{"id":903469,"date":"2026-02-23T14:35:35","date_gmt":"2026-02-23T13:35:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=903469"},"modified":"2026-02-24T00:14:19","modified_gmt":"2026-02-23T23:14:19","slug":"mario-fehr-die-schweiz-und-kosovo-sind-durch-eine-tiefe-freundschaft-gemeinsame-geschichte-und-gemeinsame-werte-verbunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/mario-fehr-die-schweiz-und-kosovo-sind-durch-eine-tiefe-freundschaft-gemeinsame-geschichte-und-gemeinsame-werte-verbunden\/","title":{"rendered":"Mario Fehr: Die Schweiz und Kosovo sind durch eine tiefe Freundschaft, gemeinsame Geschichte und gemeinsame Werte verbunden"},"content":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich des 17. Februar, des Unabh\u00e4ngigkeitstages der Republik Kosovo, organisierte das Kosovokonsulat in Z\u00fcrich einen feierlichen Abend im Gemeindesaal Zollikon. An der Veranstaltung nahm auch der Regierungsrat des Kantons Z\u00fcrich, Mario Fehr, teil.<\/p>\n<p>In seiner Rede hob Regierungsrat Fehr die besonderen und langfristigen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Kosovo hervor, die bedeutende Rolle der kosovarischen Diaspora in der Schweizer Gesellschaft sowie das anhaltende Engagement der Schweiz f\u00fcr Frieden und Stabilit\u00e4t im Kosovo im Rahmen der Mission SWISSCOY\/KFOR.<\/p>\n<p>Er betonte, dass die Integration der kosovarischen Gemeinschaft in der Schweiz eine Erfolgsgeschichte sei und dass B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger mit kosovarischen Wurzeln heute ein aktiver Bestandteil des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sportlichen Lebens des Landes sind.<\/p>\n<p>Mario Fehr unterstrich zudem, dass die Integration der kosovarischen und albanischst\u00e4mmigen Gemeinschaft in der Schweiz nicht nur sozial und wirtschaftlich, sondern auch politisch gelungen sei. Heute sind Schweizerinnen und Schweizer mit albanischen Wurzeln auf verschiedenen Ebenen der Schweizer Politik aktiv und gew\u00e4hlt. Sie vertreten die Interessen der Gesellschaft verantwortungsvoll und leisten einen wichtigen Beitrag zur St\u00e4rkung der Demokratie.<\/p>\n<p>Er wies darauf hin, dass sowohl im eidgen\u00f6ssischen Parlament als auch in kantonalen Parlamenten und kommunalen Beh\u00f6rden Politikerinnen und Politiker mit albanischer Herkunft vertreten sind. Sie gelten als Beispiel f\u00fcr eine erfolgreiche Integration und f\u00fcr aktives staatsb\u00fcrgerliches Engagement. Diese Pers\u00f6nlichkeiten fungieren als Br\u00fcckenbauer zwischen den Gemeinschaften und zeigen, dass die Schweiz reale Chancen f\u00fcr politische Teilhabe und Repr\u00e4sentation bietet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/mario-feher-perparim-avdili.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-903465\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/mario-feher-perparim-avdili-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/mario-feher-perparim-avdili-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/mario-feher-perparim-avdili-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/mario-feher-perparim-avdili-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/mario-feher-perparim-avdili-586x389.jpg 586w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/mario-feher-perparim-avdili-210x141.jpg 210w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/mario-feher-perparim-avdili-587x391.jpg 587w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/mario-feher-perparim-avdili-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/mario-feher-perparim-avdili-263x175.jpg 263w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/mario-feher-perparim-avdili.