{"id":588945,"date":"2022-09-15T15:33:30","date_gmt":"2022-09-15T13:33:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=588945"},"modified":"2022-09-15T15:33:30","modified_gmt":"2022-09-15T13:33:30","slug":"mehr-getoetete-und-schwerverletzte-auf-schweizer-strassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/mehr-getoetete-und-schwerverletzte-auf-schweizer-strassen\/","title":{"rendered":"Mehr Get\u00f6tete und Schwerverletzte auf Schweizer Strassen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im ersten Halbjahr 2022 verloren auf Schweizer Strassen insgesamt 116 Menschen ihr Leben bei einem Verkehrsunfall. 1746 Personen wurden in diesem Zeitraum schwer verletzt. Damit stieg die Zahl der Get\u00f6teten und Schwerverletzten gegen\u00fcber der Vorjahresperiode. Bei den E-Bike-Fahrenden stieg die Zahl der Get\u00f6teten von 9 auf 15; die Zahl der Schwerverletzten hingegen sank von 254 auf 220. Dies zeigt die Halbjahresstatistik zu den Strassenverkehrsunf\u00e4llen des Bundesamts f\u00fcr Strassen (ASTRA).<\/strong><\/p>\n<p>Die Anzahl Todesopfer auf Schweizer Strassen nahm im ersten Halbjahr 2022 gegen\u00fcber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2021 deutlich zu. Insgesamt haben 116 Personen ihr Leben verloren (2021: 87 Personen). Auch die Zahl der schwerverletzten Personen nahm von 1709 Personen im ersten Halbjahr 2021 auf 1746 Personen im ersten Halbjahr 2022 zu.<\/p>\n<p>Die Halbjahresstatistik der Strassenverkehrsunf\u00e4lle zeigt eine vorl\u00e4ufige und provisorische Auswertung des Informationssystems Strassenverkehrsunf\u00e4lle. Eine Einsch\u00e4tzung der vorliegenden Zahlen auf dieser Basis ist schwierig, so kann aktuell beispielsweise noch nicht beurteilt werden, ob und wie sich das durch die Corona-Pandemie ge\u00e4nderte Verkehrsverhalten auf das Unfallgeschehen ausgewirkt hat. Die definitiven Unfallzahlen f\u00fcr das ganze 2022 werden im Fr\u00fchjahr 2023 vorliegen.<\/p>\n<p><strong>Insassen von Personenwagen<\/strong><\/p>\n<p>Bei den Insassen von Personenwagen ist im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zur Vorjahresperiode bei den Get\u00f6teten ein Anstieg von 27 auf 37 Personen zu verzeichnen. Bei Unf\u00e4llen schwer verletzt wurden 346 Insassen von Personenwagen (2021: 293 Schwerverletzte). Nach Altersgruppen ist bei den Schwerverunfallten (Summe aus Get\u00f6teten und Schwerverletzten) ein R\u00fcckgang insbesondere bei den 18- bis 34-J\u00e4hrigen zu beobachten. Einen Anstieg gab es vor allem bei den Altersgruppen ab 55 Jahren. Die Schwerverunfallten verungl\u00fcckten am h\u00e4ufigsten in Schleuder- oder Selbstunf\u00e4llen. Angestiegen ist die Zahl der Unf\u00e4lle, bei denen die schwerverunfallten Lenkerinnen und Lenker der Personenwagen aufgrund von Alkoholisierung einen Unfall verursacht haben. Geschwindigkeit als Hauptursache ist in diesen Unf\u00e4llen hingegen r\u00fcckl\u00e4ufig.<\/p>\n<p><strong>Motorradfahrende<\/strong><\/p>\n<p>Im ersten Halbjahr 2022 starben 23 Motorradfahrende (2021: 19 Get\u00f6tete), und 466 wurden schwer verletzt (2021: 466 Schwerverletzte). Die Zahl der Schwerverunfallten in den Altersklassen zwischen 25 und 54 Jahren ist gesunken; alle anderen Altersklassen verzeichnen einen Anstieg. Von den insgesamt 489 Schwerverunfallten waren 30 Personen Mitfahrende auf dem Motorrad. Geschwindigkeit war die h\u00e4ufigste Hauptursache von Unf\u00e4llen, bei denen die schwerverunfallten Motorrad-Lenkenden den Unfall selbst verursacht haben (99 Schwerverunfallte, Anstieg von 19 Schwerverunfallten gegen\u00fcber 2021).<\/p>\n<p><strong>Fussg\u00e4ngerinnen und Fussg\u00e4nger<\/strong><\/p>\n<p>17 Fussg\u00e4ngerinnen und Fussg\u00e4nger wurden im ersten Halbjahr 2022 get\u00f6tet (2021: 15 Get\u00f6tete) und 198 schwer verletzt (2021: 170 Schwerverletzte). 2 Personen verloren ihr Leben auf einem Fussg\u00e4ngerstreifen (2021: 5 Get\u00f6tete), 15 Personen verloren ihr Leben abseits eines Fussg\u00e4ngerstreifens (2021: 10 Get\u00f6tete). Von den 215 schwerverunfallten Fussg\u00e4ngerinnen und Fussg\u00e4ngern haben 45 Personen den Unfall verursacht.