{"id":946327,"date":"2026-08-21T11:55:33","date_gmt":"2026-08-21T09:55:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=946327"},"modified":"2026-08-21T11:55:54","modified_gmt":"2026-08-21T09:55:54","slug":"snkkrankenkassenpraemien-2027-muessen-haushalte-erneut-tiefer-in-die-tasche-greifen-ja-aber-wohl-weniger-stark-als-zuletzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/snkkrankenkassenpraemien-2027-muessen-haushalte-erneut-tiefer-in-die-tasche-greifen-ja-aber-wohl-weniger-stark-als-zuletzt\/","title":{"rendered":"Krankenkassenpr\u00e4mien 2027: M\u00fcssen Haushalte erneut tiefer in die Tasche greifen? Ja, aber wohl weniger stark als zuletzt."},"content":{"rendered":"<div class=\"qMYqUG_convSearchResultHighlightRoot\">\n<div class=\"\" data-turn-id-container=\"request-WEB:e9831784-6db6-443f-b1d8-6e29c6a5b94d-0\" data-is-intersecting=\"true\">\n<section class=\"text-token-text-primary w-full focus:outline-none has-data-writing-block:pointer-events-none [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto R6Vx5W_threadScrollVars scroll-mb-[calc(var(--scroll-root-safe-area-inset-bottom,0px)+var(--thread-response-height))] scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]\" dir=\"auto\" data-turn-id=\"request-WEB:e9831784-6db6-443f-b1d8-6e29c6a5b94d-0\" data-turn-id-container=\"request-WEB:e9831784-6db6-443f-b1d8-6e29c6a5b94d-0\" data-testid=\"conversation-turn-2\" data-turn=\"assistant\">\n<div class=\"text-base my-auto mx-auto pb-8 [--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-xs,calc(var(--spacing)*4))] @w-sm\/main:[--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-sm,calc(var(--spacing)*6))] @w-lg\/main:[--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-lg,calc(var(--spacing)*16))] px-(--thread-content-margin)\">\n<div class=\"[--thread-content-max-width:40rem] @w-lg\/main:[--thread-content-max-width:48rem] mx-auto max-w-(--thread-content-max-width) flex-1 group\/turn-messages focus-visible:outline-hidden relative flex w-full min-w-0 flex-col agent-turn\" data-conversation-screenshot-content=\"\">\n<div class=\"flex max-w-full flex-col gap-4 grow\">\n<div class=\"min-h-8 text-message relative flex w-full flex-col items-end gap-2 text-start break-words whitespace-normal outline-none keyboard-focused:focus-ring [.text-message+&amp;]:mt-1\" dir=\"auto\" tabindex=\"0\" data-message-author-role=\"assistant\" data-message-id=\"ecb74489-4465-423e-87d6-1b0e94d1d134\" data-message-model-slug=\"gpt-5-6\" data-turn-start-message=\"true\">\n<div class=\"flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden\">\n<div class=\"markdown prose dark:prose-invert wrap-break-word w-full light markdown-new-styling\">\n<p>Die Krankenkassenpr\u00e4mien haben sich f\u00fcr Schweizer Haushalte in den vergangenen Jahren zu einer immer gr\u00f6sseren Belastung entwickelt. Besonders seit 2022 folgt praktisch ein Pr\u00e4mienschub auf den n\u00e4chsten. Die bezahlten Pr\u00e4mien pro versicherte Person sind seither \u00fcber alle Altersgruppen hinweg um rund ein Viertel angestiegen. Im letztj\u00e4hrigen UBS Sorgenbarometer nannten 45 % der Stimmberechtigten Gesundheitskosten und Krankenkassenpr\u00e4mien denn auch als eines der wichtigsten Probleme der Schweiz.<\/p>\n<p>Ende September gibt der Bund jeweils die Pr\u00e4mien f\u00fcrs n\u00e4chste Jahr bekannt. Die zentrale Frage lautet: Setzt sich der Pr\u00e4mienschub fort oder zeichnet sich erstmals eine Entspannung ab? Eine seri\u00f6se Antwort beginnt nicht bei der Pr\u00e4mie selbst. Entscheidend sind zwei Fragen: Wie stark steigen die Gesundheitskosten insgesamt, und welcher Teil dieser Kosten landet \u00fcberhaupt bei den Pr\u00e4mienzahlern?<\/p>\n<h3 data-section-id=\"12opz3c\" data-start=\"956\" data-end=\"1005\"><a href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-i-pare-smzh.