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Schweizer Medien berichten über den Albaner, der in ein brennendes Auto stieg, um vier junge Menschen zu retten
Der 53-jährige Ajdin Limoni aus dem Kosovo beteiligte sich in Wohlen an einer riskanten Rettungsaktion. Gemeinsam mit weiteren Personen gelang es ihm, vier junge Menschen aus einem brennenden Fiat Punto zu retten.
Ein schwerer Unfall in Wohlen im Kanton Aargau hat in den Schweizer Medien große Aufmerksamkeit erhalten, nachdem mehrere Passanten, darunter der Kosovare Ajdin Limoni, eingegriffen hatten, um vier junge Menschen aus einem brennenden Auto zu retten, berichtet albinfo.ch.
Der Unfall ereignete sich am Mittwoch, 30. September, gegen 20:45 Uhr auf der Alten Bremgarterstrasse. Ein Fiat Punto mit vier Personen an Bord kam in einer Kurve von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Wenige Augenblicke später stand das Fahrzeug vollständig in Flammen.
Tele M1 berichtete ausführlich über den Einsatz des 53-jährigen Kosovaren, der sich zum Zeitpunkt des Unfalls gerade in der Nähe befand. Limoni erzählte, er habe zunächst einen hellen Lichtschein gesehen und gedacht, möglicherweise brenne ein Gebüsch. Als er näher kam, erkannte er, dass es sich um ein verunfalltes Fahrzeug handelte und Menschen darin eingeschlossen waren.
Laut 20 Minuten reagierte Limoni sofort und näherte sich dem Fahrzeug, obwohl die Flammen bereits sehr groß waren. Er berichtete, dass er im Wagen drei bewusstlose Personen gesehen habe, während ein Mädchen noch bei Bewusstsein gewesen sei und um Hilfe gerufen habe. Nach seiner Schilderung sagte sie zu ihm: “Hilf mir, ich sterbe”.
Limoni rief auch andere Passanten dazu auf, einzugreifen und bei der Rettung der jungen Menschen aus dem Fahrzeug zu helfen. Um sie von den Sicherheitsgurten zu befreien, bat er um ein Messer. Anschließend wurden die Geretteten so schnell wie möglich vom brennenden Fahrzeug weggebracht.
Auch Blick berichtete über die dramatischen Momente der Rettung und die Gefahr, der sich die Ersthelfer aussetzten. Den Berichten zufolge gelang es Limoni und den anderen Helfern, alle vier jungen Menschen aus dem Auto zu holen, bevor es vollständig ausbrannte.
Bei der Rettungsaktion erlitt Limoni selbst Verbrennungen an den Händen und an der Stirn und wurde deshalb im Spital behandelt. Er sagte, dass er im Moment des Unfalls nicht an die Gefahr für sich selbst gedacht habe, sondern nur daran, wie er die Menschen im Fahrzeug retten könne.
“Ich habe nicht nachgedacht. Ich wollte nur helfen und retten”, sagte er gegenüber 20 Minuten. Besonders schwer sei es für ihn gewesen zu sehen, dass einige Menschen in der Nähe der Unfallstelle standen, ohne einzugreifen.
Nach dem Vorfall appellierte Limoni an die Menschen, bei einem Unfall nicht gleichgültig vorbeizugehen. In solchen Situationen solle man anhalten und prüfen, ob jemand Hilfe benötige, dabei jedoch stets auch auf die eigene Sicherheit achten.
Im Fahrzeug befanden sich ein 17-jähriges Mädchen sowie drei junge Männer im Alter von 17, 18 und 21 Jahren. Alle vier sind italienische Staatsangehörige mit Wohnsitz in der Schweiz, berichtet albinfo.ch weiter.
Die Kantonspolizei Aargau bestätigte, dass mehrere Ersthelfer alle vier Personen noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte aus dem Fahrzeug befreien konnten und ihnen damit das Leben retteten.
Zwei der jungen Menschen erlitten sehr schwere Verletzungen und wurden mit Rega-Helikoptern in die Universitätsspitäler Basel und Zürich geflogen. Die beiden anderen wurden mit mittelschweren bis schweren Verletzungen per Ambulanz ins Spital gebracht.
Einer der schwer verletzten 18-Jährigen befindet sich in ernstem Zustand. Nach Angaben seiner Familie wurde er in ein künstliches Koma versetzt und soll sich einer größeren Operation unterziehen. Er erlitt Verletzungen am Kopf und im Gesicht sowie Brüche an Arm und Bein.
Laut Tele M1 und weiteren Schweizer Medien wurde die Polizei zunächst durch das automatische Notrufsystem auf dem Mobiltelefon eines der Fahrzeuginsassen alarmiert. Das Gerät hatte den Aufprall registriert und automatisch einen Notruf wegen eines schweren Unfalls ausgelöst.
Als die Rettungskräfte am Unfallort eintrafen, stand der Fiat bereits vollständig in Flammen. Zu diesem Zeitpunkt waren jedoch alle vier Insassen von den Ersthelfern aus dem Fahrzeug gerettet worden.
Noch ist unklar, wer das Fahrzeug gelenkt hat und was genau zum Unfall führte. Die Polizei untersucht die Umstände des Unfalls. Auch die Möglichkeit, dass überhöhte Geschwindigkeit oder Ablenkung am Steuer eine Rolle gespielt haben könnten, wird nicht ausgeschlossen.
Der Feuerwehr gelang es unterdessen, ein Übergreifen der Flammen auf das umliegende Waldgebiet zu verhindern. Die Straße zwischen Wohlen und Bremgarten wurde wegen des Einsatzes und der Ermittlungen vorübergehend gesperrt.
Über Ajdin Limonis Einsatz berichteten mehrere Schweizer Medien, wobei insbesondere seine Reaktion und diejenige der anderen Helfer in den entscheidenden Minuten nach dem Unfall hervorgehoben wurden. Die Schweizer Behörden erklärten, dass ihr sofortiges Eingreifen entscheidend dafür gewesen sei, die vier jungen Menschen aus dem brennenden Fahrzeug zu retten./Albinfo.ch
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