{"id":697278,"date":"2023-12-06T20:30:13","date_gmt":"2023-12-06T19:30:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=697278"},"modified":"2023-12-06T20:31:29","modified_gmt":"2023-12-06T19:31:29","slug":"pisa-studie-2022-schweizer-lernenden-liegt-mathematik-mehr-als-lesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/pisa-studie-2022-schweizer-lernenden-liegt-mathematik-mehr-als-lesen\/","title":{"rendered":"Pisa-Studie 2022: Schweizer Lernenden liegt Mathematik mehr als Lesen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im internationalen Vergleich schneiden die 15-j\u00e4hrigen Jugendlichen in der Schweiz in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften gut bis sehr gut ab. In allen drei getesteten Kompetenzbereichen liegt die Schweiz \u00fcber dem OECD-Durchschnitt. Die besten Testergebnisse erreichen die 15-J\u00e4hrigen in der Schweiz in Mathematik, wie die aktuelle PISA-Studie zeigt.<\/strong><\/p>\n<p>Die Organisation fu\u0308r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD publiziert heute die Ergebnisse der PISA-Erhebung 2022 f\u00fcr 81 L\u00e4nder, darunter 37 OECD-Mitgliedstaaten. PISA steht fu\u0308r Programme for International Student Assessment und ist eine internationale Schulleistungsstudie. In der Schweiz beteiligten sich rund 7&#8217;000 Jugendliche im Alter von 15 Jahren aus 260 Schulen an den Tests in den Kompetenzbereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Die Ergebnisse der Schweiz werden im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation SBFI und der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren EDK in einem nationalen Bericht zusammengefasst.<\/p>\n<p>Mit durchschnittlich 508 Punkten schneiden die 15-j\u00e4hrigen Jugendlichen in der Schweiz auf der globalen PISA-Skala in der Mathematik erneut sehr gut ab. Das Resultat liegt deutlich \u00fcber dem OECD-Durchschnitt von 472 Punkten. Die Schweiz erreicht damit das achtbeste Ergebnis aller teilnehmenden L\u00e4nder. Sechs asiatische L\u00e4nder oder Territorien sowie Estland sind besser als die Schweiz, wobei der R\u00fcckstand zu Estland im Bereich statistischer Unsch\u00e4rfen liegt. Die \u00fcbrigen 73 L\u00e4nder schneiden signifikant schlechter ab. Allerdings erreichen 19 % der 15-j\u00e4hrigen Jugendlichen in der Schweiz die von der OECD beschriebenen Mindestanforderungen an eine mathematische Grundbildung nicht. Der Anteil an besonders leistungsstarken Jugendlichen in Mathematik betr\u00e4gt 16 %.<\/p>\n<p>Die durchschnittliche Leseleistung von 15-j\u00e4hrigen Jugendlichen in der Schweiz bleibt mit 483 Punkten gut. Das Ergebnis liegt \u00fcber dem OECD-Durchschnitt von 476 Punkten und ist mit den Ergebnissen 2015 und 2018 vergleichbar. Der Anteil der leistungsschwachen Jugendlichen betr\u00e4gt 25 %, derjenige der leistungsstarken Jugendlichen 9 %. Konsolidiert hat sich die Entwicklung der durchschnittlichen Leistungen im Bereich Naturwissenschaften. Mit 503 Punkten liegt die Schweiz \u00fcber dem OECD-Durchschnitt von 485 Punkten. Dieses Ergebnis unterscheidet sich statistisch ebenfalls nicht von den Resultaten von 2015 und 2018.<\/p>\n<p>Schweiz liegt in allen Kompetenzbereichen \u00fcber dem OECD-Durchschnitt<\/p>\n<p>Die Testergebnisse der 15-J\u00e4hrigen in der Schweiz sind insgesamt positiv zu werten. Die Schweiz ist eines von nur 18 L\u00e4ndern, deren Ergebnisse in allen drei Kompetenzbereichen \u00fcber dem OECD-Durchschnitt liegen. Bezogen auf die Schweiz sind die Ver\u00e4nderungen der Ergebnisse \u00fcber die drei PISA-Studien seit 2015 hinweg gering. Im internationalen Vergleich verbessern sich die relativen Positionen der Schweiz in allen drei getesteten Bereichen, da viele L\u00e4nder, die zuvor vor der Schweiz lagen, bei PISA 2022 zum Teil deutlich schw\u00e4chere Ergebnisse erzielen. Resultate vor 2015 werden in der Schweiz nicht analysiert, da die Anpassung der Erhebungsmethodik keinen Vergleich der Daten zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>Weitere Erkenntnisse von PISA 2022<\/p>\n<p>Neben der Erfassung der Kompetenzen Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften wurden auch individuelle Einsch\u00e4tzungen und verschiedene Erfahrungen abgefragt. Zu den pandemiebedingten Schulschliessungen bietet der PISA-Bericht 2022 interessante Erkenntnisse. Viele Jugendliche berichten von positiven Lernerfahrungen und einem hohen Wohlbefinden w\u00e4hrend dieser Zeit. Deutlich negativ beeintr\u00e4chtigt wurde dagegen die Lernmotivation. Sie fehlte bei rund der H\u00e4lfte der befragten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Wie die Resultate zeigen, konnte insbesondere die Erreichbarkeit der Lehrperson die Lernmotivation verbessern.<\/p>\n<p>Der Bericht beleuchtet auch die Schule als Lern- und Erfahrungsraum. Dabei zeigt sich, dass sich Jugendliche in der Schweiz im Vergleich zu PISA 2018 weniger Mobbing ausgesetzt sehen. Gestiegen ist zudem das positive Gef\u00fchl der Zugeh\u00f6rigkeit zur Schule. Die Erkenntnis ist darum relevant, da neben Mobbingerfahrungen im Besonderen auch das Gef\u00fchl der Zugeh\u00f6rigkeit zur Schule das generelle Wohlbefinden der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler beeinflusst. Weltweit abgenommen hat die Lebenszufriedenheit der 15-J\u00e4hrigen. Dieser Befund gilt auch f\u00fcr die Schweiz.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen.msg-id-99216.html\">\/admin.ch\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im internationalen Vergleich schneiden die 15-j\u00e4hrigen Jugendlichen in der Schweiz in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften gut bis sehr gut ab. In allen drei getesteten Kompetenzbereichen liegt die Schweiz \u00fcber dem OECD-Durchschnitt. Die besten Testergebnisse erreichen die 15-J\u00e4hrigen in der Schweiz in Mathematik, wie die aktuelle PISA-Studie zeigt. 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