{"id":724282,"date":"2024-03-22T17:00:18","date_gmt":"2024-03-22T16:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=724282"},"modified":"2024-03-24T23:43:55","modified_gmt":"2024-03-24T22:43:55","slug":"versoehnung-nach-einem-krieg-ein-langer-steiniger-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/versoehnung-nach-einem-krieg-ein-langer-steiniger-weg\/","title":{"rendered":"Vers\u00f6hnung nach einem Krieg \u2013 ein langer, steiniger Weg"},"content":{"rendered":"<p>Seit dem Ende des Krieges in Kosovo im Juni 1999, d.h. seit fast 25 Jahren, dr\u00e4ngen die Europ\u00e4ische Union, die USA und die UNO Kosovo und Serbien, ihre Beziehungen zu \u00abnormalisieren\u00bb. Wie wenig Erfolg diese Bestrebungen auf politischer Ebene bisher hatten, ist immer wieder in den Medien zu lesen. Aber wie sieht es in Kosovo auf der pers\u00f6nlichen Ebene von Mensch zu Mensch aus zwischen der kosovo-albanischen und der kosovo-serbischen Bev\u00f6lkerung? Wie eine Ann\u00e4herung m\u00f6glich ist, zwischen Menschen, die durch Unterdr\u00fcckung und Krieg zu Feinden wurden, erz\u00e4hlen die Albanerin Igballe Rogova, Direktorin der Dachorganisation \u00abRrieti i Grave t\u00eb Kosov\u00ebs\u00bb (Kosovo Frauen-Netzwerk) und die Serbin Nevanka Rikalo, Gr\u00fcnderin der serbischen Frauenorganisation \u00abRuka+ Ruci\u00bb (Hand + H\u00e4nde).<\/p>\n<p><strong>Vers\u00f6hnung kann man nicht kaufen<\/strong><\/p>\n<p>Kurz nach dem Kosovo-Krieg hatte Igballe Rogova das Dr\u00e4ngen internationaler Akteure auf Vers\u00f6hnung zwischen der kosovo-albanischen und der kosovo-serbischen Bev\u00f6lkerung kritisiert. \u00abWir brauchen zuerst Heilung, lasst uns selbst entscheiden, wann es Zeit f\u00fcr Vers\u00f6hnung ist. Wir brauchen Zeit f\u00fcr den Heilungsprozess, dann erst k\u00f6nnen wir \u00fcber wirklichen Frieden und gegenseitiges Verst\u00e4ndnis reden\u00bb, sagte sie damals. Ein internationaler Spender hatte ihr im Oktober 1999 f\u00fcr das Frauennetzwerk 10&#8217;000 Dollars f\u00fcr Vers\u00f6hnungsarbeit angeboten. Sie lehnte das Geld ab und ist heute \u00fcberzeugt, dass dies richtig war: \u00abVers\u00f6hnung kann man nicht kaufen!\u00bb, betont sie. Doch Frauenorganisationen in Kosovo bem\u00fchten sich als Erste, nach dem Krieg ethnische Gr\u00e4ben zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>\u00dcber zwanzig Jahre sp\u00e4ter antwortet Igballe Rogova &#8211; genannt Igo &#8211; auf meine Frage, ob jetzt die Zeit f\u00fcr Vers\u00f6hnung gekommen sei: \u00abWir haben noch nicht wirklichen Frieden. Es gibt noch nicht Gerechtigkeit, noch keine klare Situation mit Serbien. Die Menschen in Kosovo brauchen immer noch Heilung.\u00bb Sie erinnert daran, dass die Suche nach Menschen, die im Krieg verschwunden sind, nicht abgeschlossen ist. Und der \u00dcberfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 hat in Kosovo \u2013 wie in anderen L\u00e4ndern, die Krieg erlebten \u2013 bei vielen Menschen die eigenen Traumata erneut geweckt. Zudem l\u00f6sen immer wieder Zwischenf\u00e4lle \u00c4ngste aus, wie insbesondere der \u00dcberfall serbischer Terroristen am 24. September 2023 in Banjska im Norden von Kosovo. \u00abWir f\u00fchlen uns nicht in Sicherheit\u00bb, sagt Igo, \u00abwir wissen, dass Serbien versucht, die Geschichte zu \u00e4ndern. Wir wussten auch, dass der Anf\u00fchrer der Terrorgruppe vom 24. September, Milan Radoi\u0107i\u0107, nicht bestraft wird.\u00bb<\/p>\n<p>Und doch haben Frauen in all den Jahren viele Schritte unternommen, f\u00fcr eine Ann\u00e4herung zwischen den verschiedenen Ethnien in Kosovo. F\u00fcr Igo war dies bereits in den 1990er Jahren ein Anliegen. Ihre Motivation zu Kontakten und Verst\u00e4ndigung \u00fcber ethnische Grenzen hinweg, hat viel mit den \u00abWomen in Black\u00bb (Frauen in Schwarz) zu tun, die in Jugoslawien \u2013 vor allem in Belgrad \u2013 damals sehr aktiv waren gegen Krieg und Unterdr\u00fcckung des Milo\u0161evic-Regimes. \u00abIch war 1995 zum ersten Mal mit \u2018Women in Black\u2019 zusammen, diese Kontakte ver\u00e4nderten mein Leben, es war eine feministische Schulung f\u00fcr mich. Ich verstand, dass das Milo\u0161evi\u0107-Regime schuld an der Unterdr\u00fcckung der albanischen Bev\u00f6lkerung in Kosovo war, nicht das serbische Volk. Von dort hatte ich eine Vision, wie serbische Frauen in unsere Aktivit\u00e4ten einbezogen werden k\u00f6nnten.