{"id":601867,"date":"2022-11-07T18:20:24","date_gmt":"2022-11-07T17:20:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=601867"},"modified":"2022-11-09T13:46:28","modified_gmt":"2022-11-09T12:46:28","slug":"die-schweiz-und-nordmazedonien-schliessen-eine-migrationspartnerschaft-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/die-schweiz-und-nordmazedonien-schliessen-eine-migrationspartnerschaft-ab\/","title":{"rendered":"Die Schweiz und Nordmazedonien schliessen eine Migrationspartnerschaft ab"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><strong>Die Schweiz und Nordmazedonien sind nunmehr durch eine Migrationspartnerschaft miteinander verbunden. Bundesr\u00e4tin Keller-Sutter und der Innenminister von Nordmazedonien, Oliver Spasovski, haben am 7. November 2022 in Bern ein entsprechendes Memorandum of Understanding unterzeichnet. So hat die Schweiz inzwischen mit vier L\u00e4ndern des Westbalkans Migrationspartnerschaften abgeschlossen.<\/strong><\/div>\n<div class=\"mod mod-nsbnewsdetails\">\n<p>Das Memorandum of Understanding bildet den allgemeinen Rahmen f\u00fcr alle Aspekte der Migrationszusammenarbeit zwischen der Schweiz und Nordmazedonien. Es sieht einen Prozess des regelm\u00e4ssigen Dialogs und gemeinsamer \u00dcberlegungen vor, um die Zusammenarbeit zwischen den beiden L\u00e4ndern in mehreren Bereichen auszuweiten. Beispiele sind die Pr\u00e4vention irregul\u00e4rer Migration, die R\u00fcck\u00fcbernahme, die F\u00f6rderung regul\u00e4rer Migration oder Synergien zwischen Migration und Entwicklung.<\/p>\n<h3>Partnerschaften mit vier L\u00e4ndern des Westbalkans<\/h3>\n<p>Die Schweiz hat inzwischen insgesamt acht Migrationspartnerschaften abgeschlossen, vier davon mit L\u00e4ndern des Westbalkans. Die ersten Partnerschaften wurden 2009 mit Bosnien und Herzegowina sowie Serbien und im folgenden Jahr mit Kosovo abgeschlossen. Die Region spielt f\u00fcr die Schweiz und ganz Europa eine zentrale Rolle im Migrationsbereich. Nach Griechenland ist Nordmazedonien das erste Land, \u00fcber das die Migrantinnen und Migranten auf der Balkanroute nach Westeuropa zu gelangen versuchen. W\u00e4hrend der Migrationskrise 2015-2016 stand es vor enormen Herausforderungen. Seit die Migrationsstr\u00f6me aufgrund der Lockerung der Covid-19-Massnahmen wieder zunehmen, ist das Land wieder stark gefordert.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren haben die Schweiz und Nordmazedonien die Zusammenarbeit im Hinblick auf eine wirksame Steuerung der Migration vertieft. Die Schweiz unterst\u00fctzt zurzeit ein Projekt der Internationalen Organisation f\u00fcr Migration (IOM), mit dem die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit und die Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die Grenzverwaltung in Nordmazedonien verst\u00e4rkt werden sollen.<\/p>\n<p>Ausserdem besteht zwischen den beiden L\u00e4ndern seit 2012 ein R\u00fcck\u00fcbernahmeabkommen. Seither ist die Zahl der Asylgesuche in der Schweiz von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern aus Nordmazedonien massiv gesunken. 2012 stellten 1137 Personen ein Asylgesuch in der Schweiz, 2021 waren es nur 69. 2009 konnte die bilaterale Zusammenarbeit dank der Aufhebung der Visumpflicht f\u00fcr die Einreise in den Schengen-Raum &#8211; ein Entscheid, der auch f\u00fcr die Staatsangeh\u00f6rigen von Bosnien und Herzegowina sowie Serbien galt &#8211; ebenfalls verst\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p>Die Schweiz ist zudem seit vielen Jahren durch das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (SECO) und die Direktion f\u00fcr Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Nordmazedonien aktiv. Im neuen Kooperationsprogramm 2021-2024 der Schweiz wurden drei Priorit\u00e4ten identifiziert: demokratische Regierungsf\u00fchrung, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sowie nachhaltige \u00f6ffentliche Versorgungsleistungen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundesr\u00e4tin Keller-Sutter und der Innenminister von Nordmazedonien, Oliver Spasovski, haben am 7. 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