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Premierminister bedroht und beschimpft Journalisten
„Hallo, hier ist Isa Mustafa. Hattest du denn nichts anderes, womit du dich beschäftigen konntest, ausser mit meinem Bruder? Du Hundesohn. Du wirst teuer dafür bezahlen“, soll Premierminister dem Journalisten am Telefon gesagt haben.
Der kosovarische Premierminister Isa Mustafa hat nochmals seine Selbstbeherrschung verloren. Dieses Mal nicht nur gegenüber seinen politischen Rivalen, sondern gegenüber Journalisten. Er hat den Journalisten Vehbi Kajtazi bedroht für seinen Artikel „Der Bruder von Premierminister sucht Asyl in Deutschland und Frankreich“ im Insajder. „Du wirst dies teuer bezahlen“, soll dem Premierminister dem Journalisten am Telefon gesagt haben.
Mustafa hat den Journalisten Vehbi Kajtazi um 17.32 Uhr über Viber angerufen. Er hat ihn bedroht und beschimpft.
„Hallo, hier ist Isa Mustafa. Hattest du denn nichts anderes, womit du dich beschäftigen konntest, ausser mit meinem Bruder? Du Hundesohn. Du wirst teuer dafür bezahlen.“
Der Journalist habe erwidert, der Artikel sei veröffentlicht worden, weil es sich um einen besonderen Fall handelt. Es handelt sich um den Bruder des Premierministers und der Fall zeugt vom desolaten Zustand des Gesundheitssektors in Kosova, zitiert Insajder den Journalisten Kajtazi.
„Das Schicksal von meinem Bruder ist nicht in meiner Hand, er kämpft gegen eine schlimme Kranheit. Er hat Krebs, du Hundesohn. Das wird dir teuer zu stehen kommen“, hat Isa Mustafa gesagt.
Vehbi Kajtazi hat dann den Regierungssprecher Arban Abrashi angerufen und von ihm eine Erklärung gefordert. Er sei im Ausland und der Regierungsschef nehme sein Telefon nicht ab, so Abrashi.
Der Journalistenverband hat umgehend reagiert. „Der Journalist Kajtazi hat bestätigt, dass er Beweise hat, dass das Telefon vom Premierminister gekommen ist. Es ist ein skandalöser Akt, der von der Spitze der Regierung kommt, die eigentlich für den Schutz der Journalisten und für die Meinungsfreiheit stehen sollte.“
Der Journalistenverband fordert eine Entschuldigung und eine Stellungnahme von Isa Mustafa. Der Fall zeige, wie schwer journalistische Arbeit in Kosova ist.
„Drohungen und Gewalt auf Journalisten nehmen zu und dies fordert eine besondere Aufmerksamkeit seitens der Regierung. Meinungs- und Medienfreiheit ist ein Grundpfeiler der Demokratie. Darum müssen die Institutionen des Landes Massnahmen ergreifen, um sichere und gute Rahmenbedingungen für journalistische Arbeit zu schaffen“, heisst es in der Reaktion des Journalistenverbandes
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