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als konkretes Beispiel wurde auch P\u00ebrparim Avdili erw\u00e4hnt, der Sohn einer Saisonnier-Familie, der heute in der Schweizer Politik aktiv ist und als Kandidat f\u00fcr das Amt des Stadtpr\u00e4sidenten von Z\u00fcrich antritt \u2013 ein klares Zeichen daf\u00fcr, dass der Weg von der Migration zur politischen Verantwortung m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Nachfolgend finden Sie die vollst\u00e4ndige Rede von Mario Fehr:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Regierungsrat Mario Fehr, 19. Februar 2026, Gemeindesaal Zollikon<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Sehr geehrter Herr Konsul, Vigan Berisha<\/em><\/p>\n<p><em>Sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter des diplomatischen Korps <\/em><\/p>\n<p><em>Gesch\u00e4tzte Freundinnen und Freunde des Kosovo und der Schweiz <\/em><\/p>\n<p><em>Sehr geehrte Damen und Herren <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich gratuliere herzlich zum Unabh\u00e4ngigkeitstag der Republik Kosovo. Die Verbindung zwischen dem Kosovo und der Schweiz, dem Kosovo und dem Kanton Z\u00fcrich ist wichtig \u2013 das zeigt sich auch f\u00fcr meine ganz pers\u00f6nliche Verbindung!<\/p>\n<p><em>Mir\u00ebmbr\u00ebma!<\/em> Gr\u00fcezi und guten Abend! Ich gr\u00fcsse Sie herzlich!<\/p>\n<p>Dieser Tag macht auch mich als Schweizer stolz. Denn: Die Schweiz war das zweite Land, das den jungen Staat Kosovo anerkannte und bereits 2008 eine Botschaft in Pristina er\u00f6ffnete. Die damalige Aussenministerin, Bundesr\u00e4tin Micheline Calmy-Rey, setzte sich sehr fr\u00fch (ab 2005) f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit ein und bereiste den Kosovo mehrfach.<\/p>\n<p>Der heutige Abend mit Ihnen best\u00e4tigt, wovon ich bereits vor fast 25 Jahren, damals noch als junger Nationalrat (und Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats), \u00fcberzeugt war: Dass sich die Schweiz zusammen mit vielen weiteren Partnern an der Peace-Keeping-Mission im Rahmen der KFOR in Kosovo beteiligt, war und ist richtig und wichtig!<\/p>\n<p>2002 bin ich dann zum ersten Mal auf Besuch bei den Truppen der SWISSCOY gewesen \u2013 in Suva Reka und im benachbarten sch\u00f6nen St\u00e4dtchen Prizren. 2007 folgte ein weiterer Besuch im Raum Gjilan \u2013 mit der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats. Aus dieser Region stammen auch viele in der Schweiz lebende Menschen. Und einige von ihnen sind in der kantonalen Verwaltung vertreten, so auch im Generalsekretariat der Sicherheitsdirektion oder der Gesundheitsdirektion.<\/p>\n<p>Mein letzter Besuch vor Ort im Kosovo war kurz vor Weihnachten im Jahr 2019. Dort hatte ich die M\u00f6glichkeit, an verschiedenen Orten (u.a. Hauptquartier in Pristina und in weiteren Bereichen) Einblicke in die Aktivit\u00e4ten der SWISSCOY zu erhalten. Das waren eindr\u00fcckliche Erfahrungen, die ich als Z\u00fcrcher Sicherheitsdirektor machen durfte. Milit\u00e4rische Friedensf\u00f6rderung und bewaffnete Auslandseins\u00e4tze sind Standbeine unserer Politik. Gerade die Schweiz als neutraler Staat geniesst in diesen Bereichen eine hohe Glaubw\u00fcrdigkeit.<\/p>\n<p>Die Verbindung zwischen der Schweiz und dem Kosovo ist gepr\u00e4gt von einer starken kosovarischen Gemeinschaft in der Schweiz mit mehr als 250\u2019000 Menschen. Bereits in den 1960er-Jahren kamen die Saisonniers aus dem kleinen s\u00fcdeurop\u00e4ischen Bergland ins kleine andere Bergland in Mitteleuropa. Ende der 90er-Jahre war die Schweiz Ort des Exils oder Zufluchtsorts w\u00e4hrend des Krieges.<\/p>\n<p>\u00dcber die Jahrzehnte haben die Kosovarinnen und Kosovaren ihren Platz in der Schweizer Gesellschaft gefunden. Die Integration ist gelungen: Nat\u00fcrlich gab es Vorurteile, Herausforderungen im Alltag, sprachliche und kulturelle H\u00fcrden. Doch durch Fleiss, Offenheit und Austausch wurde viel erreicht: Schweizerinnen und Schweizer mit kosovarischen Wurzeln sind heute in Wirtschaft, Sport, Kultur und Politik pr\u00e4sent und tragen dazu bei, dass unsere Gesellschaft vielf\u00e4ltiger geworden ist.