\u00bb<\/p>\n<p>Diese Vision, serbische Frauen in die Frauenaktivit\u00e4ten in Kosovo einzubeziehen, begann Igo sehr bald nach dem Kosovo-Krieg umzusetzen. Dank ausl\u00e4ndischer Unterst\u00fctzung entstanden damals zahlreiche neue Frauenorganisationen in ganz Kosovo, und engagierte Frauen gr\u00fcndeten die Dachorganisation der Frauenorganisationen, das Kosovo Frauen-Netzwerk, das Igo bis heute mit viel Energie und Engagement leitet. \u00abDas Netzwerk finanzierte sich die ersten drei Jahre selbst\u00bb, erz\u00e4hlt sie. \u00abW\u00e4hrend unseren Treffen machten wir jeweils eine Kollekte f\u00fcr die Bezahlung der Serbisch- und der Englisch-\u00dcbersetzerinnen. Auch als noch keine Serbinnen an den Treffen teilnahmen, hatten wir immer \u00dcbersetzung auf Serbisch, dies war unsere Willkommenskultur.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Schritt f\u00fcr Schritt Vertrauen aufbauen <\/strong><\/p>\n<p>Im Jahr 2001 nahm die erste Serbin an den Treffen des Netzwerkes statt. Es war Nevenka Rikalo &#8211; kurz Nena &#8211; von der serbischen Frauenorganisation \u00abRuka + Ruci\u00bb (Hand + H\u00e4nde). Wie es dazu kam, ist f\u00fcr Igo eine sehr emotionale Geschichte. \u00abAn den Treffen der \u2018Women in Black\u2019 waren neben Vertreterinnen aus der Region auch solche von internationalen Organisationen dabei, namentlich von der schwedischen Frauenorganisation \u2018Kvinna till Kvinna\u2019, die gleich nach dem Krieg in Kosovo ein B\u00fcro er\u00f6ffnete. \u00dcber sie erhielt ich die Information, dass eine serbische Frau in Kosovo eine Frauenorganisation gr\u00fcnden wolle und dazu Unterst\u00fctzung suche. Sie hatte von ihrer Cousine aus Bosnien den Rat erhalten, mich anzufragen; aber da sie mich nicht kannte, wandte sie sich an \u00abKvinna till Kvinna\u00bb. Als ich den Anruf bekam, sagte ich erstaunt: \u2018Wirklich? OK, ich treffe diese Frau\u2019. Aber zu diesem Zeitpunkt war es noch nicht m\u00f6glich, als Albanerin so einfach eine Serbin zu treffen. So fuhr mich jemand von \u2018Kvinna till Kvinna\u2019 mit ihrem gekennzeichneten Auto zu Nena nach Kosovo Polje, der mehrheitlich serbisch bewohnten Gemeinde etwa f\u00fcnf Kilometer von Pristina entfernt. Wir sprachen serbisch zusammen. Bevor wir jedoch \u00fcber die Arbeit sprachen, sagte ich, ich m\u00f6chte, dass sie zuerst meine Geschichte \u00fcber den Krieg h\u00f6re. Ich erz\u00e4hlte ich ihr, wie ich mit meiner alten Mutter, einem Bruder und einer Schwester von der serbischen Polizei aus unserem Haus in Pristina vertrieben und zum Bahnhof geschickt wurden, wo uns der Zug mit Tausenden von Menschen nach Mazedonien bringen sollte. Dann folgten f\u00fcnf schrecklichen Tage bei K\u00e4lte und Regen unter freiem Himmel in Blace, im Niemandsland zwischen Kosovo und Mazedonien, bis uns Mazedonien ins Land liess. Ich erz\u00e4hlte auch, dass unsere serbische Nachbarin in Pristina der Polizei verraten hatte, dass unsere Familie sich noch im Haus versteckte als die Vertreibungen begannen. Nena hatte Tr\u00e4nen in den Augen, als sie meine Geschichte h\u00f6rte \u2013 auch wenn von meiner Familie gl\u00fccklicherweise niemand umgebracht wurde. Als ich zu Ende erz\u00e4hlt hatte, fragte sie, ob wir jetzt anfangen k\u00f6nnten. Ich sagte nein, jetzt m\u00f6chte ich deine Geschichte h\u00f6ren.