<\/p>\n<p><strong>Fahrradfahrende<\/strong><\/p>\n<p>9 Personen wurden im ersten Halbjahr 2022 auf einem Fahrrad get\u00f6tet (2021: 8 Get\u00f6tete); 358 Personen wurden schwer verletzt (2021: 375 Schwerverletzte). Der zahlenm\u00e4ssig st\u00e4rkste R\u00fcckgang von schwerverunfallten Fahrradfahrenden ist in der Altersklasse 45 bis 54 Jahre festzustellen. Meistens handelte es sich um Schleuder- oder Selbstunf\u00e4lle und h\u00e4ufig verursachten die Fahrradlenkenden den Unfall selbst.<\/p>\n<p><strong>E-Bike-Fahrende<\/strong><\/p>\n<p>Mit einem E-Bike starben 15 Personen im ersten Halbjahr 2022 (2021: 9 Get\u00f6tete); 220 Personen wurden schwer verletzt (2021: 254 Schwerverletzte). Mit einem schnellen E-Bike verunfallten 43 Personen schwer (keine Get\u00f6teten, 43 Schwerverletzte), mit einem langsamen E-Bike 192 Personen (15 Get\u00f6tete, 177 Schwerverletzte). Bei den 55- bis 64-J\u00e4hrigen hat die Zahl der Schwerverunfallten, die mit einem langsamen E-Bike unterwegs waren, im Vergleich zum Vorjahr von 38 auf 47 zugenommen; bei den 14- bis 54-J\u00e4hrigen war eine Abnahme zu verzeichnen.<\/p>\n<p>Die meisten Unf\u00e4lle mit schwerverunfallten E-Bike-Fahrenden waren Schleuder- oder Selbstunf\u00e4lle. H\u00e4ufigste Hauptursache der Unf\u00e4lle, bei denen die schwerverunfallten E-Bike-Fahrenden den Unfall selbst verursachten, waren \u00abUnaufmerksamkeit und Ablenkung\u00bb, \u00abFehlverhalten der Lenkenden\u00bb sowie \u00abFehlverhalten bei Fahrbewegungen\u00bb. In 78 Prozent der Unf\u00e4lle mit schwerverunfallten E-Bike-Fahrenden waren die E-Bike-Lenkenden selbst die Hauptverursacher des Unfalls.<\/p>\n<p><strong>Fahrzeug\u00e4hnliche Ger\u00e4te<\/strong><\/p>\n<p>Anders als im Vorjahr mussten bei fahrzeug\u00e4hnlichen Ger\u00e4ten (Inline-Skates, Rollbretter, Trottinettes usw.) im ersten Halbjahr 2022 drei t\u00f6dlich Verunfallte festgestellt werden (2021: 0 Get\u00f6tete). Demgegen\u00fcber sank die Zahl der Schwerverletzten von 37 auf 23 Personen. 9 Schwerverunfallte waren Kinder von 2 bis 13 Jahren (2021: 19 schwerverunfallte Kinder). Knapp 80 Prozent der Schwerverunfallen verungl\u00fcckten dabei mit einem Trottinette.<\/p>\n<p><strong>E-Trottinettes<\/strong><\/p>\n<p>Im ersten Halbjahr 2022 wurde eine Person auf einem E-Trottinette get\u00f6tet (2021: keine Get\u00f6teten); 35 Personen wurden schwer verletzt (2021: 36 Schwerverletzte). Von den insgesamt 36 Schwerverunfallten waren 35 Personen die Lenkenden, eine Person verunfallte als Mitfahrende schwer. 91 Prozent der schwerverunfallten E-Trottinette-Lenkenden haben den Unfall selbst verursacht. H\u00e4ufigste Hauptursache der Unf\u00e4lle, bei denen die schwerverunfallten E-Trottinette-Fahrenden den Unfall selbst verursachten, waren Einwirkung von Alkohol gefolgt von Unaufmerksamkeit und Ablenkung sowie Geschwindigkeit. Ein deutlicher Anstieg der Schwerverunfallten zeigt sich bei den 25- bis 34-J\u00e4hrigen.<\/p>\n<p>Die Halbjahresstatistik der Strassenverkehrsunf\u00e4lle basiert auf dem Informationssystem Strassenverkehrsunf\u00e4lle des ASTRA. Darin werden die von der Polizei gemeldeten Unf\u00e4lle auf \u00f6ffentlichen Strassen oder Pl\u00e4tzen erfasst, in die mindestens ein Motorfahrzeug, ein Fahrrad oder ein fahrzeug\u00e4hnliches Ger\u00e4t verwickelt ist. Die Ergebnisse der Halbjahresstatistik sind provisorisch. Die definitiven Zahlen werden im Fr\u00fchjahr 2023 publiziert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen.msg-id-90359.html\">\/admin.ch\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im ersten Halbjahr 2022 verloren auf Schweizer Strassen insgesamt 116 Menschen ihr Leben bei einem Verkehrsunfall. 1746 Personen wurden in diesem Zeitraum schwer verletzt. Damit stieg die Zahl der Get\u00f6teten und Schwerverletzten gegen\u00fcber der Vorjahresperiode. 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