Im Namen des gastgebenden Vereins KA aus Wien begrüsste Ermal Vejsa zu Beginn die Anwesenden. Anschliessend richtete Nezaqete Rukovci einige Worte an das Publikum. Sie betonte insbesondere, wie wichtig es sei, das Bewusstsein für Krebserkrankungen in der Gesellschaft zu stärken und betroffene Menschen zu unterstützen.
Die Aufführung “Hope”, choreografiert von Sead Vuniqi, hatte das Ziel, durch die universelle Sprache der Bewegung das Bewusstsein für Krankheiten zu schärfen und der damit verbundenen Stigmatisierung entgegenzuwirken. Gleichzeitig sollten wichtige Fragen der öffentlichen Gesundheit stärker in den Mittelpunkt gerückt werden.
Die Darbietung des Nationalballetts des Kosovo berührte das Publikum zutiefst. Die Emotionen fanden ihren Höhepunkt in lang anhaltendem Applaus nach dem Ende der Vorstellung.
Im zweiten Teil des Abends fand eine literarische Begegnung mit Mimoza Ahmeti statt, einer der erfolgreichsten Autorinnen der albanischen Literatur. Das Gespräch mit ihr führte Anton Marku, Präsident des Verbandes albanischer Schriftsteller und Kulturschaffender in Österreich “Aleksandër Moisiu”. Gabriela Mujaj las ausgewählte Texte von Mimoza Ahmeti vor.
Der Liedermacher Flamur Ahmeti bereicherte den Abend mit mehreren instrumentalen Gitarrenstücken.
Ebenfalls anwesend war Loreta Schillock, die Übersetzerin und Verlegerin der deutschsprachigen Bücher von Mimoza Ahmeti sowie Leiterin des Verlags “Loreta Schillock Verlag”.
Bei der Vorstellung einer kurzen Biografie von Mimoza Ahmeti wurde unter anderem hervorgehoben, dass sie zu den beliebtesten Autorinnen beim albanischen Publikum zählt. Sie ist eine vielschichtige Persönlichkeit, eine authentische und unverwechselbare Stimme sowie ein Freigeist im wahrsten Sinne des Wortes.
Sie ist Schriftstellerin, vor allem aber Dichterin, und schreibt auch Prosa, Romane und Essays. Darüber hinaus ist sie als Übersetzerin, Liedtexterin und Sängerin tätig. 1998 gewann sie die “Goldene Palme” beim internationalen Poesiefestival “San Remo” in Italien, das von der italienischen Rundfunkanstalt RAI organisiert wurde.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen vor allem die Literatur als Kunstform und Ausdrucksmittel, das Lesen, die Kontinuität als Konzept sowie deren Einfluss auf die Gesellschaft.
Zum Abschluss konnten auch die Zuschauerinnen und Zuschauer Fragen stellen, die sich hauptsächlich auf die aktuelle Situation in Albanien bezogen.
Der Verband albanischer Schriftsteller und Kulturschaffender in Österreich “Aleksandër Moisiu” wurde im Jahr 2011 gegründet. In diesem Jahr feiert er sein 15-jähriges Bestehen und gilt als erste Anlaufstelle für albanische Kulturschaffende in Österreich sowie als wichtiger Bezugspunkt für die albanische Literatur in diesem Land.
Mit einem professionellen Ansatz und einem hohen Qualitätsanspruch hat der Verband bisher mehr als 80 literarische Veranstaltungen und Buchpräsentationen organisiert. Dabei pflegt er eine besonders erfolgreiche Zusammenarbeit mit Institutionen auf nationaler Ebene, darunter die Ministerien für Kultur, Bildung und Diaspora, die Botschaften Albaniens und des Kosovo in Wien sowie verschiedene Vereine und Einzelpersonen.
Darüber hinaus unterhält der Verband eine bedeutende Zusammenarbeit mit österreichischen Organisationen, insbesondere mit dem österreichischen PEN-Club und dem Österreichischen Schriftstellerverband.
Auch der bekannte Schriftsteller Ben Blushi wird demnächst zu einer literarischen Veranstaltung in Wien erwartet.




