Kosova

Kurti fordert den EU-Kandidatenstatus für den Kosovo: Der Antrag aus dem Jahr 2022 soll ohne Verzögerung bearbeitet werden

Nach dem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs des Westbalkans in New York erklärte Kurti, dass der Kosovo Fortschritte bei den Reformen erzielt habe und mit der Außen- und Sicherheitspolitik der EU im Einklang stehe.

Der kosovarische Premierminister Albin Kurti hat gefordert, dass der Kosovo ohne weitere Verzögerungen den Status eines EU-Beitrittskandidaten erhält, berichtet albinfo.ch.

In einem Facebook-Beitrag nach seiner Teilnahme an einem von der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, organisierten Mittagessen mit den Staats- und Regierungschefs des Westbalkans in New York forderte Kurti, dass der im Dezember 2022 eingereichte Antrag des Kosovo auf EU-Mitgliedschaft weiterbearbeitet wird.

Kurti erklärte, dass der Kosovo mit der Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union im Einklang stehe und Fortschritte bei den Reformen erzielt habe. Seiner Ansicht nach würde die Gewährung des Kandidatenstatus auch einen zusätzlichen Anreiz für die Fortsetzung der Reformen und die Entwicklung des Landes darstellen.

Er kritisierte zudem die Rolle Serbiens im europäischen Integrationsprozess des Kosovo und erklärte, dass der Kosovo nicht von den Positionen des Nachbarstaates abhängig bleiben dürfe.

In seiner Erklärung erwähnte Kurti auch die Frage der während des Krieges im Kosovo vermissten Personen sowie die Lage der Albaner im Presheva-Tal. Dabei warf er Serbien mangelnde Zusammenarbeit bei der Aufklärung des Schicksals der Vermissten sowie Verletzungen der Rechte der Albaner in dieser Region vor.

Der Kosovo hat seinen Antrag auf Mitgliedschaft in der Europäischen Union im Dezember 2022 eingereicht. Eine Entscheidung über den Kandidatenstatus erfordert Verfahren und Bewertungen innerhalb der EU-Institutionen./Albinfo.ch