Shqiperia
The Guardian: Reise in den albanischen Alpen, eines der authentischsten Erlebnisse des Bergtourismus in Europa
Die Journalistin Holly Tuppen beschreibt die Gastfreundschaft, die unberührte Natur und das traditionelle Leben der Hirten im Norden Albaniens.
Eine britische Familie, die für ein einwöchiges Abenteuer in den Bergen auf den Balkan reiste, hat ihre Erfahrung in den albanischen Alpen als eines der authentischsten Naturtourismus Erlebnisse in Europa beschrieben. Ihre Reise wurde von der Journalistin Holly Tuppen in einem Artikel der britischen Tageszeitung The Guardian geschildert.
Laut dem Artikel bietet eine Reise in den Norden Albaniens mit Bergwanderungen, Baden in Flüssen und Begegnungen mit einheimischen Hirten eine einzigartige Kombination aus unberührter Natur und alten Traditionen.
Albanische Gastfreundschaft im Gebirge
In einem abgelegenen Stan in den Bergen des Nordens wurde die Familie von Einheimischen in einem kleinen Berghaus empfangen. Die Kinder des Dorfes und die jungen Gäste freundeten sich sofort an und spielten das bekannte Spiel Uno, während draußen ein heftiger Hagelsturm begann.
Im kleinen Raum des Stans, der zugleich Küche, Aufenthaltsraum und Veranda war, saßen die Gäste und die Familie zusammen. Trotz der Sprachbarriere war die Atmosphäre voller Lachen und einfacher menschlicher Verständigung.
Einblick in das Leben der Hirten
Das Erlebnis wird vom gemeinschaftlichen Tourismusprojekt “Shepherd’s Way” organisiert, das den Hirten der Region helfen soll, zusätzliches Einkommen zu erzielen, indem sie ihre traditionelle Lebensweise mit Besuchern teilen.
Nach Angaben der Organisatoren gehört der saisonale Auftrieb der Schafe auf die Sommerweiden, eine Tradition, die von den Familien der Region weiterhin gepflegt wird, zum immateriellen UNESCO Welterbe.
Normalerweise nehmen Besucher an Tätigkeiten wie Hüten und Melken der Schafe teil, doch wegen des schlechten Wetters verbrachten sie den Tag mit Brotbacken, dem Trinken von Bergtee und Gesprächen mit der Gastfamilie.
Wanderung zu alpinen Gipfeln
Eine der wichtigsten Wanderungen beginnt im Dorf Lëpushë und führt über einen Pfad durch Buchenwälder und alpine Wiesen bis zum Gipfel der Maja e Vajushës auf 1 859 Metern Höhe.
Beim Abstieg machten die Besucher Halt in einem Stan, probierten frischen Joghurt und sammelten wilde Heidelbeeren, während sie im Dorf Honig von lokalen Imkern kauften.
Die Organisatoren betonen, dass die Verteilung der Touristen auch außerhalb der Hauptwanderwege hilft, Überfüllung zu vermeiden und Einkommen für Bergdörfer wie Lëpushë zu schaffen.
Theth, das Herz der albanischen Alpen
Ein weiterer wichtiger Halt ist das Tal von Theth, das als Herz der albanischen Alpen gilt. Der Abstieg zum Dorf bietet spektakuläre Ausblicke mit Kiefernwäldern, steilen Felsen und natürlichen Höhlen.
Die Besucher übernachteten in einem über 200 Jahre alten traditionellen Turm, der zu einer familiären Pension umgebaut wurde, wo das Abendessen aus hausgemachten Speisen bestand und eine typische Bergatmosphäre herrschte.
Die Reise ging weiter mit Besuchen einiger der bekanntesten Naturorte der Region, wie den Becken von Nderlysë und dem Blauen Auge von Kaprre, wo die Gäste das klare Wasser genießen konnten.
Laut dem Artikel von The Guardian verändern sich die albanischen Städte zwar schnell, doch die Erfahrung in den Bergen des Nordens bleibt eine der authentischsten Möglichkeiten, Natur und Traditionen des Landes zu erleben.
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