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-946301\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-i-pare-smzh.jpg\" alt=\"\" width=\"642\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-i-pare-smzh.jpg 767w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-i-pare-smzh-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-i-pare-smzh-587x366.jpg 587w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-i-pare-smzh-160x100.jpg 160w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-i-pare-smzh-265x165.jpg 265w\" sizes=\"auto, (max-width: 642px) 100vw, 642px\" \/><\/a><\/h3>\n<p><strong>Die Gesundheitskosten steigen seit jeher<\/strong><\/p>\n<p>Die Gesundheitskosten der Schweiz sind seit 1995 von rund 36 auf rund 100 Milliarden Franken pro Jahr gestiegen. Die j\u00e4hrlichen Wachstumsraten schwanken dabei, ohne dass sich \u00fcber die vergangenen zwei Jahrzehnte eine klare Beschleunigung erkennen l\u00e4sst. Der Kostenanstieg ist also ein langfristiger Trend.<\/p>\n<p>Dass die Gesundheitskosten steigen, ist zun\u00e4chst wenig \u00fcberraschend: In der Schweiz leben heute deutlich mehr Menschen als Mitte der 1990er-Jahre, gleichzeitig ist auch das allgemeine Preisniveau gestiegen. Zerlegt man den Kostenanstieg seit 1995 grob, entfallen rund ein Viertel auf das Bev\u00f6lkerungswachstum und knapp ein F\u00fcnftel auf die allgemeine Teuerung. Die verbleibenden rund 57 % entstehen dadurch, dass real pro Person mehr f\u00fcr Gesundheit ausgegeben wird als fr\u00fcher. Darin stecken jedoch unterschiedliche Ursachen \u2013 von der Alterung \u00fcber einen h\u00f6heren Leistungsbezug bis zu medizinischem Fortschritt und h\u00f6heren Kosten je Behandlung. Entsprechend ist der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP von rund 8,6 % auf mittlerweile \u00fcber 11 % gestiegen.<\/p>\n<p><strong>Die Alterung der Bev\u00f6lkerung erkl\u00e4rt nur einen Teil<\/strong><\/p>\n<p>Dass die Alterung die Gesundheitskosten erh\u00f6ht, ist unbestritten. Gem\u00e4ss eigenen Berechnungen auf Basis offizieller Daten verursachte eine Person \u00fcber 65 im Jahr 2024 durchschnittlich rund 3,3-mal so hohe Gesundheitskosten wie eine Person zwischen 26 und 65 Jahren. Verschiebt sich die Bev\u00f6lkerung in h\u00f6here Altersgruppen, steigen somit auch die Gesamtkosten. Wie gross dieser Effekt tats\u00e4chlich ist, zeigt eine 2025 im Auftrag des BAG erstellte Studie. In einer detaillierten Zerlegung der Gesundheitskosten f\u00fcr 2012 bis 2022 entfielen rund 19 % des Kostenanstiegs auf die ver\u00e4nderte Altersstruktur der Bev\u00f6lkerung. Die Alterung ist damit ein relevanter, aber nicht der wichtigste Treiber des Kostenwachstums. Fast die H\u00e4lfte des Kostenanstiegs entstand durch h\u00f6here durchschnittliche Kosten pro erkrankte Person.<\/p>\n<p>Dieser Kostenanstieg zeigt sich \u00fcber alle Altersgruppen hinweg. Zwar entf\u00e4llt auf Personen ab 66 Jahren knapp die H\u00e4lfte der gesamten Gesundheitskosten, jedoch steigen die Kosten pro Kopf hier weniger stark als in den anderen Altersgruppen. Entsprechend hat sich auch die Verteilung der Gesamtkosten etwas verschoben. Die Alterung erh\u00f6ht die Gesundheitskosten also deshalb, weil mehr Menschen in kostenintensive Altersgruppen hineinwachsen \u2013 nicht, weil gerade bei \u00e4lteren Menschen die Kosten pro Kopf besonders stark steigen.<\/p>\n<p><strong>Was treibt die Gesundheitskosten pro Kopf?<\/strong><\/p>\n<p>Die entscheidende Erkenntnis ist deshalb, dass der gr\u00f6ssere Teil des Kostenanstiegs innerhalb der medizinischen Versorgung selbst entsteht. Entscheidend sind insbesondere die Menge der bezogenen Leistungen, die Intensit\u00e4t der Behandlungen und die Kosten je Behandlung.<\/p>\n<p>Mit steigendem Wohlstand w\u00e4chst auch die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen: Vorsorge, Diagnostik und Behandlungen werden h\u00e4ufiger in Anspruch genommen, gleichzeitig steigen die Erwartungen an Qualit\u00e4t und Verf\u00fcgbarkeit. Der medizinisch-technologische Fortschritt erweitert zudem laufend das Spektrum behandelbarer Krankheiten. Dadurch nehmen Leistungsumfang und Behandlungsintensit\u00e4t zu. Gleichzeitig haben sich Zugang, Behandlungsm\u00f6glichkeiten und Lebenserwartung verbessert.