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Zürich applaudiert dem Film von Ibër Deari “Krejt e thirrin Rexhën”
Der Film begleitet das Leben von Rexha, einem Mann, der in einem durch Auswanderung fast verlassenen Dorf in Nordmazedonien nahezu allein zurückgeblieben ist.
Der Film “Krejt e thirrin Rexhën” (“Everybody Calls Redjo”) unter der Regie von Iber Deari bestätigte auch in Zürich seine künstlerische und emotionale Kraft. Am Abend des 10. Mai 2026 fanden im Kino Riffraff die beiden von albinfo.ch organisierten Vorführungen in voll besetzten Sälen statt, was das grosse Interesse des albanischen Publikums in der Schweiz am zeitgenössischen albanischen Kino deutlich machte.
“Nordmazedonien leert sich, das Land leert sich, und das schafft eine Realität, die wir die ganze Zeit erlebt und gespürt haben”, sagte Regisseur Deari.
Ihm zufolge ist die Figur von Rexha von der Geschichte eines einzelnen Arbeiters in einem Dorf bei Kumanovo inspiriert, in dem die Mehrheit der Bewohner bereits ins Ausland gegangen ist.
“Für mich war das ein emotional sehr bedeutungsvolles Thema. Die Abwanderung junger Menschen ist eine lebendige und schwere Realität, die jeden Tag weitergeht. Wir haben das schon gesehen, bevor wir den Film geschrieben haben, während der Dreharbeiten und wir sehen es auch heute noch bei den Premieren, bei denen wir den Film präsentieren. Dieser Film behandelt nicht nur die Auswanderung, sondern auch das Leben der Menschen, die zurückbleiben, die emotionale Leere und die Stille, die entsteht, wenn sich ein Land nach und nach leert. Für mich war es wichtig, diese Geschichte ehrlich und so realitätsnah wie möglich zu erzählen”, erklärte Regisseur Deari gegenüber albinfo.ch.
Eine der bedeutendsten Auszeichnungen des Films bleibt der Preis als “Bester Film” in der Wettbewerbskategorie “Meridiana” beim Bari International Film Festival, einem der renommiertesten Filmfestivals Italiens.
Der Film wurde zudem mit dem Preis für die beste Regie beim Tirana International Film Festival, mit dem Preis als “Bester Film” beim TIFF ODA, mit dem Preis für die besten Schauspieler beim selben Festival sowie mit dem Preis “Hyjnesha në Fron” in Prishtina ausgezeichnet.
In den Hauptrollen spielen Afrim Muçaj, Adriana Matoshi und Ledion Mulaku, in den Nebenrollen Adem Karaga, Bujar Ahmeti und weitere.
Der Hauptdarsteller des Films, Afrim Muçaj, der Rexha verkörpert, bezeichnete den europäischen Weg des Films als eine aussergewöhnliche Erfahrung für das albanische Kino.
“Ich bin ausserordentlich glücklich. Der Film hat unsere Erwartungen in Europa übertroffen. Anderthalb Jahre nach seiner Kinopremiere ist er weiterhin unterwegs und das Interesse bleibt sehr gross. Das passiert selten bei einem Film”, erklärte Muçaj.
Er erzählte, dass er vor Zürich an Vorführungen in Berlin und Hamburg im Rahmen der Tour “3 Diaspora” teilgenommen habe, und betonte, dass das albanische Publikum in Europa eine besondere Verbindung zum albanischen Film zeigt. “
“In diesen 20 Jahren meiner Karriere kann ich mich an keinen Film erinnern, der eine so lange Lebensdauer im Kino hatte. Es ist ein ganz besonderes Gefühl. Ich bin ausserordentlich glücklich, heute in Zürich zu sein, denn die Schweiz hat ein Publikum, das die albanische Kultur aufmerksam verfolgt und stark unterstützt. Es war ein sehr anspruchsvoller und schwieriger Weg, aber diese Premieren sind der Applaus für all diese Arbeit. Am Ende war das Ergebnis aussergewöhnlich gut”, sagte Schauspieler Muçaj.
Das Drehbuch, geschrieben von Ibër Deari und Artin Selmani, erzählt in zwei Stunden und sechs Minuten eine filmische Geschichte, die auf einem fiktiven Universum mit imaginären Elementen basiert, zugleich aber eine Realität widerspiegelt, die der Balkan-Gesellschaft tief vertraut ist. Komödie, Drama und Romantik verweben sich im Leben von Rexha, einer Figur, die Kontinuität, Verantwortung und menschlichen Widerstand in einem Dorf verkörpert, in dem alles allmählich zu verschwinden scheint.
Allein in den letzten Jahren haben mehr als 300.000 Bürger Nordmazedonien verlassen, davon rund 66 Prozent Albaner.
(Fotos: Gent Mersinaj, albinfo.ch)
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