{"id":584567,"date":"2022-08-27T16:09:59","date_gmt":"2022-08-27T14:09:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=584567"},"modified":"2022-09-05T22:26:58","modified_gmt":"2022-09-05T20:26:58","slug":"das-herz-einer-kaempferin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/das-herz-einer-kaempferin\/","title":{"rendered":"Das Herz einer K\u00e4mpferin"},"content":{"rendered":"<p>Diagnose Brustkrebs &#8211; und pl\u00f6tzlich wird alles anders. Die Worte \u201eSie haben Krebs\u201c ersch\u00fcttern viele Menschen und die Zeit danach wird oftmals als Ausnahmezustand beschrieben, in dem von einem Moment auf das andere Vieles nicht mehr so ist, wie vorher. Es ist schwer, zu verstehen, dass der K\u00f6rper gerade von einer schweren Krankheit betroffen ist. So war es auch bei mir. Ich verharrte einige Tage in einer Schock Situation. Nach dem der Onkologe mir diese Diagnose mitteilte, weinte ich kurz, ging aus dem Krankenhaus hinaus und machte 4 Nachrichten. In diesem Moment habe ich alle Engagements, die aktuell waren, on hold gesetzt. Ich ging nach Hause, wo meine Mutter in meinem Wohnzimmer auf mich wartete. Es reichte ein Blick und sie wusste was los ist. Sie weinte und brach in meinen Armen zusammen. Was sollte ich tun. Irgendwas passierte, als ich die Blicke meiner Familienmitglieder sah. In mir wurde eine Art Besch\u00fctzerinstinkt ausgel\u00f6st. Auch wenn ich die Patientin war, musste ich f\u00fcr meine Familie stark sein. Ich fing an Witze zu machen und Spass \u00fcber Krebs. Irgendwie dachte ich, dass es hilft alles ein bisschen gelassener zu sehen. Ich wollte kein Mitleid und keine Traurigkeit. Die Diagnose war schon traurig genug.<\/p>\n<p>Ich habe versucht so offen und transparent wie m\u00f6glich mit dem delikaten Thema umzugehen. Denn schon nur der Klang des Wortes scheint heute ein Todesurteil zu sein. Und die Auseinandersetzung mit dem Tod ist nichts Sch\u00f6nes. Ich habe mich mit dem Thema auseinandergesetzt und hatte damit Frieden geschlossen, denn man weiss ja nie. Aber, ich wusste, dass die Fortschritte der Krebsforschung heutzutage sehr weit sind. Ich vertraute in die Medizin, ich vertraute auf die Selbstheilungskr\u00e4fte meines K\u00f6rpers und meiner positiven Gedanken. Menschen, die positiv denken, sind keinesfalls gefeit vor negativen Emotionen oder Krisen. Sie k\u00f6nnen aber besser damit umgehen und belastende Situationen positiver bewerten. Nicht jeder ist als Optimist geboren. Man kann aber lernen, positiv zu denken und Hindernisse besser zu meistern. Und der erste Schritt dazu ist sich selbst einzugestehen, wie es dir geht. Ehrlich. Denn wir neigen dazu unsere Gef\u00fchle, auch f\u00fcr uns selbst, zu unterdr\u00fccken oder zu verleugnen.<\/p>\n<p>Und der n\u00e4chste Schritt ist die eigene Geschichte zu teilen. Es muss nicht mit 1000 Menschen sein. Sondern mit er Familie und Freunde. Es hilft dir und allenfalls jemand andrem auch. Es ist keine Schande krank zu sein. Wir k\u00f6nnen nichts daf\u00fcr, dass wir diese Diagnose erhalten und m\u00fcssen uns nicht sch\u00e4men. Die Frage ist, wie gehe ich damit um? Die beste Art einen Kampf zu besiegen ist im direkt in die Augen zu schauen. Ihn zu Akzeptieren. Zu verstehen, dass man zwar nichts an der Diagnose \u00e4ndern kann, wohl aber an der Art wie wir damit umgehen.<\/p>\n<p>Unser Volk jammert gerne. Ich m\u00f6chte nicht alle in einen Topf werfen, ich spreche aus meiner Erfahrung. Manch einem mag es sinnvoll vorkommen den Frust \u201eeinfach mal rauszulassen\u201c. Allerdings stimmt das so nicht: Jammern hat f\u00fcr uns und andere sch\u00e4dliche Auswirkungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li>Jammern\u00a0erzieht dein Gehirn zum negativen Denken.\u00a0Wer oft jammert, sorgt daf\u00fcr, dass sich Synapsen verkn\u00fcpfen, die mit negativen Gedanken und Gef\u00fchlen zusammenh\u00e4ngen. Damit werden in Zukunft negative Gedanken schneller aktiviert und positivem Denken vorgezogen.<\/li>\n<li>Jammern macht vergesslich.\u00a0Negative Gedanken lassen den Hippocampus schrumpfen \u2013 das ist ein Teil im Gehirn, der f\u00fcr das Ged\u00e4chtnis zust\u00e4ndig ist.<\/li>\n<li>Jammern sorgt f\u00fcr Stress und macht dich krank.