{"id":548421,"date":"2022-03-20T18:45:02","date_gmt":"2022-03-20T17:45:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=548421"},"modified":"2022-03-20T17:42:48","modified_gmt":"2022-03-20T16:42:48","slug":"fast-8000-gefluechtete-aus-der-ukraine-registriert-sem-vergibt-nun-termine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/fast-8000-gefluechtete-aus-der-ukraine-registriert-sem-vergibt-nun-termine\/","title":{"rendered":"Fast 8000 Gefl\u00fcchtete aus der Ukraine registriert \u2013 SEM vergibt nun Termine"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><\/div>\n<div class=\"mod mod-nsbnewsdetails\">\n<p><strong>Das Staatssekretariat f\u00fcr Migration (SEM) hat bis am Mittwochabend 7903 Personen aus der Ukraine registriert. In den Bundesasylzentren k\u00f6nnen mehr als 1000 Personen pro Tag registriert werden. Um Wartezeiten in den Bundesasylzentren m\u00f6glichst zu vermeiden, k\u00f6nnen die Gefl\u00fcchteten vor Ort oder auf elektronischem Weg ein Gesuch einreichen und erhalten vom SEM einen Terminvorschlag. Der Bund verf\u00fcgt aktuell \u00fcber rund 1500 freie Unterbringungspl\u00e4tze und arbeitet mit Hochdruck daran, die Kapazit\u00e4ten weiter auszubauen. Die Kantone haben ihrerseits mehrere Tausend zus\u00e4tzliche Unterbringungspl\u00e4tze f\u00fcr ihnen zugewiesene Personen mit Schutzstatus S bereitgestellt. Die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen ist eng und funktioniert gut.<\/strong><\/p>\n<p>Das SEM hat die Kapazit\u00e4ten in den Bundesasylzentren seit Inkraftsetzung des Schutzstatus S durch den Bundesrat stetig erh\u00f6ht. Aktuell k\u00f6nnen mehr als 1000 Personen pro Tag registriert werden \u2013 und dies sieben Tage pro Woche. Es ist dem SEM ein grosses Anliegen, die Wartezeiten vor Ort deutlich zu reduzieren. Aus diesem Grund k\u00f6nnen Schutzsuchende mittels eines einfachen Formulars ein Gesuch um Verleihung des Schutzstatus einreichen und erhalten anschliessend vom SEM einen Terminvorschlag f\u00fcr die Registrierung in einem Bundesasylzentrum. Dieses Formular kann auch auf der Website des SEM heruntergeladen, ausgef\u00fcllt und per E-Mail eingereicht werden. Das SEM arbeitet auch an einem online-Tool, das es erlaubt, das Formular direkt auf dem Handy auszuf\u00fcllen und einzureichen. Sobald das Gesuch um Erteilung des Schutzstatus S eingereicht ist, kann der Kanton Schutzsuchenden r\u00fcckwirkend auf das Datum der Gesuchseinreichung krankenversichern. Falls sie schon vorher dringende medizinische Hilfe ben\u00f6tigen, k\u00f6nnen sie diese in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Unterbringung der Schutzsuchenden stehen dem SEM aktuell gegen 9000 Pl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung. Das Eidgen\u00f6ssische Departement f\u00fcr Verteidigung, Bev\u00f6lkerungsschutz und Sport (VBS) stellt dem SEM bereits vor\u00fcbergehend 1800 Pl\u00e4tze in den Kasernen B\u00fclach (ZH) und Bure (JU) zur Verf\u00fcgung. In einigen Tagen werden rund 300 Unterbringungspl\u00e4tze im Truppenlager auf dem Glaubenberg (OW) dazukommen. Das SEM sucht mit Hochdruck nach weiteren Unterk\u00fcnften f\u00fcr die Gefl\u00fcchteten.<\/p>\n<p>Dasselbe tun die Kantone: In den letzten Wochen haben sie mehrere Tausend zus\u00e4tzliche Pl\u00e4tze gesucht und teils schon in Betrieb genommen. Aus Sicht der Kantone ist wichtig, dass es nicht \u00fcber l\u00e4ngere Zeit zu sehr einseitigen Belastungen kommt, indem sich ein Grossteil der Gefl\u00fcchteten in Kantonen mit grossen St\u00e4dten niederl\u00e4sst. Im Sinne einer m\u00f6glichst austarierten Belastung sollen Menschen, die nicht bereits bei Verwandten oder Bekannten in einem bestimmten Kanton wohnen, m\u00f6glichst gleichm\u00e4ssig und nach Massgabe der freien Pl\u00e4tze auf die Kantone verteilt werden. Die Kantone sind gemeinsam mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) daran, die Prozesse nach der Zuweisung in den Kanton zu definieren. Hier muss jeder Kanton entscheiden, ob er die Begleitung der Gastfamilien und die Betreuung der Gefl\u00fcchteten selbst \u00fcbernehmen kann oder ob er mit einem Hilfswerk zusammenarbeitet. Eine entsprechende Umfrage unter den Kantonen l\u00e4uft.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Kantone stellen die verletzten oder traumatisierten Personen eine grosse Herausforderung dar: Diese Menschen sind besonders auf eine nachhaltige L\u00f6sung bei der Unterbringung angewiesen, damit sie sich stabilisieren k\u00f6nnen. Deren Betreuung ist oft aufw\u00e4ndig. Die SODK ist zurzeit mit dem SEM im Gespr\u00e4ch, um einen Prozess zu definieren, der den Kantonen etwas Zeit gibt, gute L\u00f6sungen f\u00fcr diese Menschen zu finden.<\/p>\n<p>In den Medien war j\u00fcngst die Rede vom Risiko einer Ausbeutung von privat untergebrachten Personen. Das SEM und die Kantone sind gewillt, dieses Risiko zu mindern \u2013 so gibt das SEM den Gefl\u00fcchteten bereits bei der Registrierung einen Flyer mit Informationen und Kontaktadressen zum Thema ab. Die SODK hat auf der gemeinsam mit dem Bund betriebenen Website www.opferhilfe-schweiz.ch Informationen in Ukrainisch und Russisch sowie alle Opferberatungsstellen und Schutzunterk\u00fcnfte in der Schweiz aufgeschaltet.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) steht ein rascher Registrierungsprozess und eine unb\u00fcrokratische Versorgung der Ankommenden im Vordergrund. Sie weist zus\u00e4tzlich darauf hin, dass Fl\u00fcchtende h\u00e4ufig Opfer von Straftaten (Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung, Ausbeutung von Arbeitskraft) werden. Sie begr\u00fcsst deshalb die laufende Sensibilisierung aller Beteiligten auf das Thema, sowohl der Mitarbeitenden bei Beh\u00f6rden und involvierten NGO wie auch der Fl\u00fcchtenden selbst. Die Polizei beobachtet die Situation intensiv und hat ihre Pr\u00e4senz an neuralgischen Punkten verst\u00e4rkt.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bund verf\u00fcgt aktuell \u00fcber rund 1500 freie Unterbringungspl\u00e4tze und arbeitet mit Hochdruck daran, die Kapazit\u00e4ten weiter auszubauen<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":547107,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1188,1141,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-548421","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-shkurt-ch-de","category-themen","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/548421","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=548421"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/548421\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/547107"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=548421"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=548421"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=548421"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=548421"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=548421"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}