{"id":591070,"date":"2022-09-24T00:54:47","date_gmt":"2022-09-23T22:54:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=591070"},"modified":"2022-09-24T00:55:20","modified_gmt":"2022-09-23T22:55:20","slug":"die-schweiz-verurteilt-die-sogenannten-referenden-in-gebieten-der-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/die-schweiz-verurteilt-die-sogenannten-referenden-in-gebieten-der-ukraine\/","title":{"rendered":"Die Schweiz verurteilt die sogenannten Referenden in Gebieten der Ukraine"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><strong>Die sogenannten Referenden in den von Russland teilweise besetzten Gebieten der Ukraine finden unter nicht rechtskonformen Umst\u00e4nden statt und sind v\u00f6lkerrechtswidrig. Der Bundesrat verurteilt diese neuerliche Verletzung der ukrainischen Souver\u00e4nit\u00e4t durch Russland und wird die Ergebnisse der sogenannten Referenden nicht anerkennen. Bundespr\u00e4sident Ignazio Cassis hat dem russischen Aussenminister, Sergej Lawrow, am Mittwoch in New York diese Position klar dargelegt. Das EDA hat gestern den russischen Botschafter einbestellt.<\/strong><\/div>\n<div class=\"mod mod-nsbnewsdetails\">\n<p>Vom 23. bis 27. September 2022 werden in den von Russland teilweise besetzten Gebieten der Ukraine sogenannte Referenden \u00fcber die Aufnahme in die Russische F\u00f6deration abgehalten. Organisiert werden diese von Vertretern, welche von Russland eingesetzt wurden. Diese Regionen geh\u00f6ren hingegen genauso wie die Krim v\u00f6lkerrechtlich zur Ukraine.<\/p>\n<p>Russland ist als Besatzungsmacht v\u00f6lkerrechtlich verpflichtet, das Humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht, die Menschenrechte einzuhalten und die bestehende ukrainische Rechtsordnung zu respektieren. Ebenso erlangt die Besatzungsmacht keine Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber das Gebiet. Die sogenannten Referenden in den teilweise von Russland besetzten Teilen der Ukraine werden in Verletzung der ukrainischen Verfassung abgehalten. Die sogenannten Referenden sind nicht rechtskonform und v\u00f6lkerrechtswidrig. Die Schweiz wird die Ergebnisse der sogenannten Referenden nicht anerkennen. Bundespr\u00e4sident Ignazio Cassis hat dem russischen Aussenminister, Sergej Lawrow, am Mittwoch in New York diese Position klar dargelegt. Das EDA hat auch gestern den russischen Botschafter einbestellt und ihm die Position der Schweiz kommuniziert.<\/p>\n<p>Mit der Durchf\u00fchrung dieser sogenannten Referenden verst\u00f6sst Russland seit der Krim-Annexion von 2014 zum wiederholten Mal gegen das V\u00f6lkerrecht, insbesondere gegen das Prinzip der territorialen Integrit\u00e4t und Souver\u00e4nit\u00e4t der Staaten. Zudem verletzt Russland seine internationalen Verpflichtungen aus verschiedenen bilateralen und multilateralen Staatsvertr\u00e4gen. Diese Vorg\u00e4nge stehen auch im Widerspruch zur Schlussakte von Helsinki.<\/p>\n<p>Die Schweiz hat bereits die von den selbsternannten Vertretern der sogenannten \u00abVolksrepubliken\u00bb Luhansk und Donezk erkl\u00e4rte Unabh\u00e4ngigkeit nie anerkannt. Russland hatte diese am 23. Februar 2022 als unabh\u00e4ngige Staaten anerkannt. Dies verurteilte der Bundesrat umgehend als v\u00f6lkerrechtswidrigen Akt und einen Verstoss gegen die territoriale Integrit\u00e4t und Souver\u00e4nit\u00e4t der Ukraine.<\/p>\n<p>Der Bundesrat fordert Russland auf, von der Abhaltung von sogenannten Referenden in der Ukraine abzusehen, den zu erwartenden Antr\u00e4gen auf Aufnahme der Gebiete in die Russische F\u00f6deration nicht Folge zu leisten sowie weitere Schritte in Richtung Besatzung und Annexion zu unterlassen. Der Bundesrat beobachtet zudem die russische Teil-Mobilmachung eng und mit grosser Sorge und fordert Russland zur Deeskalation sowie zum vollst\u00e4ndigen R\u00fcckzug aus den ukrainischen Gebieten auf.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundespr\u00e4sident Ignazio Cassis hat dem russischen Aussenminister, Sergej Lawrow, am Mittwoch in New York diese Position klar dargelegt. 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