{"id":743148,"date":"2024-05-30T15:19:55","date_gmt":"2024-05-30T13:19:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=743148"},"modified":"2024-07-25T16:51:21","modified_gmt":"2024-07-25T14:51:21","slug":"die-schweizer-bevoelkerung-konsumiert-zu-viel-salz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/die-schweizer-bevoelkerung-konsumiert-zu-viel-salz\/","title":{"rendered":"Die Schweizer Bev\u00f6lkerung konsumiert zu viel Salz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Erwachsenen in der Schweiz essen t\u00e4glich knapp 9 Gramm Salz. Damit liegt der durchschnittliche Konsum rund 75 Prozent \u00fcber der empfohlenen Menge. Dies zeigt eine Studie des Bundesamtes f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV). Ein hoher Salzkonsum hat negative Folgen f\u00fcr die Gesundheit. W\u00e4hrend die Lebensmittelindustrie gefordert ist, den Salzgehalt in verarbeiteten Produkten zu reduzieren, k\u00f6nnen Konsumentinnen und Konsumenten mit einer ausgewogenen Ern\u00e4hrung und einem sparsamen Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln ihre Gesundheit f\u00f6rdern.<\/strong><\/p>\n<p>Die Studie zum Salzkonsum f\u00fchrte das BLV nach 2010\/11 zum zweiten Mal durch. Sie zeigt: Auch wenn in der Bev\u00f6lkerung das Bewusstsein f\u00fcr einen massvollen Salzkonsum gestiegen ist, essen die Erwachsenen immer noch zu viel Salz, n\u00e4mlich 8,7 Gramm pro Tag und Kopf. Damit ist der Wert leicht tiefer als bei der letzten Erhebung. Er liegt jedoch nach wie vor rund 75 Prozent \u00fcber der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Menge. Diese betr\u00e4gt t\u00e4glich maximal 5 Gramm.<\/p>\n<p><b>Salz beg\u00fcnstigt Bluthochdruck<\/b><br \/>\nEin zu hoher Salzkonsum zeigt sich in allen Sprachregionen, sowohl bei Frauen wie auch bei M\u00e4nnern. Frauen nehmen mit durchschnittlich 7,4 Gramm Salz pro Tag weniger zu sich als M\u00e4nner. Diese essen t\u00e4glich knapp 10 Gramm und damit doppelt so viel wie empfohlen. Den h\u00f6chsten Konsum verzeichnen M\u00e4nner zwischen 45 und 59 Jahren. Sie essen durchschnittlich fast 11 Gramm pro Tag. Frauen \u00fcber 60 Jahre nehmen mit t\u00e4glich 6,7 Gramm am wenigsten zu sich.<\/p>\n<p>Die Studie des BLV best\u00e4tigt erneut, dass sich zu viel Salz negativ auf die Gesundheit auswirkt: Teilnehmende mit einem h\u00f6heren Salzkonsum hatten auch einen signifikant h\u00f6heren Blutdruck. Bluthochdruck erh\u00f6ht das Risiko f\u00fcr einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Diese und andere nicht\u00fcbertragbare Krankheiten verursachen j\u00e4hrlich Gesundheitskosten von mehr als 50 Milliarden Franken.<\/p>\n<p><b>Verarbeitete Produkte als Salzfallen<\/b><br \/>\n\u00dcber 90 Prozent der Studienteilnehmenden gaben an, ihre Speisen zu Hause nie oder nur gelegentlich nachzusalzen. Woher kommt also die hohe Salzaufnahme? Vor allem aus verarbeiteten Lebensmitteln. Mehr als drei Viertel des Kochsalzes werden dar\u00fcber aufgenommen. \u00abAm meisten zu Buche schlagen Brot und Geb\u00e4ck, Fertiggerichte, Beilagen und Fleischprodukte. Bereits mit einem einzigen Fertigmenu kann die empfohlene Tagesmenge ausgesch\u00f6pft sein\u00bb, sagt Urs Stalder, Leiter Fachbereich Ern\u00e4hrung des BLV.<\/p>\n<p>Um einen Beitrag an die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung zu leisten, ist es angezeigt, die Salzmenge in verarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren. Daf\u00fcr will das BLV mit der Lebensmittelindustrie konkrete Reduktionsziele vereinbaren. \u00abDenkbar sind etwa H\u00f6chstgehalte f\u00fcr Salz in gewissen Lebensmitteln, wie dies in anderen L\u00e4ndern erfolgreich umgesetzt wurde\u00bb, so Urs Stalder.<\/p>\n<p><b>Empfehlungen f\u00fcr einen bewussten Salzkonsum<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Verarbeitete Lebensmittel sparsam konsumieren. Wer sie kauft, sollte auf den Salzgehalt achten und Produkte miteinander vergleichen<\/li>\n<li>Selber und mit frischen statt verarbeiteten Produkten kochen<\/li>\n<li>Mit Kr\u00e4utern, Gew\u00fcrzen und anderen Geschmacksgebern w\u00fcrzen, zum Beispiel mit Knoblauch oder Pfeffer. Erst am Schluss mit Salz abschmecken<\/li>\n<li>Die fertige Mahlzeit probieren, bevor man zum Salzstreuer greift<\/li>\n<li>Salz, Bouillon, Sojasauce etc. schrittweise reduzieren. So gew\u00f6hnt sich der Gaumen an den neuen Geschmack und die Reduktion f\u00e4llt leichter<\/li>\n<li>Gut zu wissen: Meersalz und andere Spezialit\u00e4ten sind keine Alternative. Sie enthalten gleich viel Salz wie Kochsalz<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen.msg-id-101208.html\">\/admin.ch\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erwachsenen in der Schweiz essen t\u00e4glich knapp 9 Gramm Salz. 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