\u00bb<\/p>\n<p>Nena ist Bau-Ingenieurin und arbeitete damals in Kosovo Polje auf der Gemeinde. \u00abW\u00e4hrend dem Krieg 1998\/99 gingen wir t\u00e4glich ins B\u00fcro, aber wir konnten meist nicht arbeiten, es gab grosse Demonstrationen der Albaner und dann im Fr\u00fchjahr 1999 die NATO-Bombardierungen.\u00bb Erinnert sie sich an den ersten Besuch von Igo im Jahr 2001? \u00abJa, mein Mann Bora \u00f6ffnete die T\u00fcre und Igo, die in Begleitung einer Mitarbeiterin von \u2018Kwinna till Kwinna\u2019 war, frage, ob wir sie reinlassen w\u00fcrden. Mein Mann sagte: \u2018Wenn ihr gute Menschen seid, dann tretet ein\u2019. Die Geschichte von Igo anzuh\u00f6ren, war f\u00fcr mich schwierig, es war keine sch\u00f6ne Geschichte. Es ist hart, weggehen zu m\u00fcssen und nicht zu wissen, was passiert, wohin man geht, das ist herzzerbrechend. Aber es war damals nicht meine Erfahrung. Wie konnten diese Menschen alles verlassen? 2004, als wir selbst fl\u00fcchten mussten, verstand ich sie besser.\u00bb Von dieser Erfahrung wird noch die Rede sein.<\/p>\n<p>Igo, die von da an regelm\u00e4ssig Nena besuchte, bis diese 2001 dem Kosovo Frauen-Netzwerk beitrat, hatte eines Tages das Gef\u00fchl, Nevenka sei bedr\u00fcckt. Was war los? Schliesslich habe sie ihr gesagt, ihr Mann Bora meine, Igo komme nicht aus Freundschaft zu ihr, sondern wegen des Geldes, bzw. weil Organisationen, die multiethnisch arbeiteten, f\u00fcr ihre Projekte Geld von ausl\u00e4ndischen Organisationen bek\u00e4men. Igo realisierte, dass sie, jetzt, wo das Vertrauen unter ihnen beiden vorhanden war, auch das Vertrauen von Bora gewinnen musste.<\/p>\n<p>Einige Zeit sp\u00e4ter erhielt Igo einen Anruf von Bora, der ihr von einem kleinen serbischen Buben aus der Nachbarschaft erz\u00e4hlte, der nicht sprechen k\u00f6nne, weil er nichts h\u00f6re. Bora fragte, ob sie ihm helfen k\u00f6nne, in Belgrad k\u00f6nnten sie ihm ein H\u00f6rger\u00e4t anpassen, das 1700 D-Mark koste, so w\u00fcrde er sprechen lernen. \u00abHast du es bei UNICEF versucht?\u00bb, fragte Igo. \u00abJa\u00bb, meinte er, \u00ababer sie ben\u00f6tigen ein halbes Jahr, um ein solches Projekt zu bewilligen.\u00bb \u00abOk, sagte ich, wenn du 700 D-Mark von Serben zusammenbringen kannst, werde ich 1000 Mark von Albanern sammeln.\u00bb \u00abVon Albanern?\u00bb fragte er ungl\u00e4ubig. \u00abJa!\u00bb Igo begann in ihrer Familie und Verwandtschaft zu sammeln, dann ging sie zu ihren zahlreichen ausl\u00e4ndischen Freunden und Freundinnen und schliesslich zum Frauennetzwerk. \u00abOh Gott, ich werde diesen Tag nie vergessen\u00bb, erz\u00e4hlt sie. \u00abIch sprach eine Viertelstunde \u00fcber den kleinen Buben und weshalb ich f\u00fcr ihn Geld sammle, und erst am Schluss sagte ich, \u2018es ist ein serbisches Kind\u2019. Einen Moment war v\u00f6llige Stille im Raum und ich wusste nicht, wie die Frauen reagieren w\u00fcrden, ob sie w\u00fctend w\u00fcrden. Aber nein, alle griffen in ihre Taschen und jede gab das, was sie geben konnte. Innerhalb von zwei Wochen hatte ich die 1000 D-Mark beieinander, und auch Bora hatte die 700 D-Mark gesammelt. Er konnte kaum glauben, dass ich es geschafft hatte, und er erz\u00e4hlte die Geschichte vielen Leuten. Ich bekam darauf Telefonanrufe von Menschen, die keinen Namen nannten und nur das Wort \u2018havla\u2019, danke auf Serbisch sagten und aufh\u00e4ngten. \u2013 Bora starb vor ein paar Jahren, aber immer, wenn ich an ihn denke, kommt mir diese Geschichte in den Sinn.