{"id":596674,"date":"2022-10-17T12:10:45","date_gmt":"2022-10-17T10:10:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=596674"},"modified":"2022-10-17T11:58:55","modified_gmt":"2022-10-17T09:58:55","slug":"gesichtsverhuellungsverbot-in-neuem-gesetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/gesichtsverhuellungsverbot-in-neuem-gesetz\/","title":{"rendered":"Gesichtsverh\u00fcllungsverbot in neuem Gesetz"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><strong>Der Bundesrat will den Verfassungsartikel zum Gesichtsverh\u00fcllungsverbot in einem neuen Bundesgesetz umsetzen. An seiner Sitzung vom 12. Oktober 2022 hat er die Botschaft zum Bundesgesetz \u00fcber das Verbot der Verh\u00fcllung des Gesichts (BVVG) verabschiedet. Wer an einem \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Ort sein Gesicht verh\u00fcllt, soll mit einer Busse bis 1000 Franken bestraft werden.<\/strong><\/div>\n<div class=\"mod mod-nsbnewsdetails\">\n<p>In der Vernehmlassung war der Vorschlag des Bundesrats begr\u00fcsst worden, den in der Volksabstimmung vom 7. M\u00e4rz 2021 angenommenen Verfassungsartikel zum Gesichtsverh\u00fcllungsverbot auf Bundesebene umzusetzen. Auf Kritik stiess jedoch die geplante Verankerung im Strafgesetzbuch (StGB). Deshalb schl\u00e4gt der Bundesrat dem Parlament die Umsetzung in einem eigenst\u00e4ndigen Gesetz vor. Diese L\u00f6sung tr\u00e4gt dem Sinn und Zweck des Gesichtsverh\u00fcllungsverbots besser Rechnung. So zielt das Gesichtsverh\u00fcllungsverbot auf die Gew\u00e4hrleistung der \u00f6ffentlichen Sicherheit und Ordnung ab. Die Bestrafung steht nicht im Vordergrund.<\/p>\n<h3>Busse bis 1000 Franken<\/h3>\n<p>Das neue Gesetz verbietet die Gesichtsverh\u00fcllung an \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Orten. Wer sich nicht an dieses Verbot h\u00e4lt, wird mit einer Busse bestraft. Anders als in der Vernehmlassung vorgeschlagen, soll die Busse statt bis zu 10 000 Franken h\u00f6chstens 1000 Franken betragen. Damit wird der Kritik Rechnung getragen, dass diese Maximalbusse unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig sei. Neu ist auch, dass die Missachtung des Gesichtsverh\u00fcllungsverbots in einem Ordnungsbussenverfahren geahndet werden kann. Das soll den Aufwand f\u00fcr die Kantone reduzieren und das Verfahren f\u00fcr die Betroffenen vereinfachen.<\/p>\n<h3>Das Gesetz sieht Ausnahmen vor<\/h3>\n<p>Das Gesichtsverh\u00fcllungsverbot findet keine Anwendung in Flugzeugen im In- und Ausland sowie in diplomatischen und konsularischen R\u00e4umlichkeiten. Das Gesicht darf auch in Gottesh\u00e4usern und anderen Sakralst\u00e4tten verh\u00fcllt werden. Ausserdem sieht das neue Gesetz Ausnahmen vor. So bleibt die Gesichtsverh\u00fcllung aus Gr\u00fcnden der Gesundheit, der Sicherheit, der klimatischen Bedingungen und des einheimischen Brauchtums erlaubt. Zul\u00e4ssig ist sie ausserdem f\u00fcr k\u00fcnstlerische und unterhaltende Darbietungen sowie zu Werbezwecken.<\/p>\n<p>Mit einer weiteren Ausnahme will der Bundesrat den Ausgleich zwischen dem Gesichtsverh\u00fcllungsverbot und den verfassungsm\u00e4ssig garantierten Grundrechten der Meinungs- und Versammlungsfreiheit schaffen: Wenn Gesichtsverh\u00fcllungen im \u00f6ffentlichen Raum zur Aus\u00fcbung dieser Grundrechte f\u00fcr den eigenen Schutz notwendig sind, sollen sie zul\u00e4ssig sein &#8211; sofern sie die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde vorg\u00e4ngig bewilligt hat und die \u00f6ffentliche Ordnung und Sicherheit nicht beeintr\u00e4chtigt wird.<\/p>\n<p>Gem\u00e4ss der \u00dcbergangsbestimmung zum Verfassungsartikel \u00fcber das Gesichtsverh\u00fcllungsverbot muss der Bundesrat die Ausf\u00fchrungsgesetzgebung innerhalb von zwei Jahren nach der Volksabstimmung vom 7. M\u00e4rz 2021 erarbeiten. Mit der \u00dcberweisung der Botschaft ans Parlament am 12. Oktober 2022 hat er diese Frist eingehalten.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer an einem \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Ort sein Gesicht verh\u00fcllt, soll mit einer Busse bis 1000 Franken bestraft werden<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":218819,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1141,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[29888,31836,31837],"class_list":["post-596674","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-themen","category-leben-in-der-schweiz","content_country-zvicer","content_country-austria-de","content_country-germany-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/596674","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=596674"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/596674\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/218819"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=596674"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=596674"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=596674"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=596674"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=596674"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}