Leben in Deutschland

Eine Albanerin wird voraussichtlich First Lady von Baden-Württemberg

Gruaja në krah të kryeministrit të pritshëm, Özdemir, me të cilën ai është kurorëzuar pak javë më parë, është shqiptarja nga Kanadaja, me emrin Flavia Zaka

Die Bündnis 90/Die Grünen haben die Landtagswahl im Baden-Württemberg am 8. März 2026 mit 30,2 Prozent der Stimmen gewonnen. Mit diesem Ergebnis konnte die Partei unter Führung ihres Spitzenkandidaten Cem Özdemir die Christlich Demokratische Union knapp schlagen, die 29,7 Prozent erreichte.

Damit werden die Grünen 56 Sitze im neuen Landtag erhalten, genau gleich viele wie die CDU.

Nach diesem Wahlsieg erklärte Cem Özdemir seine Absicht, neuer Ministerpräsident von Baden-Württemberg zu werden und damit Winfried Kretschmann nachzufolgen, der dieses Amt ebenfalls für die Grünen drei Amtszeiten lang innehatte.

Mit der realistischen Möglichkeit, dass Özdemir Ministerpräsident wird, beginnt eine sogenannte “romantische Geschichte”, die auch für die albanische Öffentlichkeit interessant ist, schreibt albinfo.ch.

Der Grund: Die zukünftige “First Lady” des Bundeslandes könnte eine Albanerin sein.

Die Frau an der Seite des möglichen Regierungschefs, mit der Özdemir erst vor wenigen Wochen geheiratet hat, ist die aus Kanada stammende Albanerin Flavia Zaka. Sie arbeitet als Anwältin und ist auf Umweltrecht und Menschenrechte spezialisiert.

Die Hochzeit des Paares, die aus Sicherheitsgründen zunächst geheim gehalten wurde, fand im Rathaus von Tübingen zwei Wochen vor der Landtagswahl statt. Fotos des Bräutigams Cem Özdemir und der Braut mit einem Rosenstrauß sorgten schnell für Aufmerksamkeit in den Medien, schreibt morgenpost.de.

Die 40-jährige Juristin und ihr Partner, der zwanzig Jahre älter ist als sie, standen auch beim Landespresseball in Stuttgart im November im Mittelpunkt der Fotografen, wo sie gemeinsam tanzten.

Flavia Zaka ist kanadische Staatsbürgerin und könnte nach dem Wahlsieg Özdemirs First Lady von Baden-Württemberg werden. Wie sie eine solche Rolle gestalten würde, bleibt offen. Vor der Wahl wollte sie öffentlich nicht kommentieren, ob sie Schirmherrschaften übernehmen oder sich für soziale Anliegen engagieren würde.

In einem Interview mit der Zeitung Südkurier schilderte sie ihren Lebensweg. Sie stammt ursprünglich aus Albanien und wanderte im Alter von zwölf Jahren mit ihren Eltern und ihrer Schwester nach Kanada aus. Ihr endgültiger Umzug nach Baden-Württemberg, um mit Cem Özdemir zusammen zu sein, kam durch eine Reihe zufälliger Ereignisse zustande.

Während eines Auslandsjahres 2008 in Konstanz am Bodensee lernte sie während ihres Studiums der Rechtswissenschaften und Politikwissenschaften eine neue Freundin kennen. Später, im Jahr 2023, als sie bereits als Umwelt- und Menschenrechtsanwältin in Toronto arbeitete, lud diese Freundin sie zu einer Geburtstagsfeier nach Stuttgart ein. Auch Cem Özdemir war eingeladen.

Dort sprang der Funke über. “Ich kenne Stuttgart länger, als ich Cem kenne. Aber hier haben wir uns getroffen”, sagte Flavia Zaka dem Südkurier in fließendem Deutsch.

Der Abschied von Kanada, ihrer Arbeit, ihrer Familie und ihrem geliebten Hund fiel ihr dennoch nicht leicht.

Was mögliche Koalitionen betrifft, gilt eine Fortsetzung der bestehenden Koalition zwischen Grünen und CDU, diesmal unter Führung der Grünen mit Özdemir, laut den vorläufigen Ergebnissen als wahrscheinlichste Option.