Zum Inhalt springen

Zwei Auszeichnungen für den Roman “Schatten der Hoffnung”, seine literarische Reise geht in Linz und China weiter

Der Schriftsteller Ramiz Selimi wurde in Gjirokastër mit dem Titel "POLEART Albania – Schriftsteller des Jahres 2026" ausgezeichnet. In Prishtina erhielt er zudem die Urkunde "Botschafter des Friedens und der Menschenrechte".

Sein Roman wird am 7. November in Linz und am 8. Dezember in Klinë vorgestellt.

Der Roman “Hijet e shpresës” (“Schatten der Hoffnung”) setzt seine literarische Reise im albanischen Kulturraum fort. Begleitet wird diese von literarischen Begegnungen, kritischen Diskussionen und Auszeichnungen für das Schaffen des Autors. Die beiden jüngsten Veranstaltungen in Gjirokastër und Prishtina waren bedeutende Momente für den Schriftsteller, der zwischen dem Kosovo und Österreich lebt und literarisch tätig ist.

Der Roman behandelt Themen wie Erinnerung, Migration, Identität, Vorurteile, Verlust und menschliche Widerstandskraft. Er hat Diskussionen unter Wissenschaftlern und Kulturschaffenden aus dem Kosovo und Albanien angeregt. Anhand der Hauptfigur Dardan Iliri erzählt Selimi die Geschichte eines Menschen, der sich mit den Wunden der Geschichte und den Herausforderungen des Lebens auseinandersetzt und dabei versucht, seine Würde und seinen Glauben an die Zukunft zu bewahren.

Gjirokastër: “POLEART Albania, Schriftsteller des Jahres 2026”, berichtet albinfo.at.

Am 17. Oktober 2026 fand in der öffentlichen Bibliothek “Apostol Meksi” in Gjirokastër die Präsentation des Romans “Hijet e shpresës” statt. Die Veranstaltung wurde im Rahmen der literarischen Aktivitäten der Internationalen Vereinigung der Dichter, Schriftsteller und Künstler “Pegasi” Albania organisiert.

An dem Treffen nahmen Wissenschaftler, Akademiker, Schriftsteller, Dichter und Vertreter des kulturellen Lebens teil. Moderiert wurde die Veranstaltung von Drini Difo, der auch die Biografie des Autors vorstellte. Die zentrale literaturkritische Analyse des Romans präsentierte Prof. Dr. Kristaq F. Shabani.

In seiner Analyse ging Shabani auf die Erzählstruktur, die Verbindung verschiedener literarischer Gattungen und die thematische Vielschichtigkeit des Werkes ein. Er stellte den Roman in einen vergleichenden Zusammenhang mit bekannten Autoren der Weltliteratur wie Gabriel García Márquez, Toni Morrison und Franz Kafka und betrachtete ihn als einen modernen Roman, der unterschiedliche literarische Genres miteinander verbindet.

Auch weitere Wissenschaftler und Kulturschaffende beteiligten sich an der Diskussion. Anwesende Schülerinnen lasen Auszüge aus dem Roman vor und verliehen der Veranstaltung damit eine besondere Verbindung zwischen Literatur und der jungen Generation. Über das Treffen berichtete auch das Albanische Fernsehen, das ein Interview mit dem Autor führte.

Einer der wichtigsten Momente der Veranstaltung war die Verleihung des Titels “POLEART Albania, Schriftsteller des Jahres 2026” an Ramiz Selimi durch die Internationale Vereinigung der Dichter, Schriftsteller und Künstler “Pegasi” Albania. Diese Auszeichnung würdigt sein literarisches Schaffen und sein Engagement für die Literatur.

Prishtina: Ramiz Selimi mit dem Titel “Botschafter des Friedens” ausgezeichnet

Ein weiteres bedeutendes Ereignis für den Autor war die Präsentation seines Romans am 28. Oktober 2026 in der Bibliothek “Ernest Koliqi” in Prishtina, in der Nähe der Kathedrale “Mutter Teresa”.

Die Veranstaltung brachte zahlreiche Wissenschaftler, Akademiker, Schriftsteller, Dichter, Journalisten und Vertreter des kulturellen Lebens aus dem Kosovo und Albanien zusammen. Moderiert wurde das Programm von Dr. Safet Gerxhaliu. Drini Difo und Dr. Enkelejda Fejzo sprachen über das Leben und den literarischen Werdegang des Autors.

Die zentrale Analyse des Romans wurde von Prof. Dr. Kristaq F. Shabani vorgestellt. Weitere Beiträge und Diskussionsbeiträge kamen von Prof. Munish Hyseni, Prof. Prend Buzhala, der Dichterin Vera Çato, der Journalistin Mimoza Elezi sowie weiteren Kulturschaffenden.

Das Programm wurde durch drei musikalische Darbietungen des Sängers Shaban Krasniqi bereichert, der vom Pianisten Haki Shyti begleitet wurde. Auszüge aus dem Roman wurden von den Schülerinnen Elisa und Elsa Kajtazaj, der Moderatorin Mimoza Abrazhda sowie dem Schauspieler Ismet Krasniqi-Lala vorgetragen. Über die Veranstaltung berichteten auch die Fernsehsender TVSH und DTV.

