{"id":687407,"date":"2023-11-03T23:02:48","date_gmt":"2023-11-03T22:02:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=687407"},"modified":"2023-11-03T23:02:48","modified_gmt":"2023-11-03T22:02:48","slug":"hoeherer-mindestzinssatz-in-der-zweiten-saeule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/hoeherer-mindestzinssatz-in-der-zweiten-saeule\/","title":{"rendered":"H\u00f6herer Mindestzinssatz in der zweiten S\u00e4ule"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Bundesrat hebt den Mindestzinssatz in der Beruflichen Vorsorge ab Januar 2024 um 0.25 Punkte auf 1.25% an. Dies hat er an seiner Sitzung vom 1. November 2023 beschlossen. Mit dem Mindestzinssatz wird bestimmt, zu wieviel Prozent das Vorsorgeguthaben der Versicherten im Obligatorium gem\u00e4ss Bundesgesetz \u00fcber die berufliche Vorsorge (BVG) mindestens verzinst werden muss.<\/strong><\/p>\n<p>Entscheidend f\u00fcr die H\u00f6he des Mindestzinssatzes sind gem\u00e4ss Gesetz insbesondere die Entwicklung der Rendite der Bundesobligationen sowie zus\u00e4tzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften.<\/p>\n<p>Der Zinssatz der Bundesobligationen ist 2022 deutlich angestiegen. Lag die Verzinsung der 10-j\u00e4hrigen Bundesobligationen Ende 2021 noch bei minus 0.13%, betrug der Zinssatz per Ende September 2023 1.09%. Vor allem im kurzfristigen Bereich ist der Zinsanstieg deutlich. Der Leitzins der Schweizerischen Nationalbank SNB liegt aktuell bei 1.75%.<\/p>\n<p>Die Performance von Aktien und Anleihen war im letzten Jahr negativ, w\u00e4hrend sich in diesem Jahr die Werte wieder verbesserten. Bei den Aktien verlor der Swiss Performance Index 2022 16.5%. 2023 erholte er sich bis Ende September um 4.6%. Die Entwicklung der Anleihen war 2022 aufgrund steigender Zinsen deutlich negativ. Sie wurde durch die Erholung 2023 bisher nur teilweise relativiert. Der Swiss Bond Domestic AAA \u2013 BBB verlor 2022 12.9%. 2023 erholte er sich bis Ende September um 3.9%. Die Immobilien wiesen eine durchgehend positive Entwicklung auf.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu ber\u00fccksichtigen ist aber, dass das Jahr 2021 ein ausgezeichnetes Jahr war. Der Deckungsgrad der Vorsorgeeinrichtungen ohne Staatsgarantie lag Ende August 2023 bei knapp 110%. Dies entspricht ungef\u00e4hr dem Wert von Ende 2019 und liegt damit \u00fcber dem langfristigen Durchschnitt. Die finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtungen ist demnach stabil.<\/p>\n<p>Die h\u00f6here Inflation und der damit verbundene Kaufkraftverlust beeintr\u00e4chtigen aktuell die Leistungsf\u00e4higkeit der 2. S\u00e4ule. Da die Zinsen jedoch ebenfalls gestiegen sind, haben sich die Renditeerwartungen und die Sanierungsf\u00e4higkeit der Vorsorgeeinrichtungen verbessert. Trotz der ung\u00fcnstigen Finanzmarktentwicklung im Jahr 2022 ist angesichts der stabilen Situation der Vorsorgeeinrichtungen und der h\u00f6heren Verzinsung eine leichte Anhebung der Mindestverzinsung gerechtfertigt.<\/p>\n<p>Die Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr berufliche Vorsorge hat sich am 4. September ebenfalls f\u00fcr eine Anhebung des Mindestzinssatzes von 1% auf 1.25% ausgesprochen. Die Stellungnahmen der Sozialpartner waren gemischt. W\u00e4hrend die Gewerkschaften 2% verlangten, sprachen sich die F\u00e9d\u00e9ration des Entreprises Romandes und der Kaufm\u00e4nnische Verband f\u00fcr 1.5% aus. Der Bauernverband und der Gewerbeverband bevorzugten 1%, w\u00e4hrend der Arbeitgeberverband f\u00fcr 0.75% votierte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen.msg-id-98420.html\">\/admin.ch\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesrat hebt den Mindestzinssatz in der Beruflichen Vorsorge ab Januar 2024 um 0.25 Punkte auf 1.25% an. Dies hat er an seiner Sitzung vom 1. November 2023 beschlossen. Mit dem Mindestzinssatz wird bestimmt, zu wieviel Prozent das Vorsorgeguthaben der Versicherten im Obligatorium gem\u00e4ss Bundesgesetz \u00fcber die berufliche Vorsorge (BVG) mindestens verzinst werden muss. 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