{"id":591064,"date":"2022-09-24T09:00:20","date_gmt":"2022-09-24T07:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=591064"},"modified":"2022-09-24T00:48:26","modified_gmt":"2022-09-23T22:48:26","slug":"energie-der-bundesrat-empfiehlt-die-umschaltung-von-zweistoffanlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/energie-der-bundesrat-empfiehlt-die-umschaltung-von-zweistoffanlagen\/","title":{"rendered":"Energie: Der Bundesrat empfiehlt die Umschaltung von Zweistoffanlagen"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><strong>Das Eidgen\u00f6ssische Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) und das Eidgen\u00f6ssische Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) empfehlen die Umschaltung von Zweistoffanlagen auf Heiz\u00f6lbetrieb ab dem 1. Oktober 2022. Dar\u00fcber wurde der Bundesrat an seiner Sitzung vom 23. September 2022 informiert.<\/strong><strong>Die Empfehlung soll massgeblich zum Erreichen des freiwilligen Gas-Sparziels von 15 Prozent beitragen.<\/strong><strong>\u00a0 Um die Versorgung mit Mineral\u00f6lprodukten weiterhin sicherstellen zu k\u00f6nnen, werden die Pflichtlager f\u00fcr Autobenzin, Diesel- und Heiz\u00f6l sowie Flugpetrol ab dem 3. Oktober 2022 freigegeben.<\/strong><\/div>\n<div class=\"mod mod-nsbnewsdetails\">\n<p>Die mit dem Krieg in der Ukraine ausgel\u00f6ste Energiekrise und der russische Gaslieferstopp nach Europa k\u00f6nnen zu Versorgungsgenp\u00e4ssen f\u00fchren. Der Bundesrat setzt darum alles daran, dies m\u00f6glichst zu vermeiden und daf\u00fcr zu sorgen, dass die Bev\u00f6lkerung und die Unternehmen auch in den kommenden Wintermonaten mit gen\u00fcgend Energie versorgt werden. Betreiber von Zweistoffanlagen k\u00f6nnen durch eine Umstellung von Gas auf Heiz\u00f6l einen wertvollen Beitrag zur Gew\u00e4hrleistung der Versorgungssicherheit leisten.<\/p>\n<p>Der Bundesrat wurde in seiner Sitzung vom 23. September 2022 dar\u00fcber informiert, dass das Eidgen\u00f6ssische Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) und das Eidgen\u00f6ssische Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) die Umschaltung von Zweistoffanlagen auf Heiz\u00f6lbetrieb ab dem 1. Oktober 2022 empfehlen. Mit der Umsetzung dieser Empfehlung k\u00f6nnen schnell nennenswerte Mengen an Gas eingespart werden. Dies tr\u00e4gt massgeblich zum Erreichen des freiwilligen Gas-Sparziels von 15 Prozent bei, das die Schweiz analog zur EU von Oktober 2022 bis M\u00e4rz 2023 anstrebt.<\/p>\n<p>Um den Umstieg zu erleichtern, hat der Bundesrat am 16. September 2022 in der Luftreinhalte- und der CO2-Verordnung befristete Erleichterungen f\u00fcr Zweistoffanlagen erlassen. Zweistoffanlagen k\u00f6nnen im Heiz\u00f6lbetrieb die Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung insbesondere f\u00fcr Stickoxide nicht in jedem Fall einhalten. F\u00fcr die empfohlene oder sp\u00e4ter allenfalls angeordnete Umschaltung von Gas auf Heiz\u00f6l gelten f\u00fcr Zweistoffanlagen zwischen dem 1. Oktober 2022 und 31. M\u00e4rz 2023 weniger strenge Grenzwerte f\u00fcr Stickoxide und Kohlenmonoxid. Bei Zweistoffanlagen, die auf Heiz\u00f6l umstellen, muss eine Wartung des Brenners durchgef\u00fchrt werden. Dabei m\u00fcssen auch eine Emissionsmessung durch die Servicefachperson durchgef\u00fchrt und die Messresultate der zust\u00e4ndigen Vollzugsbeh\u00f6rde zugestellt werden. F\u00fcr Anlagen mit einer Verminderungsverpflichtung f\u00fcr CO2, die in den Jahren 2022 bis zum Ende der Verpflichtungsperiode 2024 aufgrund dieser Empfehlung oder einer Anordnung von Erdgas auf Heiz\u00f6l mehr CO2 ausstossen, k\u00f6nnen die Betreiber beim Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU) ein Gesuch einreichen, damit die Mehremissionen f\u00fcr die Dauer der Empfehlung bzw. Anordnung bei der Beurteilung der Einhaltung der Emissions- resp. Massnahmenziele nicht ber\u00fccksichtigt werden. Dieses Gesuch kann im Rahmen des j\u00e4hrlichen Monitorings eingereicht werden (31. Mai des Folgejahres).<\/p>\n<p>Bei der Umschaltung bilden die begrenzten Logistikkapazit\u00e4ten eine besondere Herausforderung, da mehr Heiz\u00f6l als \u00fcblicherweise ben\u00f6tigt wird. Um die Auslieferkapazit\u00e4ten f\u00fcr diesen Winter zu gew\u00e4hrleisten, wird &#8211; auch der Bev\u00f6lkerung -empfohlen, die Heiz\u00f6ltanks jetzt zu f\u00fcllen.<\/p>\n<p><b>Freigabe von Mineral\u00f6l-Pflichtlagern<\/b><\/p>\n<p>Um die Versorgung der Schweiz mit Mineral\u00f6lprodukten auch ab Oktober 2022 sicherstellen zu k\u00f6nnen, werden die Pflichtlager f\u00fcr Autobenzin, Diesel- und Heiz\u00f6l sowie Flugpetrol freigegeben. Dies aufgrund der eingeschr\u00e4nkten Kapazit\u00e4ten auf dem Rhein und logistischer Probleme bei ausl\u00e4ndischen Bahntransporten Die entsprechende Verordnung tritt am 3. Oktober 2022 in Kraft.<\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Landesversorgung WL hat vor der nun erfolgten Freigabe in diesem Jahr bereits zwei Mal entschieden, auf die Pflichtlager zur\u00fcckzugreifen. Dies geschah mit sogenannten Unterschreitungen der Pflichtlagermenge im Umfang von fast 20 Prozent. Die Pflichtlager f\u00fcr Autobenzin, Diesel\u00f6l und Heiz\u00f6l decken rund 4,5 Monate eines Normal-verbrauchs ab. Beim Flugpetrol reichen die Reserven f\u00fcr rund 3 Monate. Die Pflichtlager dienen der St\u00fctzung des Marktes, f\u00fcr den Fall, dass dieser die Nachfrage aus logistischen Gr\u00fcnden nicht mehr decken kann. Die Verordnung, die auf Antrag des WL-Delegierten durch das WBF erlassen wurde, bleibt so lang in Kraft, wie es die Situation unbedingt erfordert. Die Pflichtlager f\u00fcr Mineral\u00f6lprodukte wurden letztmals in den Jahren 2005, 2010 und 2019 freigegeben.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um die Versorgung mit Mineral\u00f6lprodukten weiterhin sicherstellen zu k\u00f6nnen, werden die Pflichtlager f\u00fcr Autobenzin, Diesel- und Heiz\u00f6l sowie Flugpetrol ab dem 3. Oktober 2022 freigegeben<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":585482,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[29888,31836,31837],"class_list":["post-591064","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-leben-in-der-schweiz","content_country-zvicer","content_country-austria-de","content_country-germany-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/591064","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=591064"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/591064\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/585482"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=591064"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=591064"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=591064"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=591064"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=591064"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}