{"id":64657,"date":"2013-12-16T17:14:12","date_gmt":"2013-12-16T16:14:12","guid":{"rendered":""},"modified":"2013-12-19T11:42:59","modified_gmt":"2013-12-19T09:42:59","slug":"eine-schweizer-schriftstellerin-lasst-sich-in-kosova-inspirieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/eine-schweizer-schriftstellerin-lasst-sich-in-kosova-inspirieren\/","title":{"rendered":"Eine Schweizer Schriftstellerin l\u00e4sst sich in Kosova inspirieren"},"content":{"rendered":"<p>Viele Leute in Europa k\u00f6nnen sich nicht vorstellen, wie es ist, vierzehn Kinder zu haben, sieben Knaben und sieben M\u00e4dchen und alle leben harmonisch und solidarisch zusammen. Noch schwieriger ist es, sich vorzustellen, dass diese Familie in verschiedene L\u00e4nder Europas auswandern und dabei einen positiven Eindruck von sich geben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Doch die Schweizer Schriftstellerin Elisabeth Kaestli liess sich von dieser kosovarischen Familie inspirieren und schrieb einen Roman mit dem Titel &#8220;Sieben Br\u00fcder, sieben Schwestern &#8211; eine kosovarische Familie in der Welt&#8221;. Die Buchvernissage fand in Kosova statt, im Hotel &#8220;Gra\u00e7anica&#8221; in Gra\u00e7anica.<\/p>\n<p>Autorin Kaestli liess sich haupts\u00e4chlich von der Solidarit\u00e4t der Familie und den Schwierigkeiten, denen sie im Lauf des Lebens begegnet, anregen. Die Schweizer Autorin erz\u00e4hlt das Leben der vierzehn Kinder der Familie Reka aus Ka\u00e7anik, die alle den Weg in die Fremde unter die F\u00fcsse nahmen, um dem Elend zu entrinnen.<\/p>\n<p>&#8220;Der Roman ist eine Schilderung aus Kosovo \u00fcber das Ereignis, die Geschichte der Emigration aus diesem Land&#8221;, sagt Kaestli. Sie hatte die Familie in der Schweiz kennengelernt. Anf\u00e4nglich kannte sie zwei Familienangeh\u00f6rige der Rekas. Diese luden sie ins Dorf ihrer Geburt ein, wo sie Bekanntschaft mit der ganzen Familie machte.<\/p>\n<p>Die Schweizer Schriftstellerin staunte \u00fcber die Solidarit\u00e4t, die in dieser Familie gelebt wurde, wie sich alle gegenseitig unterst\u00fctzten.<\/p>\n<p>&#8220;Es ist eine starke Familie, angesichts all dessen, was sie erlebten, in der Emigration und dem harten Leben&#8221;, sagt Kaestli. Kaestli versucht den kosovarischen Staat zu verstehen, dem es nicht gelingt, bessere Lebensbedingungen f\u00fcr diese Familie zu schaffen.<\/p>\n<p>Der Roman von Kaestli beschreibt farbig alle Mosaiksteinchen dieses Familienlebens, die Schulbildung, die Migration und das soziale Leben. Sie beschreibt einzeln die Ausbildungswege der vierzehn Kinder der Familie Reka, der sieben Knaben und der sieben M\u00e4dchen, und vergleicht sie mit der Bildung des Vaters.<\/p>\n<p>&#8220;Ihr Vater war Autodidakt und lernte das Lesen und Schreiben in der Armee, w\u00e4hrend die meisten der Kinder ein Universit\u00e4tsstudium abschlossen und in vielen L\u00e4ndern der Welt arbeiteten und sich eine materielle Basis schufen, die ihnen Wohlstand sichert&#8221;, erkl\u00e4rt Elisabeth Kaestli.<\/p>\n<p>Um sich mit allen Familienangeh\u00f6rigen zu treffen und deren epische Erz\u00e4hlung anzuh\u00f6ren, sei sie in die L\u00e4nder gereist, in denen die Mitglieder der Familie verteilt lebten, in die Schweiz, nach Deutschland, Belgien und D\u00e4nemark, und habe so von jeder und jedem die eigene Geschichte geh\u00f6rt.&nbsp;<\/p>\n<p>&#8220;Mit zw\u00f6lf der vierzehn Schwestern und Br\u00fcder konnte ich sprechen, nur zwei gelang es mir nicht zu treffen&#8221;, sagt Kaestli.<\/p>\n<p>In ihrem Buch berichtet sie die Lebensgeschichte von jedem der Kinder, wo sie geboren sind, wie sie ihre Kindheit verbrachten. Kaestli las bei der Buchvernissage zwei Passagen \u00fcber das Leben in den 80er-Jahren, Schilderungen des armen und schwierigen Lebens der Familie, und wie es deshalb zur Auswanderung nach Europa kam.<\/p>\n<p>&#8220;Ich sch\u00e4tze diese Familie sehr, alle darin sind \u00e4usserst mutig und fleissig, und ich bin stolz auf sie&#8221;, sagt Kaestli und f\u00fcgt hinzu, dass sie nun nach vielen Schwierigkeiten ein gutes Leben in ihrer Stadt f\u00fchrten. &#8220;Im Sommer kommen alle zusammen und erz\u00e4hlen sich Freud und Leid&#8221;, sagt sie.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens geh\u00f6rt das Hotel, wo die Buchvernissage stattfand, einem Schweizer B\u00fcrger, der in Kosovo investiert hat. Obwohl sich das Hotel in der Gemeinde Gra\u00e7anica befindet, wo die serbische Bev\u00f6lkerungsgruppe dominiert, sind im Hotel Gra\u00e7anica die H\u00e4lfte der Angestellten Albaner und die H\u00e4lfte Serben, und deshalb ist auch die Kundschaft gemischt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schriftstellerin Elisabeth Kaestli liess sich von der Familie Reka in Kosovo inspirieren und schrieb den Roman &#8220;Sieben Br\u00fcder, sieben Schwestern &#8211; eine kosovarische Familie in der Welt&#8221;<\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":48777,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1133,1138],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-64657","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-e-diaspora-de","category-kultur"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64657","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64657"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64657\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/48777"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64657"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64657"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64657"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=64657"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=64657"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}