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Sich zusammen tun gegen die Angst und f\u00fcr die eigenen Rechte<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Krieg von 1998\/99, als die albanischen Vertriebenen zur\u00fcckkehrten, zog ein grosser Teil der serbischen Bev\u00f6lkerung weg aus Kosovo, und die, welche dablieben, wie Nevenka und ihre Familie, lebten in Angst vor albanischen Racheakten. \u00abEs gab Angriffe von albanischen Jugendlichen auf serbische Schulkinder und Frauen wurden auf dem Markt beschimpft. Wir Frauen begannen deshalb, uns zu organisieren und f\u00fcr die Rechte der serbischen Bev\u00f6lkerung zu k\u00e4mpfen. Wir arbeiteten mit \u2018Kwinna till Kwinna\u2019 zusammen und fuhren mit \u00c4rzten und Krankenschwestern in D\u00f6rfer, wo die serbische Bev\u00f6lkerung nicht zum Arzt gehen konnten. Wir brachten unsere Klagen beim B\u00fcro der OSZE (Organisation f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) vor und ermutigten die Leute, alle \u00dcbergriffe, alles Unrecht zu melden. Sp\u00e4ter befassten wir uns nicht mehr ausschliesslich mit Menschenrechten, wir k\u00fcmmerten uns um Themen wie Gesundheitsvorsorge, Gewalt in Familien, die \u00f6konomische Situation, Kultur, Eigentumsrechten usw. Bereits im Jahr 2000 machte ich in der vom UNHCR ins Leben gerufenen \u00abKosovo Women\u2019s Initiative\u00bb mit. Ich konnte jedoch nur an die Treffen gehen, wenn Igo mich abholte, sonst war es gef\u00e4hrlich f\u00fcr mich als Serbin. Das erste Treffen, erinnere ich als unangenehm. Ich war die einzige Serbin im Raum &#8211; Igo hatte in einem anderen Raum zu tun &#8211; und Albanerinnen kamen auf mich zu und riefen mir Dinge zu wie: \u2018Warum bist du hier hin gekommen? Ihr Serben habt meinen Mann get\u00f6tet, meine Kinder!\u2019. Sie waren voller Hass und ich wusste nicht, was tun. Da h\u00f6rte ich einen Pfiff und ich sah Igo im Saal, die durch die Finger pfiff, so dass sich alle nach ihr umdrehten. \u2018Was ist los, tat euch Nena irgend etwas zu Leide?\u2019 rief sie. Eine der Frauen kam auf mich zu, sie sprach serbisch und brachte mir Wasser. Ich war ihr so dankbar! Danach arbeiteten wir zusammen, sie war von der Organisation \u2018Open Door\/Offene T\u00fcre\u2019.\u00bb<\/p>\n<p>Im Jahr 2001 wurde Nena das erste serbische Mitglied des Kosovo Frauen-Netzwerkes. Igo erinnert sich, dass Nena darauf von manchen Serben und Serbinnen angefeindet wurde. \u00abAber dank ihrer Hartn\u00e4ckigkeit haben wir heute selbst serbische Frauen im Netzwerk, die Nevenka damals kritisiert hatten. Inzwischen sind etwa zehn serbische Organisationen Mitglied des Netzwerkes, das insgesamt rund 160 Organisationen z\u00e4hlt. Der Kontakt mit serbischen Frauen war nicht immer einfach f\u00fcr mich, uns zu umarmen war nicht selbstverst\u00e4ndlich nach dem Krieg. Auch ich wurde angefeindet wegen dieser Kontakte, aber ich bin Feministin und ich wollte und will es immer noch tun, ich will das multiethnische Netzwerk. Ich lernte schon in der Familie, nicht nachtragend zu sein und auch zu vergeben.\u00bb<\/p>\n<p>Nena erz\u00e4hlt, dass ihr Vater Lokomotivf\u00fchrer war und sie im Bahnhofgeb\u00e4ude in Kosovo Polje lebten, wo es auch albanische Nachbarn gab. \u00abAls Kind spielte ich mit albanischen Nachbarskindern, die Albaner sprachen Serbisch mit uns, wir dachten nicht einmal daran, dass wir Albanisch lernen sollten\u00bb, meint sie lachend. Bis heute spricht sie nicht Albanisch, im Gegensatz zu ihrem verstorbenen Mann, der Albanisch beherrschte.<\/p>\n<p><strong>Gewaltausbruch gegen die serbische Bev\u00f6lkerung<\/strong><\/p>\n<p>Mitte M\u00e4rz 2004 kam es in Kosovo zu gewaltt\u00e4tigen Demonstrationen und Ausschreitungen albanischer Demonstranten gegen die serbische Bev\u00f6lkerung, welche die Gr\u00e4ben zwischen den zwei Bev\u00f6lkerungsgruppen wieder tiefer werden liessen. Ausl\u00f6ser war das Ertrinken von zwei albanischen Kindern im Fluss Ibar, der die Stadt Mitrovica-Nord und -S\u00fcd trennt, und f\u00fcr das Ungl\u00fcck wurden f\u00e4lschlicherweise die Serben beschuldigt. Nena erlebte die Unruhen an ihrem Wohnort Kosovo Polje. \u00abAm 17. M\u00e4rz 2004 sagte mir mein Chef um 14h, ich solle nach Hause gehen, es gebe Probleme und die KFOR habe wegen Protesten der Albaner die Strasse bei \u010caglavica gesperrt. Mein 12j\u00e4hriger Sohn war bereits Zuhause, mein Mann unterrichtete in Ugljare und war dort wegen der Strassensperre blockiert. Mit