\u00a0Negative Gef\u00fchle\u00a0senden Alarmsignale an den K\u00f6rper, so dass Cortisol \u2013 das Stresshormon \u2013 ausgesch\u00fcttet wird. H\u00e4ufige negative Gedanken halten den Cortisolspiegel hoch. Damit steigt das Risiko f\u00fcr Herzerkrankungen und Diabetes oder Depressionen und <a href=\"https:\/\/utopia.de\/ratgeber\/burnout-symptome-diese-anzeichen-solltest-du-ernst-nehmen\/\">Burnout<\/a><\/li>\n<li>Jammern gef\u00e4hrdet die Gesundheit deiner Mitmenschen.\u00a0Wenn uns jemand beim Jammern zuh\u00f6ren muss, dann steigt auch dessen Stresslevel. Wir k\u00f6nnen also andere mit unseren ausgesprochenen Gedanken geh\u00f6rig zusetzen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Brustkrebs-Diagnose traf mich mitten im Leben. Kaum hatte ich meinen Master beendet und freute mich auf meinen neuen Job, steht meine Welt pl\u00f6tzlich Kopf. Ich wollte meine Geschichte erz\u00e4hlen, um aufzuzeigen, dass dem Krebs egal ist, wer du bist, woher du kommst und wie alt du bist. Nach der Publikation meiner Krankheit wurde ich von hunderten von Frauen kontaktiert. Die meisten davon gingen gleich danach in einen Check-up. Wenn ich nur einer Person helfen konnte, diesen schwierigen Weg, den ich gerade erlebe, zu vermeiden, dann hat sich meine Kampagne gelohnt.<\/p>\n<p>Der Sinn des Lebens, der Gesundheit, der Liebe zueinander ist mir nie klarer geworden als in diesen Wochen. Meine Damen, scannt euren K\u00f6rper. Eine fr\u00fche Diagnose kann Euer Leben und Eure Zukunft retten.<\/p>\n<p>Um Brustkrebs fr\u00fch erkennen zu k\u00f6nnen, ist die beste Diagnostik erforderlich. Diese besteht aus einer Kombination von:<\/p>\n<ul>\n<li>Tastuntersuchung<\/li>\n<li>Mammografie<\/li>\n<li>Ultraschall<\/li>\n<li>Wenn n\u00f6tig: Punktion<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fachkr\u00e4fte empfehlen f\u00fcr Frauen ohne famili\u00e4res Risiko folgende Fr\u00fcherkennungsmassnahmen:<\/p>\n<ul>\n<li>Monatliche Selbstuntersuchung<\/li>\n<li>Eine j\u00e4hrliche gyn\u00e4kologische Vorsorgeuntersuchung (mit Brust-Tastuntersuchung) ab 40 Jahren<\/li>\n<li>Eine Basismammografie zwischen 40 und 50 Jahren und danach Mammografien in 2-j\u00e4hrlichen Abst\u00e4nden<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir m\u00fcssen gemeinsam gegen Brustkrebs k\u00e4mpfen. Je fr\u00fcher Tumore entdeckt werden, desto besser sind die \u00dcberlebenschancen. Dazu geh\u00f6rt die Achtsamkeit gegen\u00fcber der eigenen Gesundheit; die Solidarit\u00e4t mit Betroffenen \u2013 Brustkrebs kann jede Frau treffen, aber auch M\u00e4nner sowie einem offenen Umgang mit der Thematik Brustkrebs. In dieser schwierigen Situation ist es zentral, kompetente Anlaufstellen und m\u00f6glichst leichten Zugriff zu allen Informationen zu haben.<\/p>\n<p>Deshalb habe ich kurz nach der Diagnose mit dem Verein \u201e<a href=\"https:\/\/renesansa.org\/\">Renesansa<\/a>\u201c im Kosovo zusammengespannt, um allen Betroffenen im Kosovo zu helfen. Helfen zu verstehen, helfen zu akzeptieren, helfen zu lernen, was die Krankheit ist, wie man damit umgehen kann. Ihnen Per\u00fccken und Brusthalter zur Verf\u00fcgung zu stellen, kostenlos.<\/p>\n<p><strong>Wir wollen Frauen helfen, niemals zu zweifeln, dass sie stark sind.<\/strong> <strong>Wir m\u00fcssen unser Selbstverst\u00e4ndnis umgestalten. Wir m\u00fcssen als Frauen aufstehen und die F\u00fchrung \u00fcbernehmen.<\/strong><\/p>\n<p>Brusterkrankungen, insbesondere Brustkrebs, betreffen zentrale Lebensbereiche und bringen oft Verunsicherungen mit sich. Wir organiserien Fachspezialisten, die sich zum Ziel gesetzt haben, die \u00c4ngste der Patientinnen zu nehmen und Sie pers\u00f6nlich auf ihrem Weg zu begleiten.<\/p>\n<p>Gemeinsam gewinnen wir den Kampf gegen Brustkrebs. J\u00e4hrlich organisieren wir im Kosovo den Race for the cure Lauf. Hier sammeln sich Betroffen, Freunde und Familie zu einem gemeinsamen Lauf gegen Brustkrebs.<\/p>\n<p>Auf unsere Webseite finden Sie alle Informationen. <a href=\"https:\/\/renesansa.org\/\">https:\/\/renesansa.org\/<\/a><\/p>\n<p>Jeder Rappen z\u00e4hlt. Stellen Sie sich vor, wenn Tausenden Menschen nur einen Franken spenden. So k\u00f6nnten wir gemeinsam sehr, sehr vielen Betroffenen Frauen im Kosovo helfen.<\/p>\n<p>Nennen Sie bei der Spende den Namen \u201eArbela\u201c. Danke, dass Sie ein Teil der L\u00f6sung sind. Danke, dass Sie anderen Menschen helfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brusterkrankungen, insbesondere Brustkrebs, betreffen zentrale Lebensbereiche und bringen oft Verunsicherungen mit sich. 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