{"id":81021,"date":"2015-04-28T11:39:12","date_gmt":"2015-04-28T09:39:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinfo.ch\/?p=81021"},"modified":"2021-02-15T10:31:50","modified_gmt":"2021-02-15T09:31:50","slug":"la-diaspora-un-tresor-inexploite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/la-diaspora-un-tresor-inexploite\/","title":{"rendered":"Die Diaspora &#8211; Kosovas missbrauchter Schatz"},"content":{"rendered":"<p>Jeder dritte Kosovare lebt ausserhalb Kosovos, und jeder zehnte lebt in der Schweiz. Die kosovarische Diaspora\u00a0birgt finanzielle Kapazit\u00e4ten, aber auch\u00a0gewichtige M\u00f6glichkeiten von Wissenstransfer (insbesondere in Managementfragen) nach Kosovo\u00a0so wie\u00a0f\u00fcr die Schaffung kostbarer professioneller Verbindungen mit den westlichen L\u00e4ndern. Doch die einzige Dimension, die zwischen der Diaspora und dem Heimatland\u00a0bis jetzt\u00a0funktioniert zu haben scheint, ist die Nutzung der Geld\u00fcberweisungen f\u00fcr den Konsum und den (Wiederauf-bau).<\/p>\n<p>Das Potential der Diaspora f\u00fcr die Entwicklung Kosovos in der Phase des Staatsaufbaus ist zur Gen\u00fcge besprochen worden, doch verglichen damit, was h\u00e4tte erreicht\u00a0werden k\u00f6nnen, sind die Ergebnisse bescheiden. Events, Konferenzen, Podiumsgespr\u00e4che, enthusiastische Rhetorik der politischen Verantwortlichen und Zusammenk\u00fcnfte aller Art auf h\u00f6chster Ebene betonen systematisch die Bedeutung der Diaspora, doch danach geschieht gar nichts.<\/p>\n<p>Im Gegenteil, es wird weitergefahren in einer Logik des Melkens der Diaspora, wie es das sehr nachdenklich stimmende Beispiel der gr\u00fcnen Karte zeigt,\u00a0von welcher so viel die Rede war. Gerade neulich war sie wieder im Gespr\u00e4ch &#8211;\u00a0sie k\u00f6nnte dieses Jahr aufgehoben werden, doch Glauben schenken l\u00e4sst sich dem schwerlich, wenn man weiss, wer hinter den Versicherungsgesellschaften steckt,\u00a0 die von diesem Gesch\u00e4ft profitieren.<\/p>\n<p>Die ausgewanderte Bev\u00f6lkerung l\u00e4sst sich nicht mit kosmetischen Massnahmen motivieren. Ihre Behandlung\u00a0muss staatliche Priorit\u00e4t f\u00fcr die Entwicklung Kosovas haben, sowie es der Bau\u00a0des kosovarischen\u00a0Strassennetzes\u00a0hatte, und dessen Kosten von, verglichen mit der niedrigen Qualit\u00e4t,\u00a0 pharaonischem Ausmass. Die Resultate des Potentials der Diaspora kommen zum Vorschein, wenn letztere als strategische Ressource behandelt und mit konsequenten Massnahmen motiviert wird und Sicherheit f\u00fcr ihr Kapital im Land geschaffen wird. Bis jetzt geschieht nichts dergleichen. Seit Jahren l\u00e4sst\u00a0Kosova einen\u00a0sehr ernsthaften Trumpf\u00a0f\u00fcr seine\u00a0eigene Entwicklung unbeachtet. Das ist s\u00fcndhaft schade, wo doch das\u00a0besch\u00e4digte Image eh schon dazu beitr\u00e4gt, potentielle Investoren aus der Diaspora fernzuhalten.<\/p>\n<p>In dieser Nummer zeigen wir unseren Lesern einige Beispiele von Investitionen, die beweisen, dass die Diaspora Kosovo viel bringen kann. Es bleibt uns zu hoffen \u00fcbrig, dass weitere Beispiele folgen werden und dass die einheimischen Beh\u00f6rden sich dieses Schatzes endlich bewusst werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder dritte Kosovare lebt ausserhalb Kosovos, und jeder zehnte lebt in der Schweiz. 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