meiner Mutter holten wir Zuhause die Schweine und H\u00fchner rein und f\u00fctterten sie. Als wir L\u00e4rm h\u00f6rten, ging Mutter hinaus, um die Fensterl\u00e4den zu schliessen, falls gegen unser Haus Steine geworfen w\u00fcrden. Da kam aber bereits eine grosse Horde von jungen M\u00e4nnern mit albanischen Fahnen in Richtung unseres Hauses. Drei von ihnen griffen meine Mutter mit St\u00f6cken an. Ich ging sofort raus und packte den Jungen, der Mutter schlug, entwand ihm seinen Stock und schleppte die verletzte Mutter ins Haus. Sie hatte Verletzungen an Hals und Arm und ein gebrochenes Schl\u00fcsselbein und war v\u00f6llig durcheinander. Auch f\u00fcr meinen Sohn war dieser Angriff ein Trauma. Nachdem die Randalierenden weitergezogen waren, ging ich zur Polizei, die ganz in der N\u00e4he war, die UNMIK-Polizei (UNO-Mission in Kosovo). Sie holten uns darauf mit einem Polizei-Auto ab und f\u00fchrten uns ins Gemeindehaus, wo ich mein B\u00fcro hatte. Der Stress war so gross, dass ich nur gerade meine Handtasche mitgenommen hatte.<\/p>\n<p>Wir verloren alles, das Haus wurde in diesen Unruhe-Tagen abgebrannt, wie viele andere serbische H\u00e4user. Die Polizei holte in dieser Nacht viele weitere serbische Familien ins Gemeindehaus. Weil die Namen der Strassen nach dem Krieg ge\u00e4ndert wurden und weil die ausl\u00e4ndischen Polizisten die Sprache nicht verstanden, bot ich an, mit ihnen zu den richtigen Adressen zu fahren. Mein Sohn hatte Angst und wollte nicht, dass ich weg ging, aber ich sagte ihm, die Leute br\u00e4uchten Hilfe. Bis um 4 Uhr morgens holten wir Leute Zuhause ab. Beim Gesundheitszentrum bat ich um Hilfe f\u00fcr meine verletzte Mutter. Eine \u00c4rztin kam mit, aber als ich realisierte, dass sie einzig Pflaster f\u00fcr die Wundpflege dabei hatte, wurde ich w\u00fctend und schickte sie weg.\u00a0 Schliesslich kam die KFOR (NATO-Kr\u00e4fte in Kosovo) und holte uns alle mit einem KFOR-Bus ab. Wir wurden gefragt, wer nach Serbien wolle oder wohin sonst. Unsere Familie wollte nicht nach Serbien, ich hatte eine Schwester in Ugljare, ein Dorf nur wenige Kilometer von Kosovo Polje entfernt, und so liessen sie uns dort aussteigen. Ich war emp\u00f6rt, weil uns die KFOR nicht gesch\u00fctzt hatte, und nun standen wir da auf einem Feld ohne nichts. Wir gingen zu meiner Schwester, die in etwa einem Kilometer Entfernung wohnte. inzwischen war auch mein Mann Bora dort eingetroffen. Ein Neffe von ihm kam aus Gracanica und nahm uns mit in sein Haus. Dort wurde meine verletzte Mutter endlich \u00e4rztlich behandelt. Meine Eltern blieben in der Wohnung von Boras Neffe, w\u00e4hrend Bora, mein Sohn und ich bei meiner zweiten Schwester in Gra\u010danica unterschl\u00fcpfen konnten.\u00bb<\/p>\n<p>S<strong>olidarit\u00e4t \u00fcber ethnische Gr\u00e4ben<\/strong><\/p>\n<p>Es war eine sch\u00f6ne \u00dcberraschung als Igo kurz nach dem 17. M\u00e4rz 2004 Nena anrief und sie fragte, wie es ihr gehe, ob sie sie treffen k\u00f6nne. \u00abSie kam nach Gra\u010danica und ich riet ihr, das Auto mit kosovarischen Autoschildern versteckt hinter dem Haus zu parkieren\u00bb, erz\u00e4hlt Nena. Damals hatten die meisten Serben in Kosovo noch serbische Nummernschilder. Igo brachte der Familie 250 Dollars mit, die Nena zun\u00e4chst nicht annehmen wollte, doch Igo insistierte, sie w\u00fcrden dieses Geld jetzt f\u00fcr pers\u00f6nlich Gegenst\u00e4nde, Kleider etc. ben\u00f6tigen. \u00abWir gaben das Geld dann der Schwester meines Mannes, die nach Serbien umzog und es dringender ben\u00f6tigte. Der Besuch von Igo und diese Geste waren unglaublich wichtig f\u00fcr mich nach den Geschehnissen vom 17. M\u00e4rz, sie heilten Wunden und baute mein Vertrauen in albanische Frauen wieder auf. Igo half auch anderen serbischen Nichtregierungsorganisationen mit dem Geld von ausl\u00e4ndischen Organisationen, der sogenannten Soforthilfe, aber dar\u00fcber wurde nicht laut gesprochen.