{"id":607248,"date":"2022-11-29T00:04:41","date_gmt":"2022-11-28T23:04:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=607248"},"modified":"2022-11-29T00:04:41","modified_gmt":"2022-11-28T23:04:41","slug":"zulassung-von-aerztinnen-und-aerzten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/zulassung-von-aerztinnen-und-aerzten\/","title":{"rendered":"Zulassung von \u00c4rztinnen und \u00c4rzten"},"content":{"rendered":"<p>2020 haben die Kantone ein Instrument erhalten, um die Zulassung von \u00c4rztinnen und \u00c4rzten zu beschr\u00e4nken. Diese Zulassungsbeschr\u00e4nkung soll sich k\u00fcnftig unter anderem am regionalen Versorgungsgrad orientieren. Das Eidgen\u00f6ssische Departement des Innern (EDI) hat die entsprechende Verordnung auf den 1. Januar 2023 in Kraft gesetzt. Mit diesem Schritt soll eine \u00dcberversorgung von \u00c4rztinnen und \u00c4rzten im ambulanten Bereich verhindert und das Kostenwachstum ged\u00e4mpft werden.<\/p>\n<p>In der Sommersession 2020 hat das Parlament eine neue und unbefristete gesetzliche L\u00f6sung f\u00fcr die Zulassungsbeschr\u00e4nkung von \u00c4rztinnen und \u00c4rzten geschaffen, die zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) abrechnen. Seit Juli 2021 k\u00f6nnen die Kantone selbst bestimmen, f\u00fcr welche medizinischen Fachgebiete oder Regionen sie die Anzahl der \u00c4rzte und \u00c4rztinnen durch die Festlegung von sogenannten H\u00f6chstzahlen beschr\u00e4nken wollen. Bis Ende Juni 2023 ist eine \u00dcbergangsregelung in Kraft.<\/p>\n<p>Der Bundesrat hat dazu die Kriterien und die methodischen Grunds\u00e4tze festgelegt. Die Berechnung der H\u00f6chstzahlen obliegt den Kantonen. Sie basiert auf dem von den Kantonen ermittelten und tats\u00e4chlichen Angebot an \u00c4rztinnen und \u00c4rzten auf ihrem Gebiet, den vom EDI publizierten Versorgungsgrad sowie allf\u00e4lligen von den Kantonen festgelegten Gewichtungsfaktoren nach medizinischem Fachgebiet und Region.<\/p>\n<p>Die Herleitung der Versorgungsgrade beruht auf einer Analyse des Schweizerischen Gesundheitsobservatorium (Obsan) in Zusammenarbeit mit dem Institut f\u00fcr Volkswirtschaftliche Beratung (BBS). Die Versorgungsgrade erlauben keine direkte Aussage \u00fcber eine allf\u00e4lligen Unter- oder \u00dcberversorgung. Sie dienen dazu, Regionen hinsichtlich der Inanspruchnahme der medizinischen Leistungen im ambulanten Bereich unter Ber\u00fccksichtigung der Bev\u00f6lkerungsstruktur, bestimmter Morbidit\u00e4tsindikatoren und der Patientenstr\u00f6me zu vergleichen. Weitere Informationen zur Versorgungsgrade finden sich auf die Website des BAG.<\/p>\n<p>Obsan und BSS empfehlen eine erste \u00dcberpr\u00fcfung des Modells ab 2024 und danach alle vier bis sechs Jahre. Die verwendeten Daten sollen alle zwei Jahre aktualisiert werden. Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit hat die Absicht, diese Empfehlung umzusetzen und pr\u00fcft derzeit, wie diese umgesetzt werden kann.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen.msg-id-91950.html\">\/admin.ch\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2020 haben die Kantone ein Instrument erhalten, um die Zulassung von \u00c4rztinnen und \u00c4rzten zu beschr\u00e4nken. Diese Zulassungsbeschr\u00e4nkung soll sich k\u00fcnftig unter anderem am regionalen Versorgungsgrad orientieren. Das Eidgen\u00f6ssische Departement des Innern (EDI) hat die entsprechende Verordnung auf den 1. Januar 2023 in Kraft gesetzt. 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