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass das Gesundheitswesen sehr personalintensiv ist. \u00c4rzte, Pflegepersonal und Therapeuten lassen sich nur begrenzt automatisieren oder skalieren, w\u00e4hrend ihre L\u00f6hne langfristig mit der Gesamtwirtschaft mithalten m\u00fcssen. H\u00f6here Kosten pro Krankheitsfall k\u00f6nnen daher aus mehr Leistungsbezug, neuen und intensiveren Behandlungen sowie h\u00f6heren Preisen und Personalkosten entstehen. Steigende Gesundheitskosten spiegeln damit sowohl einen h\u00f6heren Ressourceneinsatz als auch eine Ausweitung der medizinischen Versorgung wider.<\/p>\n<p>Steigende Gesundheitskosten pro Kopf entstehen somit im Wesentlichen aus drei Komponenten: mehr bezogenen Leistungen, intensiveren beziehungsweise umfangreicheren Behandlungen und h\u00f6heren Kosten je Leistung. Genau hier liegen auch die zentralen Ansatzpunkte f\u00fcr Politik, Versicherer und Tarifpartner, wenn das Kostenwachstum nachhaltig ged\u00e4mpft werden soll.<\/p>\n<h3 data-section-id=\"186j2sy\" data-start=\"3846\" data-end=\"3904\"><a href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-2-i-smzh.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-946305\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-2-i-smzh.jpg\" alt=\"\" width=\"667\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-2-i-smzh.jpg 755w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-2-i-smzh-300x144.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-2-i-smzh-587x281.jpg 587w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-2-i-smzh-180x86.jpg 180w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-2-i-smzh-265x127.jpg 265w\" sizes=\"auto, (max-width: 667px) 100vw, 667px\" \/><\/a><\/h3>\n<p><strong>Die Krankenkassenpr\u00e4mien steigen st\u00e4rker als die Gesundheitskosten<\/strong><\/p>\n<p>Die Gesundheitskosten bestimmen langfristig die Richtung der Krankenkassenpr\u00e4mien \u2013 beide entwickeln sich jedoch nicht im gleichen Tempo. W\u00e4hrend die Krankenkassenpr\u00e4mien pro versicherte Person seit 2022 um rund ein Viertel gestiegen sind, d\u00fcrften die Gesundheitskosten pro Kopf im gleichen Zeitraum lediglich im einstelligen Prozentbereich zugelegt haben. Das wirkt zun\u00e4chst widerspr\u00fcchlich: Wenn die Pr\u00e4mien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP), also der Grundversicherung, Gesundheitsleistungen finanzieren, weshalb steigen sie dann deutlich st\u00e4rker als die Gesundheitskosten?<\/p>\n<p>Der Grund liegt im Finanzierungssystem. Nur ein Teil der gesamten Gesundheitskosten wird \u00fcber die OKP finanziert. Ein erheblicher Teil wird von Bund und Kantonen, \u00fcber Franchise und Selbstbehalt, durch Zusatzversicherungen sowie direkt von den privaten Haushalten getragen. F\u00fcr die Entwicklung der Krankenkassenpr\u00e4mien ist deshalb nicht nur entscheidend, wie stark die Gesundheitskosten insgesamt steigen, sondern auch, welcher Anteil bei der OKP landet.<\/p>\n<p>Am Schweizer Gesundheitssystem beteiligen sich letztlich alle, wenn auch \u00fcber unterschiedliche Kan\u00e4le und Mechanismen. Die Krankenkassenpr\u00e4mie ist zwar f\u00fcr die meisten Haushalte die sichtbarste Belastung, dadurch wird aber nur rund ein Drittel der gesamten Gesundheitskosten finanziert.<\/p>\n<p>Bricht man die Kosten auf 100 Franken herunter, stammen rund 32 Franken aus den obligatorischen Krankenversicherungspr\u00e4mien der privaten Haushalte. Weitere rund 30 Franken zahlen die Haushalte \u00fcber Franchise und Selbstbehalt, Zusatzversicherungen sowie Leistungen, die sie vollst\u00e4ndig aus eigener Tasche bezahlen. Rund 31 Franken \u00fcbernimmt der Staat: einerseits direkt, etwa \u00fcber die Finanzierung von Spit\u00e4lern und anderen Leistungserbringern, andererseits indirekt \u00fcber Pr\u00e4mienverbilligungen und weitere Sozialversicherungen. Die restlichen knapp 7 Franken stammen von Unternehmen und weiteren Finanzierungsquellen.