{"id":64837,"date":"2014-05-10T11:24:31","date_gmt":"2014-05-10T09:24:31","guid":{"rendered":""},"modified":"2014-05-14T09:15:35","modified_gmt":"2014-05-14T07:15:35","slug":"helvetas-hilft-den-gorani-in-kosova-bei-der-honigproduktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/helvetas-hilft-den-gorani-in-kosova-bei-der-honigproduktion\/","title":{"rendered":"HELVETAS hilft den Gorani in Kosova bei der Honigproduktion"},"content":{"rendered":"<p>HELVETAS \u2013 Swiss Intercooperation in Kosova setzte sich unter anderem zum Ziel, die Armut zu vermindern, Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen und zur Erzeugung von Einkommen in den landwirtschaftlichen Regionen beizutragen. Das Hilfswerk begann nun das zweite Jahr seiner T\u00e4tigkeit im Rahmen des Projektes APR \u2013 Weiterbildung in landwirtschaftlicher T\u00e4tigkeit. Das Projekt wird in vier Regionen von Kosovo durchgef\u00fchrt: Dragash, Shterpc\u00eb, Novob\u00ebrd\u00eb und Kamenica. Dank der bisher erfolgreich durchgef\u00fchrten theoretischen und praktischen Weiterbildungen &nbsp;wird davon ausgegangen, dass das Projekt auch in anderen Regionen in ganz Kosovo willkommen sein wird.<\/p>\n<p>Das Projekt APR besteht aus den Lerngruppen, die f\u00fcr junge Arbeitslose gedacht sind, den Weiterbildungsprogrammen des privaten Sektors f\u00fcr junge bereits in Anstellung befindliche Personen, einer St\u00e4rkung der einzelnen Verbindungsglieder in der Versorgungskette, und der Erh\u00f6hung der Kapazit\u00e4ten der lokalen Dienstleistungsanbieter.<\/p>\n<p>Im Verlauf von 2013 profitierten in den vier erw\u00e4hnten Regionen sieben Gruppen von den Weiterbildungen in Imkerei Teil Eins und Drei, als Teil des Projektes APR. Es nahmen 118 Imker teil, von welchen 113 mit der Imkerei fortfahren, dabei Einkommen erzielen und Arbeitspl\u00e4tze schaffen. F\u00fcr die erste H\u00e4lfte des Jahres 2014 sind sechzehn Imkereigruppen mit insgesamt 242 potentiellen Bienenz\u00fcchtern vorgesehen.<\/p>\n<p>Dieses Mal profitiert vom Weiterbildungsprojekt f\u00fcr neue wie auch bisherige Imker die Nichtregierungsorganisation der Imker und Viehz\u00fcchter UFMD (Udru\u017eenje farmera p\u010delara i sto\u010dara Maj\u010dina Du\u0161ica), welche 35 Imker aus den D\u00f6rfern der Gora vereint.<br \/> &nbsp;<br \/> <strong>Viehz\u00fcchter erhalten Entsch\u00e4digungen, nicht jedoch Imker!<\/strong><\/p>\n<p> Angesichts seiner sensationellen Erfolge als Imker und seiner professionellen Kenntnisse wurde Nasuf Brenoli von Krusheva als Ausbildner f\u00fcr die mit den goranischen Imkern in Krusheva geplanten Seminare des Projekts APR gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Mit seinen professionellen Kenntnissen hilft Brenoli neuen wie auch bisherigen Imkern. Er erkl\u00e4rt ihnen die verschiedenen Krankheiten, denen Bienen ausgesetzt sind, und wie sie geheilt werden k\u00f6nnen; dazu geh\u00f6ren Krankheiten und Sch\u00e4dlinge wie die Varroamilbe, Motten, M\u00e4use, verschiedene V\u00f6gel und auch der B\u00e4r.<\/p>\n<p>\u201eEs gelang mir, vierzig bis f\u00fcnfzig Bienenv\u00f6lker zu halten, doch sie wurden oft stark gesch\u00e4digt, fast bis zur Vernichtung, als Folge von mangelnden theoretischen und praktischen Kenntnissen \u00fcber die Sch\u00e4dlinge und Krankheiten der Bienen. Jetzt wo ich Weiterbildungen zur Bienenhaltung besuche, lerne ich etwas \u00fcber die Entstehung der Krankheiten und \u00fcber Bienensch\u00e4dlinge sowie \u00fcber das rechtzeitige Vorbeugen gegen diese Krankheiten und hoffe auf einen nachhaltigeren Erfolg in der Imkerei\u201c, sagt Sali Seferi aus Krusheva, der dankbar f\u00fcr dieses Imkereiseminar ist.<\/p>\n<p>Die Mehrheit der Imker hat bereits Kenntnisse in Bienenzucht. Da ihre Bienenst\u00f6cke \u00fcber die D\u00f6rfer des Sharrgebirges verteilt liegen, ist einer ihrer Hauptfeinde, gegen welchen sie machtlos sind, der B\u00e4r.<\/p>\n<p>Da es nicht m\u00f6glich ist, die Bienenst\u00f6cke besser zu sch\u00fctzen, fordern die betreffenden Imker Unterst\u00fctzung vom zust\u00e4ndigen Ministerium. Im Falle von Sch\u00e4den, die von B\u00e4ren oder verschiedenen Vogelarten verursacht werden, sollen die Imker vom Staat materiell entsch\u00e4digt werden.