{"id":679577,"date":"2023-10-04T15:26:45","date_gmt":"2023-10-04T13:26:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=679577"},"modified":"2023-10-04T15:26:45","modified_gmt":"2023-10-04T13:26:45","slug":"semaines-daction-contre-la-traite-des-etres-humains","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/fr\/semaines-daction-contre-la-traite-des-etres-humains\/","title":{"rendered":"Semaines d\u2019action contre la traite des \u00eatres humains"},"content":{"rendered":"<p><strong>In den Monaten Oktober und November finden in der ganzen Schweiz Aktionswochen gegen Menschenhandel statt. Sie werden von der Internationalen Organisation f\u00fcr Migration koordiniert und durch fedpol finanziert. Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft oder der sexuellen Ausbeutung ist auch in der Schweiz eine Realit\u00e4t. Um diese Verbrechen zu bek\u00e4mpfen und die Bev\u00f6lkerung zu sensibilisieren, werden in zehn Kantonen Konferenzen, Diskussionen und Pr\u00e4sentationen veranstaltet.<\/strong><\/p>\n<p>Menschenhandel ist eine Form der modernen Sklaverei. Menschenh\u00e4ndler sind oft Mitglieder von kriminellen Organisationen. Sie nutzen die oftmals prek\u00e4ren Lebensbedingungen und die Verletzlichkeit ihrer Opfer aus, um sie sexuell auszubeuten und ihre Arbeitskraft zu nutzen. Dabei greifen sie auf verschiedene Mittel zur\u00fcck, darunter Gewalt, Drohungen und Zwang.<\/p>\n<p>F\u00fcr die organisierte Kriminalit\u00e4t ist der Menschenhandel neben dem Drogen- und Waffenhandel eine der lukrativsten illegalen Aktivit\u00e4ten. Unter dem Deckmantel legaler Unternehmen beteiligen sich Mitglieder der organisierten Kriminalit\u00e4t an Ausschreibungen, insbesondere im Bausektor. Sie bieten g\u00fcnstige Preise an, die andere Unternehmen nicht anbieten k\u00f6nnen, und schaffen so einen unfairen Wettbewerb. Diese Preise sind unter anderem durch die Anwerbung von Wanderarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern m\u00f6glich, die unter katastrophalen Bedingungen und ohne jegliche Versicherung ausgebeutet werden und folglich geringere Kosten verursachen.<\/p>\n<p>In der Schweiz ist der Menschenhandel eine Realit\u00e4t. Jedes Jahr werden durchschnittlich 400 bis 500 Opfer von den Unterst\u00fctzungsvereinen Antenna Mayday (TI), ASTREE (VD), Centre Social Protestant (GE) und der Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration, FIZ (ZH), betreut, begleitet und beraten. Dies ist nur die Spitze des Eisbergs. Viele F\u00e4lle bleiben im Dunkeln. Die Opfer schweigen oft und erhalten so nicht die Unterst\u00fctzung, die ihnen zusteht. Die Bek\u00e4mpfung des Menschenhandels erfordert daher einen umfassenden Ansatz, der Pr\u00e4vention, Opferschutz, Strafverfolgung von Menschenh\u00e4ndlern und nationale wie internationale Zusammenarbeit umfasst.<\/p>\n<p>Ab dem 2. Oktober 2023 bis Anfang November werden in der ganzen Schweiz \u00f6ffentliche Konferenzen, Schulungen, Ausstellungen und andere Veranstaltungen stattfinden. Auch Online finden Veranstaltungen statt, zum Beispiel eine Konferenz mit dem Titel &#8220;Child trafficking: Connect to protect&#8221;. In Luzern wird eine Schulung zum Thema &#8220;Loverboys &#8211; Wenn die vermeintlich grosse Liebe in Ausbeutung endet&#8221; abgehalten.<\/p>\n<p>Gemeinsames Engagement gegen den Menschenhandel<\/p>\n<p>Seit 2012 werden in der Schweiz rund um den Europ\u00e4ischen Tag gegen Menschenhandel &#8211; der am 18. Oktober stattfindet &#8211; Aktivit\u00e4ten mit dem Ziel der Pr\u00e4vention und Sensibilisierung organisiert. Die Aktionswochen gegen Menschenhandel werden von Dienststellen und Beh\u00f6rden des Bundes und der Kantone, von NGOs und internationalen Organisationen durchgef\u00fchrt. Sie werden von der Internationalen Organisation f\u00fcr Migration koordiniert und von fedpol finanziert.<\/p>\n<p>Steuerungsgruppe :<\/p>\n<ul>\n<li>Internationale Organisation f\u00fcr Migration (IOM)<\/li>\n<li>Bundesamt f\u00fcr Polizei (fedpol)<\/li>\n<li>Eidgen\u00f6ssisches Departement f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten (EDA)<\/li>\n<li>Staatssekretariat f\u00fcr Migration (SEM)<\/li>\n<li>Fondation neuch\u00e2teloise pour la coordination de l&#8217;action sociale (FAS)<\/li>\n<li>Stiftung Au Coeur des Grottes<\/li>\n<li>Plateforme Traite<\/li>\n<li>Astr\u00e9e-Vereinigung<\/li>\n<li>ACT212<\/li>\n<li>Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration (FIZ)<\/li>\n<li>Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei der Stadt Bern<\/li>\n<li>Terre des Hommes<\/li>\n<li>Fl\u00fcchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR)<\/li>\n<li>Unia<\/li>\n<li>Malteserorden<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen.msg-id-98041.html\">\/admin.ch\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Monaten Oktober und November finden in der ganzen Schweiz Aktionswochen gegen Menschenhandel statt. 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