<\/p>\n<p data-start=\"4895\" data-end=\"5136\"><a href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ptojeksioni-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-946308\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ptojeksioni-3.jpg\" alt=\"\" width=\"662\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ptojeksioni-3.jpg 767w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ptojeksioni-3-300x145.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ptojeksioni-3-587x284.jpg 587w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ptojeksioni-3-180x87.jpg 180w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ptojeksioni-3-265x128.jpg 265w\" sizes=\"auto, (max-width: 662px) 100vw, 662px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Damit wird deutlich: Dass die Pr\u00e4mien in den vergangenen Jahren deutlich st\u00e4rker gestiegen sind als die gesamten Gesundheitskosten, l\u00e4sst sich vor allem durch zwei Entwicklungen erkl\u00e4ren: Ein immer gr\u00f6sserer Teil der Gesundheitsrechnung landet bei der OKP, w\u00e4hrend der zwischenzeitliche Abbau der Reserven einen Teil des Kostenanstiegs zun\u00e4chst verz\u00f6gerte und sp\u00e4ter einen zus\u00e4tzlichen Nachholeffekt bei den Pr\u00e4mien verursachte.<\/p>\n<p><strong>Ein immer gr\u00f6sserer Teil der Gesundheitskosten wird \u00fcber die Grundversicherung finanziert<\/strong><\/p>\n<p>Der Anteil der gesamten Gesundheitskosten, der \u00fcber die OKP finanziert wird, ist seit 1996 von rund 30 % auf 40 % gestiegen. Selbst wenn die Gesundheitskosten insgesamt nur moderat wachsen, kann der von der Grundversicherung zu finanzierende Teil also st\u00e4rker zunehmen.<\/p>\n<p>Zum einen entwickelt sich der Leistungsumfang der Grundversicherung laufend weiter. Bei \u00e4rztlichen Leistungen gibt es keine abschliessende Positivliste; neue medizinische Verfahren k\u00f6nnen unter bestimmten Voraussetzungen relativ rasch Bestandteil der OKP werden. Hinzu kommen neue Medikamente, Therapien und weitere Leistungen, w\u00e4hrend bereits gedeckte Leistungen teilweise h\u00e4ufiger oder intensiver genutzt werden. Damit w\u00e4chst der Anteil der medizinischen Versorgung, der kollektiv \u00fcber die Grundversicherung und damit \u00fcber die Pr\u00e4mien finanziert wird.<\/p>\n<p>Zum anderen verlagert sich die Versorgung zunehmend vom station\u00e4ren in den ambulanten Bereich. Seit 2019 gilt f\u00fcr zun\u00e4chst sechs Eingriffsgruppen das Prinzip \u00abambulant vor station\u00e4r\u00bb; 2023 wurde die Regelung auf 18 Eingriffsgruppen erweitert. Die Logik dahinter ist sinnvoll: Wo es medizinisch m\u00f6glich ist, sollen Eingriffe ambulant erfolgen, da sie in der Regel deutlich g\u00fcnstiger sind als eine station\u00e4re Behandlung.<\/p>\n<p>F\u00fcr die OKP-Kosten entsteht dabei allerdings ein gegenteiliger Finanzierungseffekt. W\u00e4hrend die Kantone bei station\u00e4ren Behandlungen mindestens 55 % der Nettokosten \u00fcbernehmen, werden diese bei ambulanten Leistungen vollst\u00e4ndig von den Krankenversicherern getragen. Eine Behandlung kann somit insgesamt g\u00fcnstiger werden und gleichzeitig h\u00f6here Kosten bei der OKP verursachen.<\/p>\n<h3 data-section-id=\"g2qqfw\" data-start=\"6401\" data-end=\"6455\"><a href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-946311\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-4.jpg\" alt=\"\" width=\"682\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-4.jpg 771w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-4-300x141.