\u00bb<\/p>\n<p>Die serbischen H\u00e4user, die 2004 abgebrannt wurden, waren ein Jahr sp\u00e4ter wieder aufgebaut, aber noch bevor ihre Bewohner dort wieder einziehen konnten, wurden sie erneut niedergebrannt. \u00abWir hatten alles verloren, auch die kleine Kaffeer\u00f6sterei, die wir betrieben hatten. Doch mein Mann trauerte einzig der grossen Bibliothek nach, all den B\u00fcchern, die er \u00fcber Jahrzehnte gesammelt hatte\u00bb, erz\u00e4hlt Nena mit einem traurigen L\u00e4cheln. Jahre sp\u00e4ter konnte die Familie im Dorf Laplje Selo, das zur Gemeinde Gra\u010danica geh\u00f6rt, eine Wohnung beziehen. Doch richtig Zuhause, f\u00fchlt sie sich dort nicht, obwohl die Bewohner in ihrer grossen Mehrheit Kosovo-Serben sind. \u00abDie Dorfbewohner akzeptieren uns nicht wirklich, f\u00fcr sie sind wir immer noch St\u00e4dter aus Kosovo Polje\u00bb, sagt sie.<\/p>\n<p><strong>Die Entschuldigung<\/strong><\/p>\n<p>Igo erinnert sich an ein Erlebnis im Jahr 2006, das f\u00fcr sie bis heute von grosser Bedeutung ist. Im Jahr 2006 begannen in Wien unter der Leitung des ehemaligen finnischen Pr\u00e4sidenten Martti Ahtisaari Verhandlungen zwischen Kosovo und Serbien \u00fcber den k\u00fcnftigen Status der unter UNO-Verwaltung stehenden serbischen Provinz Kosovo. Die Frauenorganisationen waren nicht in den Delegationen vertreten. So bildeten das \u00abFrauennetzwerk Kosovo\u00bb und die \u00abWomen in Black\u00bb von Belgrad die \u00abWomen Peace Coalition\u00bb. Sie hatten Verbindung zu jemandem im B\u00fcro von Ahtisaari und wussten somit, welche Themen in der n\u00e4chsten Sitzung verhandelt w\u00fcrden. \u00abWir Frauen trafen uns jeweils vor diesen Sitzungen, diskutierten die Themen und schickten unsere Schlussfolgerungen an die beiden Regierungen und an Martti Ahtisaari, den wir auch ein-, zweimal treffen konnten. Dann beschlossen wir, uns in Struga (Mazedonien \u2013 heute Nord-Mazedonien) zu einer Konferenz zu treffen.\u00bb<\/p>\n<p>Igo erinnert sich, wie sie mit Sta\u0161a Zajovi\u0107 von den \u00abWomen in Black\u00bb auf der B\u00fchne stand, um die Versammlung zu er\u00f6ffnen. \u00abDa sagte mir Sta\u0161a, ich solle mich setzen, es gebe noch etwas zu tun. Ich weigerte mich zuerst, denn was w\u00fcrden meine kosovo-albanischen Kolleginnen sagen, wenn eine Serbin allein die Tagung er\u00f6ffnen w\u00fcrde? Sie insistierte aber, und ich vertraute ihr und setzte mich, obwohl meine Sitznachbarinnen aufbegehrten. Doch dann kamen alle serbischen Frauen zu uns und baten eine um die andere von uns um Vergebung f\u00fcr das, was wir im Krieg erlitten hatten.\u00bb Es war ein sehr emotionaler Moment f\u00fcr die Frauen, und da Fernsehjournalisten anwesend waren, verbreitete sich die Szene in den Medien. Auf der R\u00fcckreise gratulierten die kosovarischen Z\u00f6llner den Kosovo-Albanerinnen, w\u00e4hrend die Serbinnen bei ihrer Heimreise am serbischen Zoll beschimpft wurden.<\/p>\n<p>\u00abEs ist bis heute so wichtig, dass wir von serbischer Seite eine Entschuldigung f\u00fcr das Erlittene h\u00f6ren. Sp\u00e4ter tat dies auch ein serbischer Oppositionspolitiker, aber die \u2018Women in Black\u2019 von Belgrad waren die ersten. Wenn Pr\u00e4sident Alexander Vuci\u0107 erkl\u00e4ren w\u00fcrde, er sei Teil des Milo\u0161evi\u0107-Regimes gewesen \u2013 er war Informationsminister \u2013 aber jetzt sei eine andere Situation, er akzeptiere Kosovo als Land und entschuldige sich f\u00fcr die Kriegsverbrechen \u2013 das w\u00e4re das Paradies! Aber dies wir mit Vu\u010di\u0107 nicht geschehen. Vielleicht sp\u00e4ter.