthalt in San Diego einen wichtigen Schritt in ihrer Öffnung zur Welt dar. Dort konzentrierte sie sich auf die englische Sprache und bestand erfolgreich die TOEFL Prüfung, wodurch sie neues Selbstvertrauen in der Kommunikation und im Umgang mit neuen Umgebungen gewann.
Mit dieser Ausbildung trat sie in den Bankensektor ein, wo sie mehr als 18 Jahre als Spezialistin für Wertschriften arbeitete. Es war ein Beruf, der ständige Konzentration und hohe Verantwortung verlangte, aber auch ein klares Verhältnis zu Detail und Genauigkeit.
Doch ihr Lebensweg blieb nicht auf diese Richtung beschränkt. Die Konfrontation mit schweren persönlichen und gesundheitlichen Herausforderungen unterbrach den gewohnten Rhythmus und führte sie zu einer tieferen Auseinandersetzung mit dem Leben.
Aus dieser Erfahrung entstand ihr Buch “Heilung durch Gebete und Weisheit: ein Werk, das auf realen Erlebnissen und auf einer inneren Suche nach Ruhe basiert.
“Wenn ich zurückblicke und über die Schwierigkeiten meines Lebens nachdenke, erkenne ich, dass die Gebete entscheidend waren. Sie haben mir Ruhe gegeben und mir geholfen, einen Weg zu finden, auch wenn alles unklar erschien.”
Für sie bleibt das Gebet nicht nur ein spiritueller Akt, sondern wird zu einer Möglichkeit, Ordnung in die Gedanken zu bringen und in schwierigen Zeiten das Gleichgewicht zu bewahren.
“Die Gebete haben mich gelehrt, innezuhalten, nachzudenken und bewusst zu handeln. Sie sind meine stärkste Unterstützung geworden.”
In den letzten Jahren hat sich diese Erfahrung auch in ein öffentliches Engagement verwandelt. Shirete Gilten Limani Sinani, Finanzexpertin, Spezialistin für Wertschriften und Autorin, ist Teil des politischen Lebens in Zürich als Mitglied der Sozialdemokratischen Partei (SP). Für sie ist dieses Engagement keine plötzliche Wendung, sondern eine natürliche Fortsetzung ihres Weges.
“Ich bin sehr glücklich, Teil der SP zu sein. Das hat mir neuen Lebenswillen gegeben und mich dazu bewegt, meine Erfahrungen zu teilen, damit auch andere die Möglichkeit haben, das zu erreichen, was ich erreicht habe.”
Bei ihrer Kandidatur für den Gemeinderat der Stadt Zürich erhielt sie rund 4000 Stimmen und blieb damit sehr nahe an einem Mandat, ein Ergebnis, das von einem Schritt für Schritt aufgebauten Vertrauen zeugt.
Gleichzeitig arbeitet sie an einem zweiten Buch im Bereich Finanzen, mit dem Ziel, ihr Wissen verständlich und für einen breiteren Kreis von Menschen nutzbar zu machen.
Der Lebensweg von Shirete G. Limani sucht keine sofortige Aufmerksamkeit. Er entsteht langsam, auf der Grundlage von Erfahrung und dem klaren Wunsch, das, was sie vom Leben gelernt hat, nicht für sich zu behalten. In dieser ruhigen Haltung liegt auch ihre Stärke, in der Fähigkeit, persönliche Erfahrungen in einen Raum zu verwandeln, in dem auch andere Orientierung finden können.
Weitere aus Nachrichten
E-Diaspora
-
Ministerin Spiropali als Ehrengast beim Wiener Opernball Spiropali auf besondere Einladung der österreichischen Bundesministerin für europäische und internationale Angelegenheiten, Beate Meinl-Reisinger... -
Bavari: Die Schüler der Diaspora bringen die albanische Kultur zum Kulturfest in Landshut. -
Dardan Shabani debütiert als Autor in Genf mit der absurden Komödie “Carafes” -
Der “Student” von Zürich bekräftigt die albanische Identität im akademischen Raum. -
Heute wird in Den Haag für die ehemaligen Kämpfer der UÇK demonstriert.
Leben in Österreich
-
Ministerin Spiropali als Ehrengast beim Wiener Opernball Spiropali auf besondere Einladung der österreichischen Bundesministerin für europäische und internationale Angelegenheiten, Beate Meinl-Reisinger... -
„In Between“ – Die Ausstellung von Albana Ejupi, wo Malerei auf Skulptur trifft. -
Der “Albanische Kulturtag” kehrt nach Graz zurück, die Albaner versammeln sich am 28. September. -
Edona Bilali bringt zwei österreichische Doktoratsprogramme nach Shkodra. -
Literaturstunde mit der Übersetzerin Andrea Grill
