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-4-768x361.jpg 768w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-4-587x276.jpg 587w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-4-180x85.jpg 180w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/projeksioni-4-265x124.jpg 265w\" sizes=\"auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><\/a><\/h3>\n<p><strong>Der Abbau der Reserven verst\u00e4rkte den sp\u00e4teren Pr\u00e4mienschub<\/strong><\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich m\u00fcssen die Pr\u00e4mien so festgelegt werden, dass sie die erwarteten Kosten der Grundversicherung decken. Fallen die tats\u00e4chlichen Kosten tiefer aus oder entstehen Anlagegewinne, k\u00f6nnen Reserven aufgebaut werden. Umgekehrt dienen diese Reserven als Puffer, wenn die Kosten h\u00f6her ausfallen als erwartet. Jeder Versicherer muss dabei gen\u00fcgend Reserven halten. Eine Solvenzquote von 100 % entspricht der regulatorisch erforderlichen Mindesth\u00f6he.<\/p>\n<p>Nachdem die Reserven der Branche \u00fcber Jahre stark angewachsen waren, erleichterte der Bundesrat 2021 bewusst deren Abbau. Das entlastete die Versicherten zun\u00e4chst. Dann trafen jedoch zwei Entwicklungen aufeinander: Die Gesundheitskosten stiegen 2022 und 2023 st\u00e4rker als bei der Pr\u00e4mienfestlegung erwartet, w\u00e4hrend der Reservepuffer bereits deutlich kleiner geworden war. Allein 2023 entstand im Versicherungsgesch\u00e4ft ein Verlust von rund 1,9 Milliarden Franken; die branchenweite Solvenzquote sank Anfang 2024 auf nur noch 121 %. Damit mussten die Pr\u00e4mien st\u00e4rker nachziehen: Sie mussten wieder n\u00e4her an die tats\u00e4chlichen laufenden Kosten herangef\u00fchrt werden und bei Versicherern mit zu tiefen Reserven zugleich deren Wiederaufbau erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Der Reserveabbau erkl\u00e4rt damit einen Teil des \u00fcberproportionalen Pr\u00e4mienschubs der vergangenen Jahre: Was zun\u00e4chst \u00fcber Reserven abgefedert wurde, musste sp\u00e4ter \u00fcber h\u00f6here Pr\u00e4mien kompensiert werden. Inzwischen hat sich die Reservesituation zwar wieder verbessert, die h\u00f6here Solvenzquote ist jedoch nur teilweise Ausdruck einer tats\u00e4chlich st\u00e4rkeren finanziellen Lage. Der Anstieg in 2025 von 121 % auf 147 % ist zu einem wesentlichen Teil darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass die Revision des KVG-Solvenztests die regulatorisch erforderlichen Mindestreserven von 6,1 auf 5,3 Milliarden Franken senkte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie d\u00fcrften sich die Krankenkassenpr\u00e4mien 2027 entwickeln?<\/strong><\/p>\n<p>Die Gesundheitskosten d\u00fcrften auch 2027 weiter steigen. F\u00fcr die Kosten der Grundversicherung erwartet das KOF im Auftrag des BAG ein Wachstum von 4,0 % pro versicherte Person. Auch wenn die Unsicherheit gross ist, erachten wir einen weiteren Anstieg der mittleren Pr\u00e4mie von rund 3,5 bis 4 % derzeit als plausibles Basisszenario. Dabei handelt es sich jedoch um einen Landesdurchschnitt. Die tats\u00e4chliche Pr\u00e4mienentwicklung eines Haushalts kann davon deutlich abweichen und h\u00e4ngt insbesondere vom Versicherer, Kanton, gew\u00e4hlten Versicherungsmodell und der Franchise ab.<\/p>\n<p>An der grunds\u00e4tzlichen Entwicklung \u00e4ndern auch die laufenden Reformen wenig. Seit 2026 m\u00fcssen sich die Kantone verbindlicher an der Pr\u00e4mienverbilligung beteiligen; der Mindestbeitrag betr\u00e4gt je nach Pr\u00e4mienbelastung zwischen 3,5 und 7,5 % der kantonalen OKP-Bruttokosten. Das senkt zwar nicht die eigentliche Krankenkassenpr\u00e4mie, reduziert aber die effektive Belastung anspruchsberechtigter Haushalte und macht die staatliche Beteiligung verl\u00e4sslicher.