<\/p>\n<p>Die Beitr\u00e4ge der kosovarischen Gemeinschaft zu unserem sozialen und politischen Leben sind sichtbar. Ein Z\u00fcrcher Nationalrat hat kosovarische Wurzeln. Und nat\u00fcrlich einige Gemeinde- und Kantonsratsmitglieder. Ein weiteres Beispiel: Derzeit stellt sich mit P\u00ebrparim Avdili \u2013 Kind einer Saisonnier-Familie \u2013 ein Mann aus einem albanischen Dorf in Nordmazedonien zur Wahl als Stadtpr\u00e4sident von Z\u00fcrich.<\/p>\n<p>Manche behaupten sogar, der Kosovo sei der 27. Kanton der Schweiz\u2026 oder umgekehrt!<\/p>\n<p>Als eingefleischter Fussballfan und als Sportminister des Kantons Z\u00fcrich muss ich nat\u00fcrlich auch auf die Verflechtungen im Sport eingehen: Kosovo ist eine Fussball-Nation. Und begnadete Fussballer mit Wurzeln im Kosovo wie Blerim Dzemaili (FC Z\u00fcrich, FC Unterstrass) oder die Basler Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri stehen und standen auch hier auf den Fussballpl\u00e4tzen (erster war Milaim Rama, FC Thun). Meine pers\u00f6nliche Erinnerung an Dzemaili stammt aus dem Jahr 2014: Bei der WM spielt die Schweiz im Achtelfinal gegen Argentinien, ich bin im Stadion, Nachspielzeit der Verl\u00e4ngerung, 118. Minute, als Dzemaili eine Flanke auf ihn in Richtung Tor k\u00f6pft. Der Ball prallt gegen den Pfosten\u2026\u00a0 Und auch der Nachschuss landet leider nicht im Tor.<\/p>\n<p>Schade auch, dass nun ausgerechnet die gewonnenen Spiele der Schweiz gegen den Kosovo zur WM-Qualifikation das Ticket der Schweiz an die Fussball-Weltmeisterschaft f\u00fcr diesen Sommer sicherten. Aber auch das kann unser gutes Verh\u00e4ltnis nicht tr\u00fcben. Immerhin \u00abf\u00e4nen\u00bb die Kosovaren auch f\u00fcr die Schweizer Spieler mit kosovarischen Wurzeln. Aber nat\u00fcrlich dr\u00fccken wir auch ganz fest die Daumen f\u00fcr Kosovo, das in den Playoffs Ende M\u00e4rz gegen die Slowakei gewinnen wird und dann nach einem weiteren Sieg (wohl gegen die T\u00fcrkei) an die WM f\u00e4hrt. Und dort nicht auf die Schweiz trifft!<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Bez\u00fcge zwischen der Schweiz und dem Kosovo sind so vielf\u00e4ltig wie das Leben \u2013 sportlich, politisch und wirtschaftlich. Ich hoffe sehr, dass dies so bleibt, und wir uns zu den Feierlichkeiten zum 20j\u00e4hrigen Bestehen des Kosovos als j\u00fcngsten Staat in Europa wiedersehen!<\/p>\n<p>Herzlichen Gl\u00fcckwunsch zum Unabh\u00e4ngigkeitstag! <em>Urime dita e Pavarsijes!<\/em><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"pxaLtoo0Dz\"><p><a href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/das-konsulat-des-kosovo-in-zuerich-begeht-den-18-jahrestag-der-unabhaengigkeit-zwischen-diplomatie-und-den-klaengen-von-elina-duni\/\">Das Konsulat des Kosovo in Z\u00fcrich begeht den 18. Jahrestag der Unabh\u00e4ngigkeit zwischen Diplomatie und den Kl\u00e4ngen von Elina Duni<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8220;Das Konsulat des Kosovo in Z\u00fcrich begeht den 18. Jahrestag der Unabh\u00e4ngigkeit zwischen Diplomatie und den Kl\u00e4ngen von Elina Duni&#8221; &#8212; Albinfo\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/das-konsulat-des-kosovo-in-zuerich-begeht-den-18-jahrestag-der-unabhaengigkeit-zwischen-diplomatie-und-den-klaengen-von-elina-duni\/embed\/#?secret=uDHFpxWEsT#?secret=pxaLtoo0Dz\" data-secret=\"pxaLtoo0Dz\" width=\"587\" height=\"331\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich des 17. Februar, des Unabh\u00e4ngigkeitstages der Republik Kosovo, organisierte das Kosovokonsulat in Z\u00fcrich einen feierlichen Abend im Gemeindesaal Zollikon. An der Veranstaltung nahm auch der Regierungsrat des Kantons Z\u00fcrich, Mario Fehr, teil. 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