{"id":64885,"date":"2014-07-09T12:39:25","date_gmt":"2014-07-09T10:39:25","guid":{"rendered":""},"modified":"2014-07-09T13:01:04","modified_gmt":"2014-07-09T11:01:04","slug":"personenfreizugigkeit-positive-gesamtbilanz-aus-volkswirtschaftlicher-sicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/personenfreizugigkeit-positive-gesamtbilanz-aus-volkswirtschaftlicher-sicht\/","title":{"rendered":"Personenfreiz\u00fcgigkeit: Positive Gesamtbilanz aus volkswirtschaftlicher Sicht"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: small;\">&nbsp;<\/span><\/h1>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Im Jahr 2013 wanderten netto 66&#8217;200 Staatsangeh\u00f6rige der EU\/EFTA-Staaten in die Schweiz ein, so viele wie noch nie seit Einf\u00fchrung der Personenfreiz\u00fcgigkeit. Z\u00e4hlt man die Zuwanderung aus Drittstaaten dazu, betrug der internationale Wanderungssaldo 88&#8217;000 Personen. Es handelt sich in erster Linie um eine Arbeitsmigration: \u00dcber 60% der 2013 aus dem EU\/EFTA-Raum zugewanderten Personen kamen in die Schweiz um zu arbeiten. Die Nettozuwanderung weist in ihrem Verlauf einen engen Bezug zur konjunkturellen Entwicklung auf. 58% der Erwerbst\u00e4tigen, die im Rahmen des FZA aus dem EU\/EFTA-Raum in die Schweiz zugewandert sind, verf\u00fcgten \u00fcber einen terti\u00e4ren Bildungsabschluss, 14% \u00fcber keine nach-obligatorische Schulbildung. Zuwanderer aus dem EU\/EFTA-Raum waren damit sowohl am oberen wie auch am unteren Ende des Qualifikationsspektrums gegen\u00fcber der ans\u00e4ssigen Bev\u00f6lkerung anteilsm\u00e4ssig \u00fcbervertreten. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Anders als in den ersten Jahren nach Inkrafttreten der Personenfreiz\u00fcgigkeit, als der Wanderungssaldo wesentlich von der Zuwanderung aus Deutschland gepr\u00e4gt war, wurden Arbeitskr\u00e4fte nach Einbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 vermehrt aus s\u00fcd- und osteurop\u00e4ischen Staaten der EU rekrutiert. Das Qualifikationsniveau der Zuwanderung blieb trotz dieser Verschiebung in den Herkunftsl\u00e4ndern weiterhin hoch. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Der erleichterte Zugang zum Arbeitskr\u00e4ftepotenzial im EU-Raum hat in den letzten 12 Jahren in der Schweiz ein starkes Besch\u00e4ftigungswachstum erm\u00f6glicht. Seit 2002 hat die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen um insgesamt 624&#8217;000 Personen zugenommen (1.3% pro Jahr). Rund die H\u00e4lfte dieses Zuwachses entfiel auf ausl\u00e4ndische Kurz- und Daueraufenthalter sowie Grenzg\u00e4nger. Das Niveau der Arbeitslosigkeit hat sich mit Inkrafttreten des FZA gegen\u00fcber den neunziger Jahren kaum ver\u00e4ndert. Angesichts der konjunkturellen Turbulenzen und volkswirtschaftlichen Verschiebungen der letzten zwei Jahrzehnte zeugt diese Entwicklung von einer hohen Anpassungsf\u00e4higkeit des Schweizer Arbeitsmarktes. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Verschiedene Indikatoren zur allgemeinen Lohnentwicklung lassen auf ein deutlich st\u00e4rkeres Reallohnwachstum gegen\u00fcber den 90er Jahren sowie eine \u00fcber die Lohnverteilung hinweg insgesamt ausgewogene Lohnentwicklung schliessen. Dass keine Erosion der Tiefl\u00f6hne zu beobachten war zeigt, dass die Flankierenden Massnahmen ihre beabsichtigte Wirkung erzielen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Die starke Zuwanderung der letzten Jahre hat die Alterung der Bev\u00f6lkerung verlangsamt und damit die umlagefinanzierten Sozialversicherungen der ersten S\u00e4ule entlastet. Gewisse Mehrkosten sind demgegen\u00fcber der Arbeitslosenversicherung erwachsen, doch blieben diese im Rahmen der Erwartungen. (EIne Mitteilung der SECO)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SECO hat am 9. Juli 2014 den 10. Bericht des Observatoriums zum Freiz\u00fcgigkeitsabkommen (FZA) zwischen der Schweiz und der EU ver\u00f6ffentlicht. Der Bericht st\u00fctzt sich auf deskriptive Datenanalysen sowie Resultate der empirischen Forschung. Er zieht eine nach wie vor positive Bilanz \u00fcber die Auswirkungen der Zuwanderung auf den Schweizer Arbeitsmarkt.<\/p>\n","protected":false},"author":40,"featured_media":52703,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1188,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-64885","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-shkurt-ch-de","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64885","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/40"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64885"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64885\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/52703"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64885"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64885"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=64885"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=64885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}