<\/p>\n<p>Auch langfristig d\u00fcrfte die Richtung grunds\u00e4tzlich nach oben zeigen. Gesundheitsausgaben entwickeln sich eng mit dem Wohlstands- und Einkommensniveau einer Volkswirtschaft: Mit steigenden Einkommen w\u00e4chst die Nachfrage nach medizinischen Leistungen, w\u00e4hrend der medizinische Fortschritt zus\u00e4tzliche Diagnose- und Behandlungsm\u00f6glichkeiten schafft. Selbst wenn sich das j\u00e4hrliche Pr\u00e4mienwachstum wieder normalisiert, ist deshalb nicht mit nachhaltig sinkenden Gesundheitskosten \u2013 und damit auch nicht mit dauerhaft sinkenden Kosten der Grundversicherung \u2013 zu rechnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet das f\u00fcr die Haushalte?<\/strong><\/p>\n<p>Den Trend zu steigenden Krankenkassenpr\u00e4mien k\u00f6nnen Haushalte kaum beeinflussen. Beeinflussen k\u00f6nnen sie jedoch, wie sie versichert sind und wie viel sie daf\u00fcr bezahlen.<\/p>\n<p>Die j\u00e4hrliche Pr\u00e4mienrunde sollte deshalb nicht nur Anlass sein, die g\u00fcnstigste Krankenkasse zu suchen:<\/p>\n<ul>\n<li>Grundversicherung optimieren: Versicherer, Franchise und Versicherungsmodell regelm\u00e4ssig \u00fcberpr\u00fcfen.<\/li>\n<li>Pr\u00e4mienverbilligung pr\u00fcfen: Je nach Einkommen, Verm\u00f6gen und Wohnkanton kann ein Anspruch bestehen.<\/li>\n<li>Zusatzversicherung mit Vorsicht wechseln: Eine K\u00fcndigung kann langfristig teuer werden, wenn sp\u00e4ter aufgrund einer Gesundheitspr\u00fcfung kein gleichwertiger Schutz mehr erh\u00e4ltlich ist. Deshalb erst k\u00fcndigen, wenn der neue Schutz definitiv best\u00e4tigt ist.<\/li>\n<li>Gesamtsituation betrachten: Krankenversicherung, Selbstbehalte, Zusatzdeckungen, Einkommenssicherung und Verm\u00f6genssituation sollten aufeinander abgestimmt sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die Pr\u00e4mie l\u00e4sst sich jedes Jahr neu optimieren. Die Versicherbarkeit nicht.<\/strong><\/p>\n<p>Wer seine Versicherung f\u00fcr 2027 optimieren m\u00f6chte, sollte fr\u00fchzeitig handeln: Ein Wechsel der Grundversicherung muss dem bisherigen Versicherer bis sp\u00e4testens 30. November zugehen; bei Zusatzversicherungen gelten je nach Vertrag unterschiedliche und teilweise deutlich fr\u00fchere K\u00fcndigungsfristen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen unter <a href=\"https:\/\/smzh.ch\/de\/\">smzh.ch<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Krankenkassenpr\u00e4mien haben sich f\u00fcr Schweizer Haushalte in den vergangenen Jahren zu einer immer gr\u00f6sseren Belastung entwickelt. Besonders seit 2022 folgt praktisch ein Pr\u00e4mienschub auf den n\u00e4chsten. Die bezahlten Pr\u00e4mien pro versicherte Person sind seither \u00fcber alle Altersgruppen hinweg um rund ein Viertel angestiegen. Im letztj\u00e4hrigen UBS Sorgenbarometer nannten 45 % der Stimmberechtigten Gesundheitskosten und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":946300,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1188,3982,24636,1134,1141,3954,3981,8182,24006,1133,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[29888,31836,31837],"class_list":["post-946327","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-shkurt-ch-de","category-unternehmen-de","category-nachrichten-de-4","category-integration","category-themen","category-shendetesi-2-de","category-unternehmen-cat","category-finances","category-lajme-jeta-ne-zvicer-de","category-e-diaspora-de","category-leben-in-der-schweiz","content_country-zvicer","content_country-austria-de","content_country-germany-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/946327","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=946327"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/946327\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":946330,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/946327\/revisions\/946330"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/946300"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=946327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=946327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=946327"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=946327"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=946327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}