Die Musik wurde gestern Abend zu einer Brücke zwischen dem Kosovo und Polen, als das Orchester und der Chor der Philharmonie des Kosovo in Krakau ein besonderes Konzertprogramm präsentierten und dafür grosse Anerkennung beim polnischen Publikum erhielten, berichtet albinfo.ch.
Unter der Leitung des Dirigenten Wojciech Czepiel brachte das kosovarische Ensemble bedeutende Werke aus dem polnischen Repertoire sowie Kompositionen albanischer Komponisten auf die Bühne. Damit zeigte sich einmal mehr, wie Musik unterschiedliche Kulturen und Traditionen miteinander verbinden kann.
Das Konzert wurde in Zusammenarbeit mit der Krakauer Philharmonie und dem Institut für interkulturellen Dialog “Johannes Paul II.” in Krakau organisiert. Neben dem Orchester und dem Chor traten auch mehrere Solisten auf: Joanna Konarzewska an der Violine, Adelina Pajoja als Sopranistin, Ivana Hoxha als Mezzosopranistin, Piotr Kalina als Tenor und Arkadiusz Jakus als Bassbariton.
Das musikalische Programm begann mit der “Ciaccona” aus dem “Polnischen Requiem” des Komponisten Krzysztof Penderecki, einem Werk, das als Hommage an Papst Johannes Paul II. geschaffen wurde. Anschliessend konnte das Publikum die sinfonische Dichtung “Skënderbeu” des kosovarischen Komponisten Fahri Beqiri hören, die westliche Musiktraditionen mit Elementen der albanischen Nationalkultur verbindet.
Im weiteren Verlauf wurde auch das “Violinkonzert Nr. 1” von Karol Szymanowski aufgeführt, eines der bedeutenden Werke der polnischen Konzertmusik.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Aufführung des Werkes “Homagium Matri Teresiae” des kosovarischen Komponisten Mendi Mengjiqi, das Mutter Teresa gewidmet ist. Das Werk war bereits 1999 in Krakau uraufgeführt worden, ebenfalls unter der Leitung des Dirigenten Wojciech Czepiel.
Mit der erneuten Aufführung in Krakau wurde die Verbindung zwischen dem musikalischen Schaffen aus dem Kosovo und dem Vermächtnis von Mutter Teresa, einer international bedeutenden Persönlichkeit, erneut in den Mittelpunkt gerückt.
Das Konzert stellt einen weiteren wichtigen Auftritt der Philharmonie des Kosovo auf der internationalen Bühne dar. Gleichzeitig trägt es dazu bei, die Werke albanischer Komponisten einem breiteren Publikum näherzubringen und die kulturelle Zusammenarbeit zwischen dem Kosovo und Polen zu stärken./Albinfo.ch