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Unterschiedliche Heimatgef\u00fchle<\/strong><\/p>\n<p>Angesprochen auf das Verh\u00e4ltnis im Kosovo Frauen-Netzwerk zwischen albanischen und serbischen Frauen sowie Frauen anderer Minderheiten meint Nena, es sei wichtig gewesen, \u00fcber die Ereignisse w\u00e4hrend des Krieges und w\u00e4hrend den Unruhen zu sprechen, \u00fcber Massaker, \u00fcber erlittene Verluste. \u00abEs ging um Trauer und um Zusammenarbeit. Ich bin stolz auf unseren Schritt zur Zusammenarbeit \u00fcber ethnische Grenzen hinweg. Die gemeinsamen Aktivit\u00e4ten geben uns die Kraft, f\u00fcr Gleichberechtigung zu k\u00e4mpfen und Strategien zu finden, um gegen die Gewalt an Frauen anzugehen und gegen all die Einschr\u00e4nkungen, die Frauen aller Volksgruppen in Kosovo erleiden.\u00bb<\/p>\n<p>Bei allem gegenseitigen Verst\u00e4ndnis beh\u00e4lt Nena ihren serbischen Nationalstolz. \u00abWir haben alle unseren Patriotismus, vielleicht ist meiner etwas st\u00e4rker als jener von Igo\u00bb, meint sie lachend, \u00abim Herzen bin ich Serbin und mein Pr\u00e4sident ist Alexander Vuci\u0107 &#8211; aber ich weiss, dass ich in Kosovo lebe.\u00bb F\u00fcr Igo hingegen ist Kosovo eindeutig ihr Land, auch wenn sie sich zur albanischen Ethnie zugeh\u00f6rig f\u00fchlt, die ausser in Albanien auch in Montenegro, in Serbien und in Nord-Mazedonien vertreten ist. Und sie tr\u00e4umt vom Tag, an dem Serbien endlich Kosovo als unabh\u00e4ngigen Staat anerkennen wird, wie dies weit \u00fcber hundert Staaten l\u00e4ngst tun.<\/p>\n<p>Unter dem Milo\u0161evi\u0107-Regime in der 1990er Jahren lebte die kosovo-albanische Bev\u00f6lkerung als unterdr\u00fcckte Mehrheit praktisch in einem Apartheitssystem. Ab 1990 wurden rund zwei Drittel der Kosovo-AlbanerInnen durch die serbische Verwaltung entlassen und durch serbische Angestellte ersetzt. 1998\/99 brach der Krieg zwischen Kosovo und Serbien aus und f\u00fchrte zur Vertreibung von sch\u00e4tzungsweise 850&#8217;000 Kosovo-AlbanerInnen. Nach Kriegsende fl\u00fcchtete darauf ein grosser Teil der serbischen und der Roma-Bev\u00f6lkerung Kosovos nach Serbien und die meisten Gebliebenen zogen in Gemeinden mit mehrheitlich serbischer Bev\u00f6lkerung. Die Kontakte zwischen der albanischen und der serbischen Bev\u00f6lkerung, die w\u00e4hrend den Jahren der Unterdr\u00fcckung durch das Milo\u0161evi\u0107-Regime immer weniger wurden, reduzierten sich durch den Krieg von 1998\/99 zus\u00e4tzlich. Auch fast 25 Jahre nach dem Krieg haben nur wenige AlbanerInnen mit SerbInnen Kontakt, sie leben in verschiedenen Welten. Kosovo-SerbInnen schauen serbische Fernseh-Stationen und die meisten betrachten Vuci\u00e7 als ihren Pr\u00e4sidenten und die Regierung in Belgrad als ihre Regierung, nicht jene in Pristina. Die Nachkriegsgeneration der Kosovo-Albaner lernt in der Schule kein Serbisch mehr, die Kosovo-Serben lernten schon vor dem Krieg kaum Albanisch.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/igballe-rogova.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-724280\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/igballe-rogova.jpg\" alt=\"\" width=\"438\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/igballe-rogova.jpg 1050w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/igballe-rogova-219x300.jpg 219w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/igballe-rogova-748x1024.jpg 748w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/igballe-rogova-768x1051.jpg 768w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/igballe-rogova-289x396.jpg 289w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/igballe-rogova-73x100.jpg 73w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/igballe-rogova-128x175.jpg 128w\" sizes=\"auto, (max-width: 438px) 100vw, 438px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Igballe Rogova <\/strong>(Igo), geb. 1961, aufgewachsen in Pristina, gr\u00fcndete 1989 mit ihrer Schwester Safete die Frauenorganisation \u00abMotrat Qiriazi\u00bb (Name nach den Schwestern Sevasti und Parasqevi Qiriazi, die in Albanien im 19.Jahrhundert die erste albanischsprachige Schule er\u00f6ffneten), die sich zu Beginn stark f\u00fcr die Alphabetisierung von Frauen in abgelegenen Regionen einsetzte. Nach dem Krieg, als zahlreiche neue Frauenorganisationen entstanden, wurde die Dachorganisation \u00abKosovo Women\u2019s Network\u00bb gegr\u00fcndet, die Igballe Rogova seither leitet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/nevenka.