{"id":518249,"date":"2021-11-15T23:10:45","date_gmt":"2021-11-15T22:10:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=518249"},"modified":"2021-11-23T23:15:11","modified_gmt":"2021-11-23T22:15:11","slug":"cop26-einigung-auf-marktregeln-fuer-emissionsverminderungen-im-ausland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/cop26-einigung-auf-marktregeln-fuer-emissionsverminderungen-im-ausland\/","title":{"rendered":"COP26: Einigung auf Marktregeln f\u00fcr Emissionsverminderungen im Ausland"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><\/div>\n<div class=\"mod mod-nsbnewsdetails\">\n<p><strong>Die 26. Klimakonferenz (COP26) in Glasgow ist am 13. November zu Ende gegangen. Wichtige Themen der Konferenz waren die Erreichung des 1.5-Grad-Ziels, griffige Regeln f\u00fcr Emissionsverminderungen im Ausland und f\u00fcr die Berichterstattung, sowie der Umgang mit klimawandelbedingten Verlusten und Sch\u00e4den. Die L\u00e4nder haben sich auf Regeln geeinigt, welche die doppelte Anrechnung von im Ausland erzielten Emissionsverminderungen zwischen Staaten ausschliessen. Damit wurden die letzten Umsetzungsregeln des Abkommens verabschiedet. Die Schweiz hat sich an der Konferenz stark daf\u00fcr eingesetzt, dass Doppelz\u00e4hlungen verhindert werden. Im Rahmen mehrerer Bilateraler Abkommen hat sie sich bereits zuvor zur Einhaltung von strengen Marktregeln verpflichtet.<\/strong><\/p>\n<p>Am 13. November ist die 26. Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Glasgow zu Ende gegangen. Das \u00dcbereinkommen von Paris verpflichtet alle Staaten, ab 2020 konkrete Schritte zur Verminderung ihrer Treibhausgasemissionen zu unternehmen, um die weltweite Erw\u00e4rmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Die Schweiz hat sich an der COP26 f\u00fcr griffige Regelungen eingesetzt, die eine wirksame Umsetzung des \u00dcbereinkommens von Paris sicherstellen. \u00abIn Glasgow ist klargeworden, dass sich die Welt von \u00d6l, Kohle und Gas verabschiedet\u00bb, hob Bundesr\u00e4tin Simonetta Sommaruga in ihrer Bilanz vor den Medien hervor. In einzelnen Punkten habe man zwar etwas erreicht, doch: \u00abMit dem Gesamtresultat dieser COP kann man nicht wirklich zufrieden sein.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Klimaziele der Staaten<\/strong><br \/>\nAn der COP26 wurden die Staaten dazu aufgerufen, bis Ende 2022 ihre Klimaziele f\u00fcr die Zeit bis 2030 zu erh\u00f6hen. Im verabschiedeten Text bekr\u00e4ftigen die L\u00e4nder zudem erstmals, Kohleenergie, deren Emissionen nicht technisch abgefangen werden, und ineffiziente Subventionen f\u00fcr fossile Energien wie \u00d6l und Gas abzubauen. Die Schweiz begr\u00fcsst diese Stossrichtung. Sie hatte sich an der Konferenz jedoch f\u00fcr den vollst\u00e4ndigen Abbau jeglicher Art von Subventionen f\u00fcr diese Energietr\u00e4ger und f\u00fcr die Abkehr jeglicher Art von Kohlenutzung eingesetzt.<\/p>\n<p><strong>Emissionsverminderungen im Ausland<\/strong><br \/>\nEine L\u00f6sung gefunden wurde bei der Frage der Emissionsverminderungen im Ausland. An der COP26 wurden Regeln verabschiedet, welche die doppelte Anrechnung zwischen den Staaten verhindern. Die Emissionsverminderungen k\u00f6nnen auch zwischen den Staaten und dem CO2-Kompensationssystem der Flugbranche (CORSIA) nicht doppelt angerechnet werden. Auch Private k\u00f6nnen sich mit freiwilligen Klimaschutzprojekten an diesem Markt ohne Doppelz\u00e4hlung beteiligen. Diese Verminderungen d\u00fcrfen aber nicht an die Klimaziele der Staaten angerechnet werden. Ein Erfolg f\u00fcr die Schweiz, die sich an der Konferenz gegen die Doppelz\u00e4hlung eingesetzt hat und anhand ihrer bilateralen Klimaschutzabkommen aufzeigen konnte, dass eine solche Regelung m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Die Schweiz setzt sich auch k\u00fcnftig f\u00fcr robuste Klimaschutzregeln ein, wie sie sie seit 2020 in mehreren bilateralen Klimaschutzabkommen mit Partnerl\u00e4ndern festgehalten hat. An der COP26 hat sie zwei weitere solche Abkommen mit Vanuatu und Dominica unterzeichnet.