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Vom Grossvater bis zum Enkel: Drei Generationen einer albanischen Familie arbeiten gemeinsam an einer Brücke in Köln

Drei Generationen einer albanischen Familie auf einer Baustelle: Von der Erfahrung des Grossvaters bis zum Ehrgeiz des Enkels

Nazmi Kupa, der bald 79 Jahre alt wird, wanderte 1968 nach Deutschland aus. Heute übt er seinen Beruf weiterhin an der Seite seines Sohnes und seines Enkels aus und zeigt damit, dass Erfahrung und Familientradition über Generationen hinweg weitergegeben werden können, berichtet albinfo.ch.

Bei einem der bedeutenden Infrastrukturprojekte in Köln sorgt eine albanische Familie durch die Zusammenarbeit von drei Generationen für Aufmerksamkeit. An der Sanierung der Mülheimer Brücke sind Nazmi Kupa, sein 50-jähriger Sohn Kabili und sein 21-jähriger Enkel Zejadini gemeinsam beteiligt.

Für Nazmi Kupa ist dieses Projekt die Fortsetzung eines langen Berufslebens im Baugewerbe. Obwohl er bald 79 Jahre alt wird, arbeitet er weiterhin an der Seite seiner Familienangehörigen und gibt seine über Jahrzehnte gesammelte Berufserfahrung an sie weiter.

Nazmi und Kabili arbeiten als Zimmerleute, während Zejadini im Stahlbetonbau ausgebildet ist und neben seiner Tätigkeit auf der Baustelle auch ein Studium in diesem Bereich absolviert.

Von der Auswanderung zur gemeinsamen Arbeit mit zwei Generationen

Nazmi Kupas Weg in Deutschland begann 1968, als er mit einem Arbeitsvisum aus Albanien einwanderte. Damals verfügte er noch über keine berufliche Qualifikation in dem Handwerk, das er heute ausübt. Seine Fähigkeiten und Erfahrungen erwarb er im Laufe der Berufsjahre. Einen besonderen Verdienst schreibt er seinen deutschen Kollegen zu, die ihn in seiner Anfangszeit unterstützten, berichtet albinfo.ch weiter.

Seine Dankbarkeit für diese Unterstützung ist bis heute Teil seines Lebens. An der Rückseite seines Arbeitsfahrzeugs trägt er noch immer die deutsche Flagge, als Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Menschen, die ihn aufgenommen und ihm beim Aufbau seiner beruflichen Laufbahn geholfen haben.

 

Familie über den Arbeitsplatz hinaus

Die Zusammenarbeit innerhalb der Familie Kupa endet nicht mit dem Feierabend. Alle drei leben mit ihren Familien unter einem Dach und sagen, dass sie sich ein anderes Leben nicht vorstellen könnten, berichtet albinfo.ch.

Um die Harmonie zu bewahren, haben sie eine einfache Regel aufgestellt: Probleme von der Arbeit bleiben auf der Baustelle und werden nicht mit nach Hause genommen.

Für Nazmi gehört die Familie zu den wichtigsten Werten im Leben. “Wenn ein Mann eine Familie hat, hat er alles”, sagt er und unterstreicht damit die Bedeutung von Respekt und familiärem Zusammenhalt.

Auch der Ruhestand scheint derzeit nicht zu seinen Plänen zu gehören. Auf die Frage, wie lange er noch arbeiten möchte, antwortet er mit Humor: “Solange mich meine Beine tragen, mache ich weiter.”

Die Geschichte der Familie Kupa wurde vom deutschen öffentlich-rechtlichen Sender WDR vorgestellt. Sie erzählt vom Lebensweg eines albanischen Einwanderers, der sich in Deutschland eine berufliche Existenz aufgebaut hat und fast sechs Jahrzehnte nach seiner Ankunft weiterhin an der Seite seines Sohnes und seines Enkels arbeitet. Damit hat er seinen Beruf zu einer Familientradition gemacht. /Albinfo.ch