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-724277\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/nevenka.jpeg\" alt=\"\" width=\"435\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/nevenka.jpeg 1015w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/nevenka-201x300.jpeg 201w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/nevenka-686x1024.jpeg 686w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/nevenka-768x1146.jpeg 768w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/nevenka-265x396.jpeg 265w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/nevenka-67x100.jpeg 67w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/nevenka-117x175.jpeg 117w\" sizes=\"auto, (max-width: 435px) 100vw, 435px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Nevenka Rikalo <\/strong>(Nena), geb. 1957 in Pristina und aufgewachsen in Kosovo Polje\/Fush\u00eb Kosova mit mehrheitlich kosovo-serbischer Bev\u00f6lkerung. Gr\u00fcnderin der Frauenorganisation \u00abRuka + Ruci\u00bb (Hand + H\u00e4nde), die sich namentlich f\u00fcr Frauenrechte und f\u00fcr Einkommensf\u00f6rderung einsetzt und kostenlose Rechtsberatung und psychosoziale Hilfe leistet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/kaestli-ok-768x511-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-724286\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/kaestli-ok-768x511-1.jpg\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/kaestli-ok-768x511-1.jpg 768w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/kaestli-ok-768x511-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/kaestli-ok-768x511-1-586x389.jpg 586w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/kaestli-ok-768x511-1-210x141.jpg 210w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/kaestli-ok-768x511-1-587x391.jpg 587w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/kaestli-ok-768x511-1-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/kaestli-ok-768x511-1-263x175.jpg 263w\" sizes=\"auto, (max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong><em>Elisabeth Kaestli, Autorin von: \u00abFrauen in Kosova \u2013 Lebensgeschichten aus Krieg und Wiederaufbau\u00bb 2001, \u00abGr\u00e4ben und Br\u00fccken \u2013 Freundschaften vor und nach den Kriegen im Balkan\u00bb, 2004, \u00ab7 Br\u00fcder, 7 Schwestern \u2013 eine kosovarische Familie in der Welt\u00bb 2013 (alle Limmat Verlag Z\u00fcrich).<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kosovo-Albanerin Igballe Rogova und die Kosovo-Serbin Nevenka Rikalo erz\u00e4hlen\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":724273,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1141,24642,3952,1129,1140],"tags":[1580],"vendi":[],"content_country":[29888,31836,31837],"class_list":["post-724282","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-themen","category-andere-de-3","category-kosova-de","category-ch-balkan","category-leben-in-der-schweiz","tag-kosove-de-fr","content_country-zvicer","content_country-austria-de","content_country-germany-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/724282","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=724282"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/724282\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/724273"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=724282"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=724282"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=724282"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=724282"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=724282"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}