Ein besonderer Moment war die Verleihung der Urkunde “Botschafter des Friedens und der Menschenrechte” an Ramiz Selimi durch die Albanisch-Amerikanische Akademie der Wissenschaften und Künste (AAAS). Die Urkunde wurde vom Präsidenten der Akademie, Prof. Prinz Blessing Lawal, unterzeichnet und dem Autor von der Akademievertreterin Xhevaire Gjelaj überreicht.

Diese Auszeichnung würdigt auch die humanistische Dimension von Selimis literarischem Schaffen, in dessen Mittelpunkt die Menschenwürde, die Ablehnung von Vorurteilen, gegenseitiges Verständnis und Frieden stehen. In diesem Sinne stellen die beiden Ehrungen in Gjirokastër und Prishtina zwei bedeutende Momente seines literarischen Werdegangs dar.

Linz, 7. November: “Schatten der Hoffnung” wird den Lesern in Österreich vorgestellt

Die literarische Reise des Romans geht in Österreich weiter. Am Samstag, 7. November 2026, um 14.00 Uhr, findet in der Vogelfängerplatz 4, 4030 Linz, die Präsentation des Romans “Hijet e shpresës” (“Schatten der Hoffnung”) statt.

Diese Veranstaltung hat für den Autor eine besondere Bedeutung, da er in Österreich lebt und schreibt, gleichzeitig aber enge Verbindungen zum Kosovo und zum albanischen Kulturraum pflegt. Unter den erwarteten Gästen befinden sich diplomatische Vertreter, Kulturschaffende, Schriftsteller, engagierte Mitglieder der albanischen Diaspora sowie Literaturinteressierte.

Die Buchpräsentation in Linz soll einen Begegnungsraum zwischen der albanischen Literatur, der albanischen Gemeinschaft in Österreich und Vertretern der lokalen Kulturszene schaffen. In seinem Roman thematisiert der Autor auch die Erfahrungen der Migration, die Auseinandersetzung mit einer neuen gesellschaftlichen Realität und die Suche nach dem eigenen Platz in einer anderen Gesellschaft.

Für Selimi ist dieses Treffen nicht nur eine Buchpräsentation, sondern auch eine Gelegenheit, den Lesern aus der Diaspora die albanische Literatur näherzubringen und durch sie Erfahrungen, Erinnerungen und menschliche Anliegen zu vermitteln, die über geografische Grenzen hinausgehen.

Klinë, 8. Dezember: Der Roman kehrt in die Heimat des Autors zurück

Eine weitere wichtige Station ist für den 8. Dezember 2026 in der Gemeindeversammlung von Klinë geplant. Organisiert wird die Veranstaltung von der Direktion für Kultur, Jugend und Sport.

Diese Präsentation hat für Ramiz Selimi eine besondere Bedeutung, da sein Werk an seinen Herkunftsort zurückkehrt, dorthin, wo Erinnerungen und Erfahrungen ihren Ursprung haben, die einen Teil seiner literarischen Welt prägen. Das Treffen soll Gelegenheit zum Austausch mit Lesern, Kulturschaffenden und der Kulturgemeinschaft von Klinë bieten.

Die Unterstützung solcher Veranstaltungen durch lokale Institutionen ist für die Entwicklung des kulturellen Lebens von grosser Bedeutung. Sie trägt dazu bei, Räume zu schaffen, in denen Autorinnen und Autoren ihre Werke der Öffentlichkeit vorstellen können.

Literatur als Brücke zwischen Erinnerungen, Orten und Menschen

Mit den Buchpräsentationen in Gjirokastër, Prishtina, Linz und Klinë setzt “Hijet e shpresës” eine literarische Reise fort, die verschiedene albanische Lebensräume und unterschiedliche menschliche Erfahrungen miteinander verbindet. Über die Auszeichnungen und Buchvorstellungen hinaus möchte der Roman eine Auseinandersetzung mit Erinnerung, Migration, Vorurteilen und der Verantwortung anregen, die eigene Würde auch unter schwierigen Umständen zu bewahren.

Für Ramiz Selimi ist Literatur eine Möglichkeit, individuelle Erfahrungen in eine gemeinsame Reflexion zu verwandeln. Sie kann weder den Schmerz auslöschen noch die Tatsachen der Vergangenheit verändern, aber sie kann den Menschen Worte geben, um das Erlebte zu verstehen und sich damit auseinanderzusetzen.

Die beiden Auszeichnungen in Gjirokastër und Prishtina sowie die geplanten Präsentationen in Linz und Klinë markieren neue Etappen im Werdegang des Autors und seines Romans. Es ist ein Weg, der zeigt, dass albanische Literatur über geografische Grenzen hinweg Menschen erreichen kann, ohne dabei ihre Wurzeln zu verlieren, und der den Menschen in den Mittelpunkt der Erzählung stellt.

Ramiz Selimi baut damit weiterhin eine literarische Brücke zwischen dem Kosovo, Albanien und der Diaspora. Dahinter steht seine Überzeugung, dass das geschriebene Wort die Kraft besitzt, Erinnerungen zu bewahren, gegenseitiges Verständnis zu fördern und die Menschenwürde zu schützen.