Am Wochenende wird Paris zum weltweiten Zentrum des Judosports, wenn der Grand Slam von Paris stattfindet, der als der prestigeträchtigste und bekannteste Wettbewerb dieser Sportart gilt. Die Veranstaltung zeichnet sich durch eine sehr hohe Zuschauerzahl aus, oft über 15.000 bei den Finalblöcken in der eindrucksvollen Arena “Bercy”, sowie durch die Teilnahme der besten Judoka der Welt, berichtet albinfo.ch.
Die Atmosphäre in Paris ist auch aufgrund der starken Judokultur in Frankreich einzigartig. Ein großer Teil des Publikums besteht aus echten Kennern des Sports, der Techniken und der Regeln, was den Wettbewerb noch spektakulärer macht.
Das Turnier wird an zwei Tagen, am Samstag und Sonntag, ausgetragen. In diesem Jahr sind 518 Athletinnen und Athleten aus 81 verschiedenen Ländern gemeldet. Alle Kämpfe der kosovarischen Judoka finden am Samstag statt.
Der Kosovo wird von fünf Judokas und einem Judoka vertreten.
In der Frauenkonkurrenz treten an:
Erza Muminoviq (bis 48 kg),
Distria Krasniqi und Fationa Kasapi (bis 52 kg),
Flaka Loxha (bis 57 kg),
Laura Fazliu (bis 63 kg).
In der Männerkonkurrenz startet Akil Gjakova in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm.
Neben Distria Krasniqi, Laura Fazliu und Akil Gjakova, die derzeit die erfolgreichsten Judoka des Kosovo sind, gehören auch Erza Muminoviq, Fationa Kasapi und Flaka Loxha zum Team. Sie alle gewannen am vergangenen Wochenende Medaillen beim European Open in Sofia, Bulgarien.
Distria Krasniqi ist an Nummer eins gesetzt in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm und zählt zu den Hauptanwärterinnen auf eine Medaille. Starke Konkurrenz wird ihr unter anderem von der Deutschen Mascha Ballhaus, der Spanierin Ayumi Leiva Sanchez, der Französin Amandine Buchard, der Ungarin Reka Pupp, der Italienerin Odette Giuffrida sowie von zwei japanischen Judokas erwartet.
Distria verfügt über eine außergewöhnliche Geschichte in Paris: Goldmedaillen in den Jahren 2020, 2023 und 2024, Silbermedaillen 2019 und 2022 sowie Bronzemedaillen 2017, 2018 und 2025. Insgesamt hat sie acht Medaillen bei diesem Grand Slam gewonnen.
Laura Fazliu ist an Nummer vier gesetzt in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm. Vor ihr im Ranking liegen Iva Oberan (Kroatien), Joanne van Lieshout (Niederlande) und Kirari Yamaguchi (Japan). Laura strebt ihre erste Medaille beim Grand Slam von Paris an.
Akil Gjakova ist aufgrund einer langen verletzungsbedingten Wettkampfpause in diesem Jahr nicht gesetzt. Er hat seit Juni des vergangenen Jahres keinen Wettkampf bestritten. Dennoch blickt auch er auf Erfolge in Paris zurück: Goldmedaille 2018, zweiter Platz im vergangenen Jahr und dritter Platz 2024.
Der Präsident des Internationalen Judo-Verbandes, Marius Vizer, hob die besondere Bedeutung dieses Turniers hervor und betonte, dass Paris weiterhin eine Hochburg der Exzellenz im Judo und ein Schaufenster des höchsten sportlichen Niveaus bleibt.
Es handelt sich um die 52. Ausgabe des Pariser Turniers und zugleich um den ersten Wettbewerb des Jahres im World Judo Tour, einer Serie, die die größten und prestigeträchtigsten Veranstaltungen dieses Sports umfasst. /Albinfo.ch