<\/p>\n<p><strong>Transparenz bei Berichterstattung \u00fcber Klimaziele<\/strong><br \/>\nEin wichtiger Bestandteil des Pariser \u00dcbereinkommens ist auch, wie transparent die L\u00e4nder \u00fcber ihre Fortschritte im Klimaschutz berichten und wie diese Berichte gepr\u00fcft werden. Die L\u00e4nder konnten sich an der COP26 darauf einigen, wie sie \u00fcber ihre Emissionsverminderungen und die Unterst\u00fctzung, die sie daf\u00fcr selber erhalten oder anderen L\u00e4ndern geben, Bericht erstatten. Dabei soll den L\u00e4ndern, welche nachweislich die Kapazit\u00e4t zur Berichterstattung nicht haben, erlaubt werden, weniger umfangreich zu berichten. Aus Sicht der Schweiz ist das Ergebnis positiv, denn diese Transparenzregeln sind entscheidend f\u00fcr das Vertrauen zwischen den Vertragsparteien.<\/p>\n<p><strong>Neues Finanzierungsziel f\u00fcr die Zeit nach 2025<\/strong><br \/>\nDie Schweiz hat sich an der Konferenz daf\u00fcr eingesetzt, dass die Investitionen in den Klimaschutz weltweit gest\u00e4rkt werden und dass alle L\u00e4nder, die in der Lage sind, Unterst\u00fctzung leisten. F\u00fcr die Zeit nach 2025 soll bis 2024 ein neues Finanzierungsziel beschlossen werden. Dieses soll auch Investitionen aus der Wirtschaft beinhalten.<\/p>\n<p>Die Schweiz hat an der Konferenz Beitr\u00e4ge im Umfang von \u00fcber 50 Millionen Franken an den UNO-Anpassungsfonds, die Climate and Clean Air Coalition, den Least Developed Countries Fund, den Climate Investment Fund und die High Impact Partnership on Climate Action der Europ\u00e4ischen Bank f\u00fcr Wiederaufbau und Entwicklung gesprochen. Mit diesen Beitr\u00e4gen unterstreicht die Schweiz ihre Zusage, einen fairen Beitrag an die internationale Klimafinanzierung zu leisten.<\/p>\n<p><strong>Umgang mit klimabedingten Sch\u00e4den und Verlusten<\/strong><br \/>\nWichtiges Thema war auch der Umgang mit Sch\u00e4den und Verlusten, die in den L\u00e4ndern als Folge des Klimawandels entstehen (z.B. \u00dcberschwemmungen, Ernteausf\u00e4lle). Es wurde beschlossen, dass die Industriel\u00e4nder bis 2025 die Gelder verdoppeln sollen, die sie 2019 in Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsl\u00e4ndern bereitgestellt hatten. Die L\u00e4nder haben sich darauf geeinigt, keinen neuen Fonds f\u00fcr die technische Unterst\u00fctzung nach klimabedingten Schadensereignissen zu schaffen. Die Schweiz hat sich an der Konferenz daf\u00fcr eingesetzt, dass die bestehenden Instrumente und Institutionen f\u00fcr den Umgang mit Klimasch\u00e4den gest\u00e4rkt werden. Es wurde zudem beschlossen, die Entwicklungsl\u00e4nder beim Zugang zu diesen bestehenden Instrumenten zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweiz hat sich an der COP26 f\u00fcr griffige Regelungen eingesetzt, die eine wirksame Umsetzung des \u00dcbereinkommens von Paris sicherstellen<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":228768,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1141,1140,1157],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[29888,31836,31837],"class_list":["post-518249","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-themen","category-leben-in-der-schweiz","category-welt","content_country-zvicer","content_country-austria-de","content_country-germany-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/518249","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=518249"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/518249\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/228768"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=518249"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=518249"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=518249"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=518249"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=518249"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}