<\/p>\n<p>\u201eWenn der Wolf einem Bauern eine Kuh frisst, wird letzterer entsch\u00e4digt, wenn jedoch einem Imker zwanzig bis dreissig Bienenv\u00f6lker besch\u00e4digt werden, hilft niemand. Schliesslich ern\u00e4hren die Imker mit ihrer Arbeit ihre Familien und die Sch\u00e4den sind recht kostspielig\u201c, formuliert der Pr\u00e4sident des Verbandes, Nasuf Brenoli, seine Sorgen.<\/p>\n<p><strong style=\"line-height: 1.538em;\">Imkerei ist ein Motiv, in der Region zu leben<\/strong><\/p>\n<p>Zudem ist die Imkerei nach Ansicht der meisten Bienenz\u00fcchter auch eines der Hauptmotive, um in dieser Region von Kosova zu leben. Die saubere Natur mit ihrer grossen Pflanzenvielfalt bewirkt, dass die Imker dieser Gegend viel an ihrem Honig verdienen, welcher auf dem kosovarischen Markt, aber auch im Ausland sehr gefragt ist.<\/p>\n<p>Da viele Menschen dieser Region ins Ausland emigriert sind, beschlossen die Imker, ab diesem Jahr auch den \u201eTag des Honigs\u201c zu veranstalten. Er wird zwischen dem 1. und 5. August stattfinden.<\/p>\n<p>Das Interesse neuer Imker ist vorhanden und nimmt zu, doch sollte es auch Anreize vom zust\u00e4ndigen Ministerium geben. Wenn beispielsweise ein Imker mit drei Bienenv\u00f6lkern unterst\u00fctzt wird, wird er im folgenden Jahr zw\u00f6lf bis dreizehn V\u00f6lker haben. Diese Form der Hilfe erzeugt einerseits ein Einkommen, andererseits auch neue Arbeitspl\u00e4tze. Das Ziel der Bienenhalter ist der Bau einer Fabrik zur Herstellung von Honigkuchen, Honigwaben und anderen Honigprodukten.<\/p>\n<p>Ein anderer engagierter Imker des Verbands ist auch Rasim Maloki von Rap\u00e7a e poshtme. Er betreibt seit vierzig Jahren Bienenzucht und ist der Meinung, dass Investitionen in die Imkerei auch eine Investition in die gesamte \u00d6konomie Kosovos ist, zieht man die Vorteile in Betracht, die Mensch und Flora aus diesem Insekt ziehen. \u201eIm Verlauf meiner Imkerkarriere besuchte ich viele Seminare und Messen. Ich gewann viele Anerkennungen und Diplome f\u00fcr die Herstellung hochwertigen Honigs. Ich glaube, dass die neuen Imker viel von diesen Seminaren profitieren werden, aber auch von unserer langj\u00e4hrigen und reichhaltigen Erfahrung\u201c, sagt Maloki und l\u00e4dt uns ein, auch seine Bienenst\u00f6cke besuchen zu kommen.<\/p>\n<p>\u201eWir haben hier den besten Honig, \u00f6kologischen Honig, wir haben hier \u00fcber 200 Pflanzenarten und wir werden uns maximal f\u00fcr die Produktion hochwertigen Honigs einsetzen\u201c, sagt ein weiterer Imker, Rexhep Ram\u00e7evci von Zlipotoku.<\/p>\n<p>Die Teilnehmer der Weiterbildung danken der HELVETAS und sind erfreut, dass auch Projektassistent Besnik Imeri weiterhin zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/> <strong>Fest: \u201eTag des Honigs\u201c<\/strong><br \/>Da viele Menschen dieser Region ins Ausland emigriert sind, wollen die Imker ab diesem Jahr auch einen \u201eTag des Honigs\u201c veranstalten. Er wird zwischen dem 1. und 5. August stattfinden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p> &nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Projekt wird in vier Regionen Kosovos ausgef\u00fchrt: Dragash, Shterpc\u00eb, Novob\u00ebrd\u00eb und Kamenica<\/p>\n","protected":false},"author":40,"featured_media":51484,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1131,1129],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-64837","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-investitionen","category-ch-balkan"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64837","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/40"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64837"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64837\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/51484"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64837"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64837